Anton Baumgärtner - Geist
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Die politischen TASCHENSPIEL-TRICKS.
Rousseau erkennt durchaus die Wirkung der „erhabenen Vernunft“, kann sich aber nicht vorstellen, dass sie irgendwo auf natürliche Art zustande kommt und transzendiert sie. Hören wir noch einmal hin:
„Die Entscheidung dieser erhabenen Vernunft, die das Fassungsvermögen des gewöhnlichen Menschen übersteigt, legt der Gesetzgeber den unsterblichen Göttern in den Mund, um durch die göttliche Autorität jene mitzureißen, die menschliche Klugheit nicht bewegt“.
Wozu Götter, wenn auch Philosophie und eine Definition von Gott zugleich eine von Vernunft ist.
Gott = Geist; Geist = Vernunft; Vernunft = Wahrheit. Was ist Wahrheit? –
Daraus folgt: Gott ist die Wahrheit, die Wahrheit ist göttlich. Die Vernunft ist deshalb „erhaben“, weil es über der Wahrheit nichts mehr Höheres gibt. Es bedarf keines Schwindels. Wahrheiten genügen. Sie finden sich mühelos im Intellekt des Menschen, müssen nur entdeckt werden. Sobald sie entdeckt worden sind, formen sie ein neues Bewusstsein und machen den Menschen zu dem, was er nach Gottes Wille sein soll. Es muss dann Gott nur noch mit Geist identifiziert werden. Beweisen lässt sich die Gottheit leicht. In der Natur. Die „kreative Vernunft“ schafft zum göttlichen Wissen noch eine „wahre Welt“. Friedrich Nietzsche erkennt die Gefährlichkeit dieser Idee.
NIETZSCHE und die „wahre Welt“.
Für Nietzsche ist die Vernunft der exakte Gegensatz zum Willen. Er träumt vom „Willen zur Macht“. Der Mensch soll mit Gewalt herrschen, nicht Gott in Form von Wahrheiten. Deshalb polemisiert er ein Werk-lang gegen die Vernunft und ihren Vertreter Sokrates. Hören wir uns Nietzsches geniale, sophistische Polemik an:
Die Unmöglichkeit einer wahren Welt.
Den FEIND der „wahren WELT“. Nietzsche:
1. „Die wahre Welt, erreichbar für den Weisen, den Frommen, den Tugendhaften, - er lebt in ihr, er ist sie, (Ältere Form der Idee, relativ klug, simpel, überzeugend. Umschreibung des Satzes: „ich, Plato bin die Wahrheit“)
2. Die andere Welt, unerreichbar für jetzt, aber versprochen für den Weisen, den Frommen, den Tugendhaften („für den Sünder, der Buße tut“)- (Fortschritt der Idee: sie wird feiner, verfänglicher, unfasslicher, - sie wird Weib , sie wird christlich…)
3. Die wahre Welt, unerreichbar, unbeweisbar, unversprechbar, aber schon als gedachter Trost, eine Verpflichtung, ein Imperativ. (Die alte Sonne im Grunde, aber durch Nebel und Skepsis hindurch: die Idee sublim geworden, bleich, nordisch, königsbergerisch.)
4. Die wahre Welt – unerreichbar? Jedenfalls unerreicht. Und als unerreicht auch unbekannt . Folglich auch nicht tröstend, erlösend, verpflichtend: wozu könnte uns etwas Unbekanntes verpflichten? (Graue Morgen. Erstes Gähnen der Vernunft. Hahnenschrei des Positivismus.)
5. Die „wahre Welt“ – eine Idee, die zu nichts mehr nütze ist, nicht einmal mehr verpflichtend, - eine unnütz, eine überflüssig gewordene Idee, folglich eine widerlegte Idee: schaffen wir sie ab! (Heller Tag: Frühstück: Rückkehr des bon sens und der Heiterkeit, Schamröte Platos; Teufelslärm aller freien Geister.)
6. Die wahre Welt haben wir abgeschafft: welche Welt blieb übrig? die scheinbare vielleicht? … Aber nein! mit der wahren Welt haben wir auch die scheinbare abgeschafft ! Augenblick des kürzesten Schattens; Ende des längsten Irrtums; Höhepunkt der Menschheit; INCIPIT ZARATHUSTRA .) „
Nun, so einfach ist das nicht. Nietzsche verwechselt Schein mit Erscheinen und Erscheinen mit Erscheinung. Wenn sich die „wahre Welt“ materialisiert, so erscheint sie im Laufe der Zeit als Produkt der Evolution. Sie ist dann weder ein Schein, noch ist sie eine Erscheinung. Sie entsteht, wenn eine alte Welt vergeht. Eine Kultur entsteht, eine andere vergeht. Das gab es in der Geschichte schon einige Male. Nietzsche befürchtet aber einen totalen Untergang seiner Welt, der Welt des Barbaren. Und ahnt auch das Ausmaß des Unterganges. Denn wenn das Abendland (Christentum) untergeht, das Morgenland (Islam) und auch noch das Mittagland (Amerika), geht die ganze alte Welt unter. weshalb er panisch und entsetzt eine alternative Welt sucht, in der des arischen Übermenschen, überleben kann.
Er fürchtet, dass das Reich der Übermenschen keine Dauer haben könnte, denn die Zeichen der Zeit (die evolutionäre Höherentwicklung) zeigt in eine ganz andere Richtung. Und er ahnt auch ganz richtig, was dem Übermenschen zum Verhängnis werden wird: - die Vernunft. Deshalb verflucht er den Vertreter der Vernunft (Sokrates) zugleich besorgt und voller Hass, aber auch Angst. Mit gutem Grund, denn die Vernunft könnte seine prächtigen Luftschlösser sehr schnell und leicht zum Verhängnis werden. Und er weiß auch warum. Deshalb verflucht er nicht nur die Vernunft, sondern auch die Dialektiker, die mit diesem gefährlichen Zeug hantieren und schwere Schäden anrichten.
Nietzsches Ängste:
„Man hat, als Dialektiker, ein schonungsloses Werkzeug in der Hand, man kann mit ihm den Tyrannen machen, man stellt bloß, indem man siegt. Der Dialektiker überlässt seinem Gegner den Nachweis, kein Idiot zu sein: er macht wütend, macht zugleich hilflos. Der Dialektiker depotenziert den Intellekt seines Gegners.“
Thoma von Aquin argumentierte ähnlich:
„Wieso, meine Brüder, sich vor den Philosophen fürchten, so lange es keine gibt.“ (Er blickte sich um und sah keine.)
Nietzsche will keine „klassenlose Gesellschaft“, sondern eine einzige, Klasse soll herrschen, und der Rest soll mitleidlos zu Sklaven gemacht werden. Dabei war ihm nicht nur das Mitleid der Kirche (obwohl ohnedies nicht sonderlich ausgeprägt) und Rousseau im Weg. „Zurück zur Natur“, welch ein Unsinn. Lieber: „Satan an die Macht“. Die Bestie war zahm geworden, das verdammte Geschwätz vom Mitleid hatte sie degeneriert. Man muss ihre alten Tugenden wiederbeleben. Adolf Hitler versuchte einen Wiederbelebungsversuch. Vergeblich. Nicht lief nach Plan. Statt „Mein Kampf“ zu schreiben, hätte er das „Gesetz Manu“ lesen sollen. Was für eine Erleuchtung. Erleichterung. Denn in der humanitären Zugluft der Zukunft holt man sich eine Erkältung. Deshalb auf nach dem milderen Klima des Orients und vor den Altären Manus beten. Vom „Gesetz des Manu“ können die Europäer einiges lernen.
Nietzsches Empfehlung:
Das GESETZ des MANU.
In seinem Buch GÖTZENDÄMMERUNG kommt der Traktat „Die „Verbesserer“ der Menschheit“ vor. Mit der Aussage, eine Verbesserung sei illusorisch, nicht wünschenswert, nicht möglich, nicht notwendig.
Die ERZIEHUNG des MENSCHEN.
Ist eine Erziehung der Menschheit zum Guten möglich? Und wenn ja, eventuell durch die angewandte Lehre vom Humanismus? Nietzsche, der germanische Meisterdenker ist nicht nur skeptisch, sondern verflucht solche Versuche als üble Sabotage gegen seinen arischen Übermenschen. Er meint zu diesem Thema in einem zornigen Traktat:
Die „Verbesserer“ der Menschheit.
„Ein erstes Beispiel und ganz vorläufig. Zu allen Zeiten hat man die Menschen „verbessern“ wollen: dies vor allen Dingen hieß Moral. Aber unter dem gleichen Wort ist das Allerverschiedenste von Tendenzen versteckt. Sowohl Zähmung der Bestie Mensch als die Züchtung einer bestimmten Gattung Mensch ist „Besserung“ genannt worden: erst diese zoologischen termini drücken Realitäten aus – Realitäten freilich, von der der typische „Verbesserer“, der Priester, nichts weiß – nichts wissen will. … Diese Zähmung eines Tieres seine „Besserung“ nennen, ist in unseren beinahe ein Scherz. Wer weiß, was in Menagerien geschieht, zweifelt daran, dass die Bestie daselbst „verbessert“ wird. Sie wird geschwächt, wie wird weniger schädlich gemacht, sie wird durch den depressiven Affekt der Furcht, durch Schmerz, durch Wunden, durch Hunger zur krankhaften Bestie. – Nicht anders steht es mit dem gezähmten Menschen, den der Priester „verbessert“ hat. Im frühen Mittelalter, wo die Kirche vor allem eine Menagerie war, machte man allerwärts auf die schönsten Exemplare der „blonden Bestie“ Jagd.
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