Margret Jacobs - Sphinxgeflüster

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Die Sphinx lebt in einer Pyramide, die als Grabstätte für den Pharao Amenophis gebaut wird. Sie lernt diesen als Kind kennen und als Erwachsenen lieben. Gegen den Widerstand des Hofes schaffen die Beiden es, eine ungewöhnliche Partnerschaft zu führen, die über den Tod hinaus geht.

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Eigentlich war es verwunderlich, dass sie mich nicht sofort getötet haben, oder es zumindest versucht haben. Ich war viel größer als sie und sah auch nur zum Teil wie ein Mensch aus. Aber sie taten es nicht. Stattdessen bauten sie an der Pyramide. Sie war da noch bei weitem nicht fertig. Es gab meinen Raum, in dem ich mich hauptsächlich aufhielt und in dem ich geboren worden war. Und es gab einige Nebenräume, die aber noch kleiner waren als der Raum, in dem ich mich aufhielt.

Neben der Pyramide erschufen sie ein zusätzliches neues Bauwerk. Es dauerte lange, bis ich sehen konnte was es war. Eine Sphinx. Oder sagen wir mal, dieses Bauwerk hatte durchaus Ähnlichkeiten mit mir. Es hätte sein können, dass sie mir ein riesiges Denkmal erbauten, allerdings passte ihr Verhalten mir gegenüber nicht dazu. Sie zeigten sich mir gegenüber gleichgültig und gingen mir aus dem Weg. Aber ich dachte, nun ja, wenn sie mir ein Denkmal errichten, dann habe ich ein Platz in ihrem Herzen und daher töten sie mich nicht.

Dann dachte ich mir, dass sie mich verschonten, weil der Pharao Interesse an mir zeigte. Vielleicht hielt ich mich ja dort in der werdenden Pyramide auf, damit dieser Kontakt zustande kam. Vielleicht sollte ich das göttliche Kind unterhalten oder amüsieren.

Die erste Begegnung mit Amenophis verlief allerdings eher unspektakulär. Als wäre ich eine Maus oder ein anderes uninteressantes Tier, das sich in den heiligen Räumen aufhielt und dem man keine Beachtung schenken braucht. Ich war etwas enttäuscht und gleichermaßen erleichtert, dass diese Menschen, die mich zum ersten Mal aus der Nähe sahen, nicht in Gekreische ausbrachen. Sie mussten wissen, was ich bin und wozu ich da bin, sonst wäre ihre Reaktion auf mich anders gewesen.

Nun, ich war also wie immer in meinem Raum und hörte schon von weitem, dass sich Menschen näherten. Sie blieben jedoch nicht in einem der angrenzenden Räume stehen und fingen an, Steine zu behauen, sondern kamen zielstrebig auf meinen Raum zu.

Mein Herz fing an zu hämmern. Meine Muskel spannten sich. Noch hatte ich Zeit, aus dem Raum zu entfliehen und … Ja, ein „und“ gibt es nicht, denn ich wusste tief in mir drin, dass ich nicht raus konnte. Irgendwie war ich mit meinem Körper mit diesen Steinen verbunden. Sollte ich diese verlassen, würde ich vergehen. Ich wusste zwar nicht, wie das aussehen würde. Aber ich war mir sicher, dass das mein Tod bedeuten würde. Und ich wollte nichts riskieren. Mein Zuhause war zwar eingeschränkt und ziemlich eintönig, aber immer noch besser als das Nichts zu erfahren, oder die Totenwelt mit ihren Schrecknissen.

So harrte ich also aus und lauschte den näher kommenden Schritten. Es waren drei Menschen und der eine von ihnen machte offensichtlich kleinere Schritte als die anderen beiden, denn der Widerhall seiner Schritte war öfters zu hören, als der seiner Begleiter.

Die Ausdünstungen von Bohnen und Fisch konnte ich auch sofort riechen. Kein unangenehmer Geruch nur fremdartig. Die Steine rochen nach Kälte und ließen meine Nüstern sich zusammen ziehen. Die Luft hinterließ ein Gefühl von Taubheit in meiner Nase. Die Bohnen und der Fisch belebten dagegen mein Riechorgan, als wäre es zum ersten Mal in Funktion getreten.

Ich blähte meine Nasenflügel so weit es ging auf und nahm einen tiefen Zug. Ich wusste nicht, wie Bohnen aussahen oder schmeckten. Ebenso wenig hatte ich je einen Fisch zu Gesicht bekommen. Aber ich war mit einem Wissen ausgestattet, das mir erlaubte, sogar die Fischsorte zu bestimmen. Und ich wusste, dass dieser Fisch, den sie gegessen hatten, mit Reusen gefangen worden war. Ich war zufrieden. In nur wenigen Minuten hatten diese Menschen meinen Horizont erweitert.

Amenophis machte eine seltsamen Eindruck auf mich. Er war viel kleiner als seine beiden menschlichen Begleiter. Auch trug er nicht das schlichte Gewand eines Arbeiters, sondern sah aus, wie jemand, der den ganzen Tag in seiner Kleidung auf einem Thron posiert. Er wirkte nicht echt, sondern wie jemand, der mit viel Pomp zur Unbeweglichkeit verdammt wurde. Auf seinem Kopf thronte ein Schmuck aus Gold und bunten Steinen. Viel zu schwer für das kleine Haupt. Daher neigte sich sein Kopf auch leicht nach vorne, als er um die Ecke in meinen Raum kam.

Ich wusste, was die Uräusschlange auf seinem Kopf zu bedeuten hatte. Sie war seit Jahrhunderten das Zeichen der Könige und Götter. Der kleine Mann vor mir war ein Pharao. Nun ja, zumindest war er ein Knabe von königlichem Geblüt.

Die Situation besaß eine gewisse Komik. Ich tat so, als wäre es das Normalste, dass eben drei Menschen in meine Kammer getreten waren und versuchte so desinteressiert wie möglich drein zu blicken. Wenn ich nicht fliehen konnte, wollte ich mir meine Panik zumindest nicht anmerken lassen. Aber die Angst in mir war auch ganz unnötig.

>>Ich grüße dich!<<, war die schlichte Begrüßung des Kindpharaos an mich.

Seine Stimme wirkte weder aufgeregt noch unsicher. Es klang, als hätte er einen alten Bekannten begrüßt. Ich nickte nur. Meine Augen versuchten in seinem Gesicht zu lesen. Seine Gesichtszüge waren ebenmäßig und er hatte die weiche Haut eines etwa zehnjährigen Jungen. Auf seiner Nase thronte ein kleiner Höcker. Sie war aber ansonsten anmutig lang. Für einen Knaben war er etwas klein geraten. Zumindest kam mir das so vor. In seinen Sandalen aus weicher Rindshaut steckten zehn kleine Zehen, die braun schimmerten. Die Füße wirkten gepflegt und gesund und verrieten, dass er selten barfuß lief, wie ansonsten die meisten Menschen hier.

Ich starrte ihn an.

Nichts passierte.

Wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, hätte ich mich einfach umgedreht und wäre gegangen. Mir wurde klar, dass dieser Junge irgendetwas von mir wollte und das war mir nicht geheuer. Niemand begrüßt einen anderen, wenn er damit nicht eine Absicht verband.

Doch ich musste mich täuschen. Nach der formlosen Begrüßung drehte der Pharao sich um und verließ wortlos meine Kammer. Seine Leibwächter begleiteten ihn. Dann war ich wieder allen.

Das war es.

Mehr passierte nicht.

Ich war enttäuscht.

Und ich war froh, dass ich noch am Leben war.

Komisches Volk, das der Menschen.

Nach dieser Begegnung bei mir in meiner Kammer, vergingen viele Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge. Auf Re war stets Verlass.

Ich zählte inzwischen sieben Kammern unterschiedlicher Größen, die sie neu erbaut hatten. Die Pyramide, wenn es dann mal eine solche werden sollte, erstreckte sich im Moment hauptsächlich nach Süden.

Ich bekam von der Hitze da draußen nichts mit. Die Arbeiter kamen stets bei den ersten Sonnenstrahlen des Tages und verschwanden nach getaner Arbeit, wenn Re sein Licht am hellsten erstrahlen ließ.

Wenn ich meine Nase in eine der schmalen Lichtschächte steckte, wodurch das Tageslicht hindurch schien, spürte ich den großen Temperaturunterschied, der draußen und bei mir drinnen herrschte. Es mussten sich um viele Grade handeln, denn schon nach wenigen Augenblicken war mir das Licht auf meiner Nase zu heiß. Unangenehm. Ebenso war es sehr unangenehm, länger in das grelle Licht zu schauen. Wenn ich es tat und dann meinen Blick wieder ins Innere wandte, sah ich Punkte, die auf und ab tanzten. Die Steine schienen sich zu bewegen. Sie hüpften rauf und runter und mir war schwindelig. Die Abstufungen von Beige in den Mauern schienen dunkler zu sein und eine Weile hatte ich das Gefühl, woanders zu sein. An einem Ort, wo die Steine lebendig waren und die Luft von Punkten erfüllt war.

Sonst war die Luft durchdrungen von feinem Staub und dem Hämmern der Arbeiter auf Stein. Ab und zu riefen sie etwas, wie: „Vorsicht!“ oder „Pass doch auf!“. Anfangs hat es mich noch interessiert, was die Menschen von sich gaben. Aber sie waren im Grunde wortkarg. Die Laute, die über ihre Lippen kamen, waren immer die gleichen. Sie unterhielten sich nicht, zumindest nicht an dem Ort der gemauerten Steine.

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