Marianne Peternell - Frauen und ihr Erbe

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Im Wesentlichen befasst sich das Sachbuch mit der Frage nach dem Gender von Menschen, nach dem historisch Gewachsenen von Frauen- und Männerentwürfen in ihrem Menschenleben. Zahlreiche Facetten der weiblichen Rolle «Mutter» werden dargestellt. Es werden auch bedeutende Beiträge zum Diskurs des Frauen- und Männerbildes, des Menschenbildes aus der Geschichte (Hegel, Kant, Judith Butler, Maria Montessori) herangezogen. Ich befasse mich damit, eine möglichst eigenständige Positionierung herauszuarbeiten und besonders die Frage der Fruchtbarkeit, der Reprodiktion der Gesellschaft und der Rollenverteilung zwischen Frauen und Männern für das Individuum und für die Gesellschaft zu untersuchen.

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Ich möchte den Begriff der Mutter, der Mütterlichkeit, des Vaters, der Väterlichkeit ebenfalls nicht der Rechten schenken. Mütter haben wir alle, es geht nicht darum, das Kind mit dem Bade auszuschütten und Frauen das Muttersein abzugewöhnen, bzw. sie möglichst rasch nach der Geburt wieder in der Arbeitswelt haben zu wollen, weil sie sonst in Gefahr geraten könnten, als reaktionär zu gelten.

In seltsamer Korrelation zu der aus der Überlieferung ausgesparten Geschichte der Frauen steht die Geschichte des einfachen Volkes, das ebenfalls kaum auf Überlieferung verweisen kann. Es wurde zwar versucht, Alltagskultur beispielsweise des Mittelalters durch Quellenforschung zu rekonstruieren. Der Weg jedoch ist auch hier blockiert und sperrig, da tatsächlich kaum überliefert wurde, wie das Leben des Volkes sich tatsächlich vollzog, welchen Überzeugungen und Glaubensvorstellungen und Riten es de facto folgte und wie es sein Leben verwirklichte. Es gibt aber auch hier bereits Forschungsergebnisse. Die jüngste Geschichte des Faschismus wurde mittels Dokumentationen durch Zeitzeugen in dieser Hinsicht relativ umfassend erarbeitet, wenn auch in der historischen Tiefendimension noch nicht ausreichend erfasst. Besonders die Frauen- und Männerkonstruktionen der Nazizeit sind von so bedeutenden Theoretikern wie Klaus Theweleits „Männerphantasien“ angeschaut, aber noch nicht ausführlich genug erfragt worden. Denn sonst käme man nicht auf die Idee, die Verführbarkeit des Volkes durch Populisten auf seine „Dummheit“ und auf seine Neigung zum Reaktionären und Faschistoiden zu reduzieren. Hier ist noch viel Arbeit zu leisten.

Auch die Geschichte der Männer ist eine sehr vielfältige. Sie als eine der geglückten und ihr volles menschliches Potential ausschöpfendes herrschendes Geschlecht aufzufassen, an dessen Produktionen und Lebensformen die Frauen jetzt nur noch Anschluss suchen müssten, geht ebenfalls an der Realität weit vorbei. Die Suche nach dem wahren Menschenbild, nach dem wahren Männer- und Frauenbild steht auch für Männer an.

In Wahrheit ist es dringend nötig, den Begriff des Menschen und der Entfaltung all seiner/ihrer wesenhaften Anlagen in historischer Tiefendimension gegen alle Unterdrückung zur Geltung zu bringen, um weiteren gesellschaftlichen Deformationen und Fehlentwicklungen wirksam entgegen treten zu können.

Ich befasse mich in meiner Arbeit nicht mit Menschen aus dem Transgenderbereich oder mit den vielfältigen kulturellen Varianten von Frauenleben, sondern versuche über Menschen zu sprechen, die die reproduktive Kraft des Empfangens und Austragens von Kindern von Natur aus als Potential in die Wiege gelegt bekommen haben und in der großen Mehrheit als Frauen bezeichnet werden können.

2Weibliche Konstruktion heute

In unseren Tagen haben sich die Debatten in neuer Weise entfaltet, der Einzug der Frauen in die kulturellen, wissenschaftlichen und politischen Institutionen bleibt nicht ohne Folge.

Als Werk von nachhaltiger Wirkung sei hier Judith Butlers „Das Unbehagen der Geschlechter“ herausgegriffen. Butler verwendet den Begriff der Performativität ähnlich wie John L. Austin, der Sprache auch von der Seite des Sprachhandelns untersucht hat. Er bezeichnete Sprechakte als „performative“ Sprechakte, die das, was sie benennen, gleichzeitig in Kraft setzen. Worte als „performative Akte“ beschreiben nicht in erster Linie, sondern vollziehen und stellen Wirklichkeit her: „Ich erkläre euch zu Mann und Frau.“ ist ein explizit performativer Sprechakt, man kann jedoch auch Sätze wie den Satz „Der Animismus ist tot“ als performatives Sprachhandeln begreifen. Sprache erzeugt und konstruiert demnach Wirklichkeit, wie z. B. die Aussage „Es ist ein Junge“ einem bezeichneten Körper eine Kategorie wie etwa Geschlecht zuordnet. Performativität erzeugt durch das wiederholte Zitieren von Normen und durch Berufung auf Autorität, bzw. durch die wechselseitige Verstärkung innerhalb einer Gruppe die Wirkung von Materialität, und kann daher nicht als einzelner, absichtsvoller Akt verstanden werden, sondern vielmehr als eine sich ständig wiederholende und zitierende Praxis. Auf dieses machtvolle Sprachhandeln auch im persönlichen engen Bereich werde ich später noch zurückkommen.

Laut Butler erzeugen Sprechakte durch diese Praxis des Sprachhandelns eine Wirklichkeit, verschleiern gleichzeitig aber ihre Geschichtlichkeit und ihren Bezug auf Konvention.

In ihrem Buch „Das Unbehagen der Geschlechter“ meint Judith Butler, dass Frauen nicht als Gruppe mit gemeinsamen Merkmalen und Interessen anzusehen sind, da ethnische, kulturelle, klassenspezifische Differenzen zwischen Frauen von übergeordneter Bedeutung wären, was sicher teilweise wichtig ist. Außerdem wäre das binäre System männlich-weiblich ein Konstrukt, das die Auffassungen des Patriarchats verfestige. Dem stünden die feministischen Forderungen nach Gleichheit grundsätzlich entgegen. Sie versteht also die Zuschreibung von männlich und weiblich als performative Akte, die Materialität erst durch die Machtverhältnisse im Patriarchat erhielten, beruft sich auf prinzipielle Gleichheit über das kulturgeschichtlich geformte ‚gender’ hinaus bis in das biologische Geschlecht „sex“ hinein und macht dem Feminismus den Vorwurf, unter Berufung auf ein besonderes Weibliches die patriarchalen Begriffe zu übernehmen, umzukehren und zu verhärten. Butler formuliert also, dass Körper durch die Macht genormter, stets wiederholter, intensiver Sprechakte performativ erzeugt wurden und werden. Sie fragt sich, wie ein Körper, eine Identität oder ein Subjekt besondere Bedeutung erlangen kann, das Andere dabei jedoch ausschließt. Butler meint, dass Ursache dafür eine gesellschaftliche Vorstellungsmatrix sei, die von binärer Körperdifferenz ausgeht. Die Unterwerfung unter diese verlange, dass andere, nicht einzuordnende Formen von Körpern verworfen werden. Das Verworfene seien nicht lebbare Möglichkeiten des sozialen Lebens, die aufgrund ihrer Ausschließung das Subjekt konstituierten. Zurückgewiesene, nicht lebbare Körper würden zur Bedingung derjenigen, „die sich mit der Materialisierung der Norm als Körper qualifizieren, die ins Gewicht fallen.“ (Körper von Gewicht, S. 40) Was an machtvollen Interventionsmöglichkeiten bliebe, sei Performativität als die Macht des Diskurses, Wirkungen durch ständiges Wiederholen hervorzurufen. Real betreibt sie dieses Intervenieren als radikale Dekonstruktion des Gegensatzpaares männlich-weiblich an und für sich.

Kritikerinnen wie Seyla Benhabib dagegen postulieren, das weibliche Selbstgefühl sei viel zu wenig entfaltet, als dass eine solche Position wahrhaft wirksam werden könnte.

Gegen die Theorie Butlers möchte ich einbringen, dass die menschliche wie schon die tierische Gesellschaft auf zweigeschlechtlicher Fortpflanzung beruht. Es ist anzuerkennen, dass an der Erschaffung von Nachwuchs nicht nur ein Körper, sondern zwei voneinander unterschiedliche Körper beteiligt sind. Meiner Meinung nach muss Gender nicht rigid, sondern fließend gedacht werden. Wären die Gendergrenzen durchlässiger, wären Geschlechtsumwandlungen nicht nötig, da dadurch die Anerkennung der Anatomie als Schicksal erfolgt.

Im Wesentlichen bewegt sich die Debatte heute weiterhin im Widerstreit von Egalitätstheorem(Gleichheit von Mann und Frau) und dem auf Geschichte zurückgreifenden Differenztheorem (Unterschied zwischen Mann und Frau). Für mich ist klar, dass beides richtig ist. Einerseits gibt es selbstverständlich die Gleichheit zwischen Mann und Frau als Menschen, aber mit unterschiedlicher Geschichte und andererseits gibt es ihre Unterschiedlichkeit als Geschlechtswesen, die für die Reproduktion der Gattung sorgen. Das Problem in der Geschichte des Feminismus mit der Theorie von der Verschiedenheit der Geschlechter beruht darauf, dass vielfach daraus eine Diskriminierung der Frau erfolgt ist. Aber nicht hierarchisierend …“kann man sehr wohl die wirklichen Besonderheiten jedes Geschlechtes anerkennen, ohne deswegen zuzulassen, dass diese Unterscheidung automatisch zur Ungleichheit und zur Diskriminierung im Bereich von Status und Rolle führen.“(Thibault in: Sullerot/Thibault, a.a.O., S.225)

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