Margret Jacobs - Sphinxgeflüster

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Die Sphinx lebt in einer Pyramide, die als Grabstätte für den Pharao Amenophis gebaut wird. Sie lernt diesen als Kind kennen und als Erwachsenen lieben. Gegen den Widerstand des Hofes schaffen die Beiden es, eine ungewöhnliche Partnerschaft zu führen, die über den Tod hinaus geht.

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Auch mieden sie es, mit mir zusammen zu stoßen. Ich hatte den Eindruck, als würden sie besonders schnell durch die Gänge huschen, die an meine Kammer grenzten. Ganz so, als würden sie sich fürchten, mich zu sehen oder mir in den Weg zu treten. War ich denn so fürchterlich anzuschauen?

Ich konnte es nicht sagen. Zu der Zeit hatte ich noch keine Wasseroberfläche in meinem Steingehäuse, um mich darin erblicken zu können. Erst sehr viel später hatte Amenophis angeordnet, an meiner Kammer, einen Raum in ein Badehaus zu verwandeln. Dort gab es dann ein tiefes Bassin, welches regelmäßig von den Arbeitern mit frischem Wasser auf gefüllt wurde. Das Wasser spiegelte mein Aussehen wieder. Besonders, wenn man mit einer brennenden Fackel dem Wasser nahe kam.

Doch all die Zeiten zuvor war ich im Ungewissen über mein Aussehen gewesen. Und ich machte mir Gedanken. Ich hatte nicht die glatte, unbehaarte Haut eines Menschen, sondern ein Fell zog sich über den hinteren Teil meinen Körpers. Und es hatte die Farbe der Steine, die sich um mich herum befanden. Hell und beige. Das Fell war nicht sehr weich. Eher etwas struppig. Wenn ich denke, wie weich sich die Kopfhaare von Amenophis anfühlten, waren meine Haare auf meinem Körper eher hart und unbiegsam. Trotzdem fand es Amenophis schön, mein Fell zu streicheln. Er fand mich attraktiv.

Manchmal dachte ich, ich wäre eine Verkörperung von Sachmet. Sie hatte einen Löwenkopf. Nun ja, ich habe einen Löwenkörper. Nicht ganz, aber fast. Der hintere Teil von mir ist Löwe. Der vordere Teil nur ein wenig. Wenn ich an mir runter schaue, sehe ich zwei menschliche Arme mit zwei menschlichen Händen. Halbwegs. Die Arme sehen zumindest nicht so aus wie meine Hinterläufe und die Hände haben keine Ähnlichkeiten mit meinen Hinterpfoten. Allerdings sind meine Arme und Hände mit dünnem Fell überzogen. Und da, wo ein Mensch seine Brust hat, sehe ich ebenfalls tierisch aus. Und schaue ich noch weiter an mir runter, sehe ich die Fortsetzung von meinem Löwenkörper. Ich habe vorne zusätzlich Vorderläufe mit Tatzen dran. Eben wie ein Löwe und darüber oder daneben – wie ihr wollt – hängen meine menschlich anmutenden Arme. Ich bewege mich mit meinen Löwenläufen auf allen Vieren fort. So bin ich am schnellsten. Ich kann zwar auch auf meinen Hinterläufen wie ein Mensch aufrecht gehen, mache aber das nicht so gerne. Und natürlich habe ich einen langen Löwenschwanz mit einer dunklen Haarquaste dran. Tja, ich bin wohl doch nicht Sachmet in einer ihrer Gestalten.

Es gab Zeiten, da hätte ich was dafür gegeben, diese Göttin zu sein. Sie konnte heilen. Sie konnte das Leben zurück geben. Ich jedoch nicht. Amenophis ist verstorben, wie alle anderen auch.

Ja, ich bin ein Mischwesen. Doch gänzlich ohne Macht.

Mein Gesicht ist übrigens auch recht menschlich. Nicht ganz, aber einen Löwenkopf habe ich nicht. Die Ohren sitzen bei mir wie bei einem Menschen seitlich am Kopf und ich habe keine wirkliche Schnauze. Allerdings ist meine Zunge sehr viel breiter und länger als bei einem Menschen und wohl auch rauer, denn Amenophis fand, dass sie sich wie Sandkörner anfühlte, wenn ich mit meiner Zunge über seine Arme leckte. Seine Zunge dagegen hinterließ bei mir ein Gefühl von außerordentlicher Weichheit.

Ich hätte gerne gewusst, ob andere Sphingen mir ähnlich sehen. Aber vielleicht bin ich ja auch das einzige lebende Exemplar. Nicht ganz Tier und nicht ganz Mensch.

Mein Mund sähe aus wie ein Maul, nicht wie ein Mund, meinte der kleine Pharao damals. Als wir das Wasserbassin hatten, konnte ich es auch sehen. Mein Mund ist recht lang und beide Lippen sind gleich breit. Ich kann diese Lippen aber genauso zu einem Lächeln verziehen, wie es die Menschen tun. Ich kann auch ein Spitzmäulchen machen.

Ach ja, meine Zähne sehen denen der Menschen nicht ähnlich. Ich habe rechts und links oben zwei sehr spitze lange. Auch ansonsten sind meine Hauer viel größer als die Zähne eines Menschen. Sie sehen gruselig aus. Wenn ich meine Zähne blecke, wirke ich wie ein gefährliches Monster. Bisher gab es aber wenig Anlass dazu.

Ich frage mich, warum ich so große Zähne habe, wo doch Nahrung gar keine Rolle für mich spielt. Ich weiß nicht wie, aber ich existiere, ohne jedwede Nahrung zu mir zu nehmen oder ohne etwas zu trinken. Amenophis meinte, ich wäre ein mythisches Wesen, ein Wesen, was eigentlich nur in der Phantasie der Menschen existieren würde. Daher bräuchte ich auch keine Nahrung zum überleben. Ja, aber warum kann ich dann denken, fühlen und verschwinde nicht einfach wieder, nachdem die Menschen kein Interesse mehr an mir zeigen?

Sachmet bin ich also nicht.

Dann dachte ich, ich könnte auch Isis sein. Das wünschte ich mir innig und verzweifelt, als der Pharao tot war. Ich dachte, wenn ich Isis bin, dann kann ich Amenophis wieder ins Leben holen. Schließlich hatte ich das als Isis schon mal bei meinem Gemahl gemacht. Ich war verzweifelt und hielt mich an jedem Strohhalm fest, den das Reich der Götter zu bieten hatte.

Osiris zu sein, wäre auch nicht schlecht gewesen. Als Gott über das Totenreich hätte ich nach Amenophis Tod unsere Freundschaft eben in der Totenwelt weiter führen können. Das wäre vielleicht die beste Lösung gewesen.

Natürlich kam mir auch der Gedanke, einfach Amenophis in den Tod zu folgen. Dann wären wir auch wieder zusammen gewesen und ich nicht so allein. Aber stimmt das? Ich war mir nicht sicher. Ich wusste, dass tote Menschen ins Totenreich kommen. Ein Pharao sowieso. Aber eine Sphinx? Ich wusste ja nicht mal, woher ich kam, oder wer mich erschaffen hatte oder gezeugt. Wie konnte ich wissen, wohin ich ging, wenn ich starb? Und konnte ich das überhaupt – sterben meine ich?

Nein, ich bin auch nicht Osiris. Osiris ist schwarz wie die Nacht oder die Erde, wo sein Totenreich sich befindet. Mein Fell ist hell wie der Sand und nichts Schwarzes ist darin.

Nein, an mir ist nichts Dunkles. Amenophis fand, ich würde in das Dunkel, welches in der Pyramide herrscht, Helligkeit bringen. Und später, als er älter war, versicherte er mir, dass ich auch Licht in sein sonst düsteres Leben brächte. So war ich sein Lebenslicht. Ich war stolz darauf!

Trotzdem hat das nicht ausgereicht. Sein Lebenslicht erlosch und trotz all der Kenntnisse der Priester und Heiler haben wir ihn verloren. Ich habe ihn verloren.

Amenophis hat mir mal von seinem Onkel erzählt, der auch Pharao war und der sich den Heilkünsten der Priester hingeben musste. Diese probierten ungewöhnliche Heilmethoden an ihm aus. Die Priester schlugen dem erkrankten Pharao ein Schlammbad im Nil vor. Das hat er gemacht. Als das nicht wirkte, haben sie den Schlamm aus dem Nil in den Palast gebracht und haben einen großen Bottich damit gefüllt. Darin hat der Pharao ein mal am Tag gebadet. Sie dachten, wenn er in dem heiligen Schlamm badet und das regelmäßig, findet eine Heilung statt. Irgendein Gott würde schon Erbarmen zeigen. Aber der Onkel von Amenophis gesundete nicht. Er wurde immer schmaler im Gesicht und sein Körper ließ schon das Gerippe sehen. Da war er gerade mal dreißig. Oder etwas älter, Amenophis wusste es nicht so genau. Sein Onkel ist schließlich qualvoll gestorben und die Priester waren machtlos.

Amenophis war jung. All die Jahre war er so jung. Auch als er tot war, kam er mir ungeheuer unverbraucht vor.

Wir waren ein komisches Gespann. Er so jung, ich so alt. Ich mit all dem Wissen, was in mir war von Anfang an meiner Existenz und Amenophis mit seinen jungen Jahren und dem Wissen eines Wesens, das außerhalb meiner Mauern existieren konnte. Er hatte gesehen, was ich zwar wusste, aber nie gesehen hatte. Er konnte Pelikane beobachten und Feigen pflücken. Die Feigen brachte er in meine Behausung mit, damit ich sie betrachten konnte. Ich leckte mit meiner Zunge über die Feigen und meine Sinne waren berauscht. Sie waren witzig anzusehen, denn sie hatten nichts von Sand oder Steinen, die mich stets umgaben. Es war ein schönes Spiel: An Feigen lecken.

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