Sinclair Lewis - Gesammelte Werke
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Sie machte Frau Dawson ihre schönste Verbeugung, sie zwitscherte: »Ich will nicht, daß mein Mann so bald schon wo anders ist als ich! Ich gehe hinüber und ziehe ihn an den Ohren.« Sie erhob sich mit einem Jungmädchenknicks, ging quer durch das Zimmer und setzte sich zum interessierten Wohlgefallen aller, die es sahen, auf die Lehne von Kennicotts Stuhl.
Er plauderte mit Sam Clark, Luke Dawson, Jackson Eider von der Hobelwerkstatt, Chet Dashaway, Dave Dyer, Harry Haydock und Ezra Stowbody, dem Bankdirektor.
Ezra Stowbody gehörte zu den Ureinwohnern. Er war im Jahre 1865 nach Gopher Prairie gekommen. Er war ein vornehmer Raubvogel – geschwungene schmale Nase, dünne Lippen, starke Augenbrauen, Portweinwangen, eine weiße Haarmähne, hochmütige Augen. Er war nicht zufrieden mit den sozialen Veränderungen der letzten dreißig Jahre. Vor drei Jahrzehnten waren Dr. Westlake, der Rechtsanwalt Julius Flickerbaugh, der Kongregationalistenpastor Merriman Peedy und er selbst die Führer gewesen. Das war, wie es sein sollte; die schönen Künste – Medizin, Jus, Religion und Finanz – als aristokratisch anerkannt; vier Yankees, die mit den Leuten aus Ohio und Illinois und mit den Schweden und Deutschen, die es riskiert hatten, mit ihnen zu kommen, wohl demokratisch plauderten, sie aber auch regierten. Doch Westlake war alt, fast emeritiert; Julius Flickerbaugh hatte viel von seiner Praxis an tätigere Anwälte verloren, Reverend Peedy war tot; und kein Mensch in diesem miserablen Zeitalter der Automobile hatte Interesse für die »schnellen Grauschimmel«, die Ezra noch immer fuhr. Die Stadt war ebenso in zwei verschiedene Hälften gespalten wie Chicago. Norweger und Deutsche besaßen Läden. Die Führer der Gesellschaft waren gewöhnliche Kaufleute. Nägelverkaufen galt als ebenso heilig wie Bankier sein. Diese Emporkömmlinge – die Clarks, die Haydocks – hatten keine Würde. In der Politik waren sie vernünftig und konservativ, aber sie redeten von Automobilen, Luftdruckgewehren und, weiß der Himmel, was für anderen neumodischen Firlefanzereien. Herr Stowbody kam sich bei ihnen nicht heimisch vor. Aber sein Ziegelhaus mit dem Mansardendach war immer noch das größte Gebäude in der Stadt, und er bewahrte sich seine Position als Edelmann, indem er unter den jüngeren Leuten auftauchte und sie durch einen frostigen Blick daran erinnerte, daß ohne den Bankier keiner von ihnen sein ordinäres Geschäft fortführen könnte.
Als Carola dem Anstand trotzte, indem sie sich zu den Männern setzte, fragte Herr Stowbody gerade Herrn Dawson: »Sagen Sie, Luke, wann hat Biggins sich im Winnebagohof niedergelassen? War das nicht achtzehnhundertneunundsiebzig?«
»Aber nein, gar keine Spur!« Herr Dawson war empört. »Er ist achtzehnhundertsiebenundsechzig – nein, warten Sie, achtzehnhundertachtundsechzig muß es gewesen sein – aus Vermont gekommen und hat sich einen Claim am Rum River genommen, ein ziemliches Stück oberhalb von Anoka.«
»Gar keine Rede!« schrie Herr Stowbody. »Er hat sich zuerst in Blue Earth angesiedelt, er und sein Vater!«
(»Wovon reden sie denn?« fragte Carola flüsternd Kennicott.)
(»Ob der alte Biggins einen englischen Setter oder einen anderen Hund gehabt hat. Sie streiten schon den ganzen Abend drüber!«)
Dave Dyer unterbrach sie, um zu berichten: »Hab' ich euch schon erzählt, daß Clara Biggins vor ein paar Tagen hier war? Sie hat sich eine Wärmflasche gekauft – eine teure noch dazu – zwei Dollar und dreißig Cents!«
»Ja!« schnaubte Herr Stowbody. »'türlich. Sie ist genau so, wie ihr Großvater war. Nie einen Cent sparen. Zwei Dollar und zwanzig – dreißig waren's, nicht? – zwei Dollar und dreißig Cents für eine Wärmflasche! Ein Ziegel in einem Flanellunterrock ist genau so gut! Mindestens!«
»Was machen Ellas Mandeln?« gähnte Chet Dashaway.
Während Herr Stowbody einen somatischen und psychischen Abriß darüber lieferte, überlegte Carola: »Haben sie wirklich solches Interesse für Ellas Mandeln, oder auch für Ellas Speiseröhre? Ob ich sie wohl vom Klatsch abbringen könnte? Ich will's mal probieren.«
»Hier hat es nicht viel Arbeiterunruhen gegeben, nicht wahr, Herr Stowbody?« fragte sie unschuldig.
»Nein, Ma'am, Gott sei Dank, wir sind davon verschont geblieben, abgesehen vielleicht von den Dienstmädchen und den Landarbeitern. Es gibt Scherereien genug mit den ausländischen Landarbeitern und den Farmern. Wenn man die Schweden nicht im Auge behält, kehren sie einem im Augenblick den Sozialisten, den Populisten oder sonst etwas Albernes hervor. Natürlich, wenn sie Kreditschulden haben, kann man sie zur Vernunft bringen. Dann lass' ich sie ganz einfach zu einer Unterredung in die Bank kommen und erzähl' ihnen ein paar Sachen. Ich hab' nichts dagegen, daß sie Demokraten sind, gar nichts, aber Sozialisten kann ich hier in der Gegend nicht brauchen. Aber, Gott sei Dank, wir haben hier nicht die Arbeiterunruhen, wie sie in den Städten waren. Sogar Jack Eider kommt mit seinen Leuten in der Hobelwerkstatt ganz gut aus. Nicht wahr, Jack?«
»Ja. Freilich. Ich brauch' nicht allzuviel tüchtige Arbeiter bei mir, und meistens sind's ja diese verrückten, lohntreibenden, halbgrünen gelernten Mechaniker, die Unruhen anfangen – lesen eine Menge von der anarchistischen Literatur und Gewerkschaftszeitungen und so weiter.«
»Halten Sie etwas von den Gewerkschaften?« fragte Carola Herrn Eider.
»Ich? O nein! Die Sache ist so: ich hab' gar nichts dagegen, mit meinen Leuten zu verhandeln, wenn sie glauben, daß sie irgendwelche Sorgen haben – obwohl der Himmel wissen mag, was heute über die Arbeiter gekommen ist – sie haben für einen guten Posten nichts übrig. Aber trotzdem, wenn sie anständig zu mir kommen, als ein Mann zum anderen, besprech' ich alles mit ihnen. Aber ich will nichts mit Leuten von außerhalb zu tun haben, mit solchen Gewerkschaftsbevollmächtigten, oder mit was für komischen Namen sie sich jetzt nennen – mit der ganzen Blase von reichen Schmarotzern, die von den unwissenden Arbeitern leben! Ich will mir nicht gefallen lassen, daß einer von den Kerlen seine Nase reinsteckt und mir erzählt, wie ich mein Geschäft leiten soll.«
Herr Elder wurde immer erregter, immer kriegerischer und patriotischer. »Ich bin für Freiheit und verfassungsmäßige Rechte. Wenn einem mein Leben nicht paßt, kann er zusammenpacken und gehen. Und genau so, wenn er mir nicht paßt, geht er. Und damit ist die Sache erledigt. Ich kann ganz einfach alle die Komplikationen, das Hin und Her und die Regierungsberichte, die Lohntarife und, weiß Gott, was die Kerle sonst noch alles erfinden, das kann ich alles nicht verstehen, wo doch alles so einfach ist. Den Leuten ist recht, was ich ihnen bezahl', oder sie gehen. Damit ist die Sache erledigt!«
»Was halten Sie von der Gewinnbeteiligung?« wagte Carola zu fragen.
Herr Elder donnerte seine Antwort heraus, und die anderen nickten dazu, feierlich und im gleichen Rhythmus wie Gelenkpuppen in einem Schaufenster, komische Mandarine und Richter, Enten und Clowns, die ein Luftzug durch die offene Tür in Bewegung gesetzt hat:
»Diese ganze Profitbeteiligung, Wohltätigkeitsarbeit, Versicherung und Altersrente ist ganz einfach Mist. Das schwächt die Unabhängigkeit des Arbeiters und frißt eine Menge von ehrlichem Einkommen auf. Die halbausgebackenen Denker, die noch nicht trocken hinter den Ohren sind, und diese Frauenrechtlerinnen und, Gott weiß, was für Revolutionäre sonst noch, die einem Geschäftsmann erzählen wollen, wie er sein Geschäft führen soll, und ein paar von den Collegeprofessoren sind genau so schlimm, die ganze Blase miteinander ist nichts weiter als verkleideter Sozialismus! Und es ist meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit als Unternehmer, jedem Angriff auf die Integrität der amerikanischen Industrie bis zum letzten Atemzug Widerstand zu leisten. Jawohl, Herrschaften!«
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