„Der Weg zum Lächeln führt Dich in ein Tal
Dort ist im Lauf der Zeit ein abgrundtiefer See entstanden
Aus den Tränen derer, die den Weg nicht fanden
Und die gestorben sind, allein mit ihrer Qual“
So diese erste Strophe aus dem Lied DER WEG ZUM LÄCHELN. Dieses dort besungene Tal zu durchqueren erfordert Kraft, Energie und Mut! Aber es ist -wie gesagt- ein sehr lohnenswerter Weg.
Eine naheliegende und häufig gestellte Frage, ist der optimale Zeitpunkt für den Beginn der Reise zum Glück. Interessanterweise finden viele Menschen ja gerade in Krisensituationen zu sich und zu ihrem Glück. Dramatische Ereignisse wie Unfälle, Krankheit oder gar der Tod einer geliebten Person verändern plötzlich alles. Bislang als „sicher“ angenommene Lebensplanungen verändern sich zwangsweise.
Neben den Menschen, die in solchen Situationen in tiefe Depressionen verfallen, gibt es einen erstaunlich hohen Prozentsatz, die solche Krisen als Chancen verstehen. Aber eigentlich bedarf es nur den tiefen inneren Wunsch herauszufinden, was für Sie Glück wirklich bedeutet. Und vielleicht solltest Du damit nicht allzu lange warten. Im Refrain seines Liedes (D)EINE ZEIT singt Mario:
„Hier bist Du einmal
Ein kleiner Stern in der Ewigkeit
Hier ist Dein Leben
Es gibt nur eine Zeit - Deine Zeit“
Jeder Tag, an dem wir nicht bewusst leben, ist ein verlorener Tag. Jeder Tag, an dem wir nur vom Leben träumen -statt wirklich zu leben- ebenso.
Darum: Begib Dich am besten jetzt auf Ihre Reise - auf Deinen Weg zum Lächeln! Wir wünschen Dir auf diesem Weg viele schöne und spannende Erlebnisse!
Mario Hené & Arne Salig
Wann leben wir eigentlich? Gewiss, wir machen Pläne, wie es einmal sein wird. Wie wir gerne leben wollen. Wir träumen (oder planen ganz real) das neue Haus, den nächsten Urlaub oder vielleicht sogar schon den Ruhestand. Wir malen uns aus, wie es „dann“ sein wird. „Dann“, das ist später, wenn die jeweiligen Voraussetzungen (eben Haus, Urlaub, Ruhestand, oder was auch immer) für ein glückliches Leben vorhanden sind.
Wem geht es nicht so? Wer kennt nicht von sich selbst oder zumindest von anderen Menschen Aussagen wie:
„Wenn die Kinder erst mal aus dem Haus sind, dann…“
„Jetzt noch ein paar Jahre arbeiten, und dann endlich…“
Wenn es mit dem neuen Job klappt, habe ich endlich wieder mehr Zeit für …“
Die Liste ließe sich mit uns allen wohlbekannten Beispielen sicher endlos fortführen. Und eines haben diese Sätze alle gemeinsam: Die gesamte Planung ist auf die Zukunft ausgelegt.
Mindestens genauso häufig finden wir aber auch so etwas wie eine rückwärts gewandte Planung.
Vom nostalgischen Schwelgen in Erinnerungen bis zur schwermütigen Fixierung auf die Vergangenheit. Man hofft, dass es noch einmal so wie früher sein könne, weiß aber insgeheim, dass dem nie mehr so sein wird. Typische Beispiele:
„Früher war ich irgendwie glücklicher!“
„Damals war die Stimmung noch ganz anders.“
„Als ich jünger war, hat mir alles noch viel mehr Spaß gemacht.“
Kennst Du das auch? Vielleicht sogar von Dir selbst? Wir machen Pläne für eine mehr oder minder weit entfernte Zukunft, oder wir träumen von Dingen, die meist unwiderruflich vergangen sind.
Bleibt die Frage: Wann leben wir eigentlich? In der Zukunft? Oder in der Vergangenheit? Oder vielleicht doch in der Gegenwart? In seinem Lied HEUT UND HIER singt Mario davon:
„Die Zukunft ist noch nicht geboren
Vergangenheit liegt schon im Grab
Was bleibt ist pausenlose Gegenwart
Mein Jetzt ist alles was ich hab“
Leben ist Jetzt! Nicht gestern und nicht morgen! Sondern ganz genau jetzt! Genau in diesem Augenblick!
Diesen Gedanken zu verinnerlichen, ist nicht ganz so einfach, wie es scheint. „Pausenlose Gegenwart“ klingt für manche Menschen sogar bedrohlich und verstörend, da es scheinbar keinen Moment der Ruhe und Besinnung zulässt. Es klingt nach ständiger, eben pausenloser Bewegung. Doch eine derartige permanente Unruhe ist mit der „pausenlosen Gegenwart“ nicht gemeint.
Auf dem Weg zum Lächeln ist diese Station eine ganz wichtige! Die Erkenntnis, das Leben, jede Minute, ja Sekunde, bewusst zu erleben und zu genießen.
Die Realität ist ja leider meistens eine andere: Wir werden getrieben von äußeren Einflüssen. Sei es im Berufsleben, in der Freizeitplanung und oft sogar in der Beziehung. Wir hetzen von Termin zu Termin und versuchen, alles -so gut es eben geht- zu schaffen.
Zeit zu haben ist in unserer Gesellschaft zu einem Luxus geworden, und gerade deshalb ist dieses Kapitel so wichtig. Dass Stress und Zeitdruck krank machen können, ist nicht neu. Doch gerade durch die rasante technologische Entwicklung der letzten Jahre ist der (Zeit-)druck auf uns immer größer geworden. Wir sind ständig mobil erreichbar. Wenn nicht, springt die Mailbox an und verspricht, dass wir „umgehend“ zurückrufen. Das Email-Postfach wird jeden Tag erbarmungslos gefüllt.
Auch wenn wir jede Email beantwortet haben, alle Menschen zurück gerufen haben (oder ihnen seinerseits Nachrichten auf der Mailbox hinterlassen haben), bleibt dennoch häufig ein ungutes Gefühl zurück. Haben wir wirklich an alle und alles gedacht? Nichts und niemanden vergessen?
Was also kannst Du tun, damit Du Deine Zeit bewusst erleben kannst? Wichtig ist zunächst einmal Deine innere Erkenntnis. Das Verstehen des Begriffes „Pausenlose Gegenwart“ ist ein wichtiger Schlüssel dazu.
„Pausenlose Gegenwart“ bedeutet zunächst einmal wortwörtlich, dass jede gerade erlebte Sekunde bereits wieder Vergangenheit ist. Gegenwart passiert ständig neu. Doch dies bedeutet keinesfalls, permanent in geistiger oder körperlicher Bewegung sein zu müssen.
Richtig verstanden, sollte „pausenlose Gegenwart“ bedeuten, jeden Moment bewusst zu erleben. Momente voller Aktivität genauso wie Momente der Ruhe. Wer es schafft, diesen Gedanken zu verinnerlichen und bewusst zu (er-)leben, wird feststellen, plötzlich viel mehr Zeit zu haben. Bewusst gelebte und erlebte Zeit!
Eine solche Umstellung vom unbewussten Verschwenden der Gegenwart hin zum bewussten Erleben eines jeden Moments ist nicht ganz einfach und dauert seine Zeit. Ein praktischer Weg dorthin führt zunächst ganz konservativ über eine Art Zeitplanung.
Um nicht den Sonntag schon mit Aufgaben (und möglicherweise Problemen) der folgenden Woche zu beladen, solltest Du Die montags alles (wirklich: alles!) notieren, was in der jeweiligen Woche zu erledigen ist. Teile Termine und Aufgaben realistisch auf die Tage auf und notiere Dir die jeweils benötigte Zeit.
Bis dahin klingt das noch nicht besonders spektakulär. Interessant wird es jedoch, wenn Du die benötigte Zeit für alle geplanten Aktivitäten addierst. Gehen wir davon aus, dass Du acht Stunden am Tag schläfst. Bleiben also sechzehn Stunden am Tag für bewusstes Erleben (inklusive unserer Arbeitszeit).
Vermutlich wirst Du feststellen, dass Deine geplanten Aktivitäten nicht annähernd sechzehn Stunden pro Tag ausmachen! Warum also hat man so häufig das Gefühl, nicht alles zu schaffen und total überlastet zu sein?
Ob wir es wollen oder nicht: Wir vergeuden unendlich viel Zeit! Wir fangen Dinge an, lassen sie dann wieder liegen, beschäftigen uns später erneut damit. Kurz gesagt: Dadurch, dass wir unsere Zeit nicht bewusst nutzen, verschwenden wir sie.
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