Christian Röder - Das Kim-Protokoll

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Tom hat Kim Jong-un entführt. Er ist überzeugt davon, dass der Diktator das Opfer einer perfiden Manipulation ist und eigentlich ein guter Mensch in ihm steckt – der unbedingt befreit werden muss! In dieser Mission sieht Tom, der jahrelang erfolgreich als IT-Sicherheits-Experte im Ausland gelebt hat, seine eigentliche Bestimmung. Da gibt es nur ein Problem: Kim leugnet, Kim Jong-un zu sein. Und dann sind da noch seine Freundin und seine Schwiegereltern, die sich zunehmend über Toms Verhaltensveränderung wundern. Aber Tom ist siegesgewiss: Er wird Kim befreien, die Welt wird endlich aufwachen und einen neuen Helden feiern.
Das Kim-Protokoll: Ein satirischer Gesellschaftsroman über die Wahnsinnstaten eines Verschwörungstheoretikers – oder die reine Wahrheit!

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Ich weiß, ich weiß! Sie werden sagen: Wie können Sie nur? Gewalt gegen einen Wehrlosen einsetzen und so weiter. Und Sie haben recht. Sie haben recht! Okay? Aber Sie haben ja keine Ahnung, welcher Anspannung man in so einer Situation ausgesetzt ist, wobei man von „so einer Situation“ ja gar nicht sprechen kann, weil sie absolut einmalig und ohne Beispiel ist. Der Elektroschocker war für mich wie eine Art Reset-Knopf. Er verschaffte mir einfach etwas Zeit, um zu mir zu kommen und mich zu fangen. Kim durfte mich nicht schwach sehen. Außerdem darf ich Sie daran erinnern, dass ich einen Revolver, Kaliber .357, trage. Andere wären vielleicht nicht so zimperlich gewesen und hätten Kim ins Bein geschossen, statt ihn nur zu schocken (was er ja auch vertrug, wie wir mittlerweile wissen!). Sie hätten ihn gequält und bedroht und gefoltert und ihn angebrüllt: „Gib es endlich zu, verdammtes Schwein! Gesteh’ endlich!“ usw.

All das habe ich nicht getan! Kim ist für mich auch kein „Schwein“. Sein Verhalten zeigt im Gegenteil, wie sehr er Opfer ist. Aus ihm spricht die westliche Dekadenz, die man ihm eingepflanzt hat. Es ist auf traurige Weise zu sehen, wie hervorragend er darauf programmiert wurde, seine klägliche Existenz unter allen Umständen zu schützen! Diese bizarre Diktatoren-Existenz, die so offensichtlich künstlich war, dass es weltweit sicher mehr Menschen gab, die über ihn lachten, als Menschen, die sich vor ihm fürchteten. Zufall? Im Gegenteil! Die kleine verlogene, despotische Herrscher-Clique des Westens hatte hervorragende Arbeit geleistet. Sie hatte die Geschichte und Entwicklung Koreas so geschickt gelenkt und beeinflusst, dass sie schließlich von dieser Witzfigur gekrönt wurde. Ist es nicht seltsam, dass die Führer Nordkoreas, vom Großvater über den Sohn bis zum Enkel, immer lächerlicher wurden? Denken Sie mal drüber nach! Dann kommt Ihnen das gar nicht mehr so seltsam vor.

Aber damit wird bald Schluss sein! Hier, in diesem Bunker, wird Kim Jong-un sein falsches Leben hinter sich lassen. Er wird es abstreifen wie eine Schlange ihre Haut und ein neuer Mensch, ein freier Mensch, ein wahrhaftiger Mensch werden! Ein Mensch, der ein Vorbild werden kann. Andere Diktatorendarsteller werden es ihm nachmachen und die wahren Herrscher, die hinter allem stehen, werden gestürzt, die Menschheit wird befreit!

Kim stöhnte und seufzte. Er tat mir leid. Es war nicht schön zu sehen, wie ein Mensch, der ohnehin schon so gestraft war, dermaßen leiden musste. Er schüttelte den Kopf.

„Ah … Arschloch.“

Es klang wie eine Feststellung, nicht wie eine Beleidigung. Ich versuchte, auf ihn zuzugehen.

„Es tut mir wirklich leid! Ich wusste mir nicht anders zu helfen.“

Ich Idiot! Völlig falscher Text.

„Ich meine: Sie haben mir keine andere Wahl gelassen.“

Kim saß vor dem Bett, er stöhnte. Es klang resignierend, er sah nicht zu mir. Ich versuchte es auf der sachlichen Ebene.

„Was machen Sie eigentlich, wenn Sie einen Dieb fassen?“

Jetzt sah er zu mir, als hätte ich die denkbar dämlichste Frage überhaupt gestellt. Vielleicht war er auch überrascht, weil er dachte, ich würde ihm seine Legende nun doch abkaufen.

„Ich rufe die Polizei.“

„Sie rufen die Polizei? Das ist alles?“

„Das ist alles. Passt zu meinem Leben. Ich würde jetzt gerne schlafen, wenn Sie nichts dagegen haben. Oder steht für heute noch irgendwas Wichtiges auf dem Programm?“

Ich verneinte. Wahrscheinlich war es wirklich vernünftig, wenn er etwas schlief.

„Gute Idee. Schlafen Sie ruhig. Ich geh dann mal.“

Ich habe viel über Kim nachgedacht und verstehe ihn immer besser. Was er mir zeigt, ist so eine Art Negativbild von sich selbst. Es kann ja kein Zufall sein, dass ein so mächtiger Mann vorgibt, ein Loser zu sein. Vielleicht zeigt er in dieser extremen Situation unwillkürlich, wie er sich selbst wahrnimmt. Ein verdeckter Hilfeschrei. Das würde abermals bestätigen, wie richtig es war, ihn zu befreien.

Zwei Uhr nachts durch. Ich sehe ins Dunkel hinaus und nehme mein Spiegelbild gar nicht mehr wahr. Keine Angst. Es tut sich was.

Februar/März 2013

In den ersten Monaten erkundete ich die Umgebung besonders gründlich. Es gab viel zu sehen. Manchmal fühlte ich mich, als würde ich zum ersten Mal einen Wald, einen See, ein Feld sehen. Ich sog alles gierig in mich ein, als könnte es gleich wieder verschwinden.

An einem Montag vor etwa anderthalb Jahren landete ich dann auf einem Straßenfest in der Kreisstadt. Menschen schwankten an mir vorbei, dass alles nur so taumelte. Ich fragte mich, was man hier feierte. Bis mir klar wurde, dass Rosenmontag war. Karneval! Ich blieb am Straßenrand stehen. Ein Umzug startete. Menschen in Uniformen zogen an mir vorüber, sie riefen immer wieder etwas, das ich nicht verstand. Alles war ausgelassen. Man konnte die Lebensfreude buchstäblich einatmen. Es war ein ständiges Geschubse und Gedränge, doch hatte es mich nie weniger gestört, in einer Menschenmasse zu verschwinden.

Eine Gruppe in sehr ausgefallenen Kostümen tauchte auf. Sie trugen alle dieselben Masken. Die Masken lächelten, sie wussten etwas, das ich nicht wusste. Sie waren ein einziges erstarrtes Orange, ein ewiges, grausames Grinsen. Diese Gruppe war offenbar besonders beliebt bei den Einheimischen. Jeder von den Maskierten trug eine breite, weiße Halskrause, ein weißes Gewand, auf das Tiere gestickt waren, einen Fuchsschwanz und fürchterlich laut klingende Glocken an einer Schärpe. Manche von ihnen hatten eine Art Teleskopschere, die sie ausfahren konnten, um jemanden damit zu piesacken. Süßigkeiten flogen durch die Luft. Die Geräusche der einzelnen Glocken summierten sich zu einem einzigen brachialen Geläute. Alles schwoll an und drückte mich vom Umzug weg. Ich zog mich zurück und bog in eine Gasse ab. Sie war zunächst menschenleer, doch dann kamen mir zwei Gestalten entgegen. Sie trugen ebenfalls Masken und sprachen kein Wort. Einer rempelte mich an. Ich ging weiter. Der Mann rief mir hinterher. Ich lief. Hinter mir kamen Schritte näher. Ich erhielt einen Stoß in den Rücken, stolperte und fiel zu Boden. Die beiden lauerten und schienen sich nicht darüber einig zu sein, wer mich zuerst weiter angreifen sollte. Der eine stieß mich mit dem Fuß an, als wollte er die Reflexe eines halbtoten Tiers testen. Aus der Maske des Anderen kam ein Röcheln, das vermutlich ein Kichern war.

Ich wollte gerade aufstehen, da trat mir der Röchelnde in die Seite. Dann hörte ich eine dritte Stimme, es war nur ein „Hey!“. Ich sah, wie beide sich nach der Stimme umdrehten und dann ein dritter Typ ohne Maske den beiden etwas in ihre Gesichter sprühte. Er tat es auf eine Weise, in der man etwas zum Reinigen auf eine Fläche aufträgt, gründlich und präzise sprühte er in die Augenschlitze der Masken hinein. Die beiden kostümierten Kerle hatten genug damit zu tun, die Attacke zu verarbeiten. Ich war frei.

Der Pfefferspraymann zog mich mit sich, wieder in den Karneval hinein. Ich wollte mich nicht beschweren und folgte ihm. Wir gingen eine ganze Weile wortlos nebeneinander her und hielten dann abrupt an einer Bude. Der Pfefferspraymann bestellte zwei Bier, die schnell vor uns standen, wir prosteten einander zu und tranken. Es war ein ausgezeichnetes, einheimisches Bier. Ich bedankte mich. Der Mann nickte nur und stellte sich vor. Er heiße Jasper. Ich fragte, ob das stimme. Er sagte, ja, das sei sein Name. Ich stellte mich ebenfalls vor. Er fragte scherzhaft, ob Tom wirklich mein Name sei. Ich sagte, ja, das sei er. Er erzählte mir, er sei Galerist. Ich sagte bedauernd, ich sei an Kunst leider nicht sonderlich interessiert. Er fragte mich, woran das liege. Ich sagte, ich wisse nicht, wozu man Kunst brauche. Er lachte. Ich schwieg. Jetzt erst fiel mir auf, dass Jasper eine Damenhandtasche bei sich hatte, in der er vermutlich auch das Pfefferspray transportierte. Bevor ich das merkwürdig finden konnte, kam eine junge Frau und nahm die Tasche an sich. Jasper stellte sie mir ohne Umschweife als seine Schwester Kathi vor. Ich verschluckte mich und schüttelte ihr die Hand.

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