Kristian Winter - Die Lohensteinhexe

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Magister Daniel Titius, höfischer Camerarius der Comturei Lohenstein, klagt vor dem heiligen Tribunal eine Hexe an. Als sie während der peinlichen Befragung gesteht, überkommen ihn plötzlich Skrupel. Im Versuch, den Menschen hinter der Hexe verstehen, dringt er immer tiefer in ihr Wesen ein und riskiert damit sein eigenes Leben. Auf der Suche nach der Wahrheit gerät er in einen Strudel von Ereignissen, in deren Folge ihn ihr Schatten dauerhaft verfolgt.

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Der aber wirkte unentschlossen, schien beeindruckt von den Beweisen und der Härte der Anklage. Vielmehr riet er ihm, besser zu schweigen, bevor er sich selber noch um Kopf und Kragen brächte. Oder wollte er vielleicht selbst visitiert und als Hexenmeister entlarvt werden?

Verzweifelt sank der Alte vor dem Magister auf die Knie, umfasste den Saum seiner dunkelroten Schaube und stammelte etwas. Dabei war er kaum zu verstehen, denn ihn schüttelte ein erneuter Hustenanfall. Aber das war auch nicht nötig. Seine gebrochene Haltung und das jämmerliche Schluchzen verrieten seine tiefe Bestürzung.

Er wusste, dass ihm nur noch wenig Zeit blieb. Liebend gern würde er jetzt mit der Tochter tauschen, gab das auch zu verstehen, blieb aber unerhört.

„Was soll das, alter Mann?“, wies ihn der Magister ab. „Wollte man jeder Bitte um Gnade nachkommen, bräuchte man keine Gerichtsbarkeit mehr. Die Welt wäre voller Chaos, und am Ende würde der Teufel triumphieren. Darum sage ich dir, wahre Gnade kann nur Gott allein gewähren. Aber man muss sie auch verdienen. Es liegt also nur an deiner Tochter.“ Dann aber wandte er sich dem Büttel zu, damit er ihr die Instrumente und deren Wirkung erkläre.

Dieser trat auch gleich hinzu und fuhr sie barsch an: „Sieh her, Weib. Das hier sind die Daumenschrauben. Ich drehe sie langsam zu, bis dir das Blut aus den Fingerspitzen spritzt. Wie du sehen kannst, sind sie noch rot vom Blut der alten Liese, welche im vorigen Jahr gebrannt und zunächst auch nicht bekennen wollte. Willst du das ebenfalls nicht, so ziehe ich dir die spanischen Stiefel an, und sind sie dir zu groß, haue ich einen Keil hinein, dass dir das Blut aus den Füßen schießt. Genügt das immer noch nicht, werde ich dir heißen Schwefel auf den Leib streuen, auf dass du gebrannt wirst wie ein Stück Ochsenlende.“

Der Scriba (Schreiber), ein kleines buckliges Männlein in grauen Pumphosen, saß auf einem Hocker zur Linken des Magisters Titius und notierte eifrig jede Äußerung. Dabei war er sehr genau. Die relevanten kennzeichnete er mit einem Strich, die vermeintlichen Lügen mit einem Punkt. So ergab sich am Ende ein klares Bild über die ‚Wahrhaftigkeit‘ ihrer Aussage, woran sich letztlich das Strafmaß bemisst. In Fällen wie ihrem stand es jedoch meist fest. Lediglich die Art der Vollstreckung blieb noch offen.

Zu seinen weiteren Aufgaben gehörte die Überwachung der Sanduhr. Sie wurde zu Beginn der Befragung umgestülpt, und nach Ablauf von etwa fünfzehn Minuten folgte ein Ruf zur Unterbrechung, wie es das Protokoll vorschrieb. Der Angeklagten blieb dann Zeit zur Besinnung.

Diese war ganz starr vor Entsetzen und begann erneut um Gnade zu flehen, als der Sand zu verrinnen begann. Doch der Magister blieb unbeeindruckt. Die Beweise seien erdrückend und jedes Leugnen zwecklos. Sie solle endlich bekennen. Dann könne man von weiterem absehen. Das wäre die letzte Ermahnung.

„Nein!“, schrie sie und versuchte, sich aufzubäumen.

„Also willst du dich der Marter unterziehen?“

„Die Wahrheit, die ihr hören wollt, ist eine Lüge! Ich aber kann nicht wider der Wahrheit reden!“

„Wie erklärst du dir dann die Blutprobe?“, setzt er unerbittlich nach.

„Das weiß ich nicht! Ich habe nichts gespürt! Aber da war auch nichts. Ich schwöre es, bei meinem Leben! Untersucht das Gerät!“

„Das können wir gern tun.“ Und schon führte man auf sein Zeichen eine Magd herein. Man hatte ihr die Augen verbunden, damit sie der Anblick der Hexe nicht verschreckt. An ihrem Arm führte der Büttel die Probe durch. Sie schrie laut auf und aus der Einstichstelle quoll Blut. Zum Beweis wurde ihr Arm den Zeugen gezeigt.

„Was sagst du nun?“

Die Angeklagte blieb daraufhin stumm.

„Und was ist mit dem Mal in deiner Scham?“, warf ihr der Magister weiter vor.

„Das habe ich schon immer, edler Camerarius, seit meiner Geburt“, beschwor sie unter Tränen.

„Seit deiner Geburt? Das ist seltsam, zumal solche Male bei Kleinkindern noch nicht beobachtet wurden, wie mir der ehrwürdige Medicus Gregorius in diesem Schreiben glaubhaft attestiert.“ Dazu hielt er es hoch und zeigte es den Zeugen. Der Schreiber machte einen weiteren Strich.

„Ich, ich kann es nicht sagen, Dominus“, stammelte sie.

„Aber wir können es! Niemand hat dort ein Zeichen! Das ist völlig ungewöhnlich, es sei denn, es wurde auf schändliche Weise eingebrannt, wie es nur der Teufel kann.“

„Wie kommt es eigentlich, dass dein Vater davon nichts weiß?“, mischte sich Se. Cantorius in gespielter Einfalt ein - ein hoffärtiger Mann mit dickem Bauch, großem Hut und stutzerhaften Silberschnallen an den Waden. Er war es auch, der sich bei ihrer Visitation viel Zeit ließ und mit dem Finger in sie eindrang, um ihn danach einer Geruchsprobe zu unterziehen.

„Mein Vater ist ein rechtschaffender Mann“, verteidigte sie sich. „Er hat mich niemals so betrachtet, geschweige untersucht. Woher sollte er das also wissen?“

„Aber es ist doch hinlänglich bekannt, dass Hexen mit ihren Vätern buhlen“, ergänzte Dn. Consul verschmitzt und fühlte sich durch ihr Erröten bestätigt. Auch ihn erregte ihre Verlegenheit sehr, und er würde noch viel lieber ins Detail gehen, wagte es aber nicht.

Selbst der Magister war nicht wie sonst. Noch immer schien es ihm unmöglich, ihren Blick länger als zwei Sekunden zu ertragen, vor allem nach solch widerwärtigen Attacken.

Wieder spürte er eine tiefe Betroffenheit. Hinzu kam sein Wissen um die Haltlosigkeit einiger Beweise wie der Nadel, die bei leichtem Druck tatsächlich in den Schaft zurückglitt, durch eine Sperre aber arretiert werden konnte. Das war zwar nicht legal, als zusätzliches Druckmittel aber erlaubt.

Das heilige Tribunal duldete keine Schwächen. Es verlangte nach der Wahrheit, wenn nötig mit allen Mitteln. Nichts war schwerer, als einen Dämon zu überführen, der sich mit tausend Gesichtern tarnt. Daher es war nur legitim, ihn zu überlisten.

„Edler Titius“, fuhr sie an ihn gewandt fort. „Sagt doch selbst, wenn ich verhext bin, warum wende ich dann nicht meine Zauberkraft an und erlöse mich aus dieser Pein?“

„Das versuchst du schon die ganze Zeit“, antwortete er und reckte ihr das Kruzifix entgegen. „Doch unter diesem Zeichen hast du keine Macht mehr. Deshalb verschwindet auch geweihtes Wasser auf deinem Leib.“

Rasch trat er auf sie zu, sprenkelte ihr zum Beweis ein paar Tropfen auf den Bauch, und siehe - bereits nach wenigen Momenten waren sie zum Erstaunen der Anwesenden nicht mehr zu sehen. „Und nun versuche nicht, mich zu beirren. Das sind nur weitere Indizien deiner Schuld.“

Wieder beginnt sie zu jammern. „Das tue ich doch gar nicht! Nur weiß ich nicht, wie ich Euch von meiner Unschuld überzeugen soll! Wohin das Wasser ist, weiß ich nicht. Aber es ist so warm hier, da verfliegt es schnell. Ich glaube, dass Ihr das ebenso gut wisst wie ich.“

„Du wagst es?!“, empörte sich der Magister, verstummte jedoch gleich wieder, denn das Wasser verlor durch eine Zusatztinktur tatsächlich an Spannkraft und verflüchtigte sich leichter. Das konnte sie aber unmöglich wissen. Die Rezeptur war streng geheim und nur im engsten Kreis des Tribunals bekannt. Wenn doch, war es nur ein weiteres Zeichen ihrer Magie.

„Ich bitte euch, Dominus“, flehte sie erneut. „Verschont mich, und ich werde Euch zu willen sein wie immer ihr es wollt. Aber bitte, tut mir das nicht an! Ich habe solche Angst.“

„Schweig, du Vermaledeite! Eine solche Schamlosigkeit ist typisch für eine Verworfene wie dich! Aber dein Zauber ist hier unwirksam. Es gibt nur einen Weg zur Erlösung - die Wahrheit!“ Seine Faust donnert auf den Tisch.

„Aber ich kann doch nicht! … Das ist wider Gottes Gebot, das ihr selber predigt! Wie sollte ich da …“

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