Susanne Weiss - Tomate, Tulpe, Rosmarin. Schreibwerkstatt für gut erzählte Information

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Tomate, Tulpe, Rosmarin. Schreibwerkstatt für gut erzählte Information: краткое содержание, описание и аннотация

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"Tomate, Tulpe, Rosmarin" ist eine komplette Schreibwerkstatt mit Anleitungen, Beispieltexten und einem umfangreichen kostenlosen Werkstattbuch mit vielen Übungen.
Inhalt – Die handwerklichen Grundlagen der Basistextsorten – Sachtext und erzählender Text.
Clou – Die Verschränkung der Basistextsorten zu gut erzählter Information.
Anwendung – Magazin, Buchkapitel, Blog und alles, was auf schöne Art interessante Informationen vermittelt.
Darüber hinaus: Über Pflanzen und den geliebten Blumentopf zu schreiben, ist die ideale Art, Kreativität, Schönheit und Wissen miteinander zu verbinden. Es ist auch die beste Art, sich einmal herauszunehmen aus dem Alltag, innezuhalten und Pause zumachen. Je besser das gelingt, umso mehr Freude macht am Ende das Schreiben.
Die Geschichte der Tomate ist ziemlich aufregend, die der Tulpe nicht minder. Rosmarin ist ein Tausendsassa, nicht nur schön und aromatisch, sondern auch unglaublich gesund. Sie sind die «Gegenstände» der Schreibwerkstatt und Protagonisten der meisten Übungen.
Bonus – Alle Lerninhalte des Kurses sind auf viele Arten Schreibprojekte übertragbar: Webseitentexte, Buchkapitel, Magazinartikel, Blogbeiträge und vieles andere mehr.

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Die Geschichte:

Die Kandidatin betrat den halbdunklen Raum durch eine Seitentür. Mit skeptischem Blick betrachtete sie die sechsköpfige Jury. Der Vorsitzende öffnete ein Dossier „Sie möchten also eingebürgert werden.“ Die Kandidatin neigte vornehm den edlen Kopf. „Soll das ein ‚Ja’ sein?“, herrschte der Vorsitzende sie an.

Das ist der Anfang einer Geschichte des beschwerlichen Weges einer Mittelamerikanerin nach Europa. Dieser Anfang bringt nichts auf den Punkt. Er lässt vielmehr Fragen offen.

Kapitel ZWEIist eine Kombination aus einfachen Fingerübungen mit lebensdienlichen Erkenntnissen der Neurowissenschaften zum Thema Sprache und Schreiben. Beim Üben können Sie alte schlechte Gewohnheiten loswerden wie zum Beispiel Schachtelsätze, sprachliche Nebelfahrten durch zu viel Passiv oder den leidigen Nominalstil. Im theoretischen Teil begegnen wir dem Reptiliengehirn in uns, gewinnen erste Einblicke in die unterschätzte Macht der Sprache und lernen weitere genretypische Textanfänge kennen.

In den Kapiteln DREIund VIERschreiben Sie eine Nachricht und eine Geschichte. Wir bleiben zwar bei Tulpe und Tomate, aber wir drehen den Spieß um. Sie verwandeln die Tulpennachricht, die Sie gleich finden werden, in eine Geschichte und die Tomatengeschichte in eine Nachricht.

In Kapitel FÜNFverschränken Sie beide Textsorten miteinander und schreiben ein Stück gut erzählte Information– oder eine informative Geschichte, ganz wie Sie wollen. Das ist die Textsorte, die Sie als angenehme Lektüre in Magazinen oder Buchkapiteln finden.

Zum Schluss: Überschrift und Kleintexte

1 | Tomate, Tulpe und die Basistexte

Die Basistextsorten, Grundlage für alles Weitere

Bitte lesen Sie die folgenden Texte zunächst einmal durch.

Beispieltext Nachricht

Der Text ist eine fiktive Geschichte mit einem realen historischen Hintergrund. Für die Übungen spielt es keine Rolle, ob die Nachrichten „wahr“ sind. Es ist vielmehr wichtig, dass der Text konsistent ist, das heißt, dass alle Textteile sinnvoll aufeinander bezogen sind.

Tumulte an der Börse

Am Vormittag des 1. April 1637 verursachten Tulpenhändler Tumulte an der Börse von Rotterdam. Mehrere Personen wurden verletzt und mussten ärztlich behandelt werden.

Bei den Unruhen entstand erheblicher Sachschaden. Am Morgen hatte die Regierung die Preise für Tulpenzwiebeln gesetzlich festgelegt, Warentermingeschäfte wurden verboten.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, hatte sich die Lage nach mehrstündigen Ausschreitungen am frühen Nachmittag wieder beruhigt.

Die Auswirkungen der Spekulationen auf die Wirtschaft insgesamt hatten katastrophale Ausmaße angenommen. In Finanzkreisen rechnet man mit Verlusten bis zu 100 Millionen Gulden. Die Regierungs-Maßnahme war nötig geworden, nachdem mehrere große Handelshäuser Bankrott gegangen waren und zahlreiche Geschäfte und Unternehmen mitrissen. Einzelne Zwiebeln hatten Preise erreicht, die den durchschnittlichen Jahreslohn um ein Vielfaches übertrafen.

„Nach diesem Desaster müssen wir alle wieder ganz von vorn anfangen“, erklärte Frans van Geldern, Vorsitzender der Tulpenhändlergilde.

Bei den Unruhen in der Börse wurde auch die gläserne Tulpe, das kostbare Geschenk Suleymans des Prächtigen, zerstört.

*

Beispieltext Geschichte

Der Text ist eine fiktive Geschichte vor dem Hintergrund realer historischer Ereignisse. Die Tomate ist als Figur personalisiert. Die genannten Personen Mattioli und Rangone sind historische Figuren. Auch hier ist es für die Übung nicht wichtig, was „wahr“ oder nicht wahr ist.

Die Kandidatin

Die Kandidatin betrat den halbdunklen Raum durch eine Seitentür. Mit skeptischem Blick betrachtete sie die sechsköpfige Jury. Der Vorsitzende öffnete ein Dossier. „Sie möchten also eingebürgert werden.“ Die Kandidatin neigte vornehm den edlen Kopf.

„Soll das ein ‚Ja’ sein?“, herrschte der Vorsitzende sie an.

„Ja“, sagte die Kandidatin mit fester Stimme. „Und warum?“, wollte der Vorsitzende wissen, schon etwas freundlicher. „Die Spanier brachten mich auf einem Schiff hierher, nachdem sie meine Heimat verwüstet hatten.“ Die Kandidatin trat einen Schritt vor und spreizte die Finger, ihr Kleid raschelte leise. Sie wartete.

„Meine Herren!“ Pietro Andrea Mattioli, angesehener Arzt und Botaniker, erhob sich mit ausladender Geste von einer der Zuschauerbänke. „Darf ich? Danke. Die Signora Pomo d’Oro stammt aus einer angesehenen kosmopolitischen Familie des amerikanischen Kontinents. Sie ist nicht nur nahrhaft. Dank ihrer inneren Werte ist sie zudem der Gesundheit in hohem Maße zuträglich.“

„Ich danke Ihnen, Signore Mattioli“, sagte die Kandidatin. Sie trat zu ihrem Fürsprecher hin und reichte ihm die Hand. Dann ging sie langsam erhobenen Hauptes zurück zu ihrem Platz vor der Jury.

„Wie geht es weiter?“, wollte sie wissen.

„Signora Pomo d’Oro. Aha. Das ist also ihr Name. Goldapfel. Sehr schön. Aber so setzen sie sich doch.“ Mit einem Handzeichen forderte der Vorsitzende einen Diener auf, einen Stuhl zu bringen. Die Kandidatin setzte sich und sprach weiter.

„Mein Geburtsname ist Xitomatl. Meine Muttersprache ist Nahuatl. Aztekisch, wenn Sie so wollen.“

„Auch gut“, sagte der Vorsitzende, der jetzt zu lächeln schien. Er blickte kurz in die Runde.

„Nun denn. Wenn ja der ehrenwerte Dottore Mattioli ...“ Weiter kam er nicht.

„Einspruch!“ Xitomatl sprang auf und wandte sich erschrocken um. Auch die Mitglieder der Jury schraken zusammen, das Publikum im Saal begann, laut zu tuscheln. Die Donnerstimme gehörte dem frommen Tommaso Rangone, Mediziner wie Mattioli. Er hatte sich von seinem Sitz in der ersten Reihe erhoben, strich mit der Hand über sein Haar und sprach in aufgebrachtem Ton. „Sie wollen jemanden einbürgern, der zum größten Teil aus Wasser besteht?“ Er trat einen Schritt vor und reckte das Kinn. „Jemanden, der mit Bitternis und Gift die Lebenssäfte durcheinanderbringt, das Denken einschränkt und Melancholia hervorruft?“ Rangone warf den Kopf in den Nacken. Die Mitglieder der Jury fielen in aufgeregtes Geplapper. Im Saal wurde es zunehmend unruhig.

Geistesgegenwärtig hielt Xitomatl nach einer Fluchtmöglichkeit Ausschau, als sie eine bekannte Stimme hörte. Signora“, flüsterte Mattioli ihr zu. „Kommen Sie, aber leise.“ Xitomatl warf noch einen Blick auf die jetzt streitende Jury. Dann bewegte sich langsam auf die kleine Seitentür zu, die Mattioli ihr offenhielt. Sie musste lächeln, als sie seinen verschmitzten Gesichtsausdruck sah. „Meine Großmutter hat einen herrlichen Garten bei Siena“, flachste er laut lachend, als sie draußen in der hellen Sonne standen.

„Willkommen in Italien.“

Bald wurde die Signora Pomo d’Oro der Stolz und die Leidenschaft des ganzen Landes. Sie bereiste die ganze Welt und war bald eine der angesehensten Persönlichkeiten der Weltwirtschaft. Mattioli wurde als Botaniker berühmt. Wer war gleich Rangone?

Die Unterschiede zwischen den Textsorten

Der charakteristische Unterschiede zwischen den Texten ist leicht zu erkennen:

Im ersten Text, der Nachricht, steht die Kernaussage – Tumulte an der Börse – im ersten Satz, dem Lead.

Der zweite Text ist sofort als narrativer Text, als Geschichte, zu erkennen. Der Textanfang lässt Leerstellen offen. Wir wissen zu Beginn noch nicht, wer die Kandidatin überhaupt ist, aber wir erkennen, dass sie in Schwierigkeiten sein könnte.

Der erste Text ist kurz und faktizierend. Er berichtet über ein Ereignis und nennt dessen Kontext. Er verzichtet im Wesentlichen auf beschreibende Details.

Der zweite Text ist länger. Er beschreibt Figuren, Umgebung und Stimmungen, auch mit Details. Anstatt kompakt über ein Ereignis zu berichten, entwickelt er eine Handlung. Die Hauptfigur kann Identifikation bieten. Wir wollen wissen, was mit ihr geschieht.

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