Gudrun Anders - Legenden am Lagerfeuer

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Legenden am Lagerfeuer: краткое содержание, описание и аннотация

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In ferner Vergangenheit war das abendliche Lagerfeuer ein wichtiger Ort. Ein Treffpunkt von jung und alt, denn hier hat man sich nicht nur gewärmt, sondern auch Legenden erzählt und so die Weisheit von Generation zu Generation weitergetragen.
Die Legenden von einst werden heute ganz unromantisch im Internet verbreitet, während man sich ein Lagerfeuer-Video anschaut. Oder man schaut sich billige Soaps im Fernsehen an und versucht damit die moderne Welt ein bisschen besser zu verstehen. Wirklich weise ist das nicht.
Dieses Buch möchte Ihnen ein bisschen Lagerfeuer-Romantik nach Hause bringen, auch wenn Sie es vielleicht ganz unromantisch auf dem Klo lesen.
Wo auch immer Sie dieses Buch in Händen halten, vielleicht haben Sie sogar die Möglichkeit, ein Lagerfeuer zu bereiten, lesen Sie Ihren Lieben eine Legende daraus vor und tragen Sie die wahre Weisheit unserer Ahnen weiter.

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„Guten Tag, mein Herr. Ein wunderbarer Ort ist das hier. Wie heißt er wohl?“, fragte der alte Mann den Wächter.

„Hier ist der Himmel, guter Mann.“

„Wie schön, dass wir hier angekommen sind“, sagte der alte Mann. „Wir haben Hunger und Durst und sind sehr, sehr müde.“

„Kommen sie gern herein und trinken sie so viel Wasser wie Sie wollen“, sagte der Wächter und zeigte auf den Brunnen.

„Meine Tiere haben auch Durst“, meinte der Alte. „Dürfen Sie ebenfalls trinken?“

„Nein, tut mir leid“, entgegnete der Wächter. „Tieren ist der Zutritt zum Himmel verboten.“

Der alte Mann war sehr enttäuscht. Sein Durst war sehr groß, aber allein trinken wollte er nicht. So zog er weiter.

Nachdem sie wiederum lange Zeit gewandert waren, kamen sie an eine Wiese, die mit einem alten Holzzaun eingezäunt war. Im Schatten eines alten Apfelbaumes lag ein Mann an den Baum gelehnt. Er schien zu schlafen. Der Wanderer grüßte freundlich und der Mann nickte zurück.

„Wir haben großen Durst, Herr. Haben Sie vielleicht etwas zu trinken?“, fragte der Wandersmann.

„Hinten zwischen den großen Felsen ist eine kleine, klare Quelle“, sagte der Mann und wies in die Richtung. „Dort könnt ihr nach Lust und Laune trinken so viel ihr wollt.“

Der Mann ging mit seinen Tieren zur Quelle und sie stillten ihren Durst. Dann ging er zu dem Mann zurück und bedankte sich.

„Kommt wieder wann immer ihr wollt“, antwortete der Mann.

Der Wanderer wollte noch gern wissen, wie dieser freundliche Ort hieß und fragte den Mann am Apfelbaum.

„Himmel“, antwortete dieser.

„Himmel? Wie kann das sein. Der Wächter am schmiedeeisernen Tor hat mir gesagt, dass dort der Himmel sei.“

„Nein, das war nicht der Himmel, Wanderer, das war die Hölle.“

Der Wanderer war irritiert. „Ihr solltet verbieten, Herr, dass sie euren Namen benutzen!“

„Oh, nein, auf keinen Fall, Wanderer, denn eigentlich tun die uns einen ganz großen Gefallen. Dort, im falschen Himmel bleiben nämlich alle Egoisten stecken, die ihre besten Freunde im Stich lassen.“

Die Weisheit eines Menschen

misst man nicht nach seiner Erfahrung,

sondern nach seiner F ä higkeit,

Erfahrungen zu machen.

George Bernard Shaw

Der Wettlauf der Frösche

Eines schönen Sommertages richteten die Frösche des großen Teichs einen Wettlauf aus. Das Ziel war auf den höchsten Punkt eines hohen Turmes zu gelangen. Es kamen viele andere Frösche auch von anderen Teichen, um zuzusehen. Und manche kamen auch extra, um ihre Artgenossen anzufeuern.

Der Wettlauf begann und die Frösche tuschelten. In Wahrheit glaubte nämlich keiner von ihnen, dass ein Frosch es bis zur Spitze des Turmes schaffen könnte. Alles was man hörte, waren negativen Sätze wie beispielsweise: „Diese dummen Frösche – sie werden es niemals schaffen!“

Und tatsächlich: Die Frösche gaben einer nach dem anderen auf. Nur ein einziger Forsch versuchte weiterhin, zur Spitze des Turmes zu gelangen. Die Zuschauer aber blieben dabei: „Der Blödfrosch! Der wird es niemals schaffen!“

Alle Frösche hatten aufgegeben – nur der eine Frosch hatte unter Aufbietung aller Kräfte die Turmspitze erreicht. Ihm wurde gratuliert und die anderen wollten wissen, wie er das nur geschafft habe, den Wettlauf zu gewinnen. Und erst als sie keine Antwort erhielten, merkten sie, dass er taub war.

Was die perfekte Frau sucht

Ich hörte einmal eine kleine, lustige Weisheitsgeschichte von einem arabischen Weisen, den ein Schüler fragte, warum er denn nie geheiratet habe.

Der Weise soll geantwortet haben: „Ich hatte mir vorgenommen zu heiraten. Aber nur dann, wenn ich auch die perfekte Frau gefunden habe.“

Er habe lange Jahre gesucht, so hieß es. Natürlich begegneten ihm viele Frauen, die schön und auch intelligent gewesen waren. Und der Weise fügte hinzu: „Aber keine von ihnen war perfekt.”

Der Weise versank einen Augenblick in seinen Gedanken und fuhr dann fort: „Aber eines schönen Tages, völlig unverhofft, sah ich sie dann.“

Er hatte sofort gewusst, dass diese Frau ohne Frage perfekt war. Und auch als er sie näher kennen lernte, änderte sich daran nichts.

Natürlich wollte der Schüler wissen, warum die beiden nicht geheiratet hatten.

Der weise Mann seufzte tief: „Es gab ein Problem: Sie suchte den perfekten Mann.”

Die drei Tore auf deinem Lebensweg

Der König eines kleinen Reiches im Süden der Welt hatte einen mutigen, gewandten und klugen Sohn. Der junge Prinz sollte sein Nachfolger werden und so schickte der König ihn zur Ausbildung bei einem alten Weisen.

Der Prinz machte sich mit kleinem Gefolge auf und fand schließlich die marode Hütte des Weisen. Er klopfte und bat: „Meister, erleuchte meinen Lebensweg. Bitte bilde mich aus.“

„Meine Worte werden dir nicht viel sagen“, antwortete der Weise. „Ich gebe dir aber einige Hinweise. Auf deinem Lebensweg wirst du drei Tore finden. Jedes Tor hat ein Schild. Lies die Worte, die auf den Schildern geschrieben stehen laut und mit Aufmerksamkeit vor. Sodann wird ein Zwang dich treiben, der Lehre zu folgen. Weiche nicht aus, denn wenn du das tust, wirst du immer wieder durchleben, wovor du geflohen bist. Öffne dein Herz und erlebe. Nun geh‘ wieder, denn mehr kann ich dir nicht sagen.“

Der junge Prinz war sprachlos, aber er tat, wie ihm geheißen wurde. Bereits auf dem Rückweg kam er an das erste Tor. Er ging näher hin und las das Schild: Verändere die Welt.

„Ja, das ist das, was ich wirklich will“, dachte der Prinz. „Zwar gefallen mir auch viele Dinge auf dieser Welt, aber einige andere gefallen mir gar nicht und sollten dringend geändert werden.“

Im Inneren tobte dann plötzlich sein erster Kampf. Er war ein Idealist mit großer Begeisterungsfähigkeit und einer großen Portion Kraft und diese drei Eigenschaften drängten ihn jetzt dazu, es mit der Welt aufzunehmen, um Dinge zu verändern. Sein Inneres wollte die Dinge anpacken, sie erobern und am Ende den Sieg davon tragen und die Welt nach seinem Wunsch gestalten.

Mit dieser Leidenschaft im Leib fand er große Freude und den Rausch, den das Siegen-Wollen mit sich brachte. Nur den Seelenfrieden fand er so nicht. Zwar gelang es ihm, einige kleine Dinge zu verändern, doch manche Dinge lassen sich eben nicht ändern. Beschäftigt mit dieser Auseinandersetzung gingen mehrere Jahre ins Land.

Bei einer Übung im Waldgebiet begegnete der Prinz eines Tages dem alten Weisen wieder. Dieser erinnerte sich an den jungen Mann und fragte: „Mein Sohn, was hast du bisher auf deinem Lebensweg gelernt?“

„Es war nicht ganz einfach, weiser Mann, aber ich habe gelernt, zu unterscheiden, was geändert werden kann und was nicht. Ich weiß jetzt, welche Dinge in meiner Macht liegen und welche nicht.“

„Das ist wirklich gut“, sagte der Alte. „Benutze deine Kräfte weise und setze sie nur für das ein, was in deiner Macht liegt. Dinge, die sich deiner Macht entziehen, die lasse links liegen.“ Der alte Mann nickte und verschwand.

Kurz darauf fand der Prinz das zweite Tor. Ändere Andere stand auf einem Schild.

„Eine sehr gute Idee“, dachte der Prinz. „Die anderen beeinflussen mich in meinem Seelenheil. Sie sind Ursprung der Freude und der Zufriedenheit, aber auch Ursprung von Schmerzen, Leid und Enttäuschung.“

Fortan kämpfte er gegen alles, was ihn störte. Er mühte sich mit anderen ab, unterwies sie in Lebenskunst und versuchte beständig ihre Schwächen auszumerzen. Das war sein zweiter Lebenskampf und er dauerte Jahre.

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