Giuseppe Maruozzo - DESENCANTO

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Ein Europäer mittleren Alters erfährt auf Kuba einen Rausch der Sinnlichkeit. In Habana Vieja, in der Calle Hong de Hama, zwischen Murales des Malers Salvador und den Rumbaklängen kubanischer Musiker, trifft er sie, eine junge schwarze Marathonläuferin aus den allerärmsten Verhältnissen. Eine leidenschaftliche Liebe entfesselt sich zwischen verbotenen Treffs und intimen Nächten. Am Tag seiner Abreise enden die Glücksmomente mit seiner versprochenen Braut im desencanto einer entzauberten Wirklichkeit.

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Sie tippte souverän in die Tasten des Computers und schob dann ihre fordernde graziöse Hand rücklings an den rosa lackierten Fingernägeln entlang über die marmorierte Tresenplatte seinem Pass entgegen.

Sie hatte sich mit seinem Reisepass in der Hand etwas von ihm abgewandt, weil ein Kollege hinzugekommen war, der offensichtlich etwas suchte und nicht fand.

Sie gab ihm gezielte Anweisungen und hatte dabei aus einem Fach ein Kärtchen geholt, auf dem „Identificacion“ stand.

Jetzt bückte sie sich zu ihm mit den Papieren über den Tresen und sah dann mit einem Wimpernschlag zu ihm auf und mit dem fragenden und stechenden Blick ihrer unvergleichlichen Augen wollte Sie wissen: „Italiano?“

Er bejahte auch diesmal, fügte aber hinzu, dass er in Deutschland lebe. Ihre Pupillen verhakten sich für einen längeren Augenblick ineinander, bis sie schließlich nachgab und seinen Namen zu schreiben begann.

Fabrizio Guerrieri,

Habitacion/Room 1726,

Fecha Salida/Departure Date 28.11.2000,

Pais/Country Italiastand jetzt auf seinem Hotelausweis mit der aufgedruckten Nummer 54475,den sie ihm jetzt gemeinsam mit einer Chipkarte aushändigte, um sich anderen Gästen zu widmen.

Der stumme Hoteldiener setzte sich wieder mit seinem Koffer in Richtung Fahrstuhl in Bewegung, während er sein Jacket, das er die ganze Zeit über seinen Arm geklemmt hatte, anzog, um beide Hände frei zu haben, aber auch der kühlen Klimaanlagenluft wegen. Insgeheim aber verweilte er, weil er hoffte, sie könnte die Konversation mit ihm wieder aufnehmen. Diese Hoffnung verflog und er folgte dem Pagen, der schon den Fahrstuhl gerufen hatte.

Im Fahrstuhl legte sich der Jetlack über seine Glieder und er hatte Mühe, die elektronischen Anzeigen im Dämmerlicht noch zu erkennen und war froh, dass ihm dieser nette Mensch auch mit der Chipkarte behilflich war, die sein Zimmer öffnete, in das er den Koffer stellte.

Er gab seinem Wohltäter einige Pesos und verabschiedete ihn mit einem freundlichen Klaps auf die Schulter.

Er liebte Hotelzimmer und dieses ganz besonders, es roch nach frischen Laken und auf dem riesigen Ehebett hieß ihn ein kunstvoll gefalteter Kissenbezug, in dem eine Orchidee steckte, willkommen.

Das Zimmer war sehr geräumig und am Ende des Bettes, gegenüber der Eingangstür, verbarg noch eine circa sechs Meter lange Wand aus zugezogenen Streifengardinen den Ausblick aus dem 13. Stockwerk.

Als er die Schnur der Gardinen zog, die somit alle segeltuchartigen Einzelstreifen in der Senkrechte öffnete, wurde er mit einer majestätischen Aussicht über die Dächer Havannas aufs offene Meer durchflutet.

Er blickte hinaus auf die blaue Bucht und den weißen Schäfchenwolken am Horizont, die sich langsam im Wind bewegten und aus denen er in diese Perle gestiegen war und es kam ihm vor, als wäre er nie gelandet.

So stand er da und träumte mit offenen Augen und war so froh, der Kälte eines undankbaren Winters zuhause entronnen zu sein und den traurigen einsamen Tagen einer erbarmungslosen Fremde, in der er nie heimisch geworden war.

Er nahm Proust und seine Suche nach der verlorenen Zeit aus dem offenen Koffer und stellte das Buch auf die Kommode, danach verstaute er seine italienischen CD’s von Pino Daniele, Francesco De Gregori, Bennato und anderen Cantautori in den Schubladen neben dem Fernseher, den er jetzt anmachte und zog sich aus.

Im Bad wäre er fast eingeschlafen, hätte ihn das kalt gewordene Wasser des Duschkopfes, den er sich auf die leicht behaarte Brust gelegt hatte, nicht aufgeschreckt.

Etwas verstört und in Schaum gehüllt, entstieg er der Wanne, drehte den Hahn zu, schnappte sich ein Handtuch, knippste das Licht aus und warf sich aufs Bett.

Aus dem Fernseher drang die kubanische Sichtweise in Form einer spanischen Sprache und offiziellen Bildern von alltäglichen Ereignissen der Hauptstadt ins Halbdunkel seiner vorübergehenden Residenz.

Das wechselnde künstliche Licht einer geheimnisvollen Berichterstattung, oder aus Sicht des Feindes einer gekonnten Propaganda, streifte seinen nackten wohlgeformten Körper, der im Schlaf die ersehnte Ruhe suchte.

Fabrizio hatte seinen Kopf auf die Orchidee gelegt, die ihm jetzt sein Ohr streichelte und seinen Oberkörper und die Beine diagonal übers ganze Bett verteilt, wobei er die Decke weggezogen hatte, um nur unter das weiße Laken zu schlüpfen.

So war er eingeschlafen, mit der Fernbedienung in der Hand, die er nicht mehr betätigen konnte und sanft hinübergeglitten in das Reich eines Orchus bzw. Morpheus .

Wie jene mythischen Schatten einer zeitlosen Unterwelt wirkten jetzt auch die Konturen Fidels, der aus der Bildröhre heraus über das weiße Laken des schlafenden Gastes seine Allgegenwärtigkeit an die Wand projezierte und anlässlich eines jüngst im November entgangenen Attentatsversuches in Panama eine Rede hielt:

Als ich im Jahr 1981 bei der 68. Interparlamentarischen Konferenz sprach, sagte ich - nach der Aufzählung von Prozentzahlen und Angaben zur Verdeutlichung der wachsenden Kluft zwischen der entwickelten und opulenten Welt und den Ländern, die deren Kolonien und Herrschaftsgebiete darstellten und über Jahrhunderte hinweg Opfer von ununterbrochener Ausplünderung waren - einen Satz, der damals übertrieben erscheinen konnte:“Wenn die Gegenwart tragisch ist, so lauert für die Zukunft Finsternis." Niemand soll versuchen, uns mit den neuen Begriffen zu täuschen und zu verwirren, die der scheinheiligen Propaganda von Spezialisten in Lüge und Betrug entspringen, die im Dienst derer stehen, die der Menschheit eine immer ungleichere und ungerechtere politische und ökonomische Ordnung aufgezwungen haben. Diese Ordnung hat absolut nichts Solidarisches oder Demokratisches und nicht einmal einen Hauch von Respekt vor den minimalsten Rechten, auf die die Menschen einen Anspruch haben. Ich übertrieb nicht, als ich jenen Satz sprach. Die Auslandverschuldung der Dritten Welt ........ fuhr der Schatten fort, und man hätte angesichts der folgenden Zahlen wirklich erschrecken können. Just als die Glühbirne des Hotelzimmers bedrohlich flackerte, fuhr dieser fast synchron fort: In den reichen Ländern ist der Pro Kopf-Stromverbrauch zehnmal höher als in allen armen Ländern zusammen. Und wieder geriet diesmal der Fernseher in eine stotternde Phase, die der Schatten aber unbeirrt überbrückte:

Es gibt 1,3 Milliarden Arme in der Dritten Welt, das bedeutet, dass dort einer von drei Einwohnern in Armut lebt. Die Weltbank prognostiziert in ihrem letzten Bericht über die Armut, dass beim Eintritt in das neue Jahrtausend die Zahl von 1,5 Milliarden Personen in absoluter Armut erreicht werden könnte. Die reichsten fünfundzwanzig Prozent der Weltbevölkerung konsumieren fünfundvierzig Prozent des Fleisches und des Fisches, während die ärmsten fünfundzwanzig Prozent nur fünf Prozent davon zu sich nehmen. In Afrika, südlich der Sahara, beträgt die Kindersterblichkeitsrate hundertsieben pro eintausend Lebendgeborenen bis zum Erreichen des ersten Lebensjahres und hundertdreiundsiebzig pro Tausend vor dem fünften Lebensjahr. Im südlichen Asien betragen die entsprechenden Anteile sechsundsiebzig und hundertvierzehn pro Tausend. Im Falle Late­inamerikas gibt es laut UNICEF eine Kindersterblic­­hkeit bis zum fünften Lebensjahr von neununddreißig pro Tausend. Mehr als achthundert Millionen Erwachsene sind weiterhin Analphabeten. Mehr als hundertdreißig Millionen Kinder im Schulalter wachsen auf, ohne Zugang zur Grundschulbildung zu haben. Es ist real und nicht zu verschleiern, dass heutzutage mehr als achthundert Millionen Menschen an chronischem Hunger leiden und gleichzeitig keinen Zugang zu Gesundheitsdiensten haben, weshalb geschätzt wird, dass in der Dritten Welt fünfhundertsieben Millionen Menschen das vierzigste Lebensjahr nicht überschreiten. Südlich der Sahara sterben dreißig Prozent der Bevölkerung vor dem vierzigsten Lebensjahr. 1981 erwähnte man kaum die Klimaveränderung und das Wort AIDS hatten erst sehr wenige gerade zum ersten Mal gehört. Zwei furchterregende Bedrohungen, die sich zu den bereits erwähnten Katastrophen gesellen. Unerbittlich fuhr der Schatten fort, einer schlafenden Öffentlichkeit ins Gewissen zu reden und Fabrizio wäre fast aufgewacht, aber die Lautstärke war eher gedämpft und somit wirkungslos. Dennoch hätte man jetzt aufhorchen können, denn die folgenden Sätze versprachen ein baldiges Ende der Rede:

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