Auch andere soziale Netzwerke, wie zum Beispiel Twitter, Instagram und Snapchat, solltest du nicht außer Acht lassen. Doch versuche zuerst ein einziges Netzwerk aufzubauen und zu etablieren, bevor du dich auf sämtliche Plattformen stürzt.
Da Facebook über die größte Reichweite verfügt, ist das Baby von Mark Zuckerberg in der Regel die erste Option für dich, wenn es um Social Media-Marketing für die Sportbranche geht. Je nach Zielgruppe muss dies allerdings nicht immer zwangsläufig zutreffen, aber dazu kommen wir später noch.
1.2 Weblogs: Texten, was das Zeug hält, aber mit Mehrwert
Die effektivste Art und Weise, um eine besonders hohe Aufmerksamkeit zu bekommen, ist es sicherlich, eines der bekannten sozialen Netzwerke zu nutzen. Dort kannst du Informationen für die relevante Zielgruppe veröffentlichen und mit dem Nutzer interagieren.
Neben all den sozialen Netzwerken, die am besten zu deiner Zielgruppe passen, empfehle ich dir, zusätzlich ein Weblog zur eigenen Marke oder dem Unternehmen zu kreieren. Dieses wird auch als Corporate Blog bezeichnet.
Ein Weblog, in Kurzform meist Blog genannt, ist eine dynamische Webseite, die normalerweise von Individuen oder speziellen Gruppen aufrechterhalten wird. Als Blogger hast du dort die Möglichkeit, Nachrichten oder Informationen zu einem ganz bestimmten Thema zu veröffentlichen, wie zum Beispiel in Form eines Reise-, Kunst-, Sport- oder Wirtschaftsblogs.
Zunehmend wissen auch Unternehmen die Vorteile von Blogs zu schätzen, da diese zwar oftmals ähnlich wie eine Webseite aufgebaut sind, allerdings auf Grund der Kommentarfunktion und weiteren Features ein weitaus größeres Potenzial für Interaktionen bieten.
Ein typischer Blog gibt chronologisch geordnete Einträge zu bestimmten Themen wieder, die oftmals mit Bildern oder Grafiken aufbereitet sind. Nach der Veröffentlichung eines Artikels kann dein Leser den Beitrag kommentieren, ihn auf seinen Social Media-Kanälen verlinken und dort mit anderen Mitgliedern ausführlich über das Thema diskutieren.
Das Ziel beim Bloggen ist es nicht etwa innerhalb kürzester Zeit einen möglichst großen Eindruck zu hinterlassen, eine gewisse Anzahl an Aufrufen zu erlangen oder einfache Nachrichten zu publizieren. Vielmehr geht es darum, jemanden für deine Marke, dein Produkt oder dein Unternehmen zu begeistern, ihn zur Interaktion anzuregen und seine Meinung einzuholen.
Begeistere den Leser mit deinen Inhalten, um aus dieser Begeisterung und dem Dialog zwischen Leser und Verfasser heraus eine langfristige Bindung zu schaffen. Alles andere kommt dann im Idealfall von ganz alleine.
2. Social Media: Vom Hype zum wichtigen Marketinginstrument
Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat sind soziale Netzwerke, die mittlerweile sogar denjenigen bekannt sind, die sich vor der Nutzung schon immer gesträubt haben. So hast du wahrscheinlich selbst festgestellt, dass einzelne Tweets längst in Sendungen wie das aktuelle Sportstudio oder Bundesliga Aktuell zur Steigerung der Interaktion mit dem Zuschauer integriert sind. Auch Facebook-Statusmeldungen werden immer wieder als Informationsquellen herangezogen und Instagram-Fotos sportlicher Höhepunkte in Webseiten eingebettet.
An Social Media führt für dich in der heutigen Zeit kein Weg vorbei, was auch die imposanten Nutzerzahlen von Facebook & Co. belegen. Kratzt der Branchenprimus Facebook aktuell an der 30-Millionen-Grenze in Deutschland, so darf sich Instagram über neun Millionen und Twitter über drei Millionen Nutzer freuen. Auch Snapchat hat mittlerweile sechsstellige Nutzerzahlen vorzuweisen. Ziemlich beeindruckend, insbesondere da die Obergrenze längst noch nicht erreicht ist.
Von einem Hype zu sprechen, ist daher der falsche Ausdruck, denn ein solcher sind die sozialen Medien längst nicht mehr, weshalb du sie als Teil deiner Unternehmensstrategie integrieren solltest - ja fast schon musst. Welche Vorteile du aus den Plattformen ziehen kannst und weitere Tipps für die Umsetzung verschiedener Kampagnen, erfährst du in den folgenden Kapiteln.
2.1 Social Media in der Sportbranche: Die Vorteile im Überblick
Es gibt sie leider noch immer, die Zweifler. Was bringt mir Social Media-Marketing? Ist die Nutzung von sozialen Medien nicht bloß rausgeschmissenes Geld? Fragen, die gerade bei den Personen aufkommen, die sich nie intensiv mit Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter und Snapchat auseinandergesetzt haben. Schade eigentlich, zumindest für die chronischen Nörgler.

Doch eine Statistik von statistaaus dem Jahr 2015 zeigt, dass die Anzahl der Zweifler rapide abnimmt und sich Unternehmen intensiv Gedanken darüber machen, wie sie soziale Netzwerke gewinnbringend und zielorientiert einsetzen können.
So wurden in der besagten Studie Unternehmen gefragt, was deren Hauptgrund für die Nutzung von Social Media sei. Das Ergebnis lautete wie folgt:
Nutzung als Marketingplattform (30 Prozent)
engeren Kontakt zum Kunden bekommen (28 Prozent)
Steigerung des Bekanntheitsgrades (24 Prozent)
Steigerung des Umsatzes (10 Prozent)
Zielgruppenorientierte Ansprache (6 Prozent)
Kundensupport (1 Prozent)
Die größte Rolle für Unternehmen spielt also – zumindest laut der Auswertung – die Nutzung von Social Media als reine Marketingplattform. Meiner Meinung nach eine relativ dehnbare Kategorisierung, zumal sich darin teilweise auch andere Antwortoptionen widerspiegeln und die Aussage daher etwas schwammig erscheint.
Der enge Kontakt zu den Kunden, die Steigerung des Bekanntheitsgrades sowie die zielgruppenorientierte Ansprache hingegen sind jedoch exakt die Aspekte, die auch in hinlänglicher Literatur über soziale Medien seit Jahren als Vorteile für Unternehmen genannt werden.
Besonders erfreulich ist, dass die Steigerung des Umsatzes durch Social Media eine so große Bedeutung für Unternehmen hat, denn in der Vergangenheit waren Facebook & Co. nicht gerade als Umsatzbooster bekannt. Doch auch in diesem Bereich hat sich nicht zuletzt wegen des Aufbaus und der Weiterentwicklung der Werbenetzwerke bei Facebook, Instagram und Twitter so einiges getan, weshalb einzelne soziale Netzwerke vermehrt zu Verkaufskanälen mutieren.
Doch die aus der statista -Studie genannten Gründe sind nicht die einzigen Vorteile, die sich aus der Nutzung von Social Media für Unternehmen ergeben. Die Liste an positiven Aspekten ist lang, was mir insbesondere bewusst wurde, als ich mir ein paar Gedanken machte, welche Vorteile soziale Medien für die Sportbranche tatsächlich bieten:
1 Usability der Netzwerke ist einfach und schnell erlernbar
2 kostenlose Nutzung der verschiedenen Kanäle
3 Ausbau der Reichweite des Unternehmens
4 schnelle und direkte Erreichbarkeit
5 Social Media als Liveticker an Spieltagen oder bei Events
6 Steigerung der eigenen Reputation
7 Vermittlung authentischer Inhalte
8 hohe Nutzerzahlen in Deutschland (Facebook: 29 Mio., Instagram: 9 Mio., Twitter: 3 Mio.)
9 Emotionen aus dem Sport durch Bildsprache weitergeben
10 klare Positionierung der Marke durch Imagekommunikation
11 ideales Mittel zur Krisenkommunikation dank kurzer Reaktionswege
12 Aufbau eines Dialogs mit Fans, Kunden und Interessenten
13 zahlreiche Statistik-Tools zur Auswertung von Kampagnen und Aktionen
14 Bindung der Kunden und Fans an die Marke sowie das Unternehmen
15 Social Media verhelfen teilweise dazu, schneller in Suchmaschinen gefunden zu werden
16 Kommunikation mit wichtigen Partnern und Sponsoren
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