David Pawn - Eine irische Ballade

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Die Banshee Síochána verdient sich ihren Lebensunterhalt als Pokerspielerin, während sie die Todesfälle der Familie Carr betrauert. Als der Letzte der Carrs stirbt, muss Síochána sich ein neues Ziel für ihre Trauerarbeit suchen. Ihre Wahl fällt auf Daniel, einen jungen Koch aus Freudenstadt, doch damit beginnen die Komplikationen im Leben der jung-alten Frau erst, denn plötzlich kann sich die Banshee nicht mehr damit zufrieden geben, wenn sie dem Tod heulend zur Seite stehen soll. Immer wieder bemüht sie sich, Todeskandidaten vor ihrem Schicksal zu bewahren und legt sich dabei sogar mit dem Schnitter persönlich an.
2. und verbesserte Auflage

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„Christian“, log ich. „Ihr hättet einen Unfall auf dem Rückweg gehabt und er wäre dabei ums Leben gekommen. Ich weiß nicht, wie dein Leben weitergegangen wäre, aber ich kenne dich inzwischen gut genug, um zu ahnen, dass du dir dein Leben lang Vorwürfe gemacht hättest. Du hast mir von diesem Schulfreund erzählt, und wie du dich damals gefühlt hast.“

„Und da hast du sofort eingegriffen. Ist das normal für eine Banshee?“

„Nein, eigentlich nicht, aber, ich hab’s ja schon gesagt, der Letzte der Carrs war gerade gestorben. Damit war ich keine richtige Banshee mehr. Vielleicht wollte ich auch einfach keine mehr sein. Jedenfalls sah ich diesen Unfall und dachte, ich müsste nur dafür sorgen, dass du und Christian nicht gemeinsam heimfahren, dann würde sich die Zukunft in eine andere Bahn bewegen. Und so ist es auch gewesen.“

„Wenn ich Christian das …“, begann Daniel.

„Nein“, unterbrach ich ihn sofort, „bitte nicht. Er darf es niemals erfahren.“

Daniel wurde wieder still und dachte nach. „Das heißt, du hast in jener Nacht nur mit mir geschlafen, weil du Christian retten wolltest?“

Ich schüttelte den Kopf. Anschließend umhalste ich Daniel einmal mehr und hielt ihn fest, damit er nicht wieder davon lief. Und auch damit er sich nicht weiter drehte. „Nein. Ich hätte dich auch nach ein paar Drinks nach Hause schicken können, so wie du es damals vorgeschlagen hast. Du hättest nicht mehr fahren können und ihr hättet ein Taxi genommen. Ich habe mit dir geschlafen, weil ich damals schon gespürt habe, dass du jemand Besonderes bist.“

„Sicher?“

„Ganz sicher. Lass dir das von einer weisen, alten Frau gesagt sein. Ich habe meine große Liebe ziemlich spät getroffen.“

„Bist du sicher, dass das wahr ist?“ Daniel war noch immer skeptisch in Bezug auf unsere Beziehung.

„Wie meinst du das?“ Ich ließ ihn los, um ihm in die Augen sehen zu können.

„Du hast etwas von einem Fluch gesagt, der durch mich gebrochen worden ist. Vielleicht … vielleicht bin ich nur ein Mittel zum Zweck. – Warte! Hör zu! Mag sein, du bist dir gar nicht darüber klar. Du denkst, du liebst mich, aber in Wirklichkeit bist du nur dankbar, weil ich diesen Fluch gebrochen habe.“ Er verstummte.

„Nein.“ Ich schüttelte energisch den Kopf. „Nein, da ist mehr. Wir waren in den letzten Wochen so oft zusammen. Da ist etwas in mir, das mich zu dir hinzieht. Das kann nicht nur Dankbarkeit sein.“

„Dann sag es.“

„Was?“

„Dass du mich liebst. Sprich es aus.“

Und das tat ich. „Ich liebe dich.“ Dann umarmte und küsste ich ihn. Ihm sollten Hören und Sehen vergehen, ohne dass ich meine Stimme zum Einsatz brachte.

Daniel erwiderte meine Umarmung. Eine Weile standen wir nur da und hielten einander fest.

Schließlich hakte ich mich bei ihm ein, und wir lustwandelten in den Kuranlagen einher, wie es sich für ein normales Liebespaar gehört. Ich zog ihn dabei in leichten Schlängellinien den Weg entlang, wie der Alkohol in meinem Hirn es gerade befahl.

Während wir so unsere Bahn zogen, erwachte die Neugier in ihm, und er fragte mich über mein Leben als Todesfee aus.

Ich hatte reichlich zu erzählen. Ich zählte all die Länder auf, die ich in den Jahren gesehen hatte.

„Bis hinter den Ural hat es mich mal verschlagen“, sagte ich. „Da gab es keinen Whisky – nur Wodka. Ein untrinkbares Gesöff, wenn du mich fragst.

„Was hast du da gemacht? Auch gepokert?“

„Nein, zu der Zeit spielte man Bakkarat. Das ist aber ein reines Glücksspiel, nichts für mich.“

„Nie gehört“, sagte Daniel und ich erklärte ihm kurz die Regeln des Spieles, das ja immerhin den Rahmen für eine Oper, nämlich „Pique Dame“, bildet.

Dann erzählte ich, was mich eigentlich nach Russland getrieben hatte.

Ein Familienzweig der Carrs war zu jener Zeit nach Russland ausgewandert, um dort bei der Erschließung von Bodenschätzen im Ural zu helfen. Das Familienoberhaupt hieß Jason Carr und war Bergbauingenieur. Nachdem er in Irland keine Anstellung gefunden hatte, bei der Aufgabe und Bezahlung seinen Vorstellungen entsprachen, hatte er sich mit seiner Familie einer Gesandtschaft aus England angeschlossen, die zu irgendwelchen Verhandlungen mit dem Zaren oder dessen Ratgebern zusammentraf. Der Zar brauchte, wie jeder Herrscher vor und nach ihm, Geld. Es war bekannt, das im Ural und mehr noch in Sibirien riesige Vorkommen von Gold und Edelsteinen zu erwarten waren. Nur erschlossen war damals nichts. Man war sehr froh, einen Ingenieur zu finden, der bereit war, in wilde Landstriche vorzudringen.

Ich folgte Jason Carr und seiner Familie, als diese auswanderten, weil mich das Leben in Irland von Zeit zu Zeit einfach langweilte. Wenn man, so wie ich, das Leben mehrerer Generationen lebt, muss man einfach hin und wieder aus dem alltäglichen Trott ausbrechen.

Es war ein sehr abenteuerliches Leben, auf das diese Carrs sich eingelassen hatten. Eines der Kinder wurde von einem Bären getötet und zum größten Teil auch gefressen. Man fand nur den Kopf wieder.

All das erzählte ich Daniel, der fasziniert zuhörte.

„Du sprichst also russisch?“, fragte er.

„Leidlich. Da habe ich viel vergessen. Manchmal habe ich das Gefühl, wenn man so viele Jahre lebt wie ich, vergisst man mehr als man lernt.“

Daniel lachte. „Das kann ja wohl nicht sein.“

„Nimm nicht immer alles so wörtlich“, erwiderte ich. „Ist schon klar, dass man nicht wirklich mehr vergessen als lernen kann. Aber ich müsste, zum Beispiel, etwa zehn Sprachen sprechen, wenn ich mal davon ausgehe, wo ich mich überall rumgetrieben habe. Aber das meiste kann ich allerhöchstens radebrechen. Englisch ist klar, Deutsch, Französisch geht noch ganz gut, Russisch ist nur noch Gestammel und mit Spanisch, Dänisch, Holländisch, Polnisch, Ungarisch und so weiter würde ich nicht mehr weit kommen.“

Schließlich wollte er auch wissen, ob ich noch andere von meiner Art kannte. „Da muss es doch sehr lange Freundschaften geben, wenn ihr so viele Jahre lebt“, sagte er.

„Nein, Banshees sind eher Einzelgänger. Ich kannte eine in England, mit der ich mich ein paar Jahre hindurch immer wieder getroffen habe, aber eine richtige Freundschaft war das auch nicht.“

„Warum nicht? Ihr seid doch so etwas wie Leidensgenossinnen, da solltet ihr euch doch besser verstehen als mit anderen Menschen.“

„Wir passten nicht besonders gut zusammen“, antwortete ich. Das war milde ausgedrückt. Als wir uns getrennt hatten, hatte ich die Andere für eine besserwisserische Zicke gehalten und sie mich für eine dumme Pute.

Ich war froh, als Daniel dieses Thema fallen ließ und mich über andere Dinge ausfragte.

„Meine Güte, deine Lebenserfahrung“, sagte er schließlich. „Was du alles gesehen und erlebt haben musst? Ich muss dir doch erscheinen wie ein kleines Kind.“

Ich strich ihm durch das Haar und sagte: „Nein, du bist schon ein richtiger Mann.“

„Du lachst mich aus. So habe ich es nicht gemeint. Aber du weißt viel mehr vom Leben, als ich je erfahren werde.“

Ich schüttelte den Kopf. „Ich weiß nur mehr vom Sterben. Das Leben habe ich erst durch dich wieder kennengelernt. Das war der eigentliche Fluch. All diese Jahre zogen an mir vorbei, ich war Zuschauer, aber ich durfte nicht mitspielen. Du musst sehr sanft mit mir umgehen. Ich habe, wie man so sagt, nah am Wasser gebaut.“

„Ich werde mich bemühen.“

In diesem Moment hatte ich im Geiste tatsächlich mit meinem alten Leben abgeschlossen und geglaubt, nie mehr den Tod eines Menschen vorhersehen müssen.

I’m a rover seldom sober. I’m a rover o’ high degree. It’s when I’m drinkin’ I’m always thinkin’ how to gain my love’s company.

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