Lara Licollin - Das was man Leben nennt

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Zoe ist verzweifelt.
So verzweifelt, dass sie für sich keine andere Möglichkeit mehr sieht als den Tod. Und ausgerechnet Ben, der nicht gerade als der selbstbewussteste Mensch auf Erden bezeichnet werden kann, begegnet ihr in diesem Moment. Verzweifelt versucht er, Zoes und schließlich auch seinem Leben einen Sinn zu geben. Denn der Tod war noch nie eine Alternative zum Leben.
Man muss nämlich einfach nur wissen, wofür es sich wirklich lohnt, zu leben.

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Doch das Außenseiterleben ist nur einer der Gründe, warum ich hier stehe.

Die Straßenlaterne flackert; ich sehe nach oben. Fliegen sammeln sich unter der Lampe an, lassen sich täuschen vom künstlichen Licht.

Ich sehe wieder geradeaus und setze einen Fuß vor den anderen. Der harte Beton fühlt sich so kalt an wie Eis unter meinen nackten Füßen und ich fröstle.

Ganz oben auf der Brücke bleibe ich stehen und schaue nach unten auf das Wasser. Es sieht fast schwarz aus. Ob es kalt ist?

Vielleicht bleibt mir auch schneller das Herz stehen, wenn es so kalt ist. Man muss immer positiv denken.

Ich atme noch einmal tief durch und trete dann näher an das breite, steinerne Geländer heran, das aussieht wie eine Balustrade.

Ich sehe mich noch einmal um. Es ist keiner zu sehen.

Plötzlich kommt Wind auf und ich bekomme Gänsehaut. Es ist noch nicht ganz Frühling, deshalb wird es abends noch ziemlich kalt und ich trage nur ein T-Shirt.

Ich drücke mich nach oben und setze mich für einen Moment auf die kalte Mauer, die als Geländer dient.

Der Wind wird stärker.

Als ich schließlich stehe, muss ich mir die Haare aus dem Gesicht streichen, um nach unten sehen zu können, weil es plötzlich so windig ist. Das Wasser unter mir glitzert und wartet nur auf mich. Ich muss es jetzt tun. Es wird sowieso nicht besser. Wie sollte es? Es ist seit fast neun Jahren schon so, was sollte sich jetzt noch ändern?

Also los!

Spring schon!

2

Als ich die Tür hinter mir schließe, atme ich erst einmal tief durch. Diese Zimmerluft kann ja niemand auf Dauer aushalten.

Manchmal frage ich mich, warum ich nur IT studiert hatte. Es war doch klar gewesen, dass man da niemals an die frische Luft kommt.

Ich hätte meinem alten Traumberuf folgen sollen: Förster. Da wäre ich wenigstens jeden Tag draußen im Wald, an der Luft. Aber nein, ich musste ja Computertechniker werden.

Ich seufze und gehe nach links, in Richtung Elbe, wie immer.

Je länger ich laufe, desto windiger wird es plötzlich. Der Wind ist kühl, nicht warm.

Zum Glück wird es bald Frühling, dann wird es wieder wärmer, auch abends.

Wieder atme ich tief durch. Ich liebe diese Luft. Es ist fast so, als würde man schon den Frühling riechen.

Ich begegne einigen bekannten Gesichtern, die mit ihren Hunden Gassi gehen. Für sie ist dieser abendliche Spaziergang ein Muss, weil sie einen Hund haben. Doch auch für mich ist es inzwischen auch ein Muss geworden, denn ohne kann ich abends einfach nicht einschlafen.

Manchmal frage ich mich, ob ich jemals eine Frau finde, die diese Leidenschaft, ja eher diese Angewohnheit mit mir teilen würde. Oder ob ich dann immer noch alleine spazieren gehen müsste.

Oder ob ich dann zu Hause bleiben würde, weil ich sie den ganzen Tag nicht gesehen habe.

Ich kann diese Fragen nicht beantworten. Ich hatte schon seit meiner Studienzeit keine feste Freundin mehr. Und ehrlich gesagt ist das gar nicht so schlimm.

Ich habe von meinem damaligen besten Freund Patrik mitbekommen, dass das inzwischen gar nicht mehr so einfach sei. Na ja, wann war es mit Frauen je einfach?

Auf jeden Fall dachte er, Ehrlichkeit wäre wichtig. Also antwortete er auf die Frage seiner damaligen Freundin, ob sie in einem Kleid, das sie gerade anprobierte, hübsch aussehe, dass es doch vielleicht eine Größe größer noch besser aussehen würde. Da sei sie wutentbrannt zurück in die Umkleidekabine marschiert. Währenddessen suchte er schon einmal nach einem weiteren Frühlingskleid, doch nach einer Viertelstunde musste er schließlich feststellen, dass sie gar nicht mehr da war, seine Freundin. „Besser gesagt: Meine Ex-Freundin“, ergänzte Patrik, als er mir vor Jahren von der Geschichte erzählte, und senkte den Blick.

In diesem Moment schwor ich mir, niemals die Wahrheit gegenüber einer Frau zu sagen oder besser erst gar keine zu haben.

Außerdem, dachte ich weiter nach, was war, wenn sie meine Angewohnheit nicht akzeptieren würde? Wenn sie mich schließlich zwingen würde, abends zu Hause bei ihr zu bleiben? Oder sich deshalb wieder bei mir trennte? Vielleicht auch, weil ich einfach nicht anders konnte, als abends einen Spaziergang zu machen?

Genau deshalb brauche ich keine Freundin. Wozu? Die würde sowieso nur Probleme machen und mein Geld wollen. Waren nicht alle Frauen so?

Nach fünf Minuten erreiche ich die Brücke, die zur Hochschule führt.

Ich weiß immer noch nicht, was genau dort gelehrt wird. Ich laufe ständig über diese Brücke zu dieser Schule, aber nie so nahe, dass ich das Schild lesen könnte, auf dem steht, was genau es für eine Schule ist.

Die Straßenlaternen beginnen wieder zu flackern. Das tun sie jeden Abend.

Auch die Brücke ist um diese Uhrzeit verlassen, wie immer. Niemand ist …

„Ach du ...“

Die Brücke ist nicht wie immer verlassen. Oben auf ihr, auf dem Geländer, da steht eine Frau. Ihr blondes langes Haar weht im immer stürmischer werdenden Wind. Sie trägt keine Socken, aber eine Jeans, wie ich, doch sonst auch nur ein T-Shirt. Ich trage eine Jacke und Schuhe und trotzdem ist mir kühl. Wie muss es ihr dann gehen?

Mein Blick fällt auf ihren rechten Arm und ich erkenne, obwohl ich gar nicht so nahe bei ihr bin, die roten Schnittwunden. Die Narben. Ihr ganzer rechter Arm ist damit übersät. Auf dem anderen wird es wohl nicht anders aussehen.

Doch darüber kann ich nicht länger nachdenken, denn natürlich ist mir sofort klar, was sie vorhat: Sie will sich das Leben nehmen.

Schon will ich ihr zurufen, doch dann frage ich mich, ob das sinnvoll ist. Was, wenn sie dann erst recht springt?

Noch hat sie mich nicht gesehen, aber was, wenn sie erschrickt, wenn sie mich sieht?

Also beschließe ich, ganz langsam zu ihr zu gehen. Noch hat sie den Blick starr nach unten gerichtet, die Arme aber ausgebreitet, fast so, als ob sie zum Flug bereit wäre …

Noch ein paar Schritte.

„Hey.“

Sie dreht sich ruckartig um, starrt mich an. Ihr Gesicht blass, aber nicht, wie ich es erwartet hätte, tränenüberströmt. Sie sieht eigentlich ganz gelassen aus, doch ich weiß, dass ich nicht viel Zeit habe, und wie ernst die Lage ist.

„Kommen Sie runter!“ Ich schreie nicht, aber meine Stimme klingt fest und entschlossen.

Die Frau starrt wieder nach unten, dann wieder zu mir. Daraufhin schüttelt sie langsam den Kopf.

„Machen Sie keinen Unsinn, kommen Sie runter.“

Ich reiche ihr meine Hand, aber sie ignoriert mich.

„Hey“, rufe ich wieder, aber sie dreht sich nicht um. „Ich rede mit Ihnen. Was machen Sie da?“

Natürlich weiß ich es, aber was soll ich denn sonst sagen? Ich muss sie ablenken, so viel ist klar.

Doch worauf soll ich warten? In Filmen kommen immer Passanten vorbei, die schließlich die Polizei rufen, aber hier ist niemand außer ich. Und ich kann die Polizei nicht rufen, ohne dass sie es bemerkt. Sie würde springen, noch während ich wähle. Das kann ich nicht zulassen.

Ich weiß nicht, was genau ich vorhabe, aber mein Mund öffnet sich von alleine.

„Kommen Sie! Ich kann Ihnen helfen. Das hat doch keinen Sinn. Warum tun Sie das?“

Die Frau bewegt sich nicht, sie steht einfach nur da, mit dem Rücken zu mir. Der Wind zerzaust ihr Haar immer mehr.

„Ich kann Ihnen runter helfen.“ Ich weiß, dass es sinnlos ist, aber für einen Moment strecke ich erneut meinen Arm aus, aber sie sieht es gar nicht. Ich lasse den Arm wieder sinken. „Warum wollen Sie das denn überhaupt tun? Das bringt doch nichts. Glauben Sie mir, man kann über alles reden.“

Ich erwarte schon gar keine Reaktion mehr, als sie sich plötzlich umdreht und mich fassungslos ansieht.

„Reden?“

Ich weiß nicht, was ich antworten soll, aber ich bekomme auch gar keine Chance dafür, denn sie fährt fort.

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