Doris Lilli Wenger - Kiki süss-sauer

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Kiki süss-sauer: краткое содержание, описание и аннотация

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Den ganz normalen Wahnsinn einer Bilderbuchfamilie auszuhalten kann ziemlich anstrengend sein. Erst recht, wenn man versucht, einer dominanten Mutter, einer nervigen Schwester und einer pubertierenden Tochter gerecht zu werden.
Und wäre da nicht dieses beklemmende zwanzigjährige Geheimnis, welches endlich gehört werden will….
Riri will nur noch raus aus ihrem Gefängnis, raus aus ihrer Anpassung und ihrem alten Schwur, den sie sechzehnjährig aus Dankbarkeit und Loyalität ihrer Mutter gegenüber abgelegt hatte. In diesem Moment wirkt der unerwartete Wegzug ihrer Schwester wie das Öffnen einer verbotenen Türe.
Riri beginnt zu rebellieren und für sich einzustehen. Sie gelobt, bis zum 20. Jahrestag ihr Schweigen zu brechen.
Ein junger Kerl, der ihr den Kopf verdreht, eine attraktive Sekretärin, welche die Zeit ihres Mannes stiehlt und Mobbinggeschichten in der Schule ihrer Vierzehnjährigen, fordern sie heraus und torpedieren ihr Geständnis….

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Sie vermisste ihren Vater. Er war es gewesen, der sich oft zu ihr gesellt hatte, bisweilen eine Stunde lang neben ihr gewerkelt hatte, bevor er zu plaudern begann. Er hatte die Beklemmung in ihrem Herzen immer verstanden. Auch wenn sie mit ihm nur floskelte. Seine Naturverbundenheit fehlte ihr. Dass er so früh hatte sterben müssen, tat ihr heute noch weh. Er hätte sie auch jetzt erkennen können.

Unvermittelt stand Kiki hinter ihr. «Du machst Gartenarbeit?»

Riri guckte hoch.

«Komm bitte rein.»

Erstaunlich. Lange her, dass Kiki von sich aus Versöhnung angeboten hatte. Riri stand langsam auf.

«Ich habe die Pläne studiert. Du hast Recht. So schlimm sieht das Vorhaben gar nicht aus. Wir haben darüber geredet. Maman möchte den Brief bestätigt zurückschicken», sagte Kiki.

Riri begriff nicht, weshalb ihre Schwester das nicht selbst erledigte. Sie wurde behandelt wie eine Angestellte. Riri schaute weg, drehte sich und schob mit dem Fuss so heftig den Eimer zur Seite, dass er umkippte. Ihr Rücken brannte. Sie liess ihr Werkzeug liegen und stumm betraten sie die Küche. Das Geschirr war stehen geblieben. Butter und eine frisch angebrochene Packung Käse trotzten vergeblich der Wärme. Maman hatte sich aufs hellgrüne Sofa gelegt, die Augen geschlossen.

Riri räumte den Tisch ab, ordnete die Unterlagen.

Ein paar Handgriffe, dann entschied sie, den Boden feucht aufzuwischen. Kiki und ihre Mutter hatten sich derweil auf die Terrasse verzogen, lagen auf Liegestühlen und plauderten. Riri stopfte schmutzige Wäsche in die Maschine, staubte duzende Porzellanengel ab, welche Maman in ihrem Glasregal aufbewahrte, haushaltete still für sich. Sie vergass zu denken, beruhigte sich an der einförmigen Tätigkeit. Erneut fiel sie durch die Zeit. Auf einmal fand sie sich in der sauberen Küche wieder, hielt inne. Dachte unvermittelt an Alain.

Normalerweise kochte sie samstags für ihre Mutter. Jetzt wollte sie nur noch nach Hause. Maman würde sich wundern, wenn sie einfach ginge. Sie liess die gestoppte Luft durch ihre Nase entweichen und erschrak ob dem Geräusch, welches hervorzwängte. Sie öffnete den Kühlschrank. Er war voll, als würde eine Familie da wohnen. «Oh?», erleichtert blubberte sie vor sich hin. Sie schluckte ihre Gewissensbisse. Hastig durchquerte sie das Wohnzimmer, lehnte sich in den Türrahmen zur Veranda, winkte ein kurzes «Adieu» und bevor die beiden Frauen reagierten, verschwand sie durch die Haustür.

Ein Typ in weissem T-Shirt lehnte am Motorrad und tippte in sein Handy. Lässig, sich seiner Wirkung bewusst, jung. Das war nicht Daniel. Er hob den Kopf, schaute sie an, blieb an ihr hängen. Sein Mund öffnete sich. Riri nickte zum Gruss, stieg aufs Fahrrad und radelte wild los. Hoffentlich hatte er die Hitze in ihrem Gesicht nicht gesehen. Nach einigen Metern schaute sie sich um, scannte die Umgebung. Der Mann war verschwunden, dafür lehnte sich Kiki aus dem Küchenfenster, sah ihr nach.

Sie grinste.

Flucht gelungen

Wie sollte sie mit Kiki reden? Ihre Schwester suchte ständig Streit. Einst, in diesem Garten, waren sie sich so vertraut gewesen.

Ich würde ihr so gerne von mir erzählen

6

Kiki räkelte sich in ihrem Bett. Montagmorgen. Der Wecker zeigte zwanzig nach sechs. Sie hatte keine Zeit zu verlieren. Sie war kein pünktlicher Mensch, aber niemals würde sie zu spät an der Arbeit erscheinen. Verschlafen machte billig, erinnerte sie an Pubertät, Pickel, Stunden vor dem Kleiderschrank und an einen gehetzten Schulweg mit hungrigem Magen. Dann lieber gleich krank.

Ihr Job langweilte sie.

Sie sollte sich sputen. Mechaniker einteilen, Dienstpläne anfertigen, Rapporte ablegen, Frachtpapiere erstellen, Rechnungen, Offerten, Termine, Auskünfte, Telefonanrufe, mit Mitarbeitern plaudern.

Keine Lust

Die Kollegin, welche seit einem Monat das Büro mit ihr teilte, würde ohne sie ins Schleudern geraten. Kiki hielt sie für begriffsstutzig, das nervte.

Der Juniorchef würde seine Gattin im Sekretariat aushelfen lassen, damit der Betrieb reibungslos von statten ginge. Das gäbe Schwierigkeiten. Die Frau hatte unlängst Zwillinge geboren und stand unter Stress. Sie tat sich ebenso schwer mit der neuen Arbeitskraft wie sie.

Kiki schob die Laken von sich, setzte sich auf. Ihre Hülle fühlte sich leer an. Welk wie eine Blume ohne Frischwasser. Sie brauchte dringend wieder einen Mann.

Am Sonntagabend war sie mit einem der Fahrer ausgegangen. Er war nett. Sie hätte es sich vorstellen können. Die Fantasie mit ihm zu schlafen, hatte ihre Haut prickeln lassen.

Und das Essen war vorzüglich gewesen. Gespritzter Weisswein zum Aperitif, verführerischer Amarone zu Rindsfiletsteak und Pommes. Die zweite Flasche wäre nicht nötig gewesen. Dass er ihr erst nach dem Hauptgericht eröffnet hatte, dass er sich wieder mit seiner Ex-Frau traf, nahm sie ihm übel. Nur deshalb hatte sie Nachtisch bestellt.

Wieder hatte sie sich getäuscht. Sie hatten sich in der Innenstadt verabschiedet. Und sie entschied sich für einen Absacker in ihrer Lieblingsbar. Obwohl sie ahnte, dass sie da keine Neuerscheinungen treffen würde.

Dem Kerl wollte sie heute bei der Arbeit nicht begegnen.

Sie fühlte sich wie in einer Wäscheschleuder, kreiselte noch ein wenig. Benommen schlurfte sie ins Bad. Ihre rotbraune Mähne türmte sich wirr auf ihrem Kopf. Bevor sie sich im Spiegel ansah, griff sie nach ihrer Bürste. Sich zu frisieren brachte alles in Ordnung. Sie genoss es, bearbeitete Strähne für Strähne. Behutsam, ausgiebig, sinnlich. Auf ihren wallenden, roten Schopf war sie stolz. Ihre Haare waren es, die sie exotisch und sexy aussehen liessen. Jetzt erst begrüsste sie ihr Spiegelbild. Sie gefiel sich, ihre runden Brüste, ihr weicher Bauch. Ihr sanftes Wesen wurde durch ihr üppiges, wallendes Haar sichtbar.

Guten Morgen Prinzessin

Abermals war sie dem Charme eines witzigen Kollegen erlegen. Zweideutigen Sprüchen, flapsigen Höflichkeiten und der Andeutung, begehrt zu werden, konnte sie sich nicht entziehen. Wieso erkannte sie niemand?

Immer der Falsche

Wann tauchte endlich der Richtige in ihrem Leben auf? Sie würde sich so gerne verlieben.

Sie kämmte sich in Trance, bis sie ihren Pyjama entdeckte, welcher leidenschaftslos an ihr hing. Sie wandte sich ab. Es ging ihr miserabel. Leise und sorgfältig legte sie ihre Bürste auf die Ablage und wanderte Richtung Küche.

Der Weg war zäh wie Watte. Ein Grappa und Resten von Gebäck standen auf der Spüle und erzählten ihr vom Frust der vergangenen Nacht. Sie räumte den Teller in die Abwaschmaschine und grabschte sich die Flasche. Verdutzt wie wenig sich darin befand, drehte sie kratzend den Deckel auf und schnupperte an der Öffnung. Reflexartig zog sie die Augen kraus und die Nase hoch, überrascht, dass der Geruch sie nicht ekelte. Schnell stellte sie die Flasche neben Essig und Öl in den Schrank. Die Kaffeemaschine gluckerte grollend und wartete auf ihren Auftrag.

Sie würde anrufen.

Migräne

Migräne wäre ein verständlicher Grund, zu Hause zu bleiben. Sie sehnte sich nach Musse, um sich zu trösten. Kiki fischte ihre Bratpfanne hervor und briet sich zwei Spiegeleier. Wenn nichts mehr ging, besänftigte sie diese sonnige Eierspeise. Sie ass sie stehend, mit der Gabel direkt aus der Pfanne.

Sie wollte einzig rausgehen und ihren Wagen in die Garage stellen. Es war nicht angebracht, wenn Riri mitbekam, dass sie blaumachte.

Morgen würden alle froh sein, wenn sie wieder im Büro erschien.

Beim Gedanken an Riri schob sie ihre Unterlippe vor. Riri würde in dieser Verfassung arbeiten. Klaglos. Sie wäre hart mit sich und würde ihre Schwäche keinem zeigen. War Riri überhaupt jemals müde? Diese Selbstdisziplin war so abstossend.

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