Wilfried Kochhäuser - Ich möchte freundlich behandelt werden

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Verteidigung ist nicht alles, aber ohne Verteidigung ist alles nichts.
Menschen machen ständig etwas mit uns, das entspricht unserer Biologie. Unser Gehirn ist seit Millionen von Jahren darauf trainiert, das Zusammenleben mit unseren Artgenossen zu verhandeln und zu regulieren. Die Regulation sozialer Interaktionen ist für den Erfolg unserer Spezies verantwortlich. Nicht individuelle Intelligenz oder persönliches Streben haben den Menschen auf diesem Planeten so erfolgreich gemacht, sondern unsere Fähigkeit zu kooperativem und sozialem Handeln. Als Konsequenz ist unser Denken, Fühlen und Handeln mit der Regulation von zwischenmenschlichen Abläufen beschäftigt. Für unser Leben unter heutigen Umgebungsbedingungen erzeugen diese Handlungsmuster jedoch zum Teil dramatische Fehlfunktionen. Es ist der machtvolle Handlungsimpuls in bedrohlich erlebten Konfliktsituationen, der uns unter Spannung und unter «Druck» stehen lässt.
Diese anhaltende energetische Aktivierung macht unser Leben anstrengend. In der psychosomatischen Medizin finden sich solche Zustände permanenter innerer Kampfenergie z.B. als Panikattacke, als körperliche Symptome ohne organische Ursachen oder «Burn-Out-Syndrom» wieder. Insofern habe ich ein Buch über die alltäglichen Bedrohungswarnungen geschrieben, die unser Gehirn mit unangemessenem Alarm, innerer Kampfaktivierung und auch Energiebereitstellung beantwortet. Ich sollte mich also auf der einen Seite tatsächlich gegen Feindseligkeit, Aggression und Dominanz wappnen können. Auf der anderen Seite benötigte ich dafür viel weniger an Kampfenergie, als mein Gehirn mir reflexartig dafür zur Verfügung stellt. Mit diesem Buch möchte ich helfen, dies dem eigenen Gehirn schrittweise beizubringen: Wie es mir dabei helfen kann, mich leichter, effektiver und auch «energiesparend» gegen Bedrohungen aus unserer Umwelt zu schützen. Deshalb der möglicherweise provozierende Untertitel: «Wer kämpft, verliert».

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Ich beobachte mich im Zusammensein mit einer für mich schwierigen Person [Meditation 3 f.p. mit für mich schwieriger Person. -->Download]

Kurzanleitung: Heraus aus dem Schlamassel

Übungswoche 5: In der Beobachterposition gegenüber meinen Gefühlen

Die hier zugehörige Meditation ist die Meditation 4: Atem- und Gefühlsräume--> Download

Zusammenfassend: "Freundlicher Druck" als Navigationssystem

Nachwort

Arbeitsmaterialien: Alle Downloads und Arbeitsmaterialien unter: www."friendly-pressure".com

Literaturangaben unter: www."friendly-pressure".com

Alle Downloads, Abbildungen und Arbeitsmaterialien unter:

www."friendly-pressure".com

Einleitung

Verteidigung ist nicht alles, aber ohne Verteidigung ist alles nichts

Menschen machen ständig etwas mit uns, das entspricht unserer Biologie. Unser Gehirn ist seit Millionen von Jahren darauf trainiert, das Zusammenleben mit unseren Artgenossen zu verhandeln und zu regulieren. Die Regulation sozialer Interaktionen ist für den Erfolg unserer Spezies verantwortlich. Nicht individuelle Intelligenz oder persönliches Streben haben den Menschen auf diesem Planeten so erfolgreich gemacht, sondern unsere Fähigkeit zu kooperativem und sozialem Handeln. Und unsere Biologie ist wohl am Stärksten auf das Überleben unserer Art und weniger auf unser individuelles Überleben ausgerichtet, wie Richard Dawkins in seinem Buch „Das egoistische Gen“ darlegt. Trotzdem verhalten wir uns nicht permanent selbstlos oder gar selbstmörderisch. Als Konsequenz ist unser Denken, Fühlen und Handeln mit der Regulation von zwischenmenschlichen Abläufen beschäftigt. Wir erleben dies als individuelles Streben oder Scheitern und interpretieren beispielsweise einen charakterlichen Zug zur Unterwerfung als individuelles Problem.

Für unser Leben unter heutigen Umgebungsbedingungen erzeugen diese Handlungsmuster jedoch zum Teil dramatische Fehlfunktionen. Es ist der machtvolle Handlungsimpuls in bedrohlich erlebten Konfliktsituationen, der uns unter Spannung und unter "Druck" stehen lässt.

Diese anhaltende energetische Aktivierung macht unser Leben anstrengend. In der psychosomatischen Medizin finden sich solche Zustände permanenter innerer Kampfenergie z.B. als Panikattacke, als körperliche Symptome ohne organische Ursachen oder "Burn-Out-Syndrom" wieder.

Selbst depressive Menschen leiden bei genauerer Erforschung ihrer körperlichen Wahrnehmung nur vordergründig unter einem Mangel an Energie, sondern bei genauerer Betrachtung an einem "zu viel", an einer Energieproduktion ohne funktionierenden Ansatzpunkt.

Wir sind unruhig, wälzen uns überwärmt im Bett, erleben uns als reizbar. Ein geringes Energieniveau sieht anders aus, nach einem solchen Zustand körperlicher Schwere sehnen wir uns, wie etwa körperliche Arbeit in der Winterkälte den "Kopf angenehm leer macht".

Wir leben im Beruf und im Privatleben in permanenter gedanklicher Beanspruchung und der daraus erwachsenden Aktivierung von Angst- und Bedrohungsreaktionen. Das kann auf niedrigem Niveau seinen Anfang nehmen: "Komme ich gleich zu spät zum Bäcker, gibt es keine Brötchen mehr?", aber endet auch schnell bei existenziellen Bedrohungsgedanken: "Behalte ich meinen Job? Wie kriege ich meine Kinder durch die Ausbildung? Ich habe mein Leben nicht im Griff". Und gar nicht so selten bei Gedanken, die vielen Menschen kommen: "Wo ist noch der Sinn für das alles? Warum tue ich mir das alles an?“

Ich möchte, ausgehend von solch trübsinnigen Einführungen, das Buch auf den Ursprung dieser Katastrophengedanken lenken.

Die subjektive Bedrohung durch den Anderen, durch unsere eigene Spezies, ist genau das, was in unserem inneren Gefahrenreport die höchste Bedeutung besitzt. Untersuchungen über die Auswirkungen von traumatischen Erlebnis zeigen, dass durch "Andere" verursachte Traumata das Schlimmste darstellen, was uns das Leben antun kann, stärker als Naturkatastrophen. Jean Améry beschrieb nach eigener Konzentrationslagererfahrung die Unmöglichkeit, wieder in der Welt heimisch zu werden.

Ich habe jedoch kein Buch über Folter und Trauma geschrieben, sondern über die alltäglichen Bedrohungswarnungen, die unser Gehirn mit unangemessenem Alarm, innerer Kampfaktivierung und auch Energiebereitstellung beantwortet. Unser Gefahrenscanner registriert ständige Gefahr für unser Leben und unsere seelische sowie körperliche Integrität. Diese ständige Alarmreaktion unseres Gehirns auf die, ja tatsächlich häufig unfreundlichen, aggressiven und dominanten Verhaltensweisen anderer ist Gegenstand des Buches.

Ich sollte mich also auf der einen Seite tatsächlich gegen Feindseligkeit, Aggression und Dominanz wappnen können. Auf der anderen Seite benötigte ich dafür viel weniger an Kampfenergie, als mein Gehirn mir reflexartig dafür zur Verfügung stellt. Mit diesem Buch möchte ich helfen, dies dem eigenen Gehirn schrittweise beizubringen: Wie es mir dabei helfen kann, mich leichter, effektiver und auch "energiesparend" gegen Bedrohungen aus unserer Umwelt zu schützen. Deshalb der möglicherweise provozierende Untertitel: "Wer kämpft, verliert".

Wie wende ich dieses Buch an?

„Aus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann nichts ganz Gerades gezimmert werden.“

Immanuel Kant

Vieles von dem, womit ich den Leser in Kontakt bringe, mag zunächst entfernt von unserer Alltagserfahrung erscheinen. Ich werde in diesem Buch Gefühle als fest verankerte Steuerungsimpulse innerhalb "unserer Gruppe" einordnen. Unsere Gefühle sind vielfach mit Handlungsimpulsen verschmolzen, die uns einen möglichst sicheren Platz in unserer sozialen Gruppe sichern sollen.

Denn außerhalb der Gruppe lauert für das „Beutetier Mensch“, zumindest sozial und emotional, der Tod. Innerhalb der Gruppe sind die Spielregeln vorgegeben. Ich muss innerhalb der Gruppe kämpfen, wenn ich aufsteigen und somit weniger durch andere dominiert werden will. Und ich muss mich unterwerfen, wenn ich einen Kampf verliere oder befürchte zu verlieren, denn sonst bin ich draußen. Für Zwischentöne gibt es, so wie die Evolution unser emotionales Gehirn über Jahrtausende entwickelt hat, keinen Platz. Entsprechend machtvoll sind die zugehörigen emotionalen Handlungsaufforderungen. Rasch überwältigend wird die Hilflosigkeit, wenn ich versuche, diesen Gefühlen entgegenzuhandeln oder sogar nur innezuhalten und nicht sofort auf meine Umwelt zu reagieren. Zu allem Überfluss halten wir wir uns heute zudem in sehr vielen unterschiedlichen Gruppen parallel auf. Da sind unsere Partner und vielleicht Kinder, der Freundeskreis, die Herkunftsfamilie, die Fahrgemeinschaft, der Straßenverkehr, die Arbeitsstelle – die dann mit Konferenzen, Meetings, Außendienst usw. wieder verschiedene Gruppen beinhaltet. Jeder kann das für sich individuell fortsetzen mit Sportvereinen, Elternabenden und Nachbarn. Für diese Komplexität an ständig wechselnden sozialen Gruppenbeziehungen wurde dieses „System zur sozialen Sicherung“ nicht entwickelt. Das Gehirn unserer Vorfahren kannte innerhalb seiner Gruppe in aller Regel vielleicht einige Dutzend Menschen persönlich und alle nicht bekannten Gesichter lösten, als potentielle Feinde, rasch Bedrohungsgefühle aus. Ich werde erlernbare Techniken vermitteln, um öfter aus Machtkämpfen auszusteigen, die in unserer heutigen Lebensumwelt keinen Sinn machen und unnötig Kraft kosten. Die Beschäftigung mit solchen Techniken wird meistens jedoch erst dann in Gang kommen, nachdem wir überhaupt bemerkt haben, dass etwas nicht oder nicht mehr richtig funktioniert.

Wie kann ich bemerken, dass ich gerade etwas mache, was nicht gut funktioniert?

Wie kann ich produktiv mit der entstehenden Hilflosigkeit umgehen, wenn ich aus einem Machtkampf aussteige? Denn mein uraltes Gehirn wird mir zuschreien: „So hast Du auf jeden Fall verloren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!“ Für die notwendigen Veränderungen zeige ich Techniken, die jeder lernen kann. Dafür wird kein Hochschulabschluß benötigt - jedoch Mut - was aus meiner Sicht schwieriger zu erlangen ist. Aber auch Mut kann ich mit diesem Buch „üben“. Erst nachdem wir Techniken erlernt haben, um nicht sofort zu handeln, können wir die Strategien aus den nächsten Kapiteln zunehmend sicherer anwenden. Wenn ich in einem Konflikt lerne, intensiv auf mich und meinen Körper mitsamt seinen emotionalen Reaktionen zu schauen, dann werde ich zunächst „Angst“ in mir feststellen. Es wird aber im Laufe des Buches durchaus nicht nur um die reine Verteidigung gehen, sondern auch um die neu gewonnenen Freiheiten zur Umsetzen eigener Wünsche und Ziele. Verteidigung ist somit nicht alles - aber ohne funktionierende Verteidigung ist alles nichts. Deshalb geht es darum, die Verteidigung funktionieren zu lassen. Wenn ich weiß, dass meine Verteidigung funktioniert und ich gleichzeitig akzeptieren kann, was für mein Gehirn weiterhin paradox bzw. "gefährlich" erscheint, habe ich neue Freiheiten gewonnen. Mich so deutlich zu machen, dass ich mehr von dem bekomme, was ich mir wünsche. Ein wichtiges Ziel ist Leichtigkeit, die mich hinter der Freiheit erwartet. Freiheit strengt nicht an, sondern Unfreiheit macht müde. Nicht mutiges Handeln brennt mich aus, sondern wenn ich in meiner Angst stecken bleibe.Dieses Buch beschäftigt sich mit Verhaltensabläufen, die uns oft nicht bewusst sind, dies macht einen durchgängigen "technischen Aufbau" schwierig. Weil jeder Mensch unterschiedliche Gewohnheiten und Fähigkeiten aufweist, sich neuen Herausforderungen anzunähern, ist dieses Buch auch für unterschiedliche Lerngewohnheiten konzipiert. Es hat somit keinen rein logischen Aufbau und ist eher vergleichbar mit einem Kochbuch. Zum Beispiel mit einer Einführung in grundlegende Küchentechniken, gefolgt von der Vorstellung landestypischer Zutaten und einem gewissen kulturellen Hintergrund. Vielleicht macht ein einzelnes Rezept dann Appetit und Sie beginnen mit dem Experimentieren. Manche Menschen mögen aber keine Rezepte und lassen sich durch ein Kochbuch ausschließlich inspirieren. Sie arbeiten dann „nach Fehler und Irrtum“ - auch das ist mit diesem Buch machbar.

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