Margret Jacobs - Sphinxgeflüster
Здесь есть возможность читать онлайн «Margret Jacobs - Sphinxgeflüster» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Sphinxgeflüster
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:4 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 80
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Sphinxgeflüster: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Sphinxgeflüster»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Sphinxgeflüster — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Sphinxgeflüster», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Dieses langsame Dahinsiechen erstreckt sich über jeden Stein, der einmal meine Behausung war. Der Sand mahlt unaufhörlich an dem weichen Stein und höhlt ihn aus. Das Ergebnis ist, dass ganz plötzlich einer dieser Brocken herunter fällt. Und ich kann nie sagen, ob so ein Fels nicht auf mich fällt oder auf Amenophis. Er ist zwar geschützt in seinem Sarkophag, aber auch dieser scheint sich unaufhörlich aufzulösen. Das Holz, das den Leichnam umgibt ist schon zum Teil abgefallen.
Manchmal halte ich ein Stück Stoff von seinem Körper in meinen Händen. Ich weiß, man soll eine Mumie nicht auswickeln. Ich war auch ganz vorsichtig und habe den Körper an sich nicht berührt. Jetzt ist er auch nicht mehr schön. Er sieht schwarz und verschrumpelt aus.
Vergangene Zeiten
>>Amenophis!<<, rief ich, wenn ich vermutete, dass er sich wieder versteckt hatte. Mein Unterton war vorwurfsvoll, denn in den Gängen konnte man sich leicht verirren. Ich fand auch nach vielen Jahren bisweilen einen Gang oder Zugang, der bisher nicht da war. Ich vermutete, die dunklen Worte der Pharaonenpriester dahinter, die ab und zu her kamen, um das Gebäude aus riesigen Steinquadern den Göttern zu weihen.
Die Gänge veränderten sich. Das wusste Amenophis. Aber damals war er noch so jung und so unerfahren. Nur ein junger Pharao, der noch in dem Alter des Kindes steckte, konnte einen solchen Leichtsinn begehen. Aber ich mochte das.
Der unerschöpfliche Mut von Amenophis führte ja schließlich dazu, dass er sich auf mich eingelassen hat. Einem Wesen, das nicht-menschlich ist und das älter ist, als ein Mensch es sich vorstellen kann.
Amenophis kannte keine Angst. Zumindest nicht in seinen jungen Jahren. Wenn er sich versteckt hatte, um mit mir zu spielen, tat ich so, als würde ich nicht mitbekommen, wo er sich gerade befindet. Sein Kichern schalte durch die Gänge der Pyramide und erhellte sie für Sekunden mit Lebensfreude. Das liebte ich!
Als Amenophis so jung war und sich lachend durch die Gänge seines zukünftigen Grabes bewegte, wie eine Gazelle im Sonnenlicht des Morgens, vergaß ich, dass er ein Sterblicher ist. Ich verliebte mich in die Unbekümmertheit dieses Geschöpfs und wollte mehr.
Jeden Tag wartete ich stundenlang auf den Moment, wo ich leben durfte in der Anwesenheit dieses Jungen. Er war in jungen Jahren stets gesund geblieben und von Alter und sterben wusste er nichts. Niemand hatte ihm gesagt, dass er wie seine Vorgänger in diesem gigantischen Meer aus leblosem Stein enden wird.
Ich sagte ihm auch nichts.
Was hätte ich auch sagen sollen? Hätte ich seine Lebenslust nehmen sollen, damit er flieht und nicht geopfert wird? Das konnte ich nicht! Ich war nach wenigen Minuten bereits süchtig nach seinem Lachen, seinen anmutigen Bewegungen seiner Beine und dem Tanz seiner Arme, wenn er hüpfend und jauchzend in der Vorkammer sich aufhielt. Wer konnte da widerstehen? Ich nicht!
Ich bildete mir ein, dass dieser Junge etwas Besonderes ist. Anders als die anderen, die bereits begraben waren, in Pyramiden oder anderswo. Nun, manche von ihnen waren in den Pyramiden nicht begraben, sondern waren, als man die Kammern schloss, erstickt und sie lagen jetzt noch so da. Es war kein schöner Anblick zu sehen, wie sie ihren letzten Atemzug nahmen, in dem Bewusstsein, dass sie gleich sterben würden. Ich hatte das nie miterlebt. Aber ich wusste davon.
Dieser Junge war anders. Er bewegte sich nicht gezwungen und sprach auch nicht leise in den angeblich heiligen Gängen der Pyramide. Er war laut, ungezwungen und man konnte sehen, dass er sich und dieses Gebäude nicht in Verbindung brachte. Er wirkte wie ein Fremdkörper. Dieses Leben gehörte nicht in das Grab.
Wir waren uns nie fremd gewesen. Das klingt vielleicht komisch, da ich kein Mensch bin. Aber ich kann die menschliche Natur verstehen, da ich sie über Äonen studiert habe. Die Menschen sind komisch, Sie leben endlich und doch versuchen sie, dies zu leugnen und abzuändern. Sie erfinden viel, um sich über ihren Tod hinweg täuschen zu können. Dieses Grab, das das Ausmaß eines Tempels hat, ist das beste Beispiel dafür. Wie lange haben diese kleinen Kreaturen gebraucht, um unter Mühsal, Gefahr und unzähligen Verletzungen, dieses Monument, was gegen den Tod trotzen soll, zu bauen.
Ich kann mich noch an die Anfänge erinnern. Es ist wirklich sehr lange her. Das muss der Beginn meiner Existenz gewesen sein. Ich erwachte. Es war dunkel und ich lag in einem See von Sand. Über mir kein Himmel. Über mir war das Steinenmeer mit der immer gleichen Farbe. Quadratisch ohne Ausnahme. Alle Quader waren sorgfältig um mich herum aufgetürmt worden. Links eine Mauer neben mir und rechts ebenso. Darüber die Steinfläche und unter mir der Sand. Das war es. Mehr gab es nicht.
Ich konnte mich kaum bewegen und dachte schon, das wäre mein Ende, obwohl es ja der Anfang war. Mühsam drehte ich mich um meine Achse. Der Steinkäfig hatte einen Durchgang. Hinter mir. Nicht sehr breit oder hoch, aber so, dass ich meinen Kopf und meinen Körper hindurch bewegen konnte.
Ich lauschte den Schlägen der Steine, die auf Stein geschlagen wurden. Stimmen drangen zu mir durch und ich verstand, was da gerufen wurde. Es waren Menschen. Sie bauten an noch mehr Steinmauern. Und sie nahmen mich nicht wahr. Meine Vorsicht war unbegründet.
Ich konnte mir nicht erklären, warum sie mich ignorierten. Vielleicht musste das so sein. Menschen und Sphingen sind nicht von der gleichen Art. Zumindest nicht sehr. Ich kannte diese menschlichen Wesen, aber ich wusste nicht woher. Das Wissen war einfach da. Ich war einfach da.
Ich war nicht klein, sondern ausgewachsen, wie ich später feststellte, denn ich veränderte mich weder in meiner Statur noch in meinem Geist. Ich war einfach.
Die Menschen sahen seltsam aus. Zwei Beine, zwei Arme, einen Kopf und keinen Schwanz. Nun, ich wusste, dass bei der männliche Ausgabe der Menschen, sie das kurze Teil vorne zwischen den Beinen auch „Schwanz“ nennen, aber ich meine den langen Schweif, den eine Sphinx hinter sich trägt. Menschen haben keinen Schweif.
Und natürlich habe ich auch einen „Schwanz“, denn ich bin eine männliche Ausgabe einer Sphinx. Außerdem bin ich das einzige Exemplar in dieser Steinhöhle, die eher eine Hölle ist.
Woher ich weiß, dass es auch noch weibliche Sphingen gibt, wenn ich doch die einzige Ausgabe in der Pyramide bin? Ich weiß es eben. Und man muss mir glauben.
In den vielen, gefühlten tausend Jahren, die ich hier bin, habe ich niemanden getroffen, der etwas anderes war als ein Mensch. Aber das genügte mir – zumindest in der Zeit, der kurzen Spanne, als Amenophis noch lebte.
Ich unterhielt mich mit ihm. Und ich vermutete, dass er dadurch, dass er ein Pharao war, andere Fähigkeiten besaß, als die eifrigen Arbeiter um ihn herum. Amenophis konnte mich sehen, riechen, spüren und er konnte sich mit mir unterhalten. Und das beste war: Er bevorzugte meine Gesellschaft vor der der menschlichen. Ich war entzückt!
Am Anfang hielt er mich wohl für so eine Art Haustier. Die Ägypter schätzten ihre tierische Verwandtschaft und manchmal ging die Liebe so weit, dass sie sie verspeisten. Das war auch der Grund, warum ich anfangs sehr vorsichtig im Umgang mit dem jungen Pharao war. Ich hielt mich bedeckt und stellte mich stets in sicherer Entfernung vor ihm auf.
Amenophis wurde begleitet von Wächtern, die Messer aus Bronze trugen. Es war seine Leibwache, denn er als Junge konnte sich noch nicht wehren.
Die Menschen, die unaufhörlich nach dicken Bohnen und Fisch rochen, waren genauso skeptisch mir gegenüber, wie ich es ihnen gegenüber war. Ich war in den engen Räumen nie sicher vor ihnen. Doch meistens war ich für sie Luft. Sie interessierten mich auch nicht. Ich witterte eine Abwechslung in dem Kontakt zu dem Pharao. Und so sollte es auch sein.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Sphinxgeflüster»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Sphinxgeflüster» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Sphinxgeflüster» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.