Anton Tschechow - Erzählungen

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Arzt von Beruf, Schriftsteller aus Leidenschaft – als einer der großen Meister der russischen Literatur hat Anton P. Tschechow wie kein zweiter es verstanden, Leser mit seinem tiefsinnigen Humor in den Bann zu ziehen. Der Band enthält einige seiner schönsten Erzählungen, mit denen er einmal mehr literarische Größe beweist:
Ein bekannter Herr, Eine Schutzlose, Einmal im Jahr, Die Verleumdung, Tsss!, Plappertasche, Kaschtanka, Die Apothekerin, Der Dicke und der Dünne, Nur seine Frau!, Grischa, In der Sommerfrische, Ein Chamäleon, Das schwedische Zündholz, Der Orden, Die Rache, Der teure Hund, Ein Verhängnis, Die Sirene, Der Löwen- und Sonnenorden, In der Barbierstube, Ein Ereignis, Der Kuss, In den Chambregarnies, Ohne Auslagen, Auf der Post, Der Repetitor, Die Dame mit dem Hündchen.

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»Ach, ja …« erinnerte sich Wanda. Sie errötete und reichte dem Juden den Rubel, den sie für ihren Türkisring erhalten.

Auf die Straße hinausgetreten, empfand sie noch größere Scham als vordem, aber jetzt schämte sie sich nicht mehr ihrer Armut. Sie bemerkte nicht mehr, daß sie keinen hohen Hut und kein modernes Jackett hatte. Sie geht auf der Straße, spuckt Blut, und jeder rote Blutfleck spricht ihr von ihrem Leben, von ihrem schlechten und schweren Leben, und von den Kränkungen, die sie erfahren hat und noch morgen, nach einer Woche, nach einem Jahr – ihr ganzes Leben hindurch bis zum Tode erfahren wird.

»O, wie das schrecklich ist!« flüsterte sie. »Mein Gott, wie schrecklich!«

Übrigens war sie schon am anderen Tage in der »Renaissance« und tanzte dort. Sie war in einem riesigen roten Hut, hatte ein modernes Jackett und Goldkäferschuhe an. Und sie soupierte mit einem jungen, aus Kasanj zugereisten Kaufmann.

Eine Schutzlose

Trotz des heftigen Podagraanfalles in der Nacht und trotz der zerrütteten Nerven begab sich Kistunow dennoch am Morgen ins Bureau und begann rechtzeitig den Empfang der Klienten der Bank. Er sah leidend und müde aus und sprach mit sterbender Stimme.

»Was wünschen Sie?« wandte er sich an eine Frau in einem vorsintflutlichen Mantel, die von hinten einem großen Mistkäfer sehr ähnlich sah.

»Ich bitte schön, Ew. Exzellenz«, begann die Frau, die Worte schnell herunterhaspelnd, »mein Mann, der Kollegienassessor Schtschukin, war fünf Monate krank, und während er noch, entschuldigen Sie, zu Hause lag und behandelt wurde, erhielt er ohne jeden Grund den Abschied, und als ich nach seinem Gehalt ging, Ew. Exzellenz, wurden ihm von dem Gehalt vierundzwanzig Rubel sechsunddreißig Kopeken abgezogen! Und wofür, wenn ich fragen darf? ›Er hat aus der Beamtenkasse Geld geliehen und die anderen Beamten haben sich für ihn verbürgt‹. Wie denn das? Wie konnte er das Geld ohne meine Zustimmung nehmen? Das ist garnicht möglich, Ew. Exzellenz. Was soll denn das bedeuten? Ich bin eine arme Frau, lebe vom Zimmervermieten … Ich bin schwach und schutzlos … Von allen erfahre ich nur Kränkungen und niemand sagt mir ein gutes Wort …«

Die Bittstellerin begann mit den Augen zu blinzeln und suchte in ihrem Mantel nach dem Taschentuch.

Kistunow nahm ihr Gesuch entgegen und las es.

»Ja, aber erlauben Sie«, sagte er achselzuckend, »ich verstehe hier nichts. Sie sind wohl, meine Gnädige, an die unrechte Stelle gekommen. Ihr Gesuch geht uns ja gar nichts an. Wenden Sie sich gefälligst an das Ressort. bei welchem ihr Gemahl angestellt war.«

»Nein, mein Herr, ich bin schon an fünf Stellen gewesen und nirgends hat man mein Gesuch überhaupt nur entgegennehmen wollen!« sagte Frau Schtschukina. »Ich hatte schon ganz den Kopf verloren, da schickte mich mein Schwiegersohn Boris Matwejitsch, Gott lohne es ihm, zu Ihnen. ›Wenden Sie sich nur an den Herrn Kistunow. Mama‹, sagte er mir, ›er hat eine einflußreiche Stellung und kann alles für Sie machen …‹ Helfen Sie mir, Ew. Exzellenz!«

»Wir können da nichts für Sie tun … Begreifen Sie doch: Ihr Mann war, so viel ich sehe, dem Medizinaldepartement des Kriegsministeriums unterstellt, während unser Institut völlig privater Natur ist, ein Handelsinstitut, eine Bank. Wie kann man denn das nicht begreifen!«

Kistunow zuckte noch einmal die Achseln und wandte sich zu einem Herrn mit geschwollener Backe in Militäruniform.

»Ew. Exzellenz!« rief weinerlich die Schtschukina, »daß mein Mann krank war, dafür habe ich ein ärztliches Zeugnis! Hier ist es, sehen Sie, bitte!«

»Sehr schön, ich glaube Ihnen ja,« sagte Kistunow gereizt, »aber, ich wiederhole es Ihnen, das geht uns nichts an. Unglaublich! Das ist einfach komisch! Weiß denn Ihr Mann wirklich nicht, wohin Sie sich zu wenden haben?«

»Er weiß überhaupt nichts, Ew. Exzellenz. Leiert nur immer dasselbe: ›Das ist nicht Deine Sache! laß mich in Ruhe!‹ Und wessen Sache ist es denn? Er sitzt doch mir auf dem Halse! Mir …«

Kistunow wandte sich wieder der Schtschukina zu und begann ihr den Unterschied zwischen dem Medizinaldepartement des Kriegsministeriums und einer Privatbank zu erklären. Sie hörte ihn aufmerksam zu Ende, nickte zustimmend mit dem Kopf und sagte:

»Jawohl, jawohl, jawohl … Ich verstehe. Befehlen Ew. Exzellenz, mir dann wenigstens fünfzehn Rubel auszuzahlen! Ich bin einverstanden. daß es nicht alles auf einmal ist …«

»Ach!« seufzte Kistunow auf, den Kopf zurückwerfend. »Ihnen kann man es nicht eintrichtern! Aber begreifen Sie doch endlich, daß es ebenso komisch ist, wenn Sie sich an uns mit einem derartigen Gesuch wenden, als wenn Sie beispielsweise eine Ehescheidungsklage bei einer Apotheke oder bei dem Aichamt anhängig machten. Man hat Ihnen das Gehalt gekürzt, aber was können wir denn dabei tun?«

»Ew. Exzellenz. ich werde ewig für Sie beten, haben Sie Mitleid mit einer armen Waise,« begann die Schtschukina zu weinen. »Ich bin eine schutzlose, schwache Frau … Hab mich zu Tode abgequält … Mit den Mietern muß ich prozessieren, für den Mann bitten, in der Wirtschaft habe ich zu tun … Und jetzt, wo ich gerade zum Abendmahl gehen will, mußte auch noch mein Schwiegersohn seine Stelle verlieren … Wenn ich esse und trinke, ist's nur zum Schein: ich kann kaum mehr auf den Beinen stehen … Die ganze Nacht habe ich nicht geschlafen …«

Kistunow fühlte Herzklopfen. Er legte mit einer Märtyrermiene die Hand aufs Herz und begann, der Schtschukina von neuem zu erklären, aber seine Stimme brach ab …

»Nein, verzeihen Sie, ich kann mit Ihnen nicht sprechen,« sagte er mit einer hoffnungslosen Geste. »Mein Kopf schwindelt mir sogar. Sie stören uns nur und verlieren unnütz Ihre Zeit. Oh! … Alexej Nikolajitsch,« wandte er sich an einen der Beamten, »erklären Sie es doch, bitte, der Frau Schtschukina!«

Kistunow hatte schon alle Klienten abgefertigt und in seinem Kabinett ein Dutzend Papiere unterschrieben, während Alexej Nikolajitsch immer noch mit der Schtschukina parlamentierte. Von seinem Kabinett aus hörte Kistunow immerfort zwei Stimmen: den monotonen, sich beherrschenden Bass des Alexej Nikolajitsch und die weinerliche, aufheulende Stimme der Schtschukina …

»Ich bin eine schutzlose, schwache Frau, eine kränkliche Frau,« sprach die Schtschukina. »Äußerlich sehe ich vielleicht auch stark aus, aber innerlich habe ich kein gesundes Aderchen. Ich stehe kaum auf den Füßen und habe gar keinen Appetit … Den Kaffee trank ich heute ohne allen Genuss.«

Alexej Nikolajitsch erklärte ihr den Unterschied zwischen den verschiedenen Ressorts und das komplizierte System der Klageführung. Bald wurde er müde und der Buchhalter löste ihn ab.

»Ein ekelhaftes Frauenzimmer!« empörte sich Kistunow, während er nervös mit den Fingern knackte und immerfort nach der Wasserkaraffe griff. »Das ist ja eine Idiotin, ein Stiefel! Mich hat sie krank gemacht und jetzt quält sie die andern zu Tode, so eine Gans! Oh … mein Herz!«

Nach einer halben Stunde klingelte er. Es erschien Alexej Nikolajitsch.

»Was haben Sie denn da?« fragte Kistunow müde.

»Wir können es ihr nicht beibringen, Pjotr Alexandritsch! Einfach tot macht sie einen … Wir sagen ihr das eine, und sie kommt uns mit was anderem …

»Ich … ich kann ihre Stimme nicht hören … Ich bin krank geworden … ich kann es nicht mehr aushalten …«

»Man müßte den Portier rufen, Pjotr Alexandritsch, damit er sie hinausschmeißt.«

»Nein, nein!« erschrak Kistunow. »Sie wird ja so ein Geheul anstellen, daß es alle Leute im Hause hören und weiß der Teufel was von uns denken können … Versuchen Sie es, mein Lieber, ihr die Sache irgendwie zu erklären.«

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