Doris Lilli Wenger - Kiki süss-sauer

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Den ganz normalen Wahnsinn einer Bilderbuchfamilie auszuhalten kann ziemlich anstrengend sein. Erst recht, wenn man versucht, einer dominanten Mutter, einer nervigen Schwester und einer pubertierenden Tochter gerecht zu werden.
Und wäre da nicht dieses beklemmende zwanzigjährige Geheimnis, welches endlich gehört werden will….
Riri will nur noch raus aus ihrem Gefängnis, raus aus ihrer Anpassung und ihrem alten Schwur, den sie sechzehnjährig aus Dankbarkeit und Loyalität ihrer Mutter gegenüber abgelegt hatte. In diesem Moment wirkt der unerwartete Wegzug ihrer Schwester wie das Öffnen einer verbotenen Türe.
Riri beginnt zu rebellieren und für sich einzustehen. Sie gelobt, bis zum 20. Jahrestag ihr Schweigen zu brechen.
Ein junger Kerl, der ihr den Kopf verdreht, eine attraktive Sekretärin, welche die Zeit ihres Mannes stiehlt und Mobbinggeschichten in der Schule ihrer Vierzehnjährigen, fordern sie heraus und torpedieren ihr Geständnis….

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«Was fällt dir ein, es reicht!» Riri schrie, ihre Wangen glühten.

Der Schmerz war wieder da, wie ein Messer in ihrem Unterleib.

«Hast du einen Freund? Wer ist es?» Auf einmal sah sie sich selbst zu. Wie eine Fliege an der Decke bestaunte sie ihr eigenes Treiben. Sie roch frischgekochtes Gemüse, vermischt mit Schweiss, Adrenalin. Und Angst, deren Geruch sich metallisch-schal in ihren Nasenhärchen verhedderte. Was tat sie da? Schlagartig wurde ihr bewusst, wie sonderbar sie mit ihrer Tochter umging. Beschämt über ihre heftige Reaktion, liess sie los.

Mit einem Ruck befreite sich Sana, drehte sich und rannte die Treppe hoch.

«So nicht, so nicht, Mädchen!» Riris Furcht wollte sich nicht zähmen lassen.

«Soll er … » Sana kümmerte sich nicht, verschwand im Zimmer und warf die Türe zu.

Jan half Riri abzuräumen und sauber zu machen. Er nahm die Situation gelassen. Mimte den Lieblingssohn. Riri nahm seinen Langmut dankbar an.

«Weisst du etwas? Hat Sana einen Freund? Wen denn?» Es war ihr peinlich, ihn auszuhorchen. Grauen kroch ihr über den Rücken. Sie bewegte sich ungelenk und hölzern. Sie musste es wissen.

«Die ist seit ewig in Janic verknallt.» Verächtlich winkte er mit den Händen ab. Riri zog die linke Braue schief. Janic ging seit dem Kindergarten in dieselbe Klasse wie Sana, wohnte einige Häuser weiter. Als Grossmaul hatte er öfters Zoff auf dem Schulhof. Seine Kraft, gepaart mit einem smarten Charme, half ihm jedoch, Jungs und Girls um sich zu scharen, welche imponiert waren von seiner Offenheit und seinem Mut, im Konflikt mit Erwachsenen für sich einzustehen. Sana fand ihn während der Unterstufe doof und wollte den Schulweg nie mit ihm zurücklegen.

«Gestern habe ich die beiden getroffen.» Jan spottete. Riri strich ihm den zerzausten Schopf zurecht. «Chiara war ebenfalls da, Hand in Hand mit Jonas.» Jan formte einen Kussmund. «Die küssten sich.» Seine Zunge schoss hervor und er deutete Brechreiz an. «Abartig!»

Riris Herz setzte einen Schlag aus. Wenn Sanas Kollegin mit einem Jungen zusammen war, dann stand Sana unter Druck, ebenfalls einen Freund zu haben.

Sie musste unbedingt mit ihr reden.

8

Sie stand am Bahnhof.

Leer.

Die Leere füllte ihren Bauch, bis er fast platzte.

«Bronchitis geheilt.» So nannten sie es.

Sie hatte es mit ihren Gedanken umgebracht.

Es. Er.

Es wäre ein Junge geworden, sagten sie.

Sie wollte es nicht sehen.

Das Tote.

Wollte nicht sehen, woran sie schuldig geworden war.

Eine Frau ging an ihr vorbei.

Kenn ich die?

Die Frau schaute zurück. Ihr ins Gesicht.

Sah man einem Menschen an, wenn er jemanden umgebracht hatte?

Alle werden es sehen

Sie senkte den Blick. Blieb einfach stehen.

Sie wollte nach Hause.

Will ich nach Hause?

Sie wollte wieder wie früher.

Ohne dieses Loch im Bauch. Ohne diesen Defekt.

Was hatte Maman gesagt? Sie solle nach Hause laufen? Oder warten?

Sie wusste es nicht mehr.

Stillstand.

Wer bin ich?

Sie hob den Kopf.

Eine Taube hatte sich vor ihr auf den Asphalt gesetzt.

Sie schaute dem Vogel zu. Tauben waren hier normalerweise nicht anzutreffen. Sie waren in Scharen am Hauptbahnhof als Störenfriede und Verschmutzer zu beobachten. Mit Stacheldraht von sämtlichen Verstrebungen ferngehalten und von Kindern auf Plätzen und Bahnsteigen aufgescheucht.

Und doch nicht zu vertreiben.

Eine Taube.

Hier.

Abseits von jedem Trubel.

Auf diesem kleinen Bahnhof, der einzig an einem Bushäuschen erkennbar war.

Eine braune Taube.

Braun wie Zimt

Braun wie das Blut, welches in ihrem Slip geklebt und das Ende der Schwangerschaft eingeläutet hatte. Als brauner, sternförmiger Fleck, der sie an Weihnachtsgebäck erinnerte.

Zimtstern

Die Taube hüpfte. Ein Bein hochgezogen. Die Krallen verkrümmt und verstümmelt.

Mitleid überkam sie und verdrängte leise ihren eigenen Kummer.

Klare, dunkle Augen blickten umher.

Angst.

Trotzdem.

Die Taube kam näher.

Oder gerade weil.

Sie bückte sich, streckte die Hand aus.

Sie ekelte sich vor Tauben.

Zimtstern

Mein kleiner, reinkarnierter Zimtstern

Ein Lächeln bahnte seinen Weg von ihrem Innersten über ihre Brust, drängte den Hals empor.

Sie konnte es nicht verhindern.

Die Taube hüpfte auf sie zu.

So stark verletzt und so vertrauensvoll. Ihr Mitleid verabschiedete sich und Bewunderung für diese Kreatur, welche sich mit seinem Schicksal abgefunden hatte und der Welt zuversichtlich entgegenhüpfte, übermannte sie.

«Kleines, ekliges Tier. Wie grossartig bist du?»

Mit wem spreche ich?

Wie schön Tauben waren. Braune Tauben.

Es war März. Der grosse Schnee war vorbei. Überall spriesste es, helles Grün und klare Farben drängten den müden Winter zurück. Eine kleine Pfütze sammelte sich auf dem Bahnsteig. Die Taube hüpfte etwas zurück, trank, pikte aus dem klaren Wasser, in welchem sich Schäfchenwolken spiegelten.

Zimtstern

«Wo bleibst du? Komm endlich!»

Hart, fordernd, lieblos.

Riri hob den Kopf. Die Taube flog fort. Riri schaute ihr nach bis sie weit hinter ihr im Himmel verschwand.

Wo sie wohl hinwill?

«Aurélie!»

Sie blickte auf.

Maman.

Sie drehte den Kopf nach der Taube um.

Zimtstern

Ihr Staunen hatte einen Namen.

9

Riri stieg die Treppe von der Fussgängerpassage hoch und blieb unter dem glasglänzenden Winterthurer Stadttor stehen. Geblendet vom Mittagslicht schaute sie über den Bahnhofplatz. Als tauchte sie aus dem Meer auf.

Meerjungfrau Melusine, wochentags als Mensch auf Reisen

Sie sah sich im Schuppenkleid mit grünen Algen im Haar. Sie lächelte über ihre Fantasie. Schade, dass sie ihren Kindern keine Geschichten mehr erzählten durfte. Sie hob den Kopf und musterte das flache, asymmetrische Dach. Seine Lochblech-Untersicht sah aus wie ein Salatsieb. Wenn sie herkam, schnappte diese ungewöhnliche Konstruktion jedes Mal nach ihr.

Einst hatte ein grosses Warenhaus dieses Zentrum dominiert. In ihm hatte sie geschmökert und als Teenie ihr Taschengeld für Kleider ausgegeben. Und ihren einzigen Ladendiebstahl als einsame, persönliche Mutprobe gewonnen. Ein hellgelbes T-Shirt mit V-Ausschnitt hatte sie nach zermürbendem Hin und Her von der Verkäuferin unentdeckt in ihre Tasche gesteckt. Ihr Herz kopierte das trabende Klopfen noch heute, wenn sie an die damalige Nervosität dachte. Das Oberteil hatte sie nie zu tragen gewagt und keiner Seele hatte sie je etwas von ihrem Vergehen gebeichtet, auch wenn Stolz ihre Bewegungen aufrecht und sicher hatte werden lassen. Wehmut erfasste sie.

Wo war ihre Furchtlosigkeit? Diese Zivilcourage wünschte sie sich zurück. Das Gebäude beherbergte heute einen Multi. Riri bedauerte den Rückgang der Artenvielfalt von Einkaufsläden.

Wie schnell sich alles verändert

Inzwischen kam sie selten her. Ein heimisches Gefühl wollte sich nicht mehr einstellen. Das Stahlgebilde hing plötzlich wie eine bedrohliche Wolke vor ihrer Sonne und trübte ihre gute Laune. Sie trabte los, slalomte durch die Menschenmenge und genoss die Kühle, als sie die Nische des Einganges an der Münzgasse erreicht hatte.

Eine junge Frau in weissem Minirock und lila Top mit Spaghettiträgern stürmte heraus. Trotz der dichten Haare, die sie wie ein Schutzschild vor den Augen trug, grüsste sie mit belanglosem Nicken, duckte sich an ihr vorbei und huschte geschmeidig um die Hausecke. Riri zog die Stirn kraus. Kannte sie das Mädchen? Irgendetwas klingelte in ihrem Kopf. Ihr internes Datenlaufwerk rotierte, meldete jedoch auch nach mehreren Durchgängen keinen Treffer. Beunruhigt stiess sie mit der Schulter den Flurzugang auf.

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