Anja Gust - Nur eine Petitesse

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Von Schleswig-Holstein ins schweizerische Engadin –
die Geschichte der Sina Brodersen geht weiter.
Von wegen Kleinigkeit!
Der für den Tod ihres Liebsten Verantwortliche befindet sich noch immer auf freiem Fuß, die Justiz zeigt sich weiterhin passiv. Kein Wunder, dass Sina zur Selbstjustiz greift. Sie will Gerechtigkeit und dazu scheint ihr jedes Mittel recht. Nach dem Motto: «Friss oder stirb» setzt sie alles auf eine Karte. Dann aber trifft sie eine fatale Entscheidung.
Dunkle Geheimnisse und seelische Abgründe in einer Welt von Macht und Gewalt – ein Thriller über das Netzwerk der Mafia.

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„Wollen Sie mir die Brieftasche gleich übergeben oder bevorzugen Sie eine andere Lösung?“, bot ihm Sina kalt lächelnd an.

Eddi überlegte einen Moment, knickte dann ein und übergab ihr die Brieftasche. „Ich bitte Sie von Herzen, bloß keinen Skandal“, begann er zu wimmern und zog sich verstört den Kragen auf, als leide er plötzlich unter Atemnot. Ach Gott, war ihm das unangenehm. Fast hätte sie ihm das Köpfchen gestreichelt.

Ein Kellner brachte die perlend gefüllten Gläser auf einem silbernen Tablett und durchbrach die unerfreuliche Stille. „Ein Gruß vom Hause“, sagte er, überreichte die Getränke und zog sich, als er die finsteren Blicke der Beiden bemerkte, verwirrt zurück. Aus dem Augenwinkel fiel Sina erneut die Brünette auf, die wieder ungeniert zu ihr hinüberschaute. Kurz darauf verschwand die Fremde im Gedränge.

„Können Sie es nicht so arrangieren, dass es die Dame selbst verloren hat? Ich wäre Ihnen außerordentlich verbunden“, bedrängte er sie.

„Natürlich könnte ich das. Aber warum sollte ich?“

„Weil Sie … Herrgott! Was treiben Sie eigentlich hier für ein Spiel?“, fuhr Eddi sie an.

„Mäßigen Sie bitte Ihren Ton! Man kann Sie ja überall hören!“, wies ihn Sina zurecht. Langsam gefiel sie sich darin, diesen Kerl zu quälen.

Verärgert runzelte er die Stirn. „Was verlangen Sie von mir?“

„Aber Herr Corleone, wie sollte ich von Ihnen etwas verlangen? Wäre das nicht unangemessen? Sie sollten mich besser fragen, welchen Gefallen Sie mir tun könnten. Das klänge schon ganz anders.“

Eddi stand kurz vorm Platzen. „Also gut. Bitte. Womit kann ich Ihnen einen Gefallen tun?“, überwand er sich jetzt.

„Ich benötige einige Auskünfte, nichts weiter.“

„Auskünfte? Was für Auskünfte?“ Seine Stimme überschlug sich.

„Über Dinge, die mich interessieren. Das Syndikat zum Beispiel.“

Augenblicklich verschluckte er sich und wurde kreidebleich. „Sie sind verrückt!“

„Und wenn? Ist das schlimm?“, hielt ihm Sina entgegen.

Er schluckte erneut. „Wissen Sie, was Sie da von mir verlangen?“

„Ja natürlich. Deshalb habe ich ja auch Sie dafür ausgesucht“, schockierte sie ihn kaltschnäuzig.

Eddi fühlte sich überrollt. „Wer sind Sie?“, wollte er jetzt mit großen Augen wissen.

„Eine Geschäftsfrau aus Zürich. Das sagte ich doch.“

„Unsinn. Wer sind Sie wirklich?“

„Ist das wichtig?“

„Hören Sie! Ich bin kein Idiot!“

„Das sagt doch auch keiner!“, erwiderte Sina verwundert.

„Um eines klarzustellen: Wenn Sie mich reinlegen wollen, breche ich Ihnen das Genick!“, drohte er ihr an und war kurz davor aufzuspringen.

„Aber ich bitte Sie. Wie kommen Sie denn darauf?“

„Weil ich so etwas kenne! Und das geht nie gut aus. Glauben Sie mir. Ich habe Erfahrung!“ Während Eddi das sagte, sah er sich ängstlich um.

„Das lassen Sie meine Sorge sein“, erwiderte Sina unbeeindruckt.

„In Ordnung. Wenn Sie die Sache mit dem Portemonnaie bereinigen, dann stehe ich Ihnen zur Verfügung.“

„Ich werde mein Bestes geben“, versprach Sina im Gegenzug. Sie stellte den Champagnerkelch beiseite und steckte das Portemonnaie in ihre Handtasche. Wenig später war sie im Spielsalon verschwunden.

Dort trat sie seitlich an die noch immer spielende Dame heran und wartete einen geeigneten Augenblick ab. Dann agierte Sina geschickt mit ihrer Handtasche, spielte für einen Moment die Hilflose und bückte sich blitzschnell, um die vermeintlich verloren gegangene Brieftasche aufzuheben.

„Oh, wie nett.“ Zum Dank schenkte ihr die Frau fünf Jetons. Kurz darauf widmete sie sich mit wilder Ungeduld erneut dem Spiel.

Sina kehrte ins Foyer zurück. Sogleich kam ihr Eddi aufgelöst entgegen. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin tief in Ihrer Schuld, gnädige Frau“, bestürmte er sie, als er merkte, dass sie Wort gehalten hatte. Ungeachtet des Publikums kniete er vor ihr nieder und küsste demütig ihre Hand.

Unangenehm berührt entzog sie sich ihm. „Lassen Sie den Unsinn“, zischte sie ihn an. „Ich werde zu gegebener Zeit darauf zurückkommen. Bitte gehen Sie jetzt, bevor wir Aufsehen erregen!“

Oje, wie war ihr das peinlich, zumal einige Bedienstete von der Rezeption abschätzig zu ihr herüberschauten. Auf der Stelle beschloss Sina, zurück ins Badrutt’s zu fahren.

Unerwartet kam ihr in der Hotellobby der Chauffeur entgegen, ein unscheinbarer junger Mann, den sie bisher erst zweimal flüchtig gesehen hatte, aber nicht unsympathisch wirkte. „Dürfte ich Sie etwas fragen, gnädige Frau?“

Sie sah ihn verwundert an. Irgendwie sah es komisch aus, wie er in seiner mausgrauen Hoteluniform mit den goldenen Knöpfen plötzlich vor ihr stand und verlegen die Mütze drehte.

„Bitte. Nur zu“, ermunterte sie ihn.

„Wie haben Sie das angestellt?“

„Was meinen Sie?“ Sina stand jetzt auf dem Schlauch.

„Ich meine diesen Mann. Wie haben Sie ihn dazu gebracht, Ihre Hand zu küssen?“, fragte er erstaunt.

„Das haben Sie gesehen?“

„Ja, von der Tür aus und konnte es einfach nicht glauben.“

„Warum nicht?“ Sinas Stirn legte sich in Falten.

„Normalerweise macht der das nicht. Er ist sehr eitel, müssen Sie wissen, und glaubt, alle Frauen lägen ihm zu Füßen.“

„Sie kennen ihn?“

„Wer kennt den nicht.“ Er verzog angesäuert das Gesicht. „Das ist Eddi Corleone, ein stadtbekannter Hochstapler und Betrüger. Er ist der Katalysator der hiesigen Glücksspielerszene. Normalerweise hat er im Casino Hausverbot. Doch er versteht es, das immer wieder zu umgehen. Inzwischen wird er vom Personal geduldet, da er durch sein Engagement letztlich den Umsatz ankurbelt.“

„Wirklich? Das ist ja ungeheuerlich.“ Sina zeigte sich empört.

„Und noch eins: Manche Frauen vergöttern ihn tatsächlich. Ist er mal abwesend, erkundigen sie sich sogleich nach seinem Verbleib. Sie sollten sich vor ihm vorsehen.“

„Danke für den Hinweis. Ich bin überrascht, Herr …“

„Schönleitner. Maurice Schönleitner.“

„Angenehm. Maria Antonelli aus Zürich.“ Sie gab ihm geziert die Hand. Sodann geleitete er sie zum Fahrzeug und öffnete die Tür. „Vielen Dank“, sagte sie und musterte beiläufig seinen Siegelring an der rechten Hand, die er im selben Moment, so wollte ihr scheinen, übereilt zurückzog.

Sina fand das ungewöhnlich für einen gewöhnlichen Bediensteten. Nachdem sie eingestiegen war, schloss er sanft die Wagentür, die sich, wie von Zauberhand, fester an die Gummilitze saugte. Die Nacht war mild und sternenklar. Die Straßen wirkten menschenleer.

„Wie lange machen Sie das schon?“, fragte sie, während der Wagen majestätisch aus der Kurve rollte.

„Sie meinen, Chauffeur?“ Er warf ihr einen kurzen Blick durch den Rückspiegel zu. Sina nickte. „Noch nicht lange. Geschenkt wird einem heutzutage ja nichts.“

„Was erwarten Sie? Niemandem wird etwas geschenkt.“

„Eben. Daher muss man sehen, wo man bleibt. Vor allen Dingen in der heutigen Zeit.“

„Das hört sich ja recht missmutig an“, bemerkte sie.

„Wie man’s nimmt. Schließlich gibt es hier nicht viel Auswahl. Früher habe ich auf einem Hof gearbeitet, Kühe gemolken und Felder bestellt. Doch nachdem die Milchpreise in den Keller rutschten, ging es nur noch bergab. Den Rest können Sie sich denken. Aber das sind Dinge, die sich jemand wie Sie sicher kaum vorstellen kann. Das ist ein echter Knochenjob. Man hat immer zu tun. Das Vieh muss versorgt werden. Feierabend gibt es dort nicht. Eine riesige Schinderei rund um die Uhr. Das ist jetzt kein Vorwurf gegenüber jemandem, der das nicht kennt. Im Gegenteil, ich bewundere jeden, der den Vorzug hat, auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen“, seufzte Maurice.

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