Oliver Fehn - Das Wolkenhotel

Здесь есть возможность читать онлайн «Oliver Fehn - Das Wolkenhotel» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Das Wolkenhotel: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Das Wolkenhotel»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

In dem aufwühlend erzählten Roman «Das Wolkenhotel» schildert Oliver Fehn die Odyssee der beiden Teenager Sparrow und Wolfi in das verruchte «Wolkenhotel», einen in den Wäldern versteckten Umschlagplatz für die unheilvolle Droge Cloud 13, die Menschen in eine Welt versetzt, in der sie alles wiederfinden können, was sie je verloren haben. Unter dem Einfluss von Cloud 13 trifft Sparrow seine geliebte Mutter wieder, die sich selbst das Leben nahm. Zu spät erkennt er, dass der Flug auf Wolke dreizehn auch der Weg ins nackte Grauen ist.

Das Wolkenhotel — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Das Wolkenhotel», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Hätte Lissi doch einmal unvermutet angerufen und keiner hätte gehört, wäre uns schon eine Ausrede einfallen. Meist war sie der Meinung, vor der Abreise zu beten reiche völlig aus. „Wo der Herr nicht hütet, dort wachen die Wächter der Tore vergebens“, lautete ihr Motto, das sie aber nicht gelten ließ, wenn ich gelegentlich vergaß, die Haustür abzusperren.

„Wie lange soll es dauern?“, fragte Wolfi.

Janno puhlte sich ein paar Tabakkrümel aus dem Bauchnabel und betrachtete sie in seinem Handteller wie einen Schatz. „Wahrscheinlich nur einen Tag. Das werden Samina und Sam für euch regeln.“

„Samina und wer?“

„Die Leute, zu denen ich euch schicke.“ Er durchwühlte seinen Rucksack nach einem Stift und einem Schreibblock, dann zeichnete er die vereinfachte Skizze einer Straßenkarte; das Ziel war ein dicker Knubbel, ziemlich abseits vom letzten einer Reihe kleiner Dörfer, in der Nähe eines birnenförmigen Gebildes, das wohl ein See sein sollte. „Es ist ein ziemlich abgewirtschaftetes Haus, direkt zwischen zwei Wäldern. Früher war es mal ein Hotel. Jetzt wohnen dort nur noch Samina und Sam. Ihr übergebt ihnen einfach ein Päckchen und sagt, der Prinz aus dem Morgenland hat euch geschickt. Es ist nichts Besonderes drin, nur Dope. Und macht in Zukunft keine Schulden mehr bei mir.“

Eine Zeit lang sagte keiner etwas, das Kindergeschrei wurde dumpfer, und man hörte ein Flugzeug, ferne Rasenmäher, die Motoren des Sommers. Dann, endlich, brach Wolfi das Schweigen: „Drogenkuriere? Du willst uns als Drogenkuriere anheuern?“

„Shit ist doch keine Droge.“ Janno grinste, wie man bei Insider-Sprüchen so grinst.

„Und wie sollen wir dort hinkommen?“.

„Das ist eure Sache. Und wie ihr dort wieder wegkommt, auch. Es fahren Züge. Oder ihr trampt. Ihr könnt auch laufen, wenn euch das lieber ist. Falls ihr eine Nacht bleiben wollt, es gibt dort genug Zimmer mit leeren Betten. Wichtig ist nur, dass ihr pünktlich dort auftaucht.“

„Und wann ist pünktlich?“

Er zog von seiner Kippe, seine Zehen rieben aneinander wie die Flügel eines mutwilligen Insekts. Das Sonnenöl auf seiner bronzefarbenen Haut schimmerte goldgelb wie zerlassene Butter.

„Anfang nächster Woche.“

***

„Vergiss es“, sagte Wolfi, als wir am Abend mit dem Bus in die Stadt fuhren. „So eine Scheiße kann er mit mir nicht abziehen. Was ist, wenn wir erwischt werden? Meinst du vielleicht, der sagt zu den Bullen, wartet mal, eigentlich bin ich es, der in den Knast gehört?“

„Mit dem Zug ist es zu riskant“, sagte ich. „Aber trampen dürfte eigentlich sicher sein.“

„Und wenn ein pensionierter Bulle oder so uns aufliest? – Na, was haben wir denn in dem Päckchen? – Ach, nur unsere Wurstbrote. – Ach ja? Sind aber komisch geschnittene Wurstbrote. Darf ich mal aufmachen? Na, hab ich mir’s doch gedacht. Sind mir ja schöne Wurstbrote. Ihr kommt beide auf den elektrischen Stuhl .“

Wir blickten aus dem Fenster und wünschten uns, der Bus würde einfach weiterfahren, so weit weg von Janno, dass es ihn dort praktisch gar nicht mehr gab. In den Straßen herrschte sommerliche Öde, viele Ladentüren standen offen, aber niemand kaufte ein. Nur in den Biergärten schien einiges los zu sein.

„Warum kommt eigentlich Alisha nie mit?“, fragte ich. „Sitzt sie den ganzen Tag bloß zu Hause?“

„Sie schläft viel. Frag mich nicht, warum.“

Das Silver Lining war unsere Stammdisco, in der wir tanzten und feierten und einfach zwei Jungs unter vielen waren: oberflächlich, nicht immer sehr geistreich, aber zumindest nicht unansehnlich. Vor allem Wolfi schien genau das zu sein, was Mädchen wünschten: Ein knuddeliger Rotschopf, frech und waghalsig, mit dem man eine Nacht lang knuddelig über Gott und die Welt quatschen konnte, um sich dann im knuddeligen Morgenlicht ein knuddeliges Adieu zu sagen. Aber seit er mit Alisha ging, war er ziemlich unknuddelig geworden. Und ich war noch immer auf der Suche.

Heute war Donnerstag, eigentlich nicht unser Silver-Tag. Aber donnerstags jobbte Janno dort als Türsteher , und bis 22 Uhr wollte er wissen, ob wir den Job übernehmen würden oder nicht. Ihr könnt Nein sagen, aber dann rate ich euch, das Geld mitzubringen, hatte er gesagt. Das Geld hatten wir nicht dabei, aber Nein sagen wollten wir trotzdem. Drogenkuriere, das war einfach nicht unser Ding.

Unterwegs überlegte ich mir, ob wir vielleicht eine Chance hätten, falls Janno handgreiflich werden würde. Übermenschlich war er schließlich auch nicht, und Wolfi und ich waren keine kleinen Kinder mehr. Ich malte mir aus, wie er Janno von hinten festhielt, während ich von vorne auf ihn eindrosch. Aber das würde sowieso nie passieren. Zwei gegen einen, das war nicht unser Stil.

Das Silver Lining war der teuerste Schuppen in der Stadt, zumindest für Jugendliche. Beim Eintreten schlug einem sofort eine Mischung aus Menthol und künstlichem Kirscharoma entgegen, und die Gewächse und das Licht hatten Farben, deren Namen erst noch erfunden werden mussten, vor allem total verrückte Grün- und Pinktöne.

Als wir die Treppe hochliefen, hörten wir Jannos Stimme:

„Nein, euch drei nicht. Ihr geht besser zur nächsten CVJM-Party.“ Er sprach es wie C-Vimm aus. Daraufhin schlurften drei Landeier die Treppe hinab, sichtlich frustriert und in ihrem Selbstwertgefühl verletzt.

„Darf ich mal, ihr zwei Hübschen?“ Ein Mädchen drängte sich zwischen uns, um so rasch wie möglich die Treppe hinaufzukommen. Sie hatte langes, blondes Haar, das in ihrem Nacken in ganz feinen Flaum überging. Bei dem Wort hübschen hatte sie die zweite Silbe betont – und so etwas, das wusste ich, taten vor allem Franzosen.

„Wow, die war aber süß“, sagte Wolfi. „Und ‘nen geilen Duft hat sie auch an sich. Nicht so ‘ne Puffschmiere.“

„Die würde ich auch nehmen, ja.“

Ein Grinsen erschien auf Jannos Gesicht; unser Gespräch und unsere verwirrten Gesichter waren ihm nicht entgangen. Dann winkte er das Mädchen durch.

„Schnapp sie dir doch.“ Wolfi puffte mich an.

Sie entschwebte hinter der Tür, die in den Tanzsaal führte. Es war mir klar gewesen, dass Janno eine wie sie nicht abweisen würde. Aber jetzt waren wir dran, und uns wies er ab.

„Außerdem habe ich noch kein Wort darüber gehört, wie ihr euch entschieden habt. Muss man euch die einfachsten Anstandsregeln beibringen?“

Wolfi und ich sahen uns an. Wir hatten diese Abfuhr den ganzen Nachmittag lang geprobt, die verschiedensten Szenarien: Was Janno sagen könnte, was andere Gäste sagen könnten, die es gar nichts anging, und was wir ihnen antworten würden, tausend solche Sachen. Nur an eine Variante mit einem geilen französischen Mädchen hatten wir nicht gedacht.

„Wir machen es“, sagte ich, „wenn du uns reinlässt.“

Janno schien sich nicht sicher zu sein, wer diese Runde nun gewonnen hatte: Der allmächtige Türsteher oder die Jungs, die es wagten, Bedingungen zu stellen. Ich musste ihm wenigstens kurz das Gefühl geben, dass er der Sieger war.

„Du lässt uns ja keine andere Wahl.“ Dafür erntete ich einen langen, teilnahmsvollen Blick.

„Okay, ihr brecht am Samstag auf. Vor Sonnenuntergang.“

„Echte Western-Romantik. Müssen wir reiten?“

Für einen Augenblick hatte ich den Eindruck, er wolle in seinen Ärmel grinsen, dann aber sah er mich todernst an und sagte, indem er uns den Weg freimachte:

„Gib dir ein bisschen Mühe. Die gibt sich nicht mit jedem ab.“ Dann hielt er mich am Ärmel zurück. „Kleiner Tipp: Sie heißt Claire.“

Ich grinste. „Gewöhn dir mal ein eleganteres Französisch an. Bei dir klingt das wie Klärgrube.“

Claire und ich tanzten, erst hektisch und distanziert, dann immer enger, dann tuschelte sie mit einem anderen Mädchen, und anscheinend wurde ich für tauglich befunden. Als Wolfi und ich später zurück in unser Dorf fuhren, umarmte ich sie zum Abschied.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Das Wolkenhotel»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Das Wolkenhotel» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Das Wolkenhotel»

Обсуждение, отзывы о книге «Das Wolkenhotel» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x