Jasper Nicolaisen - Totes Zen

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Den Abschluss in Barbarei und Berserkertum in der Tasche und das magische Schwert Brudi in der Faust, stürzt sich Krass ins Abenteuer. Das Echtjuwel der Zwerge befindet sich tief unter dem Berg in den Klauen des Gelichters, das sich in den Minen eingenistet hat. Auf seiner Fahrt trifft Krass auf den fliegenden Teppich Staubvogt und seine Herrin, die schlafwandelnde Prinzessin Manzani, sowie den Eulenmenschenzombie Kräcki. Gemeinsam nehmen sie es mit hungrigen Pilzmenschen, Grußgnollen dem Kurtisanenkaiser Kang, dem kosmischen Horror der Klarovollen und den Gefahren des Landes unter den Fingernägeln auf. Je tiefer sie in den Berg vordringen, desto mehr wird Krass von seiner Vergangenheit eingeholt. Denn sein Vater ist ein leibhaftiger Gott und gebietet über die Macht des Toten Zen – die alles, selbst die Zuhörer*innen dieser Geschichte, in seinen Bann zieht…
"Totes Zen" ist ein irrer, wirbelnder Reigen quer durch die Fantasy-Klischeekiste, rasant, komisch und irgendwie doch eine berührende queere Liebes- und Familiengeschichte. Für alle Fans von Walter Moers, Adventure Time und Sigmund Freud!

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Die Bibliothekstür knarrte wie im Film. Filme durften wir nicht oft gucken, da sie aus Heiligforst umständlich importiert werden mussten. Die Akademie von Ha´wat, die seit Haruspex dem Großen als eigener Staat galt, lag mit Heiligforst aufgrund religiöse Differenzen immerzu im Clinch. In deren Filmen von dort wimmelte es von nackten Frauen, Homosexuellen, Drogenmissbrauch, sinnloser Gewalt und Musik. Das meiste davon war kein Problem und im Akademiealltag gang und gäbe, aber Musik war in der Akademie streng verboten, und da in Heiligforstschen Filmen Musik immer und überall war, gelangten sie nur stark geschnitten in unserer Vorführräume. Ein abendfüllender Film aus Heiligforst hatte nach der Behandlung durch die Akademiezensoren im Durchschnitt nur noch eine Länge von acht Minuten. Meistens gab es deshalb „Undezimalfeatures“, bei denen gleich 11 solcher Streifen hintereinander gezeigt wurden, um auf einigermaßen normale Filmlängen zu kommen. Wir saßen also da, mampften Puffreis, knutschen wahllos durchs Dunkel und bekamen 88 Minuten diskontinuierliche Szenen vor den Latz geknallt. Ein typischer Flimmerreigen sah so aus: Ein junger Held aus ärmlichen Verhältnissen befand sich plötzlich an Bord eines gnomischen Luftschiffes, traf dort eine reiche Erbin, malte sie nackt in einer Kutsche, befand sich viel später als Greis an Bord eines gezähmten Seedrachens, mit dem ausgerechnet das magischen Schmuckstück geborgen werden sollte, das er damals, im Liebeswahn und in der irgendwie passierten Schiffskatatstrophe über die mit Eiskristallen versehene Wasserleiche seiner Geliebten (oder seiner Mutter? Wir hatten es nicht mitbekommen) ins Polarmeer oder einen Gobelin (oder Goblin? Wieder waren wir anscheinend in einem anderen Film) geschmissen hatte, und über dem jetzt erkennbar aus Scherenschnitten gefertigte Flugechsen mit nackten Barbarinnen (oder Bärinnen?) ihre Kreise zogen, unter denen die Dörfer Ithiliens (oder Kastiliens?) brannten … und immer so weiter.

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Böse Zungen behaupteten, es habe am Knutschen gelegen, dass wir nichts mitbekommen hatten, und nicht an der Filmzensur. Meine Schulung in orkischer Logik sagt mir, dass ich das nicht wissen kann, da ich ja schließlich dabei war, bei den Filmen und beim Knutschen, und also keine objektive Meinung dazu vertreten kann.

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Falls Sie sich fragen, warum es mir so schwer fällt, beim Erzählen dieser Geschichte nicht den Faden zu verlieren: Da haben Sie den Grund. Ein Jugend als Medienopfer kaputtzensierter Filmschnipsel und Hormontanzabende.

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Ich wollte ja gerade berichten, was mir im Gespräch mit dem Zauberteppich des großen Manzani eingefallen war. Ich war einmal mit ein paar Mitschülern nachts in die Bibliothek eingebrochen, um ein sagenumwobenes Buch im verbotenen Teil der Sammlung anzuschauen, dessen Lektüre angeblich wahnsinnig machen sollte. Mich schreckte diese Aussicht nicht (erinnern Sie sich noch, wie ich Ihnen dargelegt habe, warum ich mich überhaupt für die Abenteurerausbildung an der Akademie von Ha´wat entschieden habe? Eben.) Ein paar von uns trugen allerdings ziemlich schwere Hirnschäden davon. Genau genommen waren diese Leute meine Freunde und Liebhaber. Die einzigen, die ich nach der schrecklichen Kindheit in den Klauen meiner Mutter je hatte. Meine Mutter hatte wirklich Klauen. Aber dazu später mehr. Genau wie über meine Freunde und Liebhaber. Die überlebten den Vorstoß in den verbotenen Bereich der Bibliothek nicht. Oder jedenfalls waren sie danach im strengen Sinn nicht mehr lebendig. Aber auch dazu später mehr. Vielleicht kann ich auch deshalb nur schwer geradeaus erzählen – wir waren auf der Suche nach dem Buch, weil etwas über meinen Vater drinstehen sollte , und meine Freunde und Liebhaber starben also gewissermaßen meinetwegen. Das hat mich glaube ich ein bisschen fertig gemacht. Aber weiter im Text. In jenem verbotenen Buch hatte ich etwas gelesen, das mir jetzt wichtig erschien, irgendetwas über Untote und wie man sie bannt. Leider kam ich nicht dazu, den Gedanken zu Ende zu bringen. Der Eulenmenschzombie, der einmal das Date meiner Zimmergenossin gewesen war, erwachte erneut zum Unleben und griff mich an. Durch die Löcher in seinem Körper konnte ich den Dämon grinsen sehen. Der Dämon hatte eine Menge Zähne.

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„Kräcki. Ich nenne dich Kräcki.“ Brudi hackte, was das Zeug hielt. Das Schöne an so einem magischen Familienerbstück ist, dass es die ganze Arbeit praktisch allein erledigt. Man muss nur aufpassen, dass man den Schwertgriff nicht loslässt. Was mitten auf (oder in) einer Wirbelsturmtreppe gar nicht so einfach ist. Aber für irgendwas hatte ich ja schließlich die Akademie besucht. Ich packte also so fest zu, wie ich konnte. Wenn das magische Schwert die ganze Arbeit allein macht, hat man bequem Zeit für allerlei schmissige Dialoge. In vielen Fächern war ich während der Ausbildung nicht gerade Klassenbester gewesen. Rhetorik hingegen hatte mir immer schon gelegen. „Du wagst es nicht, Abenteurer. Ich bin eine Ausgeburt der neunte Hölle. Mein Name ist Legion.“ „Ich dachte, dein Name wäre Karack-äk-ä.“ Schnicker-schnack machte Brudi, als er den Wirbelsturm durchzischte.

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Viel später, als wir schon dritt durch den Berg zogen, Kräcki, der Zauberteppich Staubvogt mit dem schlafenden Manzani darauf und ich, wurden wir gefangen genommen und konnten uns nur unter großen Gefahren befreien. Da fällt mir ein, ich sollte vielleicht erklären, was es mit dem Berg überhaupt auf sich hat.

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Vor tausenden von Jahren hatte der ganze Berg den Zwergen gehört. Sie waren vom Drachen Yrchthax daraus vertrieben worden. Die meisten Zwerge kamen beim Drachenangriff ums Leben. Die übrigen fristeten Jahrhunderte ihr Leben als fahrendes Volk und sangen abends am Lagerfeuer schwermütige Lieder, in denen sie ihre verlorene Heimat (bzw. das verlorene Gold, was aber für Zwerge weitgehend dasselbe ist) beklagten und finstre Rache schworen. Mithilfe der Langfingergnome von Kleptabad gelang es einer kleinen Zwergenschar unter Führung von Deppel Rammstein den Drachen zu vertreiben, der daraufhin aus Wut die umliegenden Landstriche verwüstete, bevor er übers Meer davonflog und an der Skelettküste ein Schreckensregime errichtete, was die Zwerge aber nicht weiter kümmerte, die einfach bloß froh waren, ihren Berg und das darin gespeicherte Gold wiederzuhaben. Leider mussten sie recht bald feststellen, dass der Drache auf ihren Schätzen so tief und fest geschlafen hatte, dass sich direkt unter seinen glosenden Nüstern allerhand Gelichter und Geschranz im Berg eingenistet hatte. Zwar gelang es ihnen, die oberen Ebenen wieder in ihre Hand zu bekommen, die Tiefgeschosse aber und vor allem die Minen waren einfach zu verpestet von Geistern, Dämonen, Halunken, Elfen, Kobolden, Irrwischen und bunt zusammengewürfeltem Abschaum aus aller Herren Länder und Dimensionen, die sich dort im Lauf der letzten Jahrhunderte, angelockt von der Aussicht auf ein ungestörtes Leben voll Boshaftigkeit und Herumgelupe, festgewanzt hatten. Die Wirbelsturmtreppe war nur eine von zahllosen Verschanzungen, Mauern, Hindernissen, Bollwerken und Fallen, die diese heillose zerstrittene, aber im Wunsch nach einem sicheren Rückzugsort geeinte Gemeinde von Tunichtguten und ehrlosen Hausbesetzern errichtet hatte, während der Drache schnarchte und von noch größeren Reichtümern träumte. Wie sich später herausstellte, hatte Yrchthax bei den Gelichterhorden nur „die fette Echse“ gehießen. Die zahllosen Spottlieder, die von der Dankbarkeit gegenüber der „fetten Echse“ handelten, dank derer sich die „alten Zauselbärte“ (so das Gelichter über die Zwerge) nicht in diesen schönen warmen und trockenen Berg zurücktrauten, waren noch heute dank der Ströme von Banditen und Monstren, die zwischen Berg und dem Rest der Welt hin- und hermigrierten, weit verbreitet, was die Zwerge natürlich noch saurer machte. Die Besetzer waren ein Problem für die Zwerge. Nicht nur, weil einfach niemand gern in schlechter Nachbarschaft wohnt, die stinkt, schwarzer Magie frönt, und so viel Müll anhäuft, dass ständig Getier in die eigene Wohnung kriecht. Vor allem war irgendwo dort unten in den alten Minenschächten das Kronjuwel der Zwerge verborgen. Man musste sogar befürchten, dass diese Gemme, genannt „das Echtjuwel“, inzwischen schon in die Klauen der schwarzen Wesen gelangt war, die noch über die alten Zwergenstollen hinaus gegraben hatten und tief im Herzen der Welt flüsternd und sabbernd in der Schwärze hockten und die Götter mochten wissen welche Pläne im Zusammenhang mit dem zaubermächtigen Echtjuwel und den Schrecken der alten Welt schmiedeten, die dort unten im Unschlaf ihr Unleben fristeten. Solche Schreckensphantasien jedenfalls quälten die Zwergenadministratoren, die Tag und Nacht Gräben rund um ihre juwelenverkrusteten Schreibtische liefen. Da man aber nicht noch mehr kostbare Zwergenleben bei dem Versuch aufs Spiel setzen wollte, das Echtjuwel zu bergen – Zwergenfrauen gab es nur wenige, und selten konnten sie einen männlichen Zwerg so gut leiden, dass es zur Zeugung kam, was mich nach meiner Begegnung mit dem Administrator bei der Vertragsunterzeichnung ehrlich gesagt auch nicht wunderte – setzte man seit Jahrzehnten nur noch auf Söldner. Ich war einer davon, wie Sie sich sicher schon gedacht haben. „In den Berg gehen“ oder „das Echtjuwel suchen“ war an der Akademie allerdings geradezu ein stehender Begriff für „etwas absolut Vergebliches in Angriff nehmen“. Es hatten einfach noch nie jemand nennenswerte Erfolge auf der Jagd nach dem Echtjuwel erzielt. Genau gesagt waren alle gestorben, die es versucht hatten. Noch genauer gesagt war ihr Schicksal völlig unklar, weil sie einfach nie zurück gekommen waren. Eine nicht unerhebliche Rolle dabei spielte die teuflische Selbstverteidigungskunst des Hausbesetzergelichters im Berg: das tote Zen.

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