Sylvia Schopf - Wie der Tod in die Welt kam

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Warum müssen wir sterben? Was kommt nach dem Tod? Wie verhalten sich Tod und Leben zueinander? Mythen aus den unterschiedlichsten Kulturen geben Antworten auf diese Menschheitsfragen: poetisch, fantasievoll und bildmächtig.
Der Tod ist eine Tatsache. Man kann ihm nicht entkommen, auch wenn der Mensch immer wieder diese Sehnsucht hegt. Das sind die eindeutigen und universellen Botschaften, die die Mythen aus aller Welt vermitteln. Und während die Naturwissenschaften uns Fakten und Erklärungen liefern, bieten die verschiedenen Religionen und Kulturen mit ihren poetischen und bildkräftigen Geschichten Trost und Hilfe an. Denn sie haben – auch heute noch – die faszinierende Kraft, uns jenseits des Verstandes im tiefsten Inneren zu berühren. Wenn wir uns darauf einlassen können!

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Die Frage, warum es den Tod überhaupt gibt, beschäftigt uns dabei jedoch eher selten. Sie ist aus Kindermund zu hören: “Wieso müssen wir überhaupt sterben?“ oder „Wieso ist Opa gestorben?“ Ansonsten taucht eine derartige Frage höchstens in Momenten tiefster Trauer auf, denn eigentlich haben wir ja Antworten von der modernen Wissenschaft. Naturwissenschaftliche Fakten erklären uns das Phänomen Tod – und dank der Forschung wissen wir immer mehr über Todesursachen und wie diese zu bekämpfen sind.

Solche Erklärungen stammen aus naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und sind logisch, rational, nachvollziehbar. Sie mögen unseren Geist ansprechen, nicht aber unser Herz. Dort jedoch sitzen Trauer, Schmerz, Hilflosigkeit.

Die Frage nach dem Warum des Todes ist eine existentielle Frage, die Menschen seit Jahrtausenden überall auf der Welt beschäftigt, ebenso wie Frage nach dem Anfang und Ursprung des Lebens. Das, was uns heute als Mythen überliefert ist, sind die Antworten und Erklärungen, die Menschen jenseits heutiger naturwissenschaftlicher (Er-)Kenntnisse gefunden und entwickelt haben. Häufig standen Beobachtungen der Natur Pate bei ihren Überlegungen. Ist nicht zum Beispiel der Mond, der einem stetigen Wandel unterliegt, ein Sinnbild für das Werden und Vergehen des Menschen? Und nicht umsonst wird bis heute der Schlaf als kleiner Bruder des Todes bezeichnet.

Für uns naturwissenschaftlich geprägte Menschen können die aus einer anderen Gedankenwelt stammenden Mythen bisweilen irritierend und verwirrend sein. Doch bieten sie einen Blick in eine andere Welt, eine andere Anschauungsweise und lassen uns unterschiedliche Welt- und Menschenbilder kennenlernen. Sie sind poetische, schöpferische und kraftvolle Antworten und können uns Anstoß und Anregung sein, eine neue Sichtweise auf die Tatsache des Todes.

Die ältesten uns heute bekannten Mythen, die sich mit der Frage des Todes beschäftigen, sind mehrere Tausend Jahre alt. Sie stammen aus Mesopotamien („Gilgamesch Epos“, etwa um 1.600 v.Chr. niedergeschrieben), dem alten Ägypten (das „Ägyptische Totenbuch“, ebenfalls vor etwa 3.500 Jahren verfasst), dem antiken Griechenland („Orpheus und Eurydike“, aufgeschrieben vor etwa 2000 Jahren), dem Vorderen Orient (die biblische Geschichte vom Sündenfall, die mehr als 3000 Jahre alt ist). Doch lange bevor diese Mythen und Geschichten aufgeschrieben wurden, existierten sie bereits und wurden mündlich weitergegeben. Auch die Mythen afrikanischer, indianischer oder asiatischer Völker wurden lange Zeit nur mündlich weitergegeben. Erst Missionare oder europäische Reisende haben sie vor einigen Jahrhunderten aufgeschrieben, so dass wir über tatsächliche Alter dieser Mythen nur schwer etwas sagen können.

Überraschend ist jedoch, dass sich in den Mythen, die in den verschiedensten Teilen der Welt und unabhängig voneinander entstanden sind, letztlich doch ähnliche Antworten finden. Es gibt etwa vier verschiedene Antwortmotive auf die Frage nach dem Ursprung des Todes:

Der Tod ist menschliches Schicksal: ein Urzeitwesen, eine Gottheit oder die ebenfalls in der Welt existente „böse Macht“ hat den Tod für den Menschen bestimmt.

Der Tod ist ein Versehen oder Missgeschick, eine menschliche Unzulänglichkeit, eine falsche oder unkluge Entscheidung.

Der Tod ist die (göttliche) Strafe für ein Vergehen des Mensch: Er verzehrt verbotene Früchte oder öffnet unerlaubt ein Behältnis.

Der Tod ist lebensnotwendig, denn erst er ermöglicht, dass (neues) Leben entstehen kann bzw. nur durch ihn kann die Erde fortbestehen

Nicht nur die Ursache des Todes hat die Menschen früherer Zeiten bewegt, sondern auch die Frage: Was kommt nach dem Tod? Was passiert mit den Toten? Wohin gehen sie? Es ist kein Volk bekannt, für das der Tod ein absolutes Ende darstellt. In irgendeiner Weise geht es weiter, gibt es ein anderes, neues Dasein jenseits des Lebens auf der Erde: im Paradies oder in der Hölle, in der Unterwelt, im Land der Toten, im Dorf der Ahnen, das sich unter der Erde, unter dem Wasser, im Himmel, auf einer fernen Insel .... befindet.

Und wie sieht es in dieser anderen Welt aus? Auch darüber haben sich die „Naturvölker“ ebenso wie die großen Religionen (z.B. Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus, Hinduismus) Gedanken gemacht, die sie in ihren Mythen und Geschichten poetisch zum Ausdruck bringen. Im Buddhismus und Christentum finden sich beispielsweise prächtige Paradiesbeschreibungen, während Mythen nord- und südamerikanischer Indianer oft von Besuchen und Reisen ins Jenseits erzählen. Doch egal ob Jenseitsreise oder Paradiesgeschichte: Es sind Versuche, den Lebenden eine (meist) tröstliche Botschaft zu vermitteln: Sorgt euch nicht, den Toten geht es gut.

Eindeutig und universell ist auch die Botschaft: Der Mensch kann dem Tod nicht entkommen, auch wenn er immer wieder die Sehnsucht hegt, ihn zu überlisten: mit einem Trick, einem Unsterblichkeitskraut. Letztlich muss der Mensch den Tod als unausweichliche Tatsache akzeptieren. Und mehr noch:

Wer den Tod leugnet, verleugnet das Leben

So wurde es entschieden

Auf Befehl von Brahma

A us dem hinduistischen Indien

Einst erschuf Brahma, der oberste Gott, die Welt und die Erde mit all ihren Lebewesen. Alles wuchs und gedieh und immer mehr Menschen bevölkerten die Erde. Die aber stöhnte bald unter der Last, denn die Menschen lebten ewig und vermehrten sich unaufhörlich.

„So kann es nicht weitergehen“, stellte Brahma eines Tages fest, und er überlegte, was zu tun sei. Doch so viel er auch nachdachte, ihm fiel nichts ein, womit er der unendlichen Schöpfung Einhalt gebieten könnte. Das machte ihn zornig. Sehr zornig! Und sein Zorn brachte glühendes Feuer in die Welt. Das breitete sich aus und schickte sich an, die Welt und alle seine Geschöpfe zu vernichten. Als Shiva, einer der anderen Götter, davon hörte, machte er sich sogleich auf den Weg zu Brahma.

„Habt Nachsicht!“, bat er und flehte den obersten Gott an, einen liebevollen Blick auf alles Lebendige zu werfen. Es schien, als würden Shivas Worte ungehört verhallen. Doch allmählich verglühte Brahmas Zorn, und die Feuer, die auf der Erde wüteten, wurden kleiner, bis sie schließlich erloschen.

Da tauchte aus Brahmas Geist eine schöne Frau auf. Sie hatte ein feuriges Gesicht, funkelnde Ohrringe und war prächtig gekleidet. Es war Frau Tod, und Brahma sprach zu ihr: „Du, die du aus meinem Zorn geboren wurdest, gehe und töte all meine Geschöpfe. Das wird dir zum Segen gereichen.“

„Wie kann ich so etwas Grausames tun?“, sagte Frau Tod. „Wie kann ich den Menschen, die du geschaffen hast, den Lebensatem nehmen?“, klagte sie und begann zu weinen. Brahma fing die Tränen, die aus ihren Augen fielen, in seinen Händen auf und verwahrte sie. Frau Tod aber war verzweifelt und wusste nicht, was sie tun sollte. Voller Kummer zog sie sich in die Einsamkeit des Waldes zurück. Milliarden von Jahren lebte sie von nichts anderem als von Luft und Wasser und wurde immer dünner und magerer. Eines Tages suchte Brahma sie auf.

„Warum unterziehst du dich so strenger Buße?“, fragte er.

„Aus Furcht mich zu versündigen“, antwortete sie.

„Aber es ist doch keine Sünde, wenn du tust, was ich dir befehle“, antwortete Brahma. „Außerdem werde ich dir Gehilfen an die Seite stellen. Krankheit, Eifersucht, Habgier, Bosheit und Zorn werden dir vorausgehen, und dich wird keine Schuld am Tod der Menschen treffen.“

Lange dachte Frau Tod über Brahmas Worte nach und schließlich fügte sie sich den Anordnungen. Sie verstand: Was der oberste Gott und Schöpfer befohlen hatte, war unabwendbar.

Brahma holte die Tränen hervor, die Frau Tod einst geweint hatte, und sie verwandelten sich in Krankheiten und Übel aller Art. Und es geschah, wie Brahma es gewollt hatte. Krankheit, Eifersucht, Habgier, Bosheit und Zorn suchten die Menschen heim, und erst als sie ihr Werk getan hatten, kam Frau Tod, um die Menschen zu holen.

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