Lillie F. Leitner - RUNNING

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Karl, ehemals Professor der Rechtswissenschaft und im Kollegenkreis anerkannter Jurist, hat durch den Tod seiner Frau einen schweren Schock erlitten. Er gibt sein bisheriges Leben auf und landet schließlich als Obdachloser in Münsters Straßen. Von da aus beobachtet Karl das Leben und gewinnt ganz andere Perspektiven.
Mühsam sucht er einen Weg zurück in die Gesellschaft. Ihm begegnen Freunde von früher, aber auch alte Lügen, familiäre Verstrickungen, politische Dogmen, kriminelle Machenschaften, der lange Arm des Gesetzes sowie sein eigenes Ich, das beständig Entwicklung fordert. Schließlich gerät er selbst in Verdacht …

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Anschließend ist Ruhe im Haus, Karl entspannt sich. Oft schläft er dann erst richtig fest ein. Heute Morgen jedoch ist er wach. Er verschränkt die Arme hinter dem Kopf und starrt an die Decke, wo Kreise tanzen – das herein flutende Sonnenlicht wirft Schatten des Gardinenmusters. Frische Luft strömt durch das gekippte Fenster. Karl bemerkt zum ersten Mal seit Wochen, wie gut das riecht, es riecht nach Sommer.

Von der Straße her hört Karl leise Geräusche, und von ganz weit her das Dröhnen eines Rasenmähermotors. Da ist jemand früh draußen aktiv.

Karl hört auch, wie der Müllwagen in die Straße einbiegt und anhält, das Brummen der Hebeautomatik und das Klappern der Tonnen, die zur Entleerung gekippt werden. Karls Blick fällt auf seine neuen Sachen, die Michaela ihm zum Anziehen gekauft hat. Gestern Abend hat er sie ordentlich gefaltet und auf den Stuhl gegenüber seinem Bett gelegt, die Hose über die Lehne gehängt. Unter dem Stuhl stehen akkurat nebeneinander die neuen Schuhe. Die sind bequem und passen wie angegossen, sehen jedoch mit ihrer obenauf umlaufenden Naht scheußlich aus.

So ist Michaela: Praktisch und gut, aber ohne Geschmack und Feingefühl.

Karl springt aus dem Bett und läuft so wie er ist – ungewaschen und ungekämmt mit wilder Haarmähne, nur mit dem gestreiften Pyjama bekleidet – die Treppe hinunter und aus dem Haus. Sorgfältig achtet er darauf, dass die Tür nicht hinter ihm zufallen kann; schon steht er barfuß an der Straße bei den Mülltonnen.

In der grauen Tonne findet er seine Sachen, die Michaela ohne Zögern und ohne zu fragen entsorgt hat. Er zieht seine braune Cordhose heraus, seinen Parka und das Sweatshirt. Für seine Schuhe muss er tiefer schaufeln; er findet sie unter allerhand Hausmüll begraben. Sein zugegebenermaßen löchriges T-Shirt stopft er zusammen mit dem anderen Müll, der ihm entgegengekommen ist, wieder in die Tonne hinein. Rasch trägt er seine Beute zurück ins Haus, schließt die Tür hinter sich.

Im Parka und in den Hosentaschen sind noch all seine Schätze verborgen – Michaela hat alles achtlos weggeworfen. Karl legt seine Sachen auf den Esstisch: Seine Haarbürste, der Nagelknipser, Taschenmesser, einige Gummibänder, und weitere Dinge, die er stets bei sich hatte. In der Innentasche des Parkas findet er sogar noch einen zusammengefalteten 20-Euro-Schein – wenn das Michaela wüsste, würde sie sich im Nachhinein noch ärgern, dass sie ihn nicht gefunden hat, geizig wie sie ist.

Nachdem Karl alles ausgebreitet, sortiert und angesehen hat, bündelt er seine Kleidungsstücke zu einem Knäuel zusammen, bringt sie in den Keller und stopft sie in die Waschmaschine. Er füllt Waschmittel ein und setzt mit wenigen Handgriffen die Maschine in Gang.

Während die Waschmaschine ihre Arbeit tut, widmet sich Karl seinen Schuhen. Er findet Schuhcreme und bearbeitet gründlich das Leder. Dadurch treten die geborstenen Stellen nur noch deutlicher hervor.

Als die Maschine fertig ist, gibt Karl seine Sachen in den Trockner und schaltet ihn ein. Danach setzt er sich an den Esstisch, wo das Frühstücksgedeck für ihn noch steht, und schenkt sich Kaffee aus der Thermoskanne ein. Er frühstückt und, betrachtet er zufrieden seine Sachen, die vor ihm auf dem Tisch liegen. Gerettet.

Endlich ist auch der Trockner abgelaufen. Karl holt seine alten Kleidungsstücke ans Licht. Sie erscheinen ihm jetzt sauberer. Wenigstens riechen sie besser, wenn sie auch reichlich abgetragen sind. Karl findet sie trotzdem um einiges schöner als die Sachen, die er jetzt tragen soll.

Während er seine Habseligkeiten zurück in die Taschen räumt, genießt er das Gefühl, dass er – wenn er nur will – diese Sachen wieder anziehen und dieses Haus für immer verlassen kann. Fast fühlt er sich glücklich.

Zunächst mal faltet er die Kleidungsstücke jedoch ordentlich zusammen. Aus einer Schublade holt er zwei alte, knittrige Plastiktüten; seine Schuhe packt er in die kleinere, die Kleidung in die größere Tüte. Im Keller sucht er und entdeckt auch eine abgelegene Ecke, wo er seine Sachen hinter mehreren Kartons versteckt. Lächelnd geht er die Treppe hinauf, als ihm plötzlich etwas auffällt. Er dreht um, läuft wieder hinunter und betritt erneut den Kellerraum. Was sind denn das eigentlich für Kartons?

Es mochte ja sein, dass Leute ihre Sachen in Kartons im Keller aufbewahrten – aber dann waren die Kartons nicht so klein, identisch und gleichförmig aufeinandergestapelt.

Karl schaut die Kartonreihe entlang. Ohne Aufdruck. Selbst das Klebeband, das sie zusammenhält, ist neutral. Und sie sind alle zugeklebt.

Am Ende sind das Waren aus der Firma, in der David arbeitet – aber das erscheint Karl eher unwahrscheinlich. Ob er mal einen öffnen soll?

Schon hält er sein Taschenmesser in der Hand. Er setzt es am Packband des ersten Kartons an, der vor ihm steht, sticht hinein – zieht das Messer wieder heraus und lässt es sinken. Was macht er da eigentlich?

Karl fühlt sich wie ein Einbrecher. Die beiden vertrauen ihm, und er schnüffelt hier herum. Was geht es ihn an, was die zwei in ihrem Keller unterbringen? – Außerdem gibt es bestimmt einen guten Grund und ein logische Erklärung für das, was immer es auch sein mag.

Kopfschüttelnd verstaut Karl sein Messer. Seine Sachen holt er wieder hinter den Kartons hervor; er wird sie in der Garage unterbringen. Er löscht das Licht und macht die Tür zu.

Oben räumt er den Frühstückstisch ab, geht in sein Zimmer und legt sich noch mal ins Bett. Über all das möchte er nicht nachdenken. Weil er gut um Verdrängen ist, gelingt es ihm: Er schläft ein.

Kantine

Die Handschellen schnappen zu. Während der Angeklagte von den Justizvollzugsbeamten aus dem Gerichtssaal geführt wird, stopft Max eilig ihre Unterlagen in den Aktenkoffer. Es ist Verhandlungspause. Der Magen hängt ihr in den Kniekehlen; sie hat nicht gefrühstückt, und nun geht es auf 13 Uhr zu.

So schnell wie möglich verlässt sie den Gerichtssaal. Sie setzt ihr charmantestes Lächeln auf, nur für den Fall, dass jemand ein Foto macht. Sie muss sich erst durch eine Traube von Menschen hindurch drängen, als tatsächlich Zeitungsreporter auf sie zueilen. Freundlich lächelnd und nickend wiederholt sie immer denselben Kommentar, nämlich: „Kein Kommentar!“ Sie ist froh, als sie die Treppe erreicht, und eilt im Laufschritt hinunter in Richtung Gerichtskantine.

Auch dort nickt sie nach allen Seiten, dieses Mal zu den Kollegen, Staatsanwälten und Richtern hin, die sich ihrer Mittagspause und dem entsprechenden Essen widmen. Nur wenige schauen auf, denn wenn man zu viel in der Gegend umher guckt, kommt man vor lauter Grüßen nicht mehr zum Essen.

Die Kantine ist voll, offensichtlich ist heute Referendarsschulung. Die künftig erfolgreichen Juristen haben Mittagspause und sich hier ausgebreitet, was den Lärmpegel um einiges anhebt. Mit Mühe findet Max einen freien Platz an einem sonst besetzten Tisch, an dem es zwischen jungen Leuten laut und humorvoll zugeht. Sie parkt ihren Koffer auf dem Stuhl, hängt ihre Robe über die Lehne und macht sich auf den Weg zur Essensausgabe, vor der, wie könnte es auch anders sein, eine lange Schlange wartet. Max stellt sich gerade hinten an, als ihr jemand auf die Schulter tippt.

„Mensch, Max! Wir haben uns aber lange nicht gesehen ... Soll ich dir einen Platz an meinem Tisch frei halten?“ Manfred hat sein Tablett vollgeladen und ist auf dem Weg zu seinem Sitzplatz.

„Fred! Ja, das wär‘ super, wo sitzt du denn? Da hinter der Säule? Prima, ich komm‘ gleich da hin!“

Manfred ist ein alter Studienkollege. Obwohl sie beide in Münster arbeiten und beide Rechtsanwälte sind, treffen sie sich nur zufällig alle paar Monate – oder Jahre? – mal bei Gericht. Das ist wahrscheinlich die Folge ihrer unterschiedlichen Spezialisierungen, denn während Manfred, den Max kurz Fred nennt, sich auf Vertrags- und Erbrecht spezialisiert hat, ist Max ausschließlich in Sachen Strafverteidigung unterwegs. Da gibt es wenig Berührungspunkte.

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