Doris Lilli Wenger - Kiki süss-sauer

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Kiki süss-sauer: краткое содержание, описание и аннотация

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Den ganz normalen Wahnsinn einer Bilderbuchfamilie auszuhalten kann ziemlich anstrengend sein. Erst recht, wenn man versucht, einer dominanten Mutter, einer nervigen Schwester und einer pubertierenden Tochter gerecht zu werden.
Und wäre da nicht dieses beklemmende zwanzigjährige Geheimnis, welches endlich gehört werden will….
Riri will nur noch raus aus ihrem Gefängnis, raus aus ihrer Anpassung und ihrem alten Schwur, den sie sechzehnjährig aus Dankbarkeit und Loyalität ihrer Mutter gegenüber abgelegt hatte. In diesem Moment wirkt der unerwartete Wegzug ihrer Schwester wie das Öffnen einer verbotenen Türe.
Riri beginnt zu rebellieren und für sich einzustehen. Sie gelobt, bis zum 20. Jahrestag ihr Schweigen zu brechen.
Ein junger Kerl, der ihr den Kopf verdreht, eine attraktive Sekretärin, welche die Zeit ihres Mannes stiehlt und Mobbinggeschichten in der Schule ihrer Vierzehnjährigen, fordern sie heraus und torpedieren ihr Geständnis….

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Auf Kommando stellte sich ihr schlechtes Gewissen ein. Da war es wieder, sie hatte sich daran gewöhnt. Riri schnaubte, wandte sich ab, fasste ihren Lenker und fuhr an. Im gleichen Moment wurde sie von einem schweren Motorrad überholt. Der Fahrer wich aus und fuhr knapp an ihr vorbei.

Reflexartig riss Riri an den Bremsen. Sie trudelte, fing knapp einen Sturz auf und stoppte. Spontan riss sie ihre Hand hoch, schüttelte dem Schrecken ihre Faust hinterher. «Idiot.» Ihr Herz pochte laut. Beschämt über den kräftigen Fluch, welcher ihrer Kehle entwischt war, rieb sie ihre Lippen. Grinsend.

Mit einem Blick über die Schulter rollte sie vorsichtig los. Mit zitternden Knien.

Ihre Trauer war verflogen.

3

«Aurélie!»

Sie wollte liegen bleiben, die Augen schliessen, vergessen.

«Aurélie!»

Die Stimme ihrer Mutter. Fordernd.

Noch einmal blinzeln, einmal noch

«Aurélie!»

Sie schreckte hoch.

Zimtstern

Zögernd stand sie auf. Betrachtete ihre Gestalt im Spiegel. Als sähe sie sich zum ersten Mal. Im roten T-Shirt mit Diddlmaus Druck, die zerfledderten Haare, die braun gemusterten Leggins.

«Ich komme.» Ein Flüstern nur.

Sie öffnete ihren Schrank. Alle Kleider wirkten verlogen. Aus einem anderen Leben.

Sie wollte nicht mehr.

Zimtstern

«Aurélie!» Dieses kreischende, befehlende Organ. Wie von einem trotzigen Kind.

Sie blickte sich um. Nebeltröpfchen zogen unerwartet schnell an den Scheiben vorbei. Bald würde die Sonne den Kampf gegen die Feuchtigkeit gewinnen. Riri streckte die Hand, riss das Fenster auf, liess die feuchte Luft in den Raum.

Ich lass mich nicht unterkriegen

Die Gewissheit in ihrem Innern fühlte sich leise, warm und fest an.

Langsam wandte sie den Kopf wieder ihrer Garderobe zu. Gelassen und ruhig griff sie nach einem schwarzen T-Shirt und schwarzen Hosen.

Ich werde nur noch schwarz tragen

«Aurélie!»

Flink wechselte sie ihre Kluft.

Im Bad strich sie sich ihre Haare aus der Stirn. Staunend. Band den langen Schopf zusammen. Den würde sie abschneiden.

Ab heute, ist alles anders

Die Entschiedenheit machte sie ruhig. Langsam wischte sie mit der Hand übers Gesicht.

Ein Lächeln verirrte sich auf ihre Lippen, ohne die Augen zu erreichen.

Ein bisschen üben und es sieht echt aus

Mit zwei Fingern zwickte sie sich eine vorwitzige Strähne zurück. Dann blinzelte sie sich zu, drehte sich weg und rannte die Treppe hinunter.

Die letzten drei Tritte sprang sie mit beiden Füssen gleichzeitig. Mit einem Satz stand sie bereit.

«Da bin ich.» Grinsend.

«Muss ich immer alles allein machen?» Ihre Mutter sass in der Küche, eine schlanke Zigarette zwischen den Zähnen. Die Fingernägel frisch lackiert, in die Höhe gestreckt.

«Kein Problem, Maman. Ich erledige das.» Riri drehte sich um und begann, das Morgenessen abzuräumen.

«Du weisst, was ich für dich getan habe.»

Maman konnte es nicht lassen.

4

Das Haus roch nach frischem Kaffee, als Kiki die Küche ihrer Mutter betrat. Auf Riri war Verlass. Ihre Schwester hatte Croissants mitgebracht und sass mit Maman am Esstisch. Briefe und Papierbögen voller Grundrisse pflasterten einen Weg durch das Frühstück.

Maman lachte über eine Bemerkung von Riri, welche Kiki nicht verstanden hatte. Riri lächelte, bückte sich über einen der Pläne und zeichnete mit dem Schreiber einer Linie entlang.

Der Duft, die Atmosphäre, die kitzelnden Sonnenstrahlen sog Kiki ein. Klebrig schimmernde Honigtropfen auf dem Teller, verstreute Krümel auf den Papieren, das Kratzen des Stiftes vermischt mit dem Summen einer suchenden Fliege.

Die Hand von Maman auf Riris Arm.

Kiki fühlte sich mittendrin. Gleichwohl in sich selbst gefangen. Als stünde sie unter einer Glasglocke, drückte sich die Nase an der Scheibe platt und sehnte sich in diese märchenhafte Szene. Sie fühlte sich weggesperrt und bedeutungslos.

Sie kannte diese stachlige Enge. Warum war sie nicht wie Riri?

Egal was Kiki tat, sie verglich es mit dem, was ihre Schwester tat, tun würde oder getan hätte. Und egal wie sie es drehte und wendete, ihre eigene Handlungsweise, ihre eigene Art, mit Problemen, Schwierigkeiten, sogar mit Schönem umzugehen, schnitt im Vergleich durchgehend schlechter ab.

Sie war es leid. Zum Glück war Vater nicht hier. Nicht mehr hier. Er hatte ihr täglich ihr Unvermögen bewusst gemacht.

Ungenügend

Riri hob den Kopf und zuckte. Ihre Bewegung fror ein. Die Stimmung kippte.

«Hallo.» Riri zog die Stirn kraus. «Seit wann stehst du da und beobachtest uns?» Sie erhob sich, griff unaufgefordert nach einer Tasse, bediente den Automaten.

Wie mich diese ungefragte Beflissenheit nervt

Ohne ein Wort übernahm Kiki den angewärmten Platz an der Seite von Maman, lehnte sich an sie. So fühlte sie sich sicher. Daheim. Angekommen. Ihre Mutter hielt immer zu ihr, strich jetzt zärtlich mit den Knöcheln über ihre Wange, ihr Blick liebkoste sie.

«Du siehst gut aus.» Maman schnupperte in Kikis langen, rötlichbraunen Haaren. Die volle Aufmerksamkeit galt ihr.

Riri schaute ihnen zu. Sie war nur noch die kleine Schwester.

«Der Nachbar will bauen.» Riri zeigte mit dem Daumen nach nebenan.

Interesse flackerte in Kiki auf.

«Daniel, der Sohn, hat die Liegenschaft übernommen. Er will vergrössern, bevor sie einziehen. Er hat drei Kinder», erklärte Riri.

«Drei Kinder?» Kikis Braue wölbte sich. «Spielte er nicht schon früher dauernd mit Puppen?»

Die drei Frauen schauten sich an und unangekündigt brach die alte Leere wieder auf.

Kiki dachte an Maurice und Marcel Bucher und zog ihre dünne Jacke enger, legte ihre Hände um die heisse Henkeltasse. Die beiden Jungs, welche während ihrer Jugend im spiegelverkehrten Haus gewohnt hatten und in der Schulzeit ihre besten Spielkameraden gewesen waren - sie fehlten ihr noch immer. Sie hatten bei jeder Gelegenheit gemeinsam draussen gespielt. Im Geräteschuppen, der täglich andere Schätze bereithielt und auf dem grossen Ahorn, auf welchem sie später ihre Hütte gebaut hatten.

Während hier in diesem Haus oft eisiges Klima herrschte, galt bei Buchers nebenan ein einladendes, herzliches und warmes Miteinander.

Und dann der Schock über die unvorhergesehene Scheidung und den Verkauf des Hausteils. Diese Öde, als ihre Freunde plötzlich fort waren und sie in der Verständnislosigkeit zurückgelassen hatten. Dieses Nichts war jäh wieder da.

Kiki beugte sich vor, neigte den Kopf zum offenstehenden Fenster und guckte hinüber zu Nachbars Anwesen. Die Fensterscheiben spiegelten das Blattwerk. Sie wäre gerne dort drüben aufgewachsen, in diesem temperamentvollen, lustigen und netten Heim. Sie lauschte. Sehnsüchtig, erwartungsvoll, ob da nicht lärmendes Rufen nach ihr erklingen würde. Doch das Haus stand still und stumm.

Riri und Kiki war es schwergefallen, sich an die neuen Anwohner zu gewöhnen. Obwohl sie später dankbar mit Babysitten von Daniel ihr karges Taschengeld aufgebessert hatten.

«Sie erweitern den Wohnbereich und oben richten sie einen zusätzlichen Raum ein.» Riris Stimme hallte in der Kälte ihrer Einsamkeit. «Sie werden den Affenbaum fällen.»

Kiki stockte. Flatternd kehrte sie in die Gegenwart zurück.

«Den Affenbaum? Unseren Affenbaum? Das werden sie nicht machen. Wir erlauben das nicht, oder Maman?» Ihre Pupillen blitzten. «Maman bitte! Niemals werden wir einwilligen, dass das gemacht wird?» Sie vergass zu atmen, ihre Stimme kratzte, Tränen glänzten.

Dieser Baum war ihre Heimat. Der knorrige Ahorn und in dessen Krone ihr selbsterrichtetes Nest. Zu viert hatten sie unzählige Nachmittage damit verbracht, Bretter zu suchen und bei den umliegenden Bauern nach geeignetem Material nachzufragen. Mit einer Schubkarre hatten sie endlos Holz transportiert, um in wochen- und monatelanger Arbeit ihren Zufluchtsort zu zimmern. Ob sie traurig waren oder wütend, fröhlich oder blossgestellt, es war eine Pflanze, ein Baum, der sie aufnahm, ihr Seelentröster wurde. Und ihre Freunde waren dort meist anzutreffen. Oft hatten die Brüder sich ihren Kummer angehört und mit ihrer überschäumenden Energie, mit ihrer Sorglosigkeit, mit ihrer Fantasie alles Schwere vergessen gemacht.

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