(Marcel Proust (Übersetzung: Eva Rechel-Mertens): Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Band 1: In Swanns Welt, Teil 1: Combray. Suhrkamp Taschenbuch 644, Frankfurt am Main 1981, S. 11)
Sobald ich mein Phantom erkannt hatte, verbiss ich mich in den Gedanken, wie ich es in meiner Wirklichkeit festhalten, ihm den Rückweg daraus versperren könnte. So wie es auch Ernst Theodor Amadeus, Franz, Robert, Richard und viele, viele andere versucht hatten. Aber die Hoffnung, dass es doch eines Tages in meiner Welt gefangen sein, sich in meiner Welt verfangen würde und sich nicht mehr losreißen könnte, gab ich nie auf – jedenfalls solange ich denken und mich erinnern konnte. Doch verschwand mein Phantom immer wieder rechtzeitig, bevor die Zerstörung seiner habhaft werden konnte. Es verschwand, um zu leben. Ich gab ihm den Namen Babette.
Später, nach vielen Jahren der vergeblichen Jagd, blieb mir nichts als dieser Name. An diesen Namen erinnere ich mich. Von allem anderen weiß ich nicht mehr, ob es so gewesen ist oder ob es so gewesen sein könnte. Aber ich tröste mich. So war es auch dem greisen Adson ergangen, von dem mir Freund Umberto erzählte. Ich lese dir hier nur den letzten Satz seiner Aufzeichnungen vor, die er als Mönch im Stift Melk zu Papier brachte:
„Stat rosa pristina nomine, nomina nuda tenemus.”
(Umberto Eco: Der Name der Rose (Übersetzung: Burkhart Kroeber) Deutscher Taschenbuch Verlag, 3. Aufl. München 1986, S. 635)
Nur der Name blieb übrig von der Rose von einst, nur die nackten Namen halten wir fest, können wir festhalten.
Doch lass mich von Anfang an erzählen!
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