Sinclair Lewis - Gesammelte Werke

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Entdecken Sie das Werk des amerikanischen Schriftstellers und Nobelpreisträgers Sinclair Lewis. Sein satirischer Erzählstil über komplexe philosophische Themen ist ein besonderes Merkmal des Autors. Das wichtigste außersoziale Problem, das in allen seinen Werken zum Vorschein kommt, ist das Thema des Individuums und der Gesellschaft, das sich wie ein roter Faden durch das gesamte Werk des Schriftstellers zieht.

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Sie schwankten zur Chaussee zurück und erwachten beim Klang der klappernden Hufe aus ihrem sonnenmüden Schlummer. Sie hielten an, um nach Rebhühnern Ausschau zu halten, am Rand kleiner Wäldchen – leuchtend, sauber, munter, Silberbirken und Pappeln mit tadellos grünen Stämmen, die einen See mit sandigem Boden säumten.

Kennicott holte ein dickes rotes Eichhörnchen herunter, und in der Dämmerung kam er zu Schuß auf einen Flug Enten, die von oben herunterwirbelten, über den See glitten und sofort wieder verschwanden.

Mit der untergehenden Sonne fuhren sie heim. Strohpuppen und Weizenmännchen wie Bienenkörbe standen rosa und golden da, und die grün durchwachsenen Stoppeln glitzerten. Als der ungeheure Purpurgürtel sich dunkler färbte, wurde das Land herbstlich in tiefem Rot und Braun. Die schwarze Straße vor dem Wagen wurde zart lila, dann versank sie in unbestimmtes Grau. Vieh kam in einer langen Reihe zu den Toren der Farmhöfe, und über dem ruhenden Land lag ein dunkles Leuchten.

Carola hatte die Würde und Größe gefunden, die sie in der Hauptstraße entbehrt hatte.

2

Solange sie kein Mädchen hatten, aßen sie mittags und abends in der Pension der Frau Gurrey.

Frau Elisha Gurrey, Hinterbliebene des Diakons Gurrey, Heu- und Getreidehändlers, war eine spitznasige, süßliche Frau mit eisengrauem Haar, das so fest nach hinten gekämmt war, daß man glaubte, sie trage ein Taschentuch auf dem Kopf. Aber sie war wider Erwarten heiter, und ihr Eßzimmer, mit dem dünnen Tischtuch auf dem langen Tannentisch, hatte die Anständigkeit sauberer Dürftigkeit.

In der Reihe der nie lächelnden Gäste, die methodisch kauten wie Pferde an einer Krippe, fiel Carola eine Miene auf: das bleiche, lange, bebrillte Gesicht, das sandfarbene Haar Herrn Raymond P. Wutherspoons, »Raymie« genannt; er war eingefleischter Junggeselle, Leiter und gleichzeitig das halbe Verkaufspersonal in der Schuhabteilung des Bon Ton-Ladens.

»Sie werden viel Freude an Gopher Prairie haben, Frau Kennicott«, sagte Raymie. Seine Augen waren wie die eines Hundes, der darauf wartet, aus der Kälte draußen ins Zimmer gelassen zu werden. Er reichte ihr die gedünsteten Aprikosen mit einer überschwenglichen Gebärde. »Es sind eine große Menge hochgebildeter Leute hier. Frau Wilks, die Christian-Science-Lektorin, ist eine sehr kluge Frau – obwohl ich selber nicht Scientist bin, ja, ich singe im Anglikanerchor. Und Fräulein Sherwin von der Hochschule – sie ist so ein nettes, kluges Mädel – ich hab' ihr gestern ein Paar Schuhe anprobiert, ich sage Ihnen, es war wirklich ein Vergnügen.«

»Gib mir die Butter, Carrie«, war Kennicotts Kommentar dazu. Sie bot ihm Trotz, indem sie Raymie ermutigte:

»Haben Sie ein Dilettantentheater und solche Sachen hier?«

»O ja! Die Stadt ist ganz einfach voller Talent. Die ›Pythischen Ritter‹ haben voriges Jahr einen herrlichen Sängerabend gemacht!«

»Es ist nett, daß Sie so enthusiastisch sind.«

»Oh, glauben Sie das wirklich? Eine Menge Menschen ziehen mich auf, weil ich alles mögliche veranstalten möchte. Ich sag' den Leuten immer, daß sie mehr künstlerische Talente haben, als sie wissen. Erst gestern hab' ich zu Harry Haydock gesagt, wenn er mehr Gedichte lesen würde, zum Beispiel Longfellow, oder wenn er ins Orchester eintreten würde – ich hab' soviel Freude dran, Piston zu blasen, und unser Orchesterdirigent, Del Snafflin, ist ein so guter Musiker, ich sag' oft, er sollte seinen Friseurladen aufgeben und Berufsmusiker werden. Er könnte in Minneapolis und New York, überall, Klarinette spielen, aber – aber ich konnte Harry nicht dazu bringen, daß er alles einsieht, und – ich hab' gehört, Sie sind gestern mit dem Doktor auf der Jagd gewesen. Hübsches Land, nicht? Und haben Sie schon Besuche gemacht? Das kaufmännische Leben ist nicht so begeisternd wie das medizinische. Es muß wunderbar sein, wenn man sieht, was für Vertrauen die Patienten zu Ihnen haben, Doktor.«

»Hu. Ich bin's, der Vertrauen haben muß. Es wär' ein ganz ordentliches Stück wunderbarer, wenn sie ihre Rechnungen bezahlten«, knurrte Kennicott, und Carola flüsterte er etwas zu, was so klang wie »Frauenzimmer in Hosen«.

Aber Raymies helle Augen flehten sie an. Sie half ihm: »Sie lesen also gern Gedichte?«

»O ja, zu gern – obwohl, um die Wahrheit zu sagen, ich hab' nicht viel Zeit zum Lesen, wir haben immer soviel zu tun im Laden, und – Aber wir haben im letzten Winter beim Abend der ›Pythischen Schwestern‹ eine blendende Rezitatorin von Beruf gehabt.«

Carola glaubte ein Grunzen von dem Reisenden am anderen Ende des Tisches zu hören, und Kennicotts stoßender Ellenbogen war ein verkörpertes Grunzen. Sie ließ aber nicht nach.

»Kommen Sie viel ins Theater, Herr Wutherspoon?«

Er leuchtete sie an wie ein blaßblauer Märzhimmel und seufzte: »Nein, aber das Kino hab' ich sehr gern. Da bin ich ein richtiger Narr. Es ist ein Malheur, daß die Bücher nicht so von intelligenten Zensoren ganz geprüft werden wie die Filme, und wenn man in die Bibliothek kommt und sich ein Buch nimmt, weiß man nie, worauf man seine Zeit verschwendet. Was mir an Büchern gefällt, ist eine heilsame, wirklich bessernde Geschichte, und manchmal – Ja, einmal hab' ich einen Roman von dem Balzac angefangen, von dem man immer liest, und da wird erzählt, wie eine Dame nicht mit ihrem Mann lebt, ich meine, sie ist nicht seine Frau. Alle Einzelheiten sind gebracht worden! Ekelhaft! Und das Englisch war wirklich miserabel. Ich hab' in der Bibliothek drüber Bescheid gesagt, und sie haben das Buch rausgenommen. Ich bin nicht engherzig, aber ich muß sagen, ich kann gar keinen Nutzen an diesem wohlüberlegten Wühlen in der Unsittlichkeit finden! Das Leben ist ja selber so voller Versuchungen, daß man in der Literatur nur das haben will, was rein und erhebend ist.«

»Wie heißt der Balzac-Schmöker? Wo kann man ihn kriegen?« kicherte der Reisende.

Raymie ignorierte ihn. »Aber die Filme, die sind meistens sauber, und ihr Humor – glauben Sie nicht, daß die wichtigste Eigenschaft an einem Menschen ist, daß er einen Sinn für Humor hat?«

»Ich weiß nicht. Ich hab' wirklich nicht viel«, sagte Carola.

Er drohte mit dem Finger. »Nein, nein, Sie sind zu bescheiden. Ich bin überzeugt, wir können alle sehen, daß Sie einfach blendenden Sinn für Humor haben. Übrigens, Doktor Kennicott würde nicht eine Dame heiraten, die keinen hat. Wir alle wissen, wie gern er Spaß macht!«

»Sicher. Bin ein alter Spaßvogel. Komm, Carrie; gehen wir«, sagte Kennicott.

Raymie beschwor: »Und wofür interessieren Sie sich am meisten unter den Künsten, Frau Kennicott?«

»Oh –« Da sie merkte, daß der Reisende »Zahnheilkunst« murmelte, sagte sie verzweifelt aufs Geratewohl: »Architektur«.

»Das ist eine wirklich hübsche Kunst. Ich hab' immer gesagt – wie Haydock und Simons die neue Front vom Bon Ton-Gebäude fertig gemacht haben, ist der Alte zu mir gekommen, wissen Sie, Harrys Vater, ich sag' immer D. H. zu ihm, und er hat mich gefragt, wie mir's gefällt, und da hab' ich gesagt: ›Passen Sie auf, D. H.‹, hab' ich gesagt – wissen Sie, er wollte die Front ohne Verzierung lassen, und da hab' ich gesagt: ›Es ist ja alles recht gut, wenn man moderne Beleuchtung und viel Platz im Schaufenster hat,‹ hab' ich gesagt, ›aber wenn Sie das schon machen, dann müssen Sie auch ein bißchen Architektur haben‹, das hab' ich gesagt, und er hat gelacht und hat gesagt, daß ich vielleicht recht hab', und dann hat er ein Gesims machen lassen.«

»Blech!« bemerkte der Reisende.

Raymie zeigte die Zähne wie eine kriegerische Maus. »Na, und wenn's Blech ist? Es ist doch nicht meine Schuld. Ich hab' D. H. gesagt, er soll's aus geschliffenem Granit machen lassen. Sie gehen mir auf die Nerven!«

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