Bettina Marion Ulrich, Lerncoach, Primarlehrerin und Schulleiterin an privaten und öffentlichen Schulen
Work-Life-Balance, auch für Schüler. Genau gleich sieht das Katharina Schweizer, die jedes Jahr Kinder auf die Eintrittsprüfung vorbereitet und weiss, dass die richtige Haltung weit wichtiger ist als «Aktionitis».
«Kinder sind besser in der Schule, wenn sie neben und nach der Schule nicht noch weiteren Druck erfahren und nicht noch zusätzlich lernen müssen. Sie sollen vor allem viel spielen oder auch einfach in ihrem Zimmer liegen und abschalten dürfen. Nur wenn das Kind wirklich freie Zeit hat, die nicht mit Schule, Förderstunden und Sport- und Freizeitkursen verplant ist, kann es Kreativität, Musse und auch die nötige Ruhe entwickeln, die es braucht, um erfolgreich durch die Schule zu kommen!
In der freien Natur sein ist wichtig. So kann es eine Gelassenheit und Ruhe entwickeln, um dann eben später dem Druck im Gymnasium standzuhalten.
Eine gute elterliche Unterstützung zeigt sich auch, indem man Anteil nimmt an dem, was das Kind interessiert, und daran, dass man freudvoll und spielerisch das Lesen von früh an fördert. Zum Beispiel durch Vorlesen und regelmässige, gemeinsame Bibliotheksbesuche.»
Katharina Schweizer, Lehrperson für Gymnasium-Prüfungsvorbereitung
«Kurz gesagt: Eine positive Einstellung der Schule gegenüber vorleben. Motivieren statt Druck machen. Wichtig ist auch, herauszufinden, was das Kind spannend findet. So kann man es über seine Interessen fördern. Empfehlenswert ist es auch, spielerisch mit ihm zu lernen, so dass das Lernen Freude macht.»
Barbara Schmucki, Primarlehrerin
Unterstützung sei eine Haltungsfrage, das berichten auch die Eltern, deren Kinder es erfolgreich ans Gymnasium geschafft haben. Zum Beispiel B. D. Ihr Kind ist in der dritten Klasse an einem Zürcher Gymnasium.
«Nachfragen, Interesse zeigen – das ist das Wichtigste. Als Eltern muss man dem Kind zeigen, dass man sich für die Schule interessiert, dass Schule etwas Wichtiges ist – und zwar ohne Druck zu machen. Schule und Lernen sollen etwas Selbstverständliches sein. Also fragen: ‹Wie war’s, was war lässig heute, was bedrückt dich, was habt ihr für Hausaufgaben, hast du sie gemacht?› Ich frage auch: ‹Was hat die Lehrerin getan, was hat sie gesagt?› Ich merke im Gespräch auch, wenn die Kinder einen Frust aus der Schule nach Hause bringen. Und dann reden wir darüber. Das finde ich wichtig.»
B. D., Mutter
«Die Präsenz der Eltern (oder eines Erziehungsberechtigten) erachte ich diesbezüglich als sehr wichtig. Einerseits für die allfällige Hilfestellung bei den Hausaufgaben und andererseits für ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit. Ich bin Mutter und arbeite selbstständig erwerbend, aber ich versuche, wenn immer möglich, trotzdem da zu sein, wenn die Kinder aus der Schule kommen. Natürlich ist das nicht allen möglich, aber Präsenz, Interesse und Geborgenheit kann man auch später am Tag noch vermitteln, zum Beispiel wenn das Kind vom Hort nach Hause kommt.»
Ba. D., Mutter
«Aus Büchern vorlesen und später die Kinder zum Lesen animieren fördert sie in vielen Bereichen und auch im vernetzten Denken. Die Haltung der Eltern gegenüber der Schule und dem Lernen ist auch entscheidend.»
H. D., Mutter
«Meine Eltern haben mich nicht speziell gefördert, ich hatte aber von früh auf immer viele Bücher und mir wurden viele Geschichten erzählt. Ich weiss nicht, ob das half. Was aber sicher half, war, dass ich sehr viel mit Lego spielte und eigene Kreationen machte. Ich verstehe einige Sachen in Geometrie heute sehr gut, weil es mich an Probleme erinnert, die ich schon mit Lego löste.»
J. S., Langzeitgymnasium, 2. Jahr
— Zeigen Sie Interesse und fragen Sie nach.
— Erkundigen Sie sich nach den Hausaufgaben, lösen Sie diese aber nicht.
— Zeigen Sie, dass Schule wichtig ist.
— Sorgen Sie für Ausgleich: Kinder sollen kreative Freiräume haben.
— Besprechen Sie Schulfreuden und Schulfrust mit Ihrem Kind.
— Nehmen Sie eine positive Einstellung ein, fördern Sie das Interesse und das spielerische Lernen.
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