Der Mensch verträgt viele Giftstoffe, da er früher in der Höhle saß und über dem Feuer grillte. Dabei entstand Acrylamid. Er warf es bestimmt nicht weg, wenn es angekohlt war. Wer es nicht vertrug, wurde „ausgemendelt“. So viel zum Thema des neuen Acrylamid-Gesetzes der EU. Natürlich verträgt es von einer Milliarde Menschen einer oder zwei nicht. Das ist aber bei jedem Stoff so (wenn man von den lebensnotwendigen Stoffen wie bspw. Wasser und Kochsalz absieht). Die Wahrscheinlichkeit ist vorhanden, dass irgendjemand es nicht verträgt: Wo Wirkungen sind, gibt es Nebenwirkungen. Beides kann man nicht einmal klar trennen. Andererseits scheint es für die restlichen Menschen lebensverlängernd zu sein. Die Veröffentlichungen darüber werden ignoriert.
„Genfood“ ist auch ein Stichwort: Zunächst hat der Mensch angefangen zu züchten. Züchtung hat drei Ziele:
Reproduzierbarkeit,
Ertragserhöhung und
Reduktion der enthaltenen Fraßgifte.
Über Jahrtausende war es ein „try and error“. Mutationen wurden gesucht und weiter gezüchtet. Die Chinesen haben, um schneller Mutationen zu erzeugen, ihre Reissamen neben den „heißen Kern“ von Atomkraftwerken gelegt. Auch sie sind bei neuen Reissorten auf die Nase gefallen: Sie brauchten zu viel Wasser. Das hat man dann abgestellt.
BeriBeri
In unserer Jugend wurden wir mit „BeriBeri“ traktiert. Kranke chinesische Kinder wurden gezeigt, die geschälten Reis aßen und angeblich dadurch eine Vitaminmangelkrankheit bekamen. Deshalb wurde uns immer gesagt, dass wir „Vollkorn“ essen müssen. Die Erklärung für die Krankheit war falsch: Der Reis, der diese Krankheit auslöste, hatte Pilze; es gab ein Problem bei der Lagerung. Die Qualitätssicherung wurde verbessert und das Problem war verschwunden. Korrigiert wurde auch diese Falschmeldung nie.
Man greift gezielt ein. Dass das Risiko höher wäre als bei konventioneller Züchtung – weswegen? Beim Herumprobieren kann auch Unsinn entstehen. 12Was die Amerikaner mit ihrem genmanipulierten Mais treiben, ist teilweise nicht akzeptabel, da es Resistenzen gegen Glyphosat provoziert. Alles, was man übertreibt, taugt nichts. Dies spricht aber nicht gegen Genmanipulation per se. Mit Genmanipulation (CRISPR) kann man viel schneller auf geänderte Bedingungen reagieren, wenn sich bspw. Pilze oder Schädlinge explosionsartig vermehren.
Alles, was man macht, beinhaltet ein Risiko.
Das Risiko, wenn man etwas nicht macht, wird aber
grundsätzlich nie betrachtet. Dies ist widersinnig.
Außerdem ist ohne Genmanipulation weder ein modernes Waschmittel noch ein Maschinengeschirrspülmittel denkbar. Phosphate hat man aus Umweltschutzgründen größtenteils verboten. Ein technischer Fortschritt, zumal man aus Energie- und Umweltschutzgründen mit immer niedrigeren Temperaturen waschen will.
Geschirrspülmittel
Ganz gefahrlos sind die Geschirrspülmittel, mit denen man bei niedrigen Temperaturen das Geschirr abspült (man kann davon ausgehen, dass dasselbe auch für Waschmittel gilt) nicht. Durch die niedrigen Temperaturen können schwarze Schimmelpilze entstehen, die gesundheitsgefährdend sind.
Wobei Phosphor eines der ersten Elemente sein wird, die „ausgehen“. Was ein hohes Risiko für die Menschheit darstellen kann, da man es als Dünger benötigt.
Dass Superfoods wie Gojibeeren im mittleren Dosen giftig sein können, erwähnte ich bereits. Dabei werden diese Beeren meist aus China importiert und sind bisweilen relativ stark schadstoffbelastet. Dieses Beispiel ist aber nicht das einzige: Soja bspw. ist eine hochwertige Frucht. Sie hat hochwertige Eiweiße und Öle. Um die Frucht vor Fraß schützen, enthält sie hochwirksame Gifte: Es sind thermisch stabile Hormongifte (normales Kochen nutzt wenig), die die Fortpflanzung der Fraßfeinde unterbinden. Zoos hatten deshalb über Jahrzehnte Nachwuchsprobleme. Asiatischen Mönchen gab man es in geringen Mengen. Alleine die Sojasauce, die man nicht literweise trinkt und die man über Monate fermentiert, hat den Einzug in die chinesische Küche geschafft. Seit zwei Jahrzehnten ist es in der deutschen Gesundheitsküche angekommen. Kinder sind übrigens besonders empfindlich für diese Art von Giften.
Messungen und Nachweis der Gifte
Warum immer neue Gifte gefunden werden, hat einen einfachen Grund: Die Nachweismethoden haben sich stark verbessert. Heutige Pressemeldungen, die berichten, dass man irgendwelche Gifte in Nahrungsmitteln gefunden hätte, wären vor 20 Jahren niemals möglich gewesen, da schlichtweg die Nachweismethoden fehlten.
Dem Radfahrer Lance Armstrong konnte während seiner Karriere nie Doping nachgewiesen werden konnte. Allerdings hatte man Blutproben eingefroren, die Jahre später aufgetaut wurden. Sie zeigten, dass er mit dem Dopingmittel EPO (Erythropoetin) gedopt hatte. Deshalb wurde ihm nachträglich sogar sein Tour de France-Sieg aberkannt.
Die Messgeräte, die benötigt werden, um die Zusammensetzung von Kfz-Abgasen zu bestimmen, waren früher stationäre Apparaturen. Da sie so groß waren, konnte nur auf dem Prüfstand gemessen werden. Die Messmethoden wurden immer besser und die Messgeräte kleiner, bis es möglich war, die Messgeräte im Kofferraum unterzubringen. Das war der Punkt, als der Betrug diverser Automobilfirmen aufflog.
Vor 20 Jahren sagte Harald Lesch in einem Alpha-Centauri-Film, dass „Gravitationswellen“ erst in 100 Jahren nachgewiesen werden können. Es müssen dabei Wellen gemessen werden, die 1/10 Protonendurchmesser (= 10-10 m) auf die Entfernung Erde-Sonne darstellen (150 Mio. km = 1,5 × 1011 m). Dies ist eine Welle mit einer Wellenlänge von 1 zu 1021 bzw. 0,000.000.000.000.000.000.000.1 Meter. Herr Lesch verschätzte sich „etwas“, denn vor 5 Jahren war der Nachweis möglich.
Eine Aussage wie „Es wurde nachgewiesen“ sagt somit i. Allg. genau nichts aus, da es sich um Mikrospuren handelt. Dies erkennt man daran, dass nicht erwähnt wird, wie viel nachgewiesen wurde. Am Fehlen dieser Information kann man erkennen, dass „manipulative Kräfte“ am Werk sind. Denn die Dosis macht das Gift.
Das wichtigste für eine hohe Lebenserwartung sind übrigens sauberes Wasser und sanitäre Anlagen.
Ein Beispiel, wie Fakten ignoriert werden, um den persönlichen Glauben zu leben, kann am Fall „Mals“ im Vinschgau dargestellt werden. Die Situation zeigt, wie weit eine postfaktische Weltanschauung führt. Von allen Seiten werden mit allen Mitteln Konflikte provoziert. Es ist zwar Italien, aber mittlerweile ist Deutschland involviert.
Im Mals am Reschenpass gab es ein Referendum, bei dem die Bürger beschlossen, dass keine Spritzmittel mehr eingesetzt werden dürfen. Vorangegangen war, dass Biobauern ihre Ernte konventionell verkaufen mussten, da sie durch die „Abdrift“ zu viel Spritzmittel abbekam (Die Gifte werden durch Wind auf Nachbargrundstücke geweht). Mittlerweile wird der „Südtiroler Krieg“ über das Münchner Umweltinstitut ausgetragen, das mit Plakaten Front gegen konventionelle Bauern machte. Es geht so weit, dass Beteiligte sich gegenseitig mit Glyphosat Obstbäume kaputt spritzen.
Mals liegt am Reschenpass, wo relativ viel Wind bläst, weshalb dort Windkraftanlagen standen. Dies macht die Gegend spezifisch. Weiterhin wird der Pass gerne von Fahrradfahrern benutzt, die nicht begeistert sind, wenn sie durch Giftwolken fahren. Das Argument von Bauern, die sich in der Spritzreihenfolge auskennen, ist: „momentan wird gar nichts Giftiges gespritzt“. „Leider habe ich kein Chemielabor in der Hosentasche, um das festzustellen“ wäre die Antwort, um die Absurdität der Argumente dieser Seite darzustellen.
Vorweg gingen Drohungen gegen Initiatoren dieses Referendums. Nachdem das Verbot positiv beschieden worden war, wurde es als ungültig erklärt und weiter gespritzt. Auch ist es so, dass Bauern beim Spritzen mehrere Meter Abstand zur Grenze des Grundstückes einhalten müssen. In Südtirol ist jedoch der Ackergrund so teuer, dass diese Regelungen ignoriert werden.
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