Walter Brendel - Die Stunde der Mätressen

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Als «Mätresse» bezeichnete man bis etwa ins 19. Jahrhundert eine öffentlich als solche bekannte Geliebte eines Fürsten, hochrangigen Adligen oder bedeutenden Amtsträgers. In gesellschaftlichen Verhältnissen, in denen Ehen vorrangig unter politischen und materiellen Aspekten geschlossen wurden, hatten Männer häufig eine Konkubine («Beischläferin»), die sie nicht zu verbergen versuchten – was ohnehin unmöglich gewesen wäre –, sondern halb legitimierten. Unter Franz I. etablierte die Mätresse sich als inoffizielle Institution. Zwar war es für die Kirche offiziell ein Stein des Anstoßes, dass dergestalt öffentlich gegen das Verbot des Ehebruchs verstoßen wurde, die Kirche tolerierte jedoch die Situation, da der hohe Klerus – der meist dem Adel entstammte – am Hof verkehrte und sich teilweise selbst Mätressen hielt. Seinen Höhepunkt erreichte das Mätressenwesen in Europa im 17. und 18. Jahrhundert. Hinter jedem großen Mann steht eine große Frau. Manchmal auch zwei. Oder drei.
Mätressen galten häufig als die geheimen Herrscherinnen, deren Verführungskraft Könige, Fürsten, Päpste oder Sultane unterlagen. Ihretwegen verstrickten sich Landesherren in dramatische Konflikte zwischen Liebe und Macht. Ein Themenrahmen will ein Bild der Geliebten an der Seite der Herrscher zeichnen, und zwar ein Bild jenseits üblicher Klischees.

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Kurz nach der Geburt ihres vierten Kindes erkrankte Agnès Sorel schwer. Ihre Zeitgenossen bezeichneten diese Krankheit als „flux de ventre“ (Bauchfluss). Aufgrund ihres frühen Todes und ihrer zahlreichen Feinde kursierten dennoch Gerüchte, dass Agnes Sorel vergiftet worden sei.

Agnès Sorel auf einem Gemälde von Jean Fouquet

Agnes Sorel verstarb am 9. Februar 1450 um sechs Uhr nachmittags im Alter von 28 Jahren oder 40 Jahren in der Burg Masnal-la-Belle in der französischen Gemeinde Anneville-sur-Seine. "Wie ekelhaft, übelriechend und anfällig wir doch sind.", sollen ihre letzten Worte auf dem Sterbebett gewesen sein. Der Körper wurde geöffnet und die Leiche nach der Entnahme des Herzens nach Loches überführt. Ihr Herz wurde in der Abtei von Jumiegès bestattet, der sie viel Geld gespendet hatte. Ihr Leichnam wurde in der Stiftskirche Notre-Dame in Loches (Kirche Saint Ours) beigesetzt. Nach dem Tod von Agnes Sorel wurde Antoinette de Maignelais, eine Cousine ersten Grades von Agnès Sorel, neue Mätresse des Königs.

Agnés Sorel führte als einflussreiche Hofdame am französischen Königshof und Mätresse des Königs Karl VII. von Frankreich die Mode der unbedeckten Brust ein. Karls Sohn, der spätere König Ludwig XI. verfolgte die Geliebte seines Vaters zeitlebens mit seinem Hass. So soll er die Mätresse seines Vaters einmal in aller Öffentlichkeit geohrfeigt haben. Nach ihrem plötzlichen Tod geriet Ludwig daher sofort in den Verdacht, Agnès Sorel ermordet oder die Anweisung zu ihrer Ermordung gegeben zu haben. Bewiesen werden konnte diese These jedoch nicht. Es ist bis heute ungeklärt, ob sie vergiftet wurde oder nur an einem ärztlichen Kunstfehler starb.

Im Jahr 2004 wurde das Grab Agnès Sorels in Loches geöffnet und kriminalistisch untersucht. Der Paläopathologe Philippe Charlier konnte zwar nachweisen, dass sie an einer Quecksilbervergiftung gestorben war. Die Mordhypothese konnte aber auch durch diese Untersuchung nicht eindeutig geklärt werden.

Charlier konnte nachweisen, dass Sorel nach drei Kindern erneut im siebten Monat schwanger war und an Wurmbefall litt. Da damals gegen Geburtsbeschwerden und Würmer die Quecksilberbehandlung üblich und die ungefährlichen Dosen bekannt waren, gehen die Ermittler davon aus, dass Sorel absichtlich eine tödliche Dosis Quecksilber verabreicht wurde. Offiziell starb Sorel an Bauchfluss auf einer Reise zum König in die Normandie und wurde in Loches beigesetzt.

Anhand des im Grab gefundenen Schädels konnten Experten der französischen Gendarmerie das Gesicht von Agnès Sorel rekonstruieren. Nach Abschluss der Untersuchungen wurden ihre Gebeine am 2. April 2005 in Anwesenheit von Vertretern des französischen Hochadels in der Stiftskirche von Loches erneut beigesetzt.

Nachkommen waren:

Marie Marguerite de Valois (* um 1434; † 1477), die am 28. Oktober 1458 mit Olivier de Coëtivy, Herr von Taillebourg (Haus Coëtivy), verheiratet wurde.

Charlotte (* um 1436; † 1477), die am 1462 mit Jacques de Brézé (Haus Brézé) verheiratet wurde, der sie in den Armen ihres Liebhabers mit dem Schwert ermordete.

Jeanne (* um 1439), die am 25. Dezember 1461 von Ludwig XI. mit Antoine de Bueil (Haus Bueil) verheiratet wurde.

Eine Tochter (* 3. Februar 1450; † 3. Februar 1450) war eine Frühgeburt, die nach sechs Monaten Schwangerschaft geboren wurde und wenige Stunden nach der Geburt verstarb

Zu ihren Nachfahren zählen unter anderem der heutige Herzog von Orléans, Prinz Jacques von Frankreich sowie der Prinz Charles Emmanuel von Bourbon-Parma.

Giulia Farnese

"Die Zahl der Huren und Zuhälter, die ungehindert durch den Sitz des heiligen Petrus streifen, ist unendlich. Im Vergleich dazu sind die römischen Bordelle Horte der Keuschheit." So ein zeitgenössischer Chronist. Dass selbst der Papst eine Mätresse und zahlreiche Kinder mit ihr hat, wirft ein grelles Licht auf die Zeit der Renaissance. Mit seiner Mätresse Vannozza lebt der Papst Alexander VI. nicht Ausschweifung und Sittenlosigkeit aus, sondern etwas ihm ebenso verbotenes: ein Familienleben. Vannozza ist die Mutter seiner Kinder, darunter der heute noch berühmt-berüchtigten Cesare und Lucrezia.

Als die erotische Anziehungskraft Vannozzas für den Papst schwindet, legt er sich eine neue Mätresse zu. Seine Wahl fällt auf die beste Freundin seiner Tochter, Julia Farnese. In Rom wird sie nur "Giulia Bella", die schöne Julia, genannt. Durch ihre Intrigen beginnt der Aufstieg der Farnese von einem zweitrangigen Landadelsgeschlecht zur mächtigsten und reichsten Roms. Um seiner schönen Geliebten Julia zu gefallen, verhilft Alexander VI. ihrem Bruder Alessandro Farnese zu einem steilen Aufstieg, macht ihn zum Kardinal. 1534 wird dieser selbst Papst. Und ausgerechnet er macht den zügellosen Sitten der Zeit ein Ende. Er gründet die römische Inquisition und leitet die Gegenreformation ein.

Giulia Farnese, genannt la Bella, erblickte im Jahre 1474 im Palazzo Farnese als Tochter Pier Luigi Farnese dem Älteren, Herr von Capodimonte, und Giovanna Caetani, Tochter von Onorato III. Caetani, dem Herzog von Sermoneta, in Canino, einem Ort in der Nähe des Bolsenasees im Norden von Rom, das Licht der Welt. Einer ihrer Vorfahren mütterlicherseits war Benedikt Caetani, bekannt als Papst Bonifatius VIII. (1294–1303). Die Großeltern väterlicherseits waren Ranuccio Farnese der Ältere, der Gründer der Dynastie Farnese, und Agnes Monaldeschi, Mitglied einer alten und adligen Familie aus Orvieto. Sie hatte drei Brüder und zwei Schwestern. Ihr ältester Bruder Angelo wurde im Jänner 1465 geboren und erbte nach dem Tod des Vaters im Jahr 1487 zusammen mit seinem Bruder Alessandro das Vermögen und die Immobilien. Am 11. Mai 1488 heiratete er Lella Orsini, mit der er nur weibliche Nachkommen hatte. Seine Tochter Francesca Farnese heiratete Guido Sforza, zweiter Graf von Santa Fiora. Angelo starb jedoch schon im Mai 1494 an der Pest, sodass sein jüngster Bruder Bartolomeo Farnese anstelle seines Bruders Graf von Montalto und Canino wurde. Er wurde 1470 geboren und heiratete Iolanda Monaldeschi, mit der er den Sohn Pedro Bertodolo Farnese und die Töchter Isabella und Cecilia hatte. Bartolomeo starb im Jahr 1552 und war Begründer des Herzogtums Latera, das bis 1668 bestand. Der zweitälteste Bruder Alessandro wurde am 29. Februar 1468 geboren und war ein Notar, der aber eine kirchliche Laufbahn verfolgte und später sogar Papst wurde. Die Schwester Giulias, Girolama, wurde 1466 geboren und wurde am 1. November 1505 von ihrem Stiefsohn Giovanni Battista dell’Anguillara im Schloss von Stabiae mit einem Schwert wegen angeblicher Untreue ermordet. In erster Ehe heiratete sie am 10. November 1483 Puccio Pucci. Aus ihrer zweiten Ehe mit Graf Giuliano dell’Anguillara und Stabiae, die am 15. Februar 1495 geschlossen worden war, stammte die Tochter Isabella (Elisabeth) della Anguillara, die später Galeazzo Farnese, den Enkel Bartolomeos, ehelichte und mit ihm die Töchter Violante Farnese und Giulia Farnese hatte. Die andere Schwester, Beatrice, wurde 1469 geboren und war ab 1490 Nonne eines Benediktinerklosters. Sie starb 1507 als Äbtissin des Klosters San Bernardino in Viterbo. Laut den Beschreibungen von Cesare Borgia, Sohn von Alexander VI., und Lorenzo Pucci, Bruder des ersten Ehemann ihrer Schwester Girolama, soll Giulia schwarze Augen, lange dunkle Haare, ein rundes Gesicht, einen klaren und hellen Teint, und eine außergewöhnliche Ausstrahlung gehabt haben. Weiters soll sie sehr schön, energisch, elegant, schlank und von durchschnittlicher Größe gewesen sein.

Schon bei ihrer Geburt war vereinbart worden, dass sie ein Mitglied der Familie Orsini ehelichen sollte. Am 21. Mai 1489 heiratete sie Orsino Orsini, genannt „der Einäugige“ und Graf von Bassanello. Er war der Sohn von Adriana de Mila und Ludovico Migliorati und somit Enkel von Gentile Migliorati und Elena Orsini. Die von den Familien arrangierte Hochzeit fand im Palast des Vormunds des Orsini, des spanischen Kardinals Rodrigo Borgia statt. Es ist ungewiss, wann genau Rodrigo sich leidenschaftlich in Giulia Farnese verliebte und die Affäre begann. Adriana de Mila gab schließlich ihre Zustimmung, um den sozialen Status ihres Sohnes im Vatikan zu erhöhen. Seine unehelichen Kinder aus der Verbindung mit der Römerin Vanozza de’ Cattanei wurden in die Obhut von Adriana de Mila, einer Tochter von Rodrigo Borgias Cousin Pedro de Milà und Schwiegermutter Giulias, gegeben und wohnten mit ihr und Giulia im Palazzo Santa Maria in Portico, der sich in der Nähe des Vatikans befand und regelmäßige Besuche Rodrigos ermöglichte. Rodrigo Borgias Tochter Lucrezia Borgia und Giulia wurden enge Freundinnen, und im Jahre 1492 schenkte Giulia einer Tochter des Kardinals mit dem Namen Laura das Leben. Die Römer verspotteten die junge Geliebte des mächtigen Kardinals und Vizekanzlers des Papstes als „Braut Christi“, eine eigentlich Nonnen vorbehaltene Bezeichnung.

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