Sarah LeVine - Alles nach Plan

Здесь есть возможность читать онлайн «Sarah LeVine - Alles nach Plan» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Alles nach Plan: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Alles nach Plan»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Vier Freunde haben einen Traum – ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Und jetzt stehen sie kurz davor, ihn zu verwirklichen. Alles ist bereit, es fehlt nur noch ihre Unterschrift auf dem Mietvertrag. Doch dann verunglückt ihre Vermieterin tödlich und die vier bekommen es mit ihrem Ex-Mann zu tun, der sich als unberechenbar entpuppt und ein sadistisches Katz- und Mausspiel mit ihnen treibt, das die vier Freunde an ihre Grenzen und darüber hinaus führen wird. Aus «alle für einen» wird mit einem Mal «jeder gegen jeden» und die Frage, ob es in dem perfiden Spiel überhaupt einen Sieger geben kann.

Alles nach Plan — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Alles nach Plan», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Dabei hatte Bert es selbst schwer beim anderen Geschlecht. Bullig war der Ausdruck, der einem als erstes in den Sinn kam, wenn man ihn sah. Seine durchaus leuchtend blauen Augen standen etwas zu weit auseinander, seine Nase war zu breit und seine vollen Lippen glänzten immer ein wenig ölig. Das Aussehen hatte er von seinem Vater und das war nicht das einzige, das er ihm krumm nahm.

Ulf grunzte, als Berts Vater ein paar unflätige Scherze vom Stapel ließ, während Bert mit dem Handrücken über seine kurzen, stacheligen Haare fuhr und zu der kleinen Trauergemeinschaft herüber spähte. Greise, um die neunzig, gänzlich in muffiges Schwarz gekleidet, standen sie da in der schiefen, leicht gekrümmten Haltung, als hätten sie alle Schicksalsschläge immer mit derselben Körperhälfte pariert. Sie pressten die Lippen aufeinander, wirkten streng und unnachgiebig und fragten sich wahrscheinlich allesamt, wer von ihnen der Nächste sein würde. Der Pfarrer blickte genervt zum Himmel.

Die Trauergäste hingegen hielten den Atem an, da der Sarg von den Trägern in das Grab hinabgelassen wurde, doch er verschwand ohne Zwischenfall im Grab und die Trauergäste atmeten weiter.

Bert sah zu seinem Vater und Ulf herüber und deutete mit dem Kopf auf die Trauergemeinschaft.

„Weiß jemand, wer der Tote ist?"

Sein Vater reckte den Hals, um besser sehen zu können.

„Ich bin nicht ganz sicher, aber ich tippe auf den Typ im Sarg", sagte er und grinste.

Ulf ließ sein debiles Kichern wie ein Husten klingen, etwas, das Berts Vater ihm beigebracht hatte, aus Gründen der Pietät. Bert verzog unwillig die Mundwinkel. Als er den Spruch das erste Mal gehört hatte, hatte er ihn auch ziemlich witzig gefunden, aber nach all den Jahren, in denen er seinem Vater jetzt schon zur Hand ging, war er nur noch davon angeödet.

„He, ich brauche einen Freiwilligen für Überstunden. Heute und morgen auch", rief sein Vater laut.

Bert wich dessen erwartungsvollem Blick aus, und auch Ulf schien wenig begeistert über die Aussicht zu sein, sein Wochenende auf dem Friedhof zu verbringen. Er sah geschäftig zu Boden und murmelte Unverständliches.

Bert konnte seinem Vater eigentlich nichts abschlagen, da er ihm, für seine Verhältnisse, eine Menge Geld geliehen hatte, damit sein Sohn sich selbst verwirklichen konnte , wie er es genannt hatte. Er hatte tatsächlich diese Worte benutzt und zwar bar jeder Ironie. Bert konnte nur ahnen, was dies für einen Mann wie seinen Vater bedeutete, er hatte ihm ja nicht mal zugetraut, dass er Ausdrücke wie diese überhaupt kannte, und zum ersten Mal in seinem Leben hatte er Respekt und Dankbarkeit ihm gegenüber empfunden. Das machte fast alle Hänseleien wett, die er seinetwegen im Laufe seiner Kindheit erdulden musste. Aber nur fast. Der Sohn eines Totengräbers zu sein, hatte die Fantasie seiner Mitschüler auf das Schlimmste befeuert und Berts Schulzeit war ein nervenaufreibender Spießrutenlauf gewesen, der erst endete, als sich seine Statur von klein und schmächtig in groß und bullig verwandelt hatte.

„Ich dachte mir schon, dass ihr euch vor Eifer gegenseitig umbringt", sagte sein Vater lakonisch und erhob sich stöhnend vom Boden.

Er nestelte an seiner Hosentasche herum und als er gefunden hatte, was er suchte, hielt er es augenzwinkernd in die Höhe. Es war eine Schachtel mit Streichhölzern.

„Dann müssen wir eben Hölzchen ziehen."

Bert sah sich bereits Nachtschichten schieben, denn er hatte das Glück selten auf seiner Seite, wenn es darum ging, das Schicksal entscheiden zu lassen. Sein Vater hielt die zwei Hölzchen verdeckt in seiner Hand und streckte sie Ulf entgegen. Sein hübsches Gesicht nahm den hohlen Ausdruck eines Karpfens an, als er bemerkte, dass er den Kürzeren gezogen hatte.

Bert ließ sein erleichtertes Auflachen wie ein Husten klingen. Auch er war durch die Schule seines Vaters gegangen.

Eine Viertelstunde später saß er in Papas zerbeultem weißen Kastenwagen, ließ sich den Fahrtwind ins Gesicht wehen und rappte laut zu den Klängen von Bushido mit, während sich Ulf seine Pläne für das Wochenende sonst wohin stecken musste. Bert war in Hochstimmung.

„Ein gutes Omen", dachte er, schlug mit der Faust den Takt zur Musik aufs Lenkrad und rappte mit.

Vielleicht mache ich jetzt alles falsch, ich spüre diesen Klumpen in meinem Hals.

Ich schluck und rede nicht mehr.

Ich guck und seh dich nicht mehr.

Ich lass nichts mehr an mich heran, schenk dein Leben einem anderen Mann.

Steh auf und geh ohne mich.

Ich frag irgendwann den Wind wo du bist.

Vinz

Vincent Nedjad, genannt Vinz, wirbelte gekonnt mit den Messern durch die Luft. Er hatte sein Publikum fest im Griff, die Stamm-Kundschaft im Imbiss seiner Mutter, Bauarbeiter und Handwerker in ihren speckigen Arbeitsklamotten, ein paar Büroangestellte mit Anzug und Krawatte, gehetzte Mütter, die es nicht mehr geschafft hatten, Mittagessen zu kochen - sie alle hingen an seinen Lippen. Das war etwas, das ihn schon in der Schule zu einem der beliebtesten Schüler gemacht hatte - er konnte seine Lehrer betören und, gleichzeitig, seine Mitschüler amüsieren. Seine strohblonden Haare, dazu der gebräunte Teint, den er von seinem verstorbenen Vater geerbt hatte und die großen, dunklen Augen, aus denen pure Energie zu strahlen schien, machten ihn seit jeher unwiderstehlich - für alle. Was für ein Glück das war, hatte Vinz schon sehr früh begriffen. Seine Mutter musste schwer schuften, um sie beide durchzubringen. Ihr Imbiss warf nicht viel ab, gerade genug, dass sie beide davon leben konnten, aber sie hatte sich nie beschwert. Etwas, das Vinz sich von ihr abgeguckt hatte. Einstmals eine Schönheit, war sie vorzeitig verwelkt und sah immer abgekämpft und müde aus. Nur wenn sie ihren Sohn erblickte und unwillkürlich lächelte, war die Frau, die sie einmal gewesen sein musste, noch zu erkennen, dann ging ein Strahlen von ihr aus, das an die satten Farben von Akeleien erinnerte und sie einen schwindligen Moment lang wieder erblühen ließ.

Ihre Armut und die Tatsache, ohne Vater aufwachsen zu müssen, hätten aus Vinz auch einen bedauernswerten Jungen machen können. Einer, den man lieber meidet, um den eigenen gesellschaftlichen Status nicht zu gefährden. Stattdessen rissen sie sich in der Schule um ihn. Vor allem die Mädchen. Jeder wollte mit ihm befreundet sein. Und wenn doch einmal jemand darüber lästerte, dann zögerte Vinz nicht, stellte ihn zur Rede und wurde, zur Not, auch handgreiflich. Die Lehrer sahen über derlei Prügeleien großzügig hinweg und wer schlau war, hielt die Klappe. Obwohl Vinz die freie Auswahl hatte, war er mit Bert, Tonia und Falco befreundet, seit sie sich in der Grundschule kennengelernt hatten. Vinz hatte viele Bekannte, aber nur diese drei zählte er zu seinen Freunden. Er hatte einige Geschichten mit Mädchen gehabt, aber längst nicht so viele, wie er hätte haben können. Die meisten Gerüchte, die diesbezüglich über ihn kursierten, waren erfunden. Vinz kümmerte das nicht weiter, denn er hatte einen Traum. Ein Ziel, das er verfolgte, seit er elf war. Er wollte sein eigenes Restaurant. Etwas mit Stil. Etwas mit kreativem Anspruch. Und er wollte kochen. Er kochte seit seinem neunten Lebensjahr. Mit Leidenschaft.

Nach dem Abitur war er der einzige, der einen Plan verfolgte, alle anderen schienen im Nichts zu schwimmen, klebten fest im Sirup des Möglichen und kamen nicht von der Stelle.

Allein Vinz mietete sich bereits einen Tag nach dem Abschluss ein winzig kleines Zimmer in Köln und klapperte die besten Restaurants der Stadt ab. Da ihm eine Lehre nicht schnell genug ging und er es gewohnt war, zu bekommen, was er wollte, ging er einfach zu den Küchenchefs, bot sich als Mädchen für alles an und wollte dafür nicht bezahlt werden, sondern den Maitres nur ab und zu über die Schulter gucken. Nicht alle Spitzenköche, aber zwei von ihnen ließen sich darauf ein und es dauerte nicht lange, bis Vinz sie um seinen Finger gewickelt hatte, denn er schien immer überall gleichzeitig zu sein - sein Timing war nachgerade unheimlich. Zwischendurch kellnerte er noch in Studentenkneipen, um sein Zimmer bezahlen zu können. Und er lernte. Er saugte alles auf, was er zu sehen bekam und ab und zu ließen sie ihn sogar kochen. Tief beeindruckt von seiner Sensibilität für Gewürze und seinem Gespür für ungewöhnliche Geschmackskombinationen, boten ihm alle beide eine richtige Lehre an. Vinz lehnte alle beide ab.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Alles nach Plan»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Alles nach Plan» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Alles nach Plan»

Обсуждение, отзывы о книге «Alles nach Plan» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x