Lara Licollin - Das was man Leben nennt

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Zoe ist verzweifelt.
So verzweifelt, dass sie für sich keine andere Möglichkeit mehr sieht als den Tod. Und ausgerechnet Ben, der nicht gerade als der selbstbewussteste Mensch auf Erden bezeichnet werden kann, begegnet ihr in diesem Moment. Verzweifelt versucht er, Zoes und schließlich auch seinem Leben einen Sinn zu geben. Denn der Tod war noch nie eine Alternative zum Leben.
Man muss nämlich einfach nur wissen, wofür es sich wirklich lohnt, zu leben.

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Ich sehe ihn entschlossen an.

„Ich gehe allein.“

Er mustert mich und fragt schließlich: „Zur Polizei?“

Ich stöhne. „Ja!“, sage ich lauter.

Er löst seinen Blick nicht von mir. „Das glaube ich dir nicht.“

Obwohl er das in so einer kurzen Zeit gar nicht sollte, kennt er mich wirklich zu gut.

Ich schweige trotzig.

Schließlich seufzt er.

„Zoe, komm schon. Du tust mir, ob du es glaubst oder nicht, einen Gefallen, wenn du bleibst.“

Ich sehe ihn an. „Ach ja? Weil du dann nicht mehr so alleine bist?“, frage ich. „Und während du dann arbeiten bist, wer sitzt dann hier herum? Ich doch wohl, oder? Und zwar alleine. In deiner Wohnung.“

Jetzt schweigt er und sieht nach unten, aber ich bin noch nicht fertig. „Außerdem geht es nicht, okay? Du bist ein wildfremder Mann. Du hast keine Verantwortung mir gegenüber! Du musst mich gehen lassen!“

„Dir ist klar, dass du jetzt einfach aufstehen und meine Wohnung verlassen könntest, ohne dass ich dich aufhalten könnte?“

Er grinst nicht.

„Darum geht es nicht! Du sollst einfach aufhören, dir Gedanken zu machen. Das mit dem Schlüssel ist mein Problem, nicht deins. Ich komme schon klar. Alleine!“

Ich fahre mir durch die Haare und sehe in Richtung Balkon, weg von Ben.

Er hat recht, ich könnte einfach gehen.

Was hindert mich?

Seine Fürsorglichkeit? Das Gefühl, jemandem mal nicht egal zu sein?

Erst nach einiger Zeit gibt er zu, dass ich recht habe.

„Ich bin ein wildfremder Mann, ja“, sagt er. „Aber es geht hier um dein Leben. Um dein Leben , das du einfach so aufgeben willst. Ich habe dafür zu sorgen, dass du zur Vernunft kommst. Du kannst nicht gehen, bevor du nicht kapiert hast, dass das keine Lösung ist.“

„Natürlich kann ich gehen. Ich bin erwachsen, ob du es glaubst, oder nicht.“

Ben nickt und wird leiser.

„Ich weiß, Zoe. Aber weißt du nicht mehr, vor nicht mal zwei Tagen, da …“

„Ich weiß, was ich tun wollte, okay?“, fahre ich ihn wieder an. „Du brauchst es mir nicht noch einmal zu sagen. Ich weiß, was ich wollte.“

Er schluckt. „Und … willst du es immer noch?“, fragt er leise.

Ich schweige und weiche seinem Blick aus.

Klar, zum ersten Mal fühle ich mich wieder wohl. Ich würde gerne bleiben. Aber das kann ich diesem fremden Mann nicht antun.

Eigentlich sollte ich mich sowieso seltsam fühlen, bei einem fast 40-jährigen zu übernachten und mit ihm zu frühstücken – und das alles auch noch gut finden.

Ich werde gehen, weil es das Vernünftigste ist. Ich kann nicht bei ihm bleiben.

Aber natürlich fällt es mir schwer. Endlich ist mal jemand nett zu mir und kümmert sich um mich. Wenn ich jetzt gehe, werde ich wieder allein sein. Auch das weiß ich. Was ich jedoch nicht weiß ist, ob ich in der Lage bin, wieder zurück in dieses Leben zu finden.

Genau das bezweifelt Ben anscheinend auch.

„Vielleicht“, sage ich schließlich leise und wahrscheinlich sorgt er sich jetzt noch mehr um mich. Doch ich sollte froh darüber sein.

„Zoe“, setzt er wieder an. „Bitte.“

Ich spüre plötzlich seine Hand auf meinem Handgelenk liegen. Genau wie vorgestern Abend.

Ich kann ihn nicht ansehen und bin hin- und hergerissen.

„Bitte gib deinem Leben noch eine Chance.“

Ich schlucke. Kann ich das denn? Nicht, wenn es so weitergeht wie bisher.

„Ich kann nicht wieder in die Schule gehen. Einfach so, als wäre nichts gewesen“, erkläre ich ihm.

„Dann mach eine Pause und denk erst mal über dein Leben nach“, schlägt er vor, obwohl er keine Ahnung von meinem Leben hat.

Ich schüttle den Kopf.

„Das kann ich doch nicht machen …“

„Warum nicht?“, fragt er nun.

„Weil …“

Ich schüttle den Kopf und vergrabe mein Gesicht in den Händen. Er lässt mein Handgelenk los.

„Ich kann dir helfen.“

Ich sehe wieder auf.

„Du musst dich um dich selbst kümmern. Um deine Arbeit.“

„Ich kann Urlaub nehmen. Ich habe dieses Jahr noch keinen genommen.“

„Noch gar nicht?“

Er schüttelt den Kopf. „Ich habe es nie für nötig gehalten“, sagt er. „Was soll ich hier, in dieser leeren Wohnung? Allein.“

Ich zucke mit den Schultern. „Verreisen. Du hast doch bestimmt viel Geld, oder? Du bist Ingenieur und so wie ich das mitbekommen habe, arbeitest du fast jeden Tag. Von morgens bis abends. Also warum hast du nicht mal ein bisschen Spaß?“, frage ich ihn. „Warum lernst du nicht mal ein paar nette Leute kennen? Oder eine Frau.“

Er sieht zur Seite und schweigt so lange, dass ich schon wieder kurz davor bin, einfach aufzustehen und zu gehen.

Doch dann sieht er wieder auf und blickt mich an.

„Du hast ja recht. Es hört sich fast so an, als würde mein Leben nur aus meiner Arbeit bestehen.“

„Das tut es.“

Er lacht.

„Ja … Ja, das stimmt schon, aber … kennst du nicht dieses Gefühl, wenn man abends nach Hause fährt, man ist kurz davor seine alte, leere, stille Wohnung zu betreten und man weiß, dass dort niemand auf einen wartet?“

Er sieht mir in die Augen und ich nicke.

„Das kenne ich“, sage ich leise und räuspere mich. Dann sage ich lauter: „Das kenne ich sehr gut.“

Er nickt ebenfalls und sieht wieder geradeaus.

Wieder schweigt er, aber dieses Mal plane ich nicht, einfach aufzustehen und zu gehen. Irgendwie kann ich nicht. Noch nicht.

Es ist schön, mit ihm zu reden.

„Wenn du …“, sagt er plötzlich, bricht dann aber ab.

„Was?“

„Egal.“

„Nein, sag.“

„Ich hab nur gedacht … Wenn du dasselbe Gefühl hast, jeden Abend, warum bleibst du dann nicht?“

Er sieht mir wieder in die Augen und ich schlucke. Schnell sehe ich zur Seite.

„Du bist … Du könntest mein Vater sein und …“

„Willst du denn keinen Vater?“ Er schluckt. „Tut mir leid, das wollte ich nicht sagen. Du hast ja sicher einen Vater, aber ich meinte …“

„Schon okay. Ja, ich habe einen Vater … na ja, zumindest hatte ich einen.“

Immer noch sieht er mich von der Seite an.

„Was ist passiert?“

Meine Lippen zittern, als ich es ihm erzählen will, ich weiß nicht, warum.

Er ist schon längere Zeit nicht mehr am Leben, und auch davor habe ich nicht oft mit ihm gesprochen.

„Er ist tot“, sage ich dann extra laut, sodass er meine Gefühle nicht errät. Dabei weiß ich selbst nicht mal, was ich fühle.

„Das tut mir leid“, sagt Ben sanft und ich zucke wieder mit den Schultern.

„Ist schon etwas länger her.“ Nicht einmal fünf Jahre. „Und außerdem war er sowieso kein guter Vater.“

„Und was ist mit deiner Mutter?“, hakt er sofort nach.

Ich zucke mit den Schultern.

„Keine Ahnung.“

„Also lebt sie noch?“, fragt er weiter.

„Ja, aber in ihrer Welt.“

Er sieht mich fragend an und ich erkläre es ihm seufzend: „Sie ist Alkoholikerin, seit mein Vater tot ist.“

„Oh“, sagt Ben und sieht geradeaus. „Das tut mir leid.“ Mehr sagt er nicht und eine Weile herrscht Schweigen, bis ich die Stille breche.

„Ist ja auch egal“, sage ich entschlossen und erhebe mich. „Ich muss jetzt los.“

„Zoe“, sagt Ben und erhebt sich ebenfalls. „Ich dachte, du hättest es dir überlegt.“

Er sieht mich mit großen Augen an und ich erkenne darin eine Bitte, zu bleiben.

„Bitte denk doch an die ganzen Abende, an denen du allein zu Hause saßt. Und jetzt erinnere dich an gestern. Es war doch schön, zu zweit, oder?“

Ich sehe auf den Boden und antworte nicht.

Denn natürlich hat er recht. Er hat bei allem recht.

„Zoe“, sagt er wieder eindringlich und gleichzeitig flehend. „Bitte bleib doch. Wenigstens noch ein paar Tage. Morgen ist Freitag und dann ist Wochenende und dann kannst du dich immer noch entscheiden.“

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