Walter Brendel - Die Stunde der Mätressen

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Als «Mätresse» bezeichnete man bis etwa ins 19. Jahrhundert eine öffentlich als solche bekannte Geliebte eines Fürsten, hochrangigen Adligen oder bedeutenden Amtsträgers. In gesellschaftlichen Verhältnissen, in denen Ehen vorrangig unter politischen und materiellen Aspekten geschlossen wurden, hatten Männer häufig eine Konkubine («Beischläferin»), die sie nicht zu verbergen versuchten – was ohnehin unmöglich gewesen wäre –, sondern halb legitimierten. Unter Franz I. etablierte die Mätresse sich als inoffizielle Institution. Zwar war es für die Kirche offiziell ein Stein des Anstoßes, dass dergestalt öffentlich gegen das Verbot des Ehebruchs verstoßen wurde, die Kirche tolerierte jedoch die Situation, da der hohe Klerus – der meist dem Adel entstammte – am Hof verkehrte und sich teilweise selbst Mätressen hielt. Seinen Höhepunkt erreichte das Mätressenwesen in Europa im 17. und 18. Jahrhundert. Hinter jedem großen Mann steht eine große Frau. Manchmal auch zwei. Oder drei.
Mätressen galten häufig als die geheimen Herrscherinnen, deren Verführungskraft Könige, Fürsten, Päpste oder Sultane unterlagen. Ihretwegen verstrickten sich Landesherren in dramatische Konflikte zwischen Liebe und Macht. Ein Themenrahmen will ein Bild der Geliebten an der Seite der Herrscher zeichnen, und zwar ein Bild jenseits üblicher Klischees.

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Nachdem Rodrigo Borgia am 11. August 1492 zum Papst Alexander VI. gewählt worden war, nutzte die Familie Farnese den Einfluss Giulias auf den Papst, um insbesondere deren Bruder Alessandro Farnese in der kirchlichen Hierarchie aufsteigen zu lassen. Im Alter von 25 Jahren wurde Alessandro tatsächlich zum Kardinal ernannt. Dieser beim römischen Volk mit dem Ausdruck „Cardinal Gonella“ („Röckchen“) und „Cardinal Fregnese“ („Möse“) verhöhnte junge Mann sollte mehr als 30 Jahre später als Paul III. der mächtige Papst der Gegenreformation werden. Seinen Aufstieg verdankte er nicht zuletzt den Liebeskünsten seiner Schwester Giulia.

Im Jahr 1494 zog sie kurzzeitig den Ärger des Papstes auf sich, als sie trotz Warnungen vor der drohenden französischen Invasion Italiens unter der Führung König Karls VIII., das sichere Pesaro verließ und ihren todkranken Bruder Angelo Farnese in Capodimonte besuchte. Bei ihrer Rückkehr nach Rom wurden sie und Adriana de Mila vom französischen Hauptmann Yves d’Allegre gefangengenommen, der vom Papst ein Lösegeld in Höhe von 3.000 Dukaten für die sichere Rückgabe Giulias forderte und auch erhielt. In einem Brief des Gesandten von Ferrara ist darüber nachzulesen: "Der Papst würde auch mehr als fünfzigtausend Dukaten bezahlt haben, um Julia wieder an seiner Seite zu haben. Wie er sagt, ist sie sein Alles, sein Herz und seine Seele. Darum ging er ihr auch entgegen, gekleidet wie ein Stutzer im schwarzen Wams mit Borten aus Goldbrokat, mit einem schönen Gürtel spanischer Mode und Dolch und Degen im Gehänge." Die Beziehung zwischen Giulia und Alexander endete im Jahr 1499 oder 1500.

Giulia Farnese auf dem Gemälde „Die Dame mit dem Einhorn“ von Raffael (um 1506, Galleria Borghese, Rom)

Nach dem Tod Alexanders VI. im Jahre 1503 nahm das öffentliche Interesse an Giulia rasch ab. Laura Farnese heiratete am 16. November 1505 im Vatikan Niccolò della Rovere, einen Neffen des Papstes Julius II.. Die Mitgift, die unter anderem 20.000 Dukaten, das Castello Orsini in Vasanello und ein Haus nahe beim Palazzo Farnese umfasste, wurde im Namen der Brautmutter vom Notar Camillo Benimbene beurkundet. Kinder aus dieser Ehe und Enkel Giulias waren Lavinia, Elena und Giuliano della Rovere. 1506 heiratete Giulia in zweiter Ehe den neapolitanischen Edelmann Giovanni Capece Bozzato, Baron von Afragola und Herr von Balsorano, den sie 1496 bei der Hochzeit von Jofré und Sancia Borgia kennen gelernt hatte, und wurde Gouverneurin von Carbognano. Nach dem Tod ihres erstes Mannes am 31. Juli 1500 und dem Tod ihres zweiten Gemahls im Jahr 1517 führte sie ein zurückgezogenes Leben und verwaltete als Witwe ihre Güter bis zu ihrer Rückkehr nach Rom im Jahr 1522, wo sie im Haus ihres Bruders Alessandro im Alter von fünfzig Jahren verstarb. In ihrem im Staatsarchiv Neapel aufbewahrten Testament vermachte sie all ihren Besitz der gemeinsamen Tochter mit dem Papst, Laura Farnese. Ihrem Bruder hinterließ sie einzig ihr Bett, ein zynischer Hinweis auf eine bedeutende Ursache seines Aufstieges.

Giulia Farneses Grab ist unbekannt, doch die Marmorstatue einer jungen Frau neben dem Hauptaltar im Petersdom zu Rom, einer der heiligsten Stätten der Christenheit, birgt ein Geheimnis. Dennoch soll sich bis heute ein Abbild von ihr erhalten haben

und zwar ausgerechnet im Petersdom in Rom. Als Teil des links vom Hochaltar befindlichen Grabmals des Papstes Paul III., geschaffen vom Bildhauermeister Guglielmo della Porta, glaubten schon Zeitgenossen, eine Statue seiner Schwester, der „Bella Giulia“, zu erkennen. Einst war diese erotische Skulptur nackt und zog Besucher aus der ganzen Welt an. Der Stein sei so lebendig und voll erotischer Ausstrahlung gewesen, dass immer wieder junge Männer vor ihm zu „unsittlichen Handlungen“ hingerissen wurden. Um 1600 ließ daher der Vatikan diese liegende, ursprünglich nackte Figur mit einem Metallhemd aus Blei bekleiden, das sich noch im 18. Jahrhundert gegen ein Trinkgeld entfernen ließ.

Noch heute fühlt sich die katholische Kirche durch diese Statue kompromittiert, möchte sie die skandalösen Spuren der eigenen Geschichte tilgen. Denn Julia Farnese, deren Antlitz hier verewigt ist, hat ihr Bett mit einem Papst geteilt. Ihr Schicksal führt in das Italien der Renaissance.

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