Friedrich Gerstäcker - Blau Wasser

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Friedrich Gerstäcker lernte auf zahlreichen Reisen, was ein Seemann an Bord eines Segelschiffes tat. Seemännische Ausdrücke, Segelmanöver, die Beschreibung des Alltages – das alles wurde auf vielen Fahrten für ihn harter Alltag, denn sehr häufig half er den Matrosen bei ihrer Arbeit. Viele seiner spannenden Erzählungen spielen deshalb an Bord von Segelschiffen. In diesem Band findet sich eine Sammlung der besten Erzählungen, angefangen von Walfängern über das Schicksal fortgelaufener Seeleute, die in der Südsee leben, bis hin zu Geschichten vom Klabautermann und untergegangenen Städten. Spannend und abenteuerlich ist es bei ihm allemal.

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„Komm herüber, mein Bursche, und mache keine unnützen Schwierigkeiten mehr," sagte der Harpunier, fast eher in einem freundlichen als barschen Ton. „Du siehst, Du kommst nicht fort - spring in's Boot und laß die rothen Jungen ihr Canoe in Gottes Namen weiter rudern."

„Mit welchem Recht fallt Ihr mich hier auf offenem Meere an?" rief aber der Schotte entrüstet. „Seid Ihr Freibeuter, daß Ihr preßt, was Ihr zu Eurem Dienste braucht?"

„Das macht mit dem Alten aus," erwiderte ruhig der Harpunier, „ich habe nur den Auftrag, Euch einzubringen."

Die Matrosen hatten indessen das Canoe gefaßt, und der Harpunier streckte den Arm nach dem Unglücklichen aus.

„Es thut mir bei Gott selber leid," setzte er dann leise hinzu, „aber - zum Teufel, wer hieß Euch auch wieder in des Löwen Rachen hineinsteigen; macht aber jetzt gute Miene zum bösen Spiel, denn das Schlimmste ist doch nur eine Trennung von zehn oder zwölf Monaten von Eurer Insel. Bis dahin haben wir unser Schiff voll, und daß Euch der Capitain dann hier wieder abliefert, versteht sich wohl von selbst."

Tom Burton stand einen Augenblick zaudernd in seinem schwanken Kahn. Noch konnte er sich losreißen und über die Brandungswellen hin Tod oder Freiheit suchen - aber die Lust zum Leben siegte doch in ihm. Vom Bord des Schiffes aus war vielleicht noch Rettung möglich - die Wellen hier hätten ihn dem sichern Tod entgegengeschleudert.

„Leb' wohl, Alohi," sprach er, dem Schwager die Hand reichend, „grüß' Deine Schwester von mir, und sag' ihr, was Du gesehen hast. Wenn die Brodfrucht zum zweiten Male reift, bin ich hoffentlich wieder bei Euch - vielleicht auch früher," - setzte er mit fest zusammengebissenen Zähnen hinzu.

„Alohi geht nicht nach Tubuai zurück," sagte aber der /41/ Indianer ruhig, indem er sein Ruder in das Canoe warf und von seinem Sitz aufstand, „Anahona mag das Fahrzeug zurücknehmen. Ich bleibe bei Dir."

„Du willst mit uns gehen?"

Alohi nickte nur als Antwort mit dem Kopf.

„Was sagt er?" rief der Harpunier.

„Er will mich nicht verlassen - darf er uns begleiten?"

„Versteht sich, mein Junge," lachte der Seemann, froh einen Mann mehr an Bord hinüber zu bringen, „und wir wollen sehen, daß wir einen tüchtigen Matrosen aus ihm machen. Aber nun rasch - wir treiben hier mit der Strömung gegen die Brandung zu - kommt über, Tom - daß Euch der Alte nicht schlecht behandeln soll, dafür laßt mich sorgen."

Alohi wechselte nur einige Worte mit seinem Landsmann und stieg dann zuerst in das Walfischboot hinein - Tom folgte ihm langsam. Die Ruder wurden wieder eingeworfen, der Bug des Bootes flog herum, und während das Canoe, von dem einen Indianer geführt, nach der alten Einfahrt in den Riffen zusteuerte, den Eingeborenen die traurige Kunde zu bringen, ruderten die Weißen guter Dinge der Lucy Evans entgegen.

Den Leuten mochte die Gefangennahme des armen Teufels vielleicht leid thun, und Viele sahen darin ihr eigenes Schicksal, wenn sie selber eine oft und oft überdachte Flucht versuchen sollten; aber im Ganzen war es ihnen doch recht. Einmal an Bord eines Walfischfängers, wäre ihnen der Mangel eines Zimmermanns bald fühlbar geworden, er mußte sogar zuletzt ihren Fang beeinträchtigen. Dadurch aber wurde ihr Verdienst geschmälert, und der Eigennutz regiert ja nun doch einmal die Welt.

Es war ein furchtbares Gefühl, mit dem Tom das Schiff wieder betrat, wo er auch auf eben nicht freundliche Weise mir Fluchen und Verwünschungen von dem vorhin überlisteten dritten Harpunier empfangen wurde. Vollkommen ruhig benahm sich dagegen der Capitain, der trotz des ausgeführten Gewaltstreiches dem Mann seine jetzt versuchte und allerdings /42/ gerechtfertigte Flucht nicht noch durch harte Reden, oder gar irgend eine Strafe wollte entgelten lassen.

Tom selber war dagegen nicht willens, sich so ganz geduldig in sein hartes und, wie er glaubte, ungerechtes Loos zu finden. Der Capitain sollte sich wenigstens später nie entschuldigen können, nicht gewußt zu haben was er begehe, indem er ihn seiner Familie, seiner jetzigen Heimath entreiße. Ohne deshalb einen weiteren Befehl von dessen Seite abzuwarten, schritt er, sobald er die Schanzkleidung überstiegen hatte und ohne auf die bitteren Reden des gereizten dritten Harpuniers auch nur mit einem Blick zu antworten, auf den Capitain zu. Dieser stand neben dem Steuernden, das Auge auf die Segel geheftet und der Mannschaft die Befehle zum Umbrassen zurufend.

„Capitain Rogers!"

„Ah Mr. Burton - wieder an Bord! Ihr werdet vor allen Dingen daran gehen müssen, das Boot auszubessern, das Ihr vorhin, in der Eile an Land zu kommen, zerschlagen habt. Wir brauchen es nothwendig."

„Capitain Rogers," wiederholte Tom, und mußte sich Gewalt anthun um die nöthige Ruhe zu behaupten, „Sie wissen, daß Sie eine ungesetzliche - unmenschliche That begehen, indem Sie mich gewaltsam von hier fortführen."

„Ungesetzlich? - Begingt Ihr etwa eine gesetzliche That, als Ihr von dem Bonnie Scotchman flüchtig wurdet?"

„Das war der Bonnie Scotchman," sagte Tom ruhig, „und hätten Sie mich damals wieder eingefangen, wären Sie in Ihrem vollen Recht gewesen, mich zu strafen wie Sie cs für gut fanden. Gegen dieses Schiff aber habe ich keine Verbindlichkeiten gebrochen."

„Gegen dieses Schiff allerdings nicht, aber gegen mich," sprach der Capitain gleichfalls ruhig. „Unsere Ansichten mögen darüber verschieden sein, und glaubt Ihr Recht zu behalten, gut, so könnt Ihr mich im nächsten englischen Hafen, den wir erreichen, verklagen. Für jetzt bitte ich Euch aber Eure Pflicht ruhig und ordentlich zu erfüllen und mir die unangenehme Nothwendigkeit zu ersparen, Euch — doch wozu harte Worte?" unterbrach er sich rasch. „Ihr kennt die Ver-/43/hältnisse an Bord eines Walfischfängers so gut, wie ich sie Euch schildern kann, und seid vernünftig genug, das Beste zu wählen. Unsere Reise wird überdies hoffentlich nicht so lange mehr dauern." Er wandte sich ab von Tom, als sein Auge auf den Indianer fiel, und sagte lächelnd: „Habt Ihr da noch einen Matrosen für mich geworben?"

„Er ist der Bruder meines Weibes, der mich nicht verlassen will," versetzte Tom finster.

„Ah, Euer Schwager, desto besser! Ich hoffe, es soll ihm bei uns gefallen, und nun - seid so gut und geht an Eure Arbeit."

Tom war entlassen und sein Schicksal entschieden. Er wußte, daß er nichts weiter von Bitten noch Drohungen zu hoffen hatte, ja die letzteren seine Lage nur verschlimmern konnten, und war vernünftig genug, sich dem zu fügen. Unbelästigt von irgend Jemand - denn der dritte Harpunier hatte strengen Befehl bekommen, dem neuen Zimmermann des letzten Fluchtversuchs wegen keine weiteren Vorwürfe zu machen - verrichtete er jetzt seine Arbeit, und wenn ihm auch das Herz hätte brechen mögen, als das Schiff seinen Cours in die See hinaus nahm und Tubuai mehr und mehr am Horizont verschwand, verbiß er doch seinen Schmerz. Es sollte Niemand ahnen, was in ihm vorging - seine Zeit kam doch vielleicht.

Nicht so ruhig aber nahm Alohi den Abschied von seinem Vaterland. Im Anfang zwar hatte er sich mit ziemlicher Gleichgültigkeit dem Entschluß hingegeben, sein Schicksal an das seines Schwagers zu knüpfen - eine gewisse Furcht mochte ihn ebenfalls dazu getrieben haben, den Klagen der Schwester auszuweichen. Jetzt aber, als die palmenreiche Küste, als die grünen Gipfel seiner Berge niedriger und niedriger wurden, und endlich auch der letzte in die See versank und die weite Oede furchtbar bewältigend vor ihm lag, da wurde ihm doch recht weh und ängstlich zu Muthe, und er kauerte still und traurig an Deck nieder, senkte den Kopf und verhüllte sich das Gesicht mit seinem Schultertuch.

Niemand belästigte ihn an dem Tag; die Seeleute wußten schon aus früherer Zeit, daß sie den Eingeborenen, wenn sie /44/ deren einmal als Arbeiter auf ihre Schiffe bekommen, Raum zu ihrem Heimweh geben mußten. Nachher fanden sie sich schon besser hinein. Ihr leichter Sinn hob sie bald über den wirklichen Verlust hinweg und ließ sie in dem Neuen und Wunderbaren, das sie umgab, sogar das Vaterland vergessen - freilich nur bis irgend eine neue Hügelspitze am Horizont auftauchte, und die Sehnsucht dann wohl so stark zurückkehrte als je.

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