Birgit Ebbert - MS Sara

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Im Mittelpunkt dieses Kinderromans steht die 12-jährige Sara. Sie lebt mit ihrem Großvater und ihrer Mutter teils in einem kleinen Häuschen und teils auf der MS Sara, dem Ausflugsschiff des Großvaters. Von ihrem Vater weiß Sara nur, was ihre Mutter ihr an den Geburtstagen erzählt hat: Er spielt Fußball und Saxofon, ist Spion und hat ein blaues und ein braunes Auge.
Eines Tages scheint sich alles zu ändern, der Praktikant Björn erscheint auf dem Schiff und bringt Sara durcheinander. Gleichzeitig verhält sich ihre Mutter anders als sonst, fast so, als ob sie verliebt wäre. Sara wird mitten auf der Straße ohnmächtig und landet im Krankenhaus, ihr Großvater erleidet einen Herzinfarkt und dann betritt noch der Büromann die Szene, ein ehemaliger Saxofonist der legendären Jazzband The Six Sax. Sara kommt mit dem Denken nicht nach, zumal plötzlich überall Menschen mit einem blauen und einem braunen Auge auftauchen.

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Sie konnte es nicht fassen. Sie konnte sich nicht erinnern, dass ihre Mutter jemals einem Fremden erlaubt hatte, sich an ihren Tisch zu setzen. Und jetzt saß da ein Typ mit einem albernen Hut auf dem Kopf. Der Hut sah genauso aus wie der Hut, den ihr Großvater im Winter trug.

Sara holte tief Luft, sie schob die Schultern nach hinten und machte sich ganz gerade, ehe sie an den Tisch ging. Ihre Mutter war nicht zu sehen, also musste sie selbst tätig werden.

»Das hier ist mein Tisch!«, platzte ihre ganze Wut über diesen Frevel aus ihr heraus, als sie an den Tisch kam.

Im nächsten Augenblick bereute sie den Satz. In dem Moment nämlich, als sie das Gesicht des Hutträgers sah. Sara schätzte ihn auf fünfzehn oder sechzehn Jahre. Seine Augen konnte sie nicht erkennen, weil der Typ eine Sonnenbrille trug. Sara schwankte in Gedanken, ob sie die Sonnenbrille albern und cool finden sollte. Sie spürte, dass ihr Zorn schmolz, je länger der Typ sie betrachtete. Obwohl sie keine Augen sah, nahm sie wahr, dass er sie intensiv anschaute. Er lächelte, als wollte er mit seinem Lächeln die Welt umarmen, zumindest aber Sara. Als er einige Sekunden später aufstand und meinte: »Entschuldigung, dann setze ich mich wohl besser woanders hin!«, war Sara bereits so in seinen Bann gezogen, dass sie sagte: »Ach bleiben Sie doch ruhig sitzen!«

Der Typ zögerte kurz. Dann ging er um die Lehne, die die Bank mit der vom Nachbartisch verband herum. Er setzte sich so an den Nachbartisch, dass er Sara im Blick hatte.

Verlegen und verärgert über sich selbst packte Sara ihre Tasche aus. Sie legte das Notizbuch an den Rand des Tisches und stellte ihr Notebook daneben. Als erstes wollte sie ihre Einträge abschreiben und im Computer sichern. Die Schulsachen warf sie achtlos auf die Bank. Ob sie damit den jungen Mann beeindrucken wollte, wusste sie selbst nicht genau.

Ihre Mutter war jedenfalls wenig beeindruckt, als sie am Tisch erschien. »Warum legst du die Schulsachen nicht wie sonst ordentlich auf den Tisch?«, fragte sie. »Hat es Ärger in der Schule gegeben?«

Sara spürte, obwohl sie nicht hinsah, dass nicht nur ihre Mutter, sondern auch der Hutträger auf ihre Antwort wartete.

»Alles ok«, murmelte sie. Gerade wollte sie fragen, warum ihre Mutter den Typ an ihren Tisch gelassen hatte, da ging ein Strahlen über das Gesicht ihrer Mutter. »Das ist übrigens Björn«, sagte sie in einer Stimme, die Sara an den letzten Liebesfilm erinnerte, den sie sich mit ihrer Freundin angesehen hatte. Ihre Mutter hatte sich doch nicht etwa in das Jüngelchen verliebt? Der Ton ihrer Stimme klang ganz danach. Wie peinlich! Sie sah ihre Mutter bereits Händchen haltend mit dem Hutträger, dessen Hut ebenso albern wirkte wie die Sonnenbrille, am Ufer entlang spazieren. Womöglich blieben sie noch stehen und knutschten.

Sara lief ein Schauer über den Rücken. Sie musste sich unbedingt mit ihrem Großvater beraten. Der hatte auf diesem Schiff schließlich das Sagen.

»Sara!« Manchmal hasste Sara ihren Namen. Er war so kurz, dass es ihrer Mutter und alle anderen Erwachsenen leichtfiel, ihn wie einen Befehl auszusprechen. Auch jetzt klang das »Sara!« ihrer Mutter nicht besorgt, sondern tadelnd. Alles wegen dieses Hutträgers.

»Björn macht ein Praktikum bei uns. Es dauert zwei Wochen«, drang langsam die Stimme ihrer Mutter an Saras Ohr und die Worte machten sich in ihrem Kopf breit.

Zwei Wochen würde dieser Opa-Imitator auf ihrem Schiff herumlaufen und womöglich an ihrem Tisch sitzen. Merkte ihr Großvater denn nicht, was hier lief?

Sara sah ihre Mutter an. Sie bemerkte wieder den Glanz in den Augen, der ihr schon am Morgen aufgefallen war. Außerdem wirkte das Haar, als hätte jemand es liebevoll verstrubbelt. Ihr Großvater war das bestimmt nicht.

»Hallo, Sara!«, mischte sich Björn in den Monolog ihrer Mutter.

Diese Stimme! Sara schmolz dahin, sie war so weich und tief, genauso mochte sie die Stimmen der Jungen. Aber in ihrem Alter hatten die Jungen oft hohe oder bestenfalls krächzende Stimmen vom Stimmbruch. Eine solche Stimme hatte niemand, den sie kannte.

»Hallo«, stammelte Sara, die nicht wusste, was sie sonst sagen sollte. Da traf sie endlich einen Jungen mit einer Traumstimme, dessen Lächeln dazu noch eine Umarmung war, und dann war es der neue Freund ihrer Mutter. Was sollte sie da sagen?

»Ich möchte später einmal mein Seemannspatent machen«, sagte Björn.

Sara war sich nicht sicher, was er vorher gesagt hatte.

»Deswegen wollte ich unbedingt das Schulpraktikum auf einem Schiff machen. Aber davon gibt es hier ja nicht so viele.« Der Typ lachte so glücklich bei dem, was er sagte, dass Sara ihre Mutter gut verstehen konnte. Aber warum musste sie sich jemanden aussuchen, der besser zu Sara passte?

Björn war höchstens halb so alt wie ihre Mutter. Sara konnte es nicht fassen. Da nahm Björn seine Brille ab, die doch eher cool als albern wirkte. In dem Augenblick wusste Sara, warum ihre Mutter sich Björn ausgesucht hatte. Sein rechtes Auge war braun und sein linkes Auge war blau.

Chaos im Kopf

Nach der Entdeckung von Björns Augenfarbe konnte Sara nichts mehr sagen. Sie wusste, dass ihre Mutter sich ärgern würde und sie wusste, dass ihr Verhalten unhöflich war. Und doch konnte sie nicht anders. Wie sollte sie auch, wenn ihre Mutter ihr den coolsten Jungen, der ihr je begegnet war, wegschnappte.

Sara klappte ihr Notebook auf und beachtete den Teller mit dampfenden Nudeln nicht, den ihre Mutter ihr als Mittagessen auf den Tisch gestellt hatte. Tortellini mit Käse-Sahne-Sauce, das erkannte Sara am Duft. Sie brauchte überhaupt nicht hinzuschauen.

Ihre Mutter wollte sie mit ihrem Lieblingsessen bestechen. Doch sie ließ sich nicht so leicht um den Finger wickeln wie ihr Großvater. Er musste von dem Techtelmechtel zwischen den beiden wissen.

Ein heller Ton zeigte Sara, dass ihr Notebook betriebsbereit war. Sie hatte es zu ihrem zehnten Geburtstag bekommen. Einen kleinen modernen Computer, der sogar in ihren Schulrucksack passt.»Damit du überall lernen kannst«, hatte ihre Mutter gesagt. Sara lernte nicht nur damit, sie schrieb auch auf, was um sie herum geschah.

Ohne ihre Mutter oder Björn zu beachten, öffnete Sara ihre Notizbuch-Datei. Kaum erschien das Dokument auf dem Bildschirm, hackte sie mit aller Kraft auf die Tastatur ein. Die Buchstabenreihen, die sie produzierte, waren nicht lesbar. Doch das war Sara gleichgültig, sie wollte ihrer Mutter zeigen, dass sie wütend war.

Ihre Mutter hatte es verstanden. »Du hast doch etwas?«, fragte sie. Ihre Stimme zitterte.

Sie hat wohl begriffen, dass ich diesen Typ nicht mag, dachte Sara und gleichzeitig war sie traurig, weil ihr der Hutträger gefiel.Sie hackte weiter auf die Tastatur ein, ohne den Sinn der Buchstaben zu beachten.

Als sie nicht antwortete, wandte ihre Mutter sich ab. »Beruhige dich erst einmal. Vielleicht kannst du Sara ja mit deiner Musik beruhigen, Björn«, fügte sie hinzu und ihre Stimme klang wieder liebevoll.

Saras Augen wurden zu engen Schlitzen. Sie versuchte die Tränen aufzuhalten. Da hörte sie diese sanfte Melodie, die Björn auf dem Saxofon spielte.

Verzweifelt sah Sara sich um, um sich abzulenken. Wenn sie Menschen lange genug beobachtete, fand sie immer etwas für ihr Notizbuch.

In der Nähe der Theke saß eine Familie. Ihr Blick saugte sich förmlich an der Frau fest, die in ihrem Blickfeld saß. Sie konnte sogar hören, was sie sagte. Schon wurden aus den unsinnigen Buchstabenreihen auf Saras Bildschirm sinnvolle.

An dem Tisch vor der Theke sitzen vier Menschen. Eine Frau, ein Mann und zwei Kinder. Das Haar der Frau ist strähnig und fettig. Sie hat es bestimmt lange nicht gewaschen. Wie ekelig. Aber vielleicht ist sie an Fetthaar erkrankt. Die Frau ist nicht geschminkt, ihre dicke rote Nase, die sehr porig aussieht, prangt wie ein roter Schwamm mitten im Gesicht. Der Mann sitzt mit dem Rücken zu mir und redet in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Es kommt viele »sch« und »le« vor und manchmal sieht er die Frau an und sagt: »Gell? Das meinscht doch au?« Die Frau nickt. Sie ist nicht glücklich, das sieht doch jeder. Vielleicht sollte ich das ihrem Mann sagen. Jetzt weint sie auch noch. Bestimmt weint sie über die traurige Musik, die Mama heute aufgelegt hat. Wieso eigentlich? Mama legt sonst nie traurige Musik auf. Mist, das ist gar keine CD. Das ist Björn. Ich hasse ihn. Wütend klappte Sara das Notebook zu. Nicht einmal ihre Beobachtungen konnten sie von ihrem Problem ablenken. Björn war zwar nicht mehr zu sehen, aber zu hören. Er spielte gut Saxofon, das musste Sara zugeben. Sie liebte Saxofon, vor allem, seit ihre Mutter ihr an ihrem zwölften Geburtstag verraten hatte, dass ihr Vater nicht nur Fußball spielte, ein braunes und ein blaues Auge hatte und Spion war, sondern auch das Saxofon beherrschte. Seitdem träumte sie davon, Saxofon zu spielen. Bisher hatte ihre Mutter sich geweigert, ihr ein Saxofon zu kaufen. »Vielleicht kann Björn dir zeigen, wie man Saxofon spielt!« Sara sah nicht auf, als ihre Mutter sich mit diesem Satz an sie heranpirschte. Das fehlte gerade noch, dachte sie. »Womöglich soll ich auch Papa sagen?«, entfuhr es ihr lauter, als sie wollte. Ihre Mutter starrte sie an. Dann begann sie zu lachen, bis ihr die Lachtränen die Wangen hinunter liefen. »Du glaubst?«, kicherte sie. Sara starrte nur auf die schwarzen Streifen aus Kajal, die über das Gesicht ihrer Mutter liefen. »Du glaubst wirklich?« Ihre Mutter schnappte nach Luft. Jetzt ist sie auch noch verrückt geworden!, dachte Sara, da dämmerte ihr, dass ihre Mutter möglicherweise über sie lachte. Endlich hatte sie sich beruhigt. Sie setzte sich Sara gegenüber und sagte mit einem Lächeln und schwarzen Streifen im Gesicht: »Du meinst, Björn wäre mein Freund?« Nachdem sie das ausgesprochen hatte, kicherte sie wieder. Dann wurde sie ernst. »Wie kommst du denn auf diese absurde Idee?«, wollte sie wissen. »Björn ist der Sohn eines Bekannten. Er brauchte einen Praktikumsplatz auf einem Schiff, da hat Großvater ihm erlaubt, hier sein Praktikum zu machen.« Sara horchte auf das, was ihre Mutter sagte. Es hörte sich alles logisch an, dennoch spürte sie, dass ihre Mutter ihr etwas verheimlichte.

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