Auf dem Weg zu seiner Wohnung nahm Malte meine Hand. Ich guckte mich zwar immer mal wieder um, ob uns auch keiner sah, aber es war inzwischen stockduster draußen und es waren auch kaum noch Menschen auf der Straße, also ließ ich ihn. Es fühlte sich auch toll an, Hand in Hand mit einem Mann zu laufen.
Malte hatte eine kleine Einzimmerwohnung. Es gab ein kombiniertes Wohn-, Schlaf- und Esszimmer, ein winzig kleines Badezimmer mit Dusche und eine kleine Küche, die sogar zum Kochen fast zu klein war, eine typische Studentenwohnung eben. Aber immerhin hatte er seine eigene Wohnung, in der er tun und lassen konnte, was er wollte, während ich die nächsten Jahre noch bei meinen Eltern bleiben musste.
Wir hatten kaum die Tür hinter uns geschlossen, da lag ich schon auf dem Bett und Malte war dabei, mich auszuziehen. Ich half ihm so gut es ging und versuchte gleichzeitig, auch seine Klamotten los zu werden. Innerhalb kürzester Zeit lagen wir beide völlig nackt aufeinander und küssten uns. Maltes Hände waren überall auf meinem Körper, ich spürte seine Haut auf meiner Haut, unsere Körper drückten sich ganz eng aneinander, und unsere Schwänze rieben aneinander. Ich war schon wieder kurz davor zu kommen und musste mich echt zusammen reißen. Malte fing an, meinen Schwanz zu streicheln. Ich hielt seine Hand fest und meinte: „Vorsicht, ich komme sonst gleich schon wieder.“ Malte guckte mich an und meinte: „Genau das ist mein Plan. Komm‘ nur, danach haben wir dann fürs nächste Mal ein bisschen mehr Zeit.“ Das ließ ich mir nicht zwei Mal sagen. Ich ließ seine Hand los, und er holte mir einen herunter. Er musste seine Hand nur ein paar Mal auf und ab bewegen, und schon stöhnte ich laut auf und spritzte auf unsere Bäuche. Danach streichelte Malte mich dann ruhiger. Wir küssten uns ganz intensiv. Malte spielte mit meinem Schwanz und meinen Hoden und ließ seine Hand unter mich gleiten. Ein Finger glitt langsam in mich hinein. Erst zuckte ich zurück. Doch Malte küsste mich einfach weiter und drückte fester mit dem Finger. Es fühlte sich für einen kurzen Moment unangenehm an, doch dann glitt der Finger immer tiefer und drückte gegen eine Stelle, die einen Schauer durch meinen ganzen Körper fahren ließ. Ich stöhnte laut auf und wurde wieder komplett hart. Malte hörte nicht auf mich zu küssen, doch er öffnete eine Schublade neben dem Bett und holte da etwas heraus. Er fummelte ein bisschen über unseren Köpfen herum, und auf einmal glitt sein Finger ganz sanft und weich in mich hinein. Das war jetzt kein bisschen unangenehm mehr. Im Gegenteil, ich drückte mich ihm entgegen und versuchte, den Finger so tief wie möglich in mich zu lassen. Malte ließ noch einen zweiten Finger in mich gleiten und machte mich halb wahnsinnig. Er spreizte die Finger und krümmte sie und drückte immer wieder gegen die Stelle, die sich so gut anfühlte. Ich war schon wieder kurz davor zu kommen. Doch dann zog Malte seine Finger aus mir heraus. Er fuhr ein paar Mal mit seinen eingefetteten Fingern über seinen Schwanz, dann spreizte er meine Beine auseinander und fing an, seinen Schwanz in mich hinein zu drücken. Im ersten Moment dachte ich, das klappt nie. Sein Schwanz drückte gegen mein Loch, das mir viel zu eng vorkam, um seinen Schwanz aufzunehmen. Doch plötzlich gab mein Körper nach und seine Schwanzspitze drang in mich ein. Malte war ganz langsam und vorsichtig. Es drückte ein bisschen und dehnte mich, aber es tat nicht weh, es war höchstens ein bisschen unangenehm. Malte ließ sich echt viel Zeit, ganz langsam glitt er immer tiefer in mich hinein, bis er wieder an die Stelle kam, an der er mir schon mit seinen Fingern so viel Vergnügen bereitet hatte. Als seine Schwanzspitze dagegen drückte, zog ich ihn automatisch komplett in mich hinein. Ich fing an laut zu stöhnen und mich auf Maltes Schwanz auf und ab zu bewegen, so dass diese kleine Stelle an Maltes Schwanz rieb. Malte brauchte gar nichts mehr zu machen. Ein paar Bewegungen von mir und ich kam mit einem lauten Schrei. Auch Malte konnte sich nicht mehr zurückhalten. Mit einem lauten Stöhnen kam er tief in mir drin.
Danach lagen wir eine ganze Weile schweigend nebeneinander. Ich hing meinen Gedanken nach. Jetzt war ich also keine Jungfrau mehr. Ich hatte immer Angst davor gehabt, wie es wohl sein würde, aber jetzt konnte ich gar nicht mehr verstehen, warum ich Angst davor gehabt hatte. Ich hätte es am liebsten gleich wieder getan.
Kapitel 7
Malte und ich waren nach unserer ersten Nacht so gut wie unzertrennlich. Jeden Nachmittag nach der Schule fuhr ich zu Malte, um den Tag mit ihm zu verbringen. Oft gingen wir dann zusammen zu der besetzten Villa, wo wir uns mit unseren Freunden trafen. Am Wochenende fuhren wir zu Demos. Ich verbrachte immer mehr Zeit mit den Anarchosyndikalisten. Wir druckten Flugblätter, die wir in der Stadt verteilten, malten Transparente für Demos und diskutierten nächtelang darüber, wie man den Staat bekämpfen könnte.
In der Schule war ich kaum noch. Ich kam dauernd morgens zu spät, weil Malte und ich nicht aus dem Bett kamen. Ich schlief kaum noch zu Hause, gerade noch so viel, dass meine Eltern keinen Stress machten. Wenn ich zu Hause schlief, fuhr ich morgens zu Malte und kuschelte mich noch einmal mit ihm ins Bett. Meine Eltern hatten natürlich keine Ahnung und dachten, ich wäre mit Frauke zusammen.
Wenn ich in der Schule war, war ich auch dort hauptsächlich damit beschäftigt, Demos zu organisieren oder Veranstaltungen an der Schule. Inzwischen arbeitete ich selber auch in der Schülervertretung mit und hatte mich aufstellen lassen für die Wahl zum Schülersprecher. Am Unterricht dagegen nahm ich kaum noch teil. Das war nun wirklich das Unwichtigste in meinem Leben.
Auf den Demos kam ich auch immer mehr mit dem gewalttätigen Flügel der Anarchos zusammen. Es machte einfach viel mehr Spaß, mit Farbbomben auf Bullen zu werfen, als gesittet zu marschieren und Parolen zu grölen. Malte und ich hatten oft Streit deswegen, weil Malte als Soziologe natürlich immer versuchte, alles auf friedlichem Weg und mit Reden zu regeln, während ich der Meinung war, dass Gewalt Gegengewalt schürt, wobei ich natürlich davon überzeugt war, dass die Gewalt vom Staat ausging und wir uns nur wehrten.
Aber das größte waren für mich die Schlägereien mit den Skinheads. Die Skinheads waren als Neonazis unsere größten Feinde, gegen die wir uns mit den Punks verbündeten. Wenn am Wochenende ein Punkerfestival stattfand, konnten wir sicher sein, dass die Skinheads dort auftauchen und es zu einer Massenschlägerei kommen würde zwischen denen, uns und der Polizei. Malte konnte nicht verstehen, dass ich mich auf jedes Punkfestival freute und man mich immer mitten drin in der Randale finden konnte.
Auch wenn eine Räumung des besetzten Hauses angekündigt wurde, sorgte ich dafür, dass ich dort sein würde. Malte dagegen machte sich dann immer vom Acker. Er hatte Angst, dass seine Personalien von der Polizei aufgenommen und er nie einen Job finden würde. Darüber machte ich mir natürlich überhaupt keine Gedanken. Mein Schulabschluss lag noch in so weiter Ferne, erst mal lebte ich im Hier und Jetzt.
Aber Malte und ich bekamen auch langsam Probleme, weil er unsere Beziehung wesentlich ernster nahm als ich. Ich liebte ihn, aber ich war 15 und wollte etwas erleben, meinen Spaß haben, mit anderen Leuten weg gehen und natürlich auch schon mal mit anderen herum machen. Malte dagegen wollte am liebsten seine ganze Zeit nur mit mir verbringen. Er sprach schon von gemeinsamer Wohnung und plante Jahre in die Zukunft.
Ich fing an, immer mehr Zeit mit anderen Leuten zu verbringen. In der Schule stand schon lange fest, dass ich das Schuljahr würde wiederholen müssen. Das kam nicht wirklich überraschend. Ich hatte viel zu wenig Zeit im Unterricht verbracht. Hausaufgaben hatte ich schon lange nicht mehr gemacht. Bei Klausuren war ich kaum anwesend. Aber dafür hatte ich schon so einige Leute aus der Klasse kennen gelernt, in die ich im Sommer kommen würde und verstand mich wirklich gut mit denen.
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