Sinclair Lewis - Gesammelte Werke
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»Das ist mal ein Wort!« bestätigte Dr. Gould. Er blickte etwas zu unverhohlen auf die glatte Kurve ihrer Schulter.
»Fischen Sie gern? Mir ist das Fischen das Liebste auf der Welt. Ich werd' Ihnen das Bridge beibringen. Spielen Sie überhaupt gern Karten?«
»Ich habe mal ziemlich gut Bésigue gespielt.«
Sie wußte, daß Bésigue ein Kartenspiel sei – oder irgendein anderes Spiel. Vielleicht auch Roulette. Aber ihre Lüge war ein Triumph. Auf Juanitas hübschem Pferdegesicht mit den lebhaften Farben zeigte sich Unsicherheit. Harry fuhr sich über die Nase und fragte demütig: »Bésigue? Das ist doch ein Hasardspiel, nicht?«
Während noch andere sich zu ihrer Gruppe schlugen, belebte Carola die Konversation. Sie lachte, war leichtfertig und ziemlich unsicher. Sie konnte die Augen der Leute nicht sehen. Sie bildeten ein verschwommenes Theaterauditorium, vor dem sie ganz bewußt die Komödie spielte, die kluge kleine Frau Doktor Kennicotts zu sein:
»Ja, die berühmte freie Natur, die suche ich. Ich will nie wieder etwas lesen außer dem Sportteil der Zeitung. Will hat mich auf unserem Colorado-Trip bekehrt. Es waren so viele Touristchen da, die Angst davor hatten, aus dem Autobus zu steigen, daß ich beschloß, Annie Oakley, der Wildwest-Vampyr, zu werden, und ich hab' mir, oh! ein schreckliches Kleid gekauft, das meine reizenden Fesseln den Presbyterianerblicken aller Provinzschullehrerinnen gezeigt hat, und bin von Fels zu Fels gesprungen wie eine Gemse, und – Sie halten Doktor Kennicott vielleicht für einen Nimrod, aber Sie hätten ihn sehen sollen, wie ich ihn dazu gebracht habe, sich ganz auszuziehen und in einem eiskalten Gebirgsbach zu schwimmen.«
Sie wußte, daß ihre Zuhörer daran dachten, empört zu werden, aber Juanita Haydock bewunderte sie wenigstens. Sie schwadronierte weiter:
»Ich weiß ja, daß ich Wills Ruf als anständiger Doktor untergrabe – ist er ein guter Arzt, Doktor Gould?«
Kennicotts Rivale schnappte bei diesem Angriff auf die Berufsmoral nach Luft, es dauerte eine ziemliche Weile, bis er seine Höflichkeit wiedergewann. »Ich will Ihnen etwas sagen, Frau Kennicott.« Er lächelte Kennicott zu, um zu verstehen zu geben, daß alles, was er in seiner Bemühung, witzig zu sein, auch sagen mochte, im medico-kommerziellen Krieg nicht gegen ihn sprechen sollte. »Es gibt ein paar Leute in der Stadt, die sagen, daß der Doktor ein ganz brauchbarer mittelmäßiger Diagnostiker und Rezepteverschreiber ist, aber ich will Ihnen ins Ohr sagen – und erzählen Sie ihm um Gottes willen nichts davon – man wendet sich nie mit etwas Ernsthafterem an ihn, als mit einer Appendektomie am linken Ohr oder einem Strabismus des Cardiographen.«
Niemand außer Kennicott wußte, was das heißen sollte, aber man lachte. Carola merkte, daß George Edwin Mott und das farblose Ehepaar Dawson noch nicht hypnotisiert waren. Sie sahen aus, wie wenn sie nicht wüßten, ob sie so aussehen sollten, als wären sie nicht zufrieden. Sie wandte sich ihnen zu:
»Aber ich weiß, mit wem ich mich nicht getraut hätte, nach Colorado zu gehen! Mit Herrn Dawson! Ich bin überzeugt, der ist ein regelrechter Herzensknicker. Als ich ihm vorgestellt worden bin, hat er meine Hand festgehalten und fürchterlich gedrückt.«
»Ha! Ha! Ha!« Die ganze Gesellschaft applaudierte. Herr Dawson war selig. Er hatte schon viele Namen bekommen – Wucherer, Schinder, Geizkragen, Schleicher – aber einen Poussierstengel hatte ihn noch niemand genannt.
»Er ist ein ganz schlechter Kerl, nicht wahr, Frau Dawson. Müssen Sie ihn nicht einsperren?«
»Ach nein, aber vielleicht wäre 's doch besser«, versuchte Frau Dawson zu scherzen, und ihr bleiches Gesicht rötete sich sanft.
Fünfzehn Minuten hielt Carola es aus. Sie erklärte, sie wolle eine komische Oper aufführen, Café Parfait sei ihr lieber als Beefsteak, sie hoffe, Dr. Kennicott werde nie verlernen, reizenden Frauen den Hof zu machen, und sie besitze ein Paar Goldstrümpfe. Man riß den Mund auf und wollte mehr hören. Aber sie konnte nicht weiter. Sie zog sich auf einen Sessel hinter Sam Clarks breitem Rücken zurück. Die Lachfältchen auf den Gesichtern aller anderen, die an der Unterhaltung mitarbeiteten, glätteten sich feierlich, wieder standen sie herum und hofften, erwarteten aber nicht mehr, sich zu vergnügen.
Carola lauschte. Sie entdeckte, daß es so etwas wie Konversation in Gopher Prairie nicht gab. Sogar bei dieser Gelegenheit, welche die flotten jungen Leute, die jagenden Edelmänner, die wohlanständigen Intellektuellen und die soliden Finanzmänner aufbot, saßen sie bei dem Fest wie bei einer Leiche.
Juanita Haydock redete ziemlich viel mit ihrer knarrenden Stimme, aber es war immer wieder Klatsch: das Gerücht, daß Raymie Wutherspoon ein Paar Lackschuhe mit grauen Knopfeinsätzen bestellen, werde; der Rheumatismus Champ Perrys; der Zustand von Guy Pollocks Grippe und die Verrücktheit Jim Howlands, seinen Zaun lachsrosa zu streichen.
Sam Clark hatte sich mit Carola über Automobile unterhalten, aber er war sich seiner Pflichten als Gastgeber bewußt. Während er langsam sprach, stiegen seine Augenbrauen auf und nieder. Er unterbrach sich selbst: »Ich muß Leben in die Leute bringen.« Er fragte seine Frau: »Meinst du nicht auch?« Er stapfte in die Mitte des Zimmers und rief:
»Es muß einer was zum besten geben, Herrschaften.«
»Ja, los!« kreischte Juanita Haydock.
»Hören Sie, Dave, machen Sie doch die Sache mit dem Norweger, der die Henne fängt.«
»Klar; das ist eine feine Nummer; machen Sie's, Dave!« frohlockte Chet Dashaway.
Herr Dave Dyer war so freundlich.
Alle Gäste bewegten die Lippen in der Erwartung, nach ihren eigenen Spezialitäten gefragt zu werden.
»Ella, kommen Sie, tragen Sie für uns ›Mein süßes Lieb‹ vor«, bat Sam.
Fräulein Ella Stowbody, die jungfräuliche Tochter der Bank, rieb ihre trockenen Handflächen aneinander und errötete: »Ach, ihr wollt das alte Zeug doch nicht wieder hören.«
»Und ob wir wollen! Na klar!« versicherte Sam.
»Ich bin heute abend nicht bei Stimme.«
»Papperlapapp! Fangen Sie an!«
Sam erklärte Carola laut: »Ella ist unser großes Tier im Rezitieren. Sie hat eine richtige Berufsausbildung gehabt. Sie hat ein Jahr Gesang, Redekunst, Schauspielkunst und Stenographie in Milwaukee studiert.«
Fräulein Stowbody trug vor. Als Zugabe brachte sie nach »Meinem süßen Lieb« ein außerordentlich optimistisches Gedicht über den Wert des Lächelns.
Es folgten vier weitere »Nummern«: eine jüdische, eine irische, eine Kindersache und Nat Hicks Parodie auf Marc Antons Leichenrede.
Im Verlauf des Winters hörte Carola Dave Dyers »Hennenfang« siebenmal, »Mein süßes Lieb« neunmal, die jüdische Geschichte und die Leichenrede zweimal, aber jetzt war sie voll Eifer, und weil sie glücklich und einfältig sein wollte, war sie ebenso enttäuscht wie die anderen, als die Darbietungen vorüber waren und die Gesellschaft unverzüglich wieder in ihre Schlafsucht zurücksank.
Sie gaben es auf, festlich sein zu wollen; sie begannen natürlich zu reden, wie sie es daheim und in ihren Geschäften taten.
Männer und Frauen trennten sich, worauf sie schon den ganzen Abend gewartet hatten. Carola wurde von den Männern verlassen und einer Gruppe von Matronen übergeben, die geruhig von Kindern, Krankheiten und Köchinnen plapperten. Sie ärgerte sich. Es fiel ihr wieder ein, daß sie sich in Visionen als elegante verheiratete Frau in einem Salon mit klugen Männern Wortgefechte führen gesehen hatte. Ihre Niedergeschlagenheit wurde von der Überlegung abgelöst, was die Männer wohl in der Ecke zwischen dem Klavier und dem Grammophon besprechen mochten. Erhoben sie sich über diesen Hausfrauenklatsch zu einer größeren Welt abstrakter Gedanken und wichtiger Angelegenheiten?
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