Sanne Prag - Bob Lennce und der fremde Klang

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Mystikkrimis sind an der Grenze zwischen der sachlich realistischen Welt und dem Land des nicht Steuerbaren angesiedelt. Locker hüpft die Erzählung über die Demarkationslinie, einmal kritische Vernunft und man kann über skurrile Situationen lachen, dann das andere, das nicht zu fassen ist, das Grauen.
So ist das Geschehen hier in den romantischen Mauern einer unfertigen Kathedrale angesiedelt. Ist die wirklich so romantisch? Zuerst einmal muss sie gebaut werden und die haben dort scheinbar nur einen einzigen Bauarbeiter. Wer hilft, damit die Kirche fertig wird? Ein Konzert soll stattfinden, ein Mysterienspiel des berühmten Musikers Bob Lennce. Er überlegt zwischen diesen Mauern, wie das größte Konzert seines Lebens aussehen könnte: Sind Geister Reste ungenützter Energie, die irgendwo übrig geblieben ist, vielleicht aus Maschinen? Entstehen sie vielleicht, weil Menschen im Moment ihres Todes noch zu viel davon übrig haben?

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Der Raum füllte sich mit Männern und Frauen der Zeitungen die Kontakte knüpften wollten oder Rechtfertigungen für die letzten Falschmeldungen abliefern. Ein ganz normales Treffen in animierter Stimmung.

Dass am Ende eine Person tot dort liegen würde, hätten die meisten nicht gedacht.

ABEND

Der Raum hatte sich langsam mit Journalisten gefüllt. Zwischen ihnen die auffallende Gestalt von Eve Lesnault, Ausnahmeerscheinung, groß und schlank, mit langen, grauen Haaren, aus guter Familie, wohlhabender Klan, ein bisschen adelig, großes Haus. Man kannte Eve.

Sekt-Orange und Rotwein, Bob Lennce war noch nicht da. War ja auch nicht zu erwarten gewesen, dass er pünktlich kommen würde. Man hoffte auf nicht allzu große Verspätung. Aber es war immerhin alles versammelt, was Rang und Namen hatte. Man konnte einiges besprechen. Zwischen den Gläser-Haltenden schob sich die beleibte Gestalt von Rowley durch, künstlerischer Leiter, kurz Ro genannt. Er bemühte sich immer, bodenständig zu wirken. Keine abgehobene, elitäre Kunst wollte er machen, praktisch, grenzenlos praktisch wollte er sein.

Und dann war da noch Walthen… Ezra freute sich, dass der so nervös war.

Das Buffet war wider erwarten großartig. Winzige Häppchen voll mit kleinen Freuden. Auch das trug zum Wohlbefinden bei, obwohl bei dieser Veranstaltung nur wenige zum Essen gekommen waren.

Schließlich erschien auch Bob und zeigte mit keiner Geste, dass er etwas mit dem Podium zu tun haben wollte. Er stand an einem Tisch mit Eve und Ro und unterhielt sich träge mit Kaffee. Die große Gestalt seines Bodyguards kam und ging wieder. Walthen eilte immer wieder vorbei um Bob in Richtung Bühne zu bewegen, hatte aber keine Chance. Ezra beobachtete das mit Genugtuung.

Also schritt Walthen tapfer zum Podium, die Mundwinkel gewaltsam hochgezogen. Nachdem er: „Meine Damen und Herrn…“, gesagt hatte, gingen alle zur Tagesordnung über, sprachen weiter wie vorher… Keiner war besonders interessiert. Eve hatte schon einige Zeit hektisch um sich geblickt und eilte dann in Richtung weiblicher Schutzzone.

Walthen wiederholte: „Meine Damen und Herren…“, etwas lauter.

Das leise Summen im Raum blieb unverändert. Was da am Podium gesprochen werden sollte, hatte keinen Reiz. Von dort war nichts Ungewöhnliches zu erwarten, nur alltägliches Wortgeklingel. Es gab Interessanteres. Einige versuchten, mit Bob ins Gespräch zu kommen, aber der hatte im Zuge seiner langen Karriere gelernt, wie man keine Gespräche führt. Er blieb weiter am Tischchen mit Ro.

Da ertönte ein lang gezogener, heller Ton.

Ein fremder, musikalischer Ton.

Er hallte durch das leise Summen der geknüpften Kontakte. Ein neuer Klang, eine fremde Note. Ezra erkannte weiße Löckchen und ein goldenes Instrument. Was war das hinter der Ecke? Hatte Ro etwas Nettes organisiert, ohne ihm etwas zu sagen? Das Instrument verschwand. Alle Blicke wanderten zu der Ecke, ein Lächeln im Raum.

Da kam der sehnsüchtige Ton durch das schmal geöffnete Fenster. Verlangend und gleichzeitig wie ein Jubelschrei. Alle Blicke richteten sich sofort dort hin. Walthens Rede war deutlich weniger interessant. Der stieg schließlich gereizt und gekränkt, voll Abwertung für alle vom Podium und lief wütend davon. Hatte er erkannt, dass seine Rede nicht von einem atemlosen Publikum empfangen wurde? Wollte er flüchten, ausgegrenzt und abgeschnitten von allen, die ihm zuhören sollten? Wundervoll! Ezra hatte noch immer Rache im Sinn. Hoffentlich hatte er seine Angst in den kleinen verfliesten Raum bringen müssen.

Wieder der lang gezogene Ton. Nur eine kurze Zeit war da etwas Helles, und weg war es wieder. Volle Aufmerksamkeit, Erwartung, ein beginnendes Abenteuer, das Fremde im langweiligen Geldgeschehen. Alle Augen suchten.

Der Ton kam jetzt wieder durch die Türe hinter Ezra. Er drehte sich schnell um und erkannte die zarte Gestalt einer alten Dame. Das Gesicht voll feiner, blassrosa Plissees, zerbrechlich, eingerahmt von einem silbrigen Gespinst, das sich von der rosa Kopfhaut ringelte. Das Haar erschien auch ein wenig rosa, getönt durch die Haut, silberne Brauen, sorgfältig gemalt, und darunter neugierige, blassblaue Augen. Ein später Engel, heruntergestiegen von seiner Wolke, blies die Posaune weiter in Erdennähe. Warum sollten Engel auch jung sein, nachdem sie Jahrmillionen an der Schöpfung gearbeitet hatten?

Eve war zurück und blickte neugierig zur Türe, die Tasche vor der Brust. Sie lächelte. Wusste sie etwas von dem Engel?

Ezra eilte hin und bat die alte Dame mit ihrem Instrument ins Zimmer. Einen tiefen Kratzfuß, eine Verbeugung ganz nach unten – wie man Engel eben empfängt. Mit kleinen Schritten dribbelte sie vorsichtig ins Zimmer, blickte um sich, voller Fragen, in einem Gewand aus altrosa Spitze mit kleinen glitzernden Steinchen. Zart und schwerelos, das goldene Instrument in der Hand stand sie dort.

Ezra fühlte harte Seelenstacheln in seinem Rücken. Das waren wohl die Blicke von Walthen – er war zurück, außer sich vor Wut, die Backen voll mit einer Rede, die ihn unsicher machte, und jeder blickte auf den Himmelsboten mit seiner Posaune anstatt auf ihn. Ezra war sehr zufrieden mit seiner Rache.

Da setzte das flauschige Wesen von der Wolke sein Instrument an die Lippen und blies ein Solo. Der Raum war plötzlich erfüllt mit Klängen, wo keiner Musik erwartet hätte. Alle Anwesenden bildeten einen Kreis. Viele überlegten, von wem wohl die Einlage geplant war. Ein zierlicher rosa Engel hier zwischen beinharten Journalisten... Man wartete, ob es noch goldene Sternchen regnen würde, oder…? Ein angenehm entspanntes Gefühl im warmen Raum. Ro schob sich heran und schloss das filigrane Geschöpf in die breiten Arme. „Wundervoll, meine Sternenfee“, tönte er, seine mächtige Stimme kehrte all die kleinen Fragezeichen beiseite. Er hatte sie bestellt – das war Kunst der Präsentation… Eine kleine Zugabe… Eine zufriedene Pause, während die letzten Töne in der Luft verglommen…

Da klang eine scharfe Stimme von der Türe: „MUTTER!!“ Erstarrt vor Schreck stand die Pensionsbesitzerin an der Türe. „WIE KANNST DU NUR?!“ Entschuldigungen murmelte sie und zog am Arm ihrer Mutter. Die lächelte sehnsüchtig in den Saal, ihre Posaune an die Brust gepresst, und wollte nicht mit.

War das doch nicht bestellt gewesen?

Schließlich wurde sie von der Tochter gewaltsam und widerstrebend aus dem Raum gezerrt.

Walthen nahm notgedrungen noch einen Schluck Kaffee neben Bob Lennce und erstieg dann schließlich wiederum das Podium, er schien angstvoll entschlossen, das Strahlelächeln wurde eingeschaltet. Keiner beachtete ihn. Er trat von einem Fuß auf den anderen.

„Ich muss mich vielmals entschuldigen…“ Die Hausfrau steckte ihren Kopf nochmals in den Raum, hochrot, mit hektischen Flecken an der Seite des Halses. Die alte Dame mit dem goldenen Instrument schaute an ihr vorbei, sehnsüchtig strahlend, aber der Auftritt war beendet. Im Gesicht der Pensionsbesitzerin zeichnete sich tiefe Abscheu. Das Verbrechen war abnormes Verhalten. Abnormes Verhalten, beschämend, erklärungsbedürftig, unmöglich…

Die meisten Anwesenden und Journalisten ließen den Engel nur ungern ziehen, vor allem Ro. Er hätte mit dem Himmelsboten von der Wolke gerne gemeinsame Sache gemacht. Und jetzt wurde der ganz profan abgezogen und versteckt. Nachdem die alte Dame von der Tochter abgeführt worden war, stand Ro da, als ob man ihn bestohlen hätte.

Eve wühlte verzweifelt in ihrer Tasche. Sie hatte noch Kaffee vor sich stehen. Was suchte sie? Schließlich stürzte sie den Kaffee hinunter und startete zurück in die geschützte Zone.

Bob Lennce schien unberührt. Er hatte andere Probleme.

Eve kehrte nicht zurück.

Sie lag tot auf dem schwarzweißen Boden der gepflegten Anlage, im Vorraum des WCs. Steril, Chlor, wohin die Nase reichte. Eve war tot, trotz Desinfektion.

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