Doris Lilli Wenger - Kiki süss-sauer

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Den ganz normalen Wahnsinn einer Bilderbuchfamilie auszuhalten kann ziemlich anstrengend sein. Erst recht, wenn man versucht, einer dominanten Mutter, einer nervigen Schwester und einer pubertierenden Tochter gerecht zu werden.
Und wäre da nicht dieses beklemmende zwanzigjährige Geheimnis, welches endlich gehört werden will….
Riri will nur noch raus aus ihrem Gefängnis, raus aus ihrer Anpassung und ihrem alten Schwur, den sie sechzehnjährig aus Dankbarkeit und Loyalität ihrer Mutter gegenüber abgelegt hatte. In diesem Moment wirkt der unerwartete Wegzug ihrer Schwester wie das Öffnen einer verbotenen Türe.
Riri beginnt zu rebellieren und für sich einzustehen. Sie gelobt, bis zum 20. Jahrestag ihr Schweigen zu brechen.
Ein junger Kerl, der ihr den Kopf verdreht, eine attraktive Sekretärin, welche die Zeit ihres Mannes stiehlt und Mobbinggeschichten in der Schule ihrer Vierzehnjährigen, fordern sie heraus und torpedieren ihr Geständnis….

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Dass sie an ihren Kurznamen festhielten, konnte er nicht ausstehen. Die Kürzungen hatten die Schwestern an einem frostigen Tag im Garten erfunden. Entschieden das Elend abzulegen, den die gellende Stimme der Mutter verursachte. Damals hatten sie sich weinend geschworen, sich nie wieder zu nennen wie sie hiessen. Sie rätselten und brüteten, bis sie einen passenden Ersatz gefunden hatten.

Kiki statt Frédérique - Riri statt Aurélie.

In intimen Stunden vergass Alain sich manchmal und raunte ihren vollen Namen. Sie genoss es, wie samt er ihn aussprach und bisweilen ertappte sie sich, dass sie heimlich stolz darauf war. Im Alltag indessen hallte „Aurélie“ dermassen korrekt, dass sie keinem gestattete, sie so anzusprechen. Nur Maman nannte sie noch so. Und niemals hätte sie den Schwur mit ihrer Schwester gebrochen.

«Ich beeile mich, Ehrenwort.» Sie liess die Arme hängen, legte den Kopf schief. Lächelnd. Sie wollte sich vom Ärger nicht anstecken lassen. Das Gummiband fühlte sich dick an.

Ich bin eine Lügnerin

Er griff nach ihr, liess seine Hose fallen und drückte sich nackt an sie. Riri lachte. Er überragte sie fast um eine Kopflänge. Sein drahtiger, knochiger Körper, seine natürliche Bräune und dieser eigene Duft wies sie darauf hin, wie einfach das Leben mit ihm die letzten sechzehn Jahre gewesen war. Es handelte sich um einen Fehlgriff des Schicksals. Dieses Glück, diese Liebe, hatte sie nicht verdient.

Riri liess sich die Umarmung gerne gefallen. Sie liebte diesen Mann. Inniger als sie sich das je geträumt hatte.

Damals, in diesem kleinen Käsereiladen um die Ecke, mitten in der Winterthurer Altstadt, war sie ihm in einer Pause das erste Mal begegnet. Seine Ausstrahlung hatte sie unmittelbar gefesselt, seine Aura, die den gesamten Raum zu erleuchten schien, hatte sie elektrisiert. Er hatte sie nicht bemerkt, schäkerte mit der Verkäuferin und diskutierte, welcher Käse das Reifestadium erreicht hätte. Sie mochte keinen Käse. Und sie war in Eile, musste zurück an ihre Arbeit in der Zahnarztpraxis, ihr Chef wartete. Sie war danach unkonzentriert geblieben, weil der schöne Fremde ihre Synapsen besetzte. Ihr Herz jubelte, als sie ihn am nächsten Tag erneut angetroffen und er sie angesprochen hatte. Oft hatten sie gelacht, weil auch er sie tags zuvor gesehen hatte und nur ihretwegen nochmals dort einkaufen ging.

Er hatte sich gleich intensiv in sie verguckt, wie sie sich in ihn.

Wenn er wüsste

Riri drückte sich an ihn. «Schau mal dieses Licht. Das wird ein guter Tag. Ich lass mir die Laune von Kiki und Maman nicht verderben.»

«Ich wäre auch gerne mit dir zusammen.» Alain liess sie los und schaute zu Boden. Sie spürte seine Enttäuschung. Sie tippte ihm mit dem Zeigefinger auf die Schulter und wartete eine Sekunde. Dann zog sie heftig Luft ein, schluckte, griff nach ihrer Jacke und rannte die Treppe hinunter.

«Die Kinder müssen um neun Uhr dreissig beim Treffpunkt am Hauptbahnhof sein.» Alain antwortete nicht. «Und pass mir auf Sana auf!»

Sie schlüpfte in ihre Mokassins und huschte aus dem Haus, schwang sich aufs Fahrrad und steuerte Richtung Zentrum Seuzach.

Zum Haus ihrer Mutter in Reutlingen brauchte sie fünf Minuten. Fünfzehn, wenn sie den Umweg nahm, um bei der Bäckerei Hollenstein im Dorf vorbei zu fahren. Riri fühlte sich wohl in ihrer Haut. Wenn sie am Morgen mit den ersten Strahlen aufstand, wenn sie den ganzen Tag wusste, was zu tun war, dann fühlte sie sich sicher.

Sie fuhr dem Chrebsbach entlang, genoss die Ruhe am Samstagmorgen, abseits der Hauptstrasse. Nach einem kurzen Stück auf einer Feldstrasse, überquerte sie die Autobahn. Sie liess sich vom Rhythmus ihrer Pedale, vom Takt ihres Atems mittragen. Die Nebenstrasse zog sich einsam übers Land, kein anderer Mensch war unterwegs.

Aus der Ferne sah sie das Anwesen von Maria und Oscar Dunon - ihr Elternhaus. Ein Sog ging von ihrem Geburtsort aus und zerrte an ihr. Sie liess sich treiben, konnte den Blick nicht abwenden. Von weitem erkannte man nicht, dass das grosse Gebäude mit Giebeldach in eine rechte und eine linke Haushälfte unterteilt war. Die Trennung verlief unter dem First und der Grundriss der beiden Wohneinheiten war identisch, allerdings spiegelverkehrt angeordnet. Oft hatten sie gelacht, wenn sie sich auf der anderen Seite aufgehalten hatten. Wie eine umgestülpte Socke, stand die Welt Kopf.

Seit Vaters Tod lebte ihre Mutter allein. Die andere Hälfte wurde von einem Witwer bewohnt, sein Sohn längst ausgeflogen.

Die Liegenschaft lag leicht erhöht an einer Güterstrasse, welche ausserhalb von Reutlingen abzweigte und in einen Kiesvorplatz führte. Das Feld vor Riri ruhte im zarten Licht. Schüchtern strich der Wind darüber und die Bewegung der Ähren wisperte leise.

Wie im Traum. Hier war sie schon tausendmal langgeradelt.

Früher, auf dem Schulweg, war sie am Morgen der aufgehenden Sonne entgegengelaufen, entnervt, wenn sie über dem bewaldeten Hügel hervorlinste und sie blendete, sich der Schönheit der Umgebung kaum bewusst. Später war sie mit dem Fahrrad diese asphaltierte Strasse entlang zur Arbeit gefahren, bis sie mit zweiundzwanzig mit Alain zusammen in eine kleine Wohnung über der Gemeindeverwaltung in Seuzach gezogen war.

Sie stoppte mitten auf der Strasse. Stand da, das Fahrrad zwischen ihren Knien, liess den Eindruck auf sich wirken. Die Nuance des Lichts verzauberte sie. Die Luft roch kühl und süss.

Trauer fiel wie eine Decke auf sie herab. Sie kniff die Augen zu.

Zimtstern

Bald wäre es zwanzig Jahre her.

Zwanzig Jahre, in welchen sie mit ihrem Schmerz einsam war. Trotz Alain. Trotz all dieser Liebe, die sie von ihm bekommen hatte. Trotz ihrer Mutter.

20 Jahre ist genug

Laut atmete sie durch die Nase ein, richtete ihren Brustkorb auf.

Zwanzig Jahre lang hatte sie versucht, diese Qual und diese unglaublichen Schuldgefühle abzulegen, indem sie alles richtig machte, Haltung bewahrte.

Alles Lüge

Sie presste den angehaltenen Atem aus ihren Lungen, krümmte sich über den Lenker.

Nein, sie hatte diese Gefühle verdrängt. Versucht zu verdrängen. Vergeblich.

Mit der Morgenübelkeit ihrer halbwüchsigen Tochter waren ihre Empfindungen im Bruchteil einer Sekunde zurückgekehrt. Als wäre die Zeit stehen geblieben.

Alles ist wieder da

Riri blickte zum Himmel. Weiss zerkratzte ein Flugzeug das perfekte Himmelblau.

Zimtstern, mein Zimtstern. Sana hat dich aufgeweckt

Noch vor dem zwanzigsten Jahrestag werde ich darüber reden - Das ist ein Versprechen

Angst kroch über ihre Schulter. Riri schaute nach vorn. Das Gebäude wirkte wie gemalt, eingefriedet von einem Metallzaun und hüfthohen Hecken. Die Läden im Erdgeschoss waren aufgestossen, die Fenster geöffnet und hellgelbe Gardinen winkten. Rote und lila Geranien wetteiferten der Sonne entgegen, Rosen umrankten den Zaun.

Und dahinter thronte ihr alter Ahornbaum. Sie empfand Heimat für diesen Fleck Erde, der ihr so viel Leid und so viel Geborgenheit geschenkt hatte. War es hart und eisig im Haus, hatte sie der Garten sanft gerettet. Die verwildert romantische Wirkung war vor allem ihrer konsequenten und liebevollen Pflege zu verdanken.

Ihre Mutter Maria trat in diesem Moment vors Haus und zupfte an den Blumen im Topf neben der Türe. Sie legte die Hand über die Brauen zum Schutz gegen die Sonne und schaute wie ein Soldat Richtung Strasse. Vermutlich hatte sie Riri trotz ihrer Sehschwäche ausgemacht.

Die kleinen, fordernden Blicke von Maman stachen Riri wie feine Nadeln auf der Haut, hielten sie, wie so oft, gefangen. Über die Distanz nahm sie ihre verkniffenen Gesichtszüge, die Ungeduld ihrer Gesten wahr. Die Stimmung drängte sich klamm übers Land und durch die Wärme bis in ihre Seele.

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