Jeremias Erdogan - WORK @ AMAZON

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"Work @ Amazon" ist das zweite Buch von Jeremias Erdogan.
Dieser Erfahrungsbericht des Autors, befasst sich mit dem Arbeitsumfeld des Warenlagers in Rheinberg.
Jeremias Erdogan erzählt dabei aus seiner zweijährigen Tätigkeit bei Amazon, welche er in etlichen Abteilungen absolviert hat.
Der gelernte Staudengärtner erfasst dabei nicht nur die Arbeitspolitik von Amazon, sondern geht auch auf die allgemeine wirtschaftliche Problematiken ein.
Dieser Bericht schließt auch die eigene Verfassung des Autors zu den gegebenen Zeitpunkten ein.
Es liegt ihn fern ein Arbeitgeber anzuprangern, sondern Inspiration für eine besseres gemeinsames Leben zu geben, indem jeder genug zum Leben hat.

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In der ersten Station wurde von meinem Gesicht bis zur Schulter ein Foto für meinen „Badge“ gemacht.

Direkt daneben befand sich ein Mitarbeiter welcher unsere Schuhgröße abmaß und sie in eine Liste eintrug. Nachdem auch dies erledigt war, wies er mich an, in einem anderen Raum zu warten.

Dort wartete bereits eine blonde Mitarbeiterin mittleren Alters. Als sie sich uns vorstellte, erzählte sie uns auch, dass sie aus dem Training Bereich kam. Ihre Aufgabe sei es, den zukünftigen Mitarbeitern die richtige Arbeitshaltung nahe zu bringen.

Dazu waren in dem Raum Körbe abgestellt, welche Waren beinhalteten.

Diese Körbe wurden auch „Totes“ Einzahl „Tote“ genannt.

Ihre Finger zeigten über den Rand des Tote, dessen Einstanzungen dieser Körbe. Wegen ihrer Form lassen sie sich in einander stellen, sodass sie weniger Platz bei einer Einlagerung verbrauchen.

Diese Konstruktion der Körbe ist zudem dafür geeignet, aufeinander gestapelt zu werden.

Die innen liegenden Artikel würden somit nicht zerstört.

Zwei von diesen gelben Körben waren auch leer. Die Mitarbeiterin zeigte uns, wie man mit geradem Rücken ein Behältnis aufs andere hob. In meinem Kopf verwischte sich dieses Bild mit dem letzten Lap-dance den ich miterlebt hatte.

Die erheblichen Unterschiede waren bei ihr etwa das Alter und dass sie das aufreizende Kostüm wohl mit einer gelben Weste über der Kleidung eingetauscht hatte.

Nun nahm ich die Gelegenheit beim Schopfe und hob jeweils eine Tote mit fünf, zehn und fünfzehn Kilogramm aufeinander.

Ich tat es so, wie es mir aufgetragen wurde. Diesmal war jedoch ich derjenige,welcher sich wie ein Table -dancer fühlte.

Als nächstes warteten wir in einem bestuhlten Raum.

Wieder warteten etwa 60 Leute voller Ungewissheit.

Es folgte eine allgemeine Begrüßung durch den Vorsitzenden des Personalrates, des Betriebsratsvorsitzenden und meiner damaligen Managerin.

Wir bekamen Hinweisblätter zum gegenseitigen Umgang ausgeteilt und vorgetragen.

Ein Bild erschien im Anschluss auf der Leinwand, - es war Jeff Bezos, der Gründer von Amazon.

Wir bekamen Einblicke darüber, wie er mit Amazon als kleines Unternehmen angefangen hatte. Man erzählte uns, das er erst mal nur Bücher eingelagert hatte, um sie über das Internet weiter zu verkaufen. Er lieferte damals noch selber die Bücher mit einem Transporter zum Kunden.

Auch ein Flyer in dem die betriebseigenen Abkürzungen angegeben waren, sollte unser eigen sein. Jedoch konnte keiner aus dem Papier ersehen, in wie weit die Beine und Knie in den folgenden Arbeitstagen durchhalten müssten.

Im Anschluss an die Ansprache schauten wir uns ein Video an, worin die verschiedenen Abteilungen vorgestellt wurden. Man hatte es sehr leicht, sich mit seinem inneren Auge eine Vorstellung von Amazon zu machen.

Das Video dauerte nur fünf bis sechs Minuten, bedingt durch die Wartezeit schauten wir es uns so an die 15 – 20 Mal an.

So ca. nach dem dritten Durchlauf fing so mancher schon an zu protestieren.

Aber es brachte ihnen nichts.

Ich nutze die Wartezeit, um erst mal meine selbstgemachte Schnitte Brot zu essen.

Nach einer langen Wartezeit hieß es „weiter im Text“, denn nun sollte unser logisches und unser sprachliches Verständnis auf die Probe gestellt werden.

Wir bekamen einen Zettel mit Aufgaben für deren Beantwortung wir 20 Minuten Zeit hatten.

Im Test befanden sich einfache Rechenaufgaben, Aufgaben zum logischen Denken, und ein kleiner Test zur Sprachgewandtheit.

In einem provisorischen Besprechungsraum erhielt ich eine grobe Auswertung über die gesamten Aufgaben. Danach bekam ich zwei Wertmarken eine war rot die andere blau. Wir sollten diese aufbewahren, um uns dafür eine Flasche und unsere Arbeitsschuhe abzuholen.

In einem anderen Raum wartete ich dann nur noch mit vier Leuten.

Wir würden in kürze unsere Arbeitsverträge bekommen. Die Mitarbeiterin hat mir ans Herz gelegt, mich in der Kantine über Fahrgemeinschaften zu informieren.

Mit Erhalt des Arbeitsvertrages bekam ich zugleich meinen Schichtplan und schließlich auch meinen blauen Badge.

Auf der Karte befand sich nicht nur ein Strichcode und mein Foto- sondern auch mein meine Login-Daten.

Mein personifizierter Login war eine Kombination aus Vorname und Nachname.

“Erdogaj”- ein wenig lächerlich, aber was soll´s.

Die Mitarbeiter haben sich zumindest nie über dieses Kürzel lustig gemacht.

Durch diese Karte konnten wir uns im inneren Teil des Betriebes frei bewegen.

Nach vier Stunden war der Tag vorüber und man wies uns an, am nächsten Tag zur Einarbeitung wiederzukommen.

Der zweite Arbeitstag

Die Anfahrt war für mich sehr einfach, da ich eine Fahrgemeinschaft gefunden hatte.

Dennoch muss ich gestehen, dass es einfacher für mich gewesen wäre, schon damals ein Autoführerschein zu haben. Aber bis ich den besitzen würde, würde noch viel Wasser durch den Rhein fließen.

Ich war nun ein “New Hire” und bekam meinen Spind, eine Weste und meine Arbeitsschuhe zugeteilt.

Ich konnte nie verstehen, warum sich die meisten Neuzugänge ein oberes Schließfach zur Verbergung ihrer persönlichen Dinge aussuchten.

Egal mit welchem schweren Schloss sie es so weit oben festmachten, war es doch immer nötig, dass sich jeder bücken müsste, um seine Schuhe zu binden.

Ohne viel Aufwand nahm ich also eines der Fächer der untersten Reihe.

Könnt ihr euch vorstellen wie es ist, wenn man Mitmenschen von unten betrachtet?

Natürlich ist für meine Platzierung des Spindes eine möglichst genaue Bilddarstellung möglich.

Doch überlegt mal selber was passiert, wenn man jedem Menschen mit Demut begegnet.

Von oben herab sehen kann jeder. Aber die Menschen geben noch vielmehr von sich preis, wenn man vor ihnen in die Knie geht.

Demut ist nicht nur ein anderes Wort für eine sogenannte Hinnahme von einfachen Ereignissen. Eine einfache Hinnahme seines Schicksals. Dies klingt für manchen Leser eventuell sehr dramatisch, aber so ging es für mich schneller das Erlebte ab zu heften.

Ich habe diese Handlung schon immer auch als Werkzeug verstanden.

Als Werkzeug, das man nutzen kann, um seinem Gegenüber Anerkennung zu erwidern. Im Endeffekt dient man den Menschen und nicht nur sich selbst. Man dient der Natur, weil sie einem den Untergrund des Spielplatzes bietet. Diese Sichtweise auf die Dinge ist erfüllender und inspirierender als jede Oper und alle Bilder dieser Welt.

Die Kollegen schauen einen an, als würde man seine Arbeitsmaterialien aus einem Geheimfach holen.

Für mich war die niedrige Position meines Schließfachs jedoch sehr effizient, weil mein niedriger Standpunkt für die anderen als Schwäche wahrgenommen wurde.

Tatsächlich war ich aber meistens schneller fertig als jene, die ein Schließfach im oberen Drittel ausgesucht hatten.

Jedes mal, wenn ich meine Weste und meine Arbeitsschuhe aus meinem Spind holte, dachte ich daran, Unkraut aus der Fuge eines gefegten Gartens zu rupfen. Das war einer der schönen Momente, wenn ich Zeit alleine auf dem Feld der Gärtnerei verbrachte. Wie sich um sieben Uhr morgens das kühle nächtliche Blau mit dem Purpur der ersten Sonnenstrahlen zu unvergesslichen Aquarellen vermischte! Die einzelnen Tropfen, die jede Spitze eines Miscanthus oder Cortaderia Grases besaß, und die darauf warteten in der Hochzeit der Freude entweder zu verdunsten oder verweint zu werden.

Beim Weinen des Grases konnte man sehen, wie sich die kleinsten festen Bestandteile eines Tropfen so schnell drehten, dass jedes Gefühl von Raum und Zeit unendlich war.

Jedenfalls soweit, bis der Tropfen seine Reise damit beendete, dass er vom trockenen Boden gierig aufgesogen wurde.

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