Doris Lilli Wenger - Kiki süss-sauer

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Kiki süss-sauer: краткое содержание, описание и аннотация

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Den ganz normalen Wahnsinn einer Bilderbuchfamilie auszuhalten kann ziemlich anstrengend sein. Erst recht, wenn man versucht, einer dominanten Mutter, einer nervigen Schwester und einer pubertierenden Tochter gerecht zu werden.
Und wäre da nicht dieses beklemmende zwanzigjährige Geheimnis, welches endlich gehört werden will….
Riri will nur noch raus aus ihrem Gefängnis, raus aus ihrer Anpassung und ihrem alten Schwur, den sie sechzehnjährig aus Dankbarkeit und Loyalität ihrer Mutter gegenüber abgelegt hatte. In diesem Moment wirkt der unerwartete Wegzug ihrer Schwester wie das Öffnen einer verbotenen Türe.
Riri beginnt zu rebellieren und für sich einzustehen. Sie gelobt, bis zum 20. Jahrestag ihr Schweigen zu brechen.
Ein junger Kerl, der ihr den Kopf verdreht, eine attraktive Sekretärin, welche die Zeit ihres Mannes stiehlt und Mobbinggeschichten in der Schule ihrer Vierzehnjährigen, fordern sie heraus und torpedieren ihr Geständnis….

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Es funktionierte. Riris Groll wurde heller, je mehr die Wohnung glänzte und die Sonne sich zeigte. Sie wusste was zu tun war, um Schwierigkeiten zu bewältigen. Es waren nicht ihre ersten. Riri lächelte.

Kiki würde ihre Haltung angestrengt nennen. Sie selbst bevorzugte den Begriff zielstrebig.

Riri hatte ihre Schwester zum Nachtessen eingeladen. Die Kinder würden nicht da sein. Fussballtraining von Jan und Prüfungsvorbereitungen von Sana. Auch Alain hatte sich abgemeldet. Eine Besprechung würde ihn bis um Mitternacht beanspruchen. Er war abends oft weg. An Wochenenden erledigte er oft Vorbereitungsarbeiten. Für Gemeinsamkeiten waren die Sonntage reserviert. Seine Sekretärin Rosa? Riri überlegte, ob sie sich Sorgen machen müsste und entschied, ein anderes Mal darüber zu grübeln. Sie hatte sich auf einen Abend allein gefreut. Darauf, sich auf das Sofa zu kuscheln und zu lesen. Die letzten zwei Kapitel des Romans, die Spannung auf das Ende, kribbelte ihr unter der Haut. Eine undefinierbare Leere würde sie danach begleiten. Den Drang nach einer neuen Geschichte vermochte sie manchmal kaum unterdrücken. Das Fehlen eines Schattenlebens, einer Story, welche sie den ganzen Tag verschlossen in sich herumtrug, wirkte wie eine Flaute. In dieser Leere würde sie verharren, bis eine weitere Erzählung sich an sie heftete.

Kiki hatte ihr einmal mehr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sie wollte diesen Umzug perfekt planen. Es bereitete Riri ein schelmisches Vergnügen.

Sie hoffte, es würde ihr gelingen, Kiki von sich zu erzählen. Der Affenbaum war gefällt, das würde ihr einen Anfangspunkt bieten. Riri schluckte. Sie machte sich nichts vor. Sie würde Geduld und geschickte Fingerspitzen brauchen, um Kikis Nabelschau durchbrechen zu können.

Mit dem Weggang von Kiki würde eine neue Ära anbrechen. Würden sie später die aktuelle Konstellation als die besten Jahre ihres Lebens, oder eher als ihre schwierigste Zeit betrachten?

Riris Handy vibrierte. Sie hörte es zufällig, der Staubsauger röhrte so laut, dass sie normalerweise von Störungen verschont blieb.

«Ich bin’s nur.» Ihre Mutter brachte sie zur Weissglut.

«Maman, sag das nicht!» Riri schluckte ihren Unmut. «Du bist wichtig für mich. Nichts an dir ist nur. » Während sie es aussprach ahnte sie, dass Maman ihre Erklärung überhören würde. Auch das nervte.

«Was machst du?» Maman hustete.

«Maman, es ist Montag. Du weisst, dass ich …», Riri stockte. «Was willst du?» Der Ärger sickerte durch ihre knappen Worte. Riri hörte, wie ihre Stimme drängelte. Das wollte sie nicht. «Wie geht es dir? Brauchst du Hilfe? Seit wann hast du diesen Husten?», schob sie nach, versuchte ein Lächeln. Maman war eine Klemmzange. Diese unscheinbare, magere Frau wurde im Alter noch anstrengender. Ihre eigenen Belange waren vorrangig. Wollte sie etwas, zeigte sie keine Bereitschaft, sich zurückzunehmen oder sich auf andere einzulassen. Ihre Mutter pochte auf Dank. Und Riri gehorchte. Kein Ungehorsam, kein Trotz, keine Rebellion. Riri hielt ihren Schwur.

«Hast du gehört, Aurélie», fragte Maman. «Frédérique will wegziehen. Was hat sie sich dabei bloss gedacht?»

Riri stockte. Es war ihrer Schwester ernst. Die Stelle gekündigt, mit Maman alles besprochen. Kiki war in Eile.

«Na und?» Riri sog die Luft durch die Zähne, hob die Schultern. Ihre Empörung, dass Kiki definitiv entschieden hatte und davon erzählte, bevor sie mit ihr beraten hatte, liess sich kaum verbergen.

«Die Neue im Büro, war eine Zumutung für Frédérique. Das hat sie nicht verdient, dass die sich vordrängelt. Das verstehe ich, dass sie nicht mehr will. Warum muss es ausgerechnet Lausanne sein, so weit weg?» Maman schniefte. «Wer schaut denn jetzt nach mir?» Wieder hustete sie.

Riri japste lautlos. Das war nicht fair. «Also Maman, ich bin ja auch da!»

«Ach Kind, das mein ich nicht so. Ich weiss doch, dass du mir hilfst.»

Riri stutzte, neigte den Kopf und lauschte auf Nebengeräusche in Mamans Aussagen. War ihr etwas entgangen? Merkwürdig, dass ihre Mutter nicht ihren Tribut forderte, dass sie auf eine brüske Äusserung nicht eingeschnappt reagierte.

Sie gab nach. «Ist ja gut. Ich komme morgen vorbei und bespreche das mit dir. Sorry, ich habe zu tun. Wünsch dir einen schönen Tag.» Riri hängte ein, ehe ihre Mutter reagierte.

Es war eine freundliche Wendung des Schicksals, dass Kiki wegzog.

13

Riri hatte es sich nicht nehmen lassen, sich für ihre Schwester in die Küche zu stellen. Zur Vorspeise hatte sie Schinkenstrudel gebacken und einen üppigen Salat mit Kräutern aus dem Garten. Als Hauptspeise hatte sie Spaghetti an Spinatsauce gewählt. Sie hatte zu viel gekocht und würde ihre Schwester damit ärgern, weil Kiki gerne fertig ass. Doch Riri schätzte es, andere zu verwöhnen, sich mit aufwändigen Details zu beschäftigen. Petersilie, Schnittlauch und Liebstöckel zu waschen und zu schneiden. Den Teig bedächtig im nassen Tuch zu rollen, damit er unter der Füllung nicht platzte, die Verzierung aus ausgestochener Masse eigelb schimmern zu lassen.

Das waren ihre kleinen, alltäglichen Siege, die ihr Herz kurz mit Triumph übergossen. Selbst wenn die Freude für Augen und Gaumen nur kurz anhielt und der Lack des Genialen bald von ihr abfiel und ihr Innerstes fahl zurückliess. Etwas herzustellen, sich dem mit Haut und Haaren hinzugeben, das mochte sie. In solchen Momenten vergass sie ihre Bedeutungslosigkeit und die Welt um sich herum. Trotz der Einfachheit des Gerichtes fühlte sie sich wie eine Künstlerin. Die Hauptspeise forderte sie nicht heraus, nachlässig kochte sie diese nebenbei. Dazu servierte sie Rotwein. Alain trank bevorzugt Bier, so nutzte Riri die Gelegenheit, in Gesellschaft eine Flasche zu öffnen.

Kiki traf früh ein und plauderte fröhlich auf sie ein. Sie sassen im Garten, genossen den verhallenden Tag. Die abendliche Kühle trieb sie früh ins Haus und enttäuscht trugen sie die Gedecke hinein, um an der Wärme zu essen.

Den ganzen Abend hatte Kiki von ihrem Verehrer geschwärmt. Sie piepste. Riri hielt still, liess die Worte über sich plätschern und kam sich spiessig vor. Sie genoss die unaufgeregte Sexualität mit Alain, die Vertrautheit, die Tiefe, die Harmonie. Die Routine? Plötzlich fühlte sich ihre Ehe an, wie ausgedientes, vertrocknetes Papier. Flüchtig fiel ihr ein, dass sie sich schon einmal darüber Sorgen machen wollte, schob die unangenehme Pendenz aber innerlich beiseite.

So liebte Riri ihre Schwester. Erfreute sich daran, wenn sie schwatzte, von ihrer Arbeit und Kollegen erzählte, sich das volle Haar auf den Rücken strich. Wenn sie ihre Schultern dehnte und die Brust rausdrückte, dann sprühte Kiki und Riri klammerte ihre Hand fest. Dann waren sie verbunden. Wie früher, mit neu erfundenem Spiel oder frisch ergattertem Material, wenn sie von nichts anderem mehr reden konnten.

Riri identifizierte das übliche Strohfeuer ihrer Schwester zum Thema Männer. Verblüfft über ihren Mut, für diesen Mann aus ihrer Heimat wegzuziehen.

Sie beide hatten den Ort ihrer Kindheit nie für länger verlassen. Ausser damals, im ersten Lehrjahr, als Riri für einen Monat nach Pontresina gegangen war. Ihre Mutter hatte sich entschieden, eine Asthmaerkrankung vorzuschieben, welche am sichersten in den Bündner Bergen kuriert wurde. Riris Magen rollte sich ein, wie ein erschreckter Igel.

Kiki hatte nie nach diesem Aufenthalt gefragt.

Riris Herz pochte plötzlich unnatürlich laut. «Ist er verheiratet?», fragte sie.

Kikis Kopf zuckte hoch. «Du bist so fies. Würde er mich sonst zu sich holen? Ich will nicht wieder die zweite Geige spielen. Wir waren an dieser Feier, alle haben uns gesehen.» Kikis Glanz dimmte. Sie mimte Stärke, doch die Angst in ihren Pupillen brüllte.

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