Anaerobe Schwelle :Sobald man seine körperliche Leistung so weit erhöht, dass die Sauerstoffversorgung mit dem Leistungseinsatz nicht mehr Schritt halten kann, hat man die Anaerobe Schwelle überschritten. Einen Teil der benötigten Energie gewinnt der Körper dann ohne direkten Sauerstoffverbrauch, „anaerob“, durch die Bildung von Milchsäure. Dies ist aber nur wenige Minuten lang möglich, sehr anstrengend und auch unangenehm. Deswegen wird ein Ausdauertraining überwiegend im aeroben Bereich („mit Sauerstoff“) absolviert. Interessant ist die Tatsache, dass ein Test über die maximale Stundenleistung die Anaerobe Schwelle genauer wieder gibt als fast jeder sportmedizinische Test, das heißt, alle in dieser Stunde durchschnittlich gemessenen Parameter gelten sehr exakt auch an der Anaeroben Schwelle . Allerdings muss man einen hervorragenden Trainingszustand aufweisen um so einen Test auch wirklich intensiv durchzustehen.
"asymmetrisch": Dieses Adjektiv wird oft auf den Zweitakter oder 1-zu-2-Skating angewendet, dann oft als "1-zu-2 asymmetrisch" . Beim Zweitakter ist ohnehin kaum eine symmetrische Bewegungsausführung möglich, sie ist also immer etwas "schräg", was sie unter anderem etwas ineffizient und orthopädisch etwas suboptimal macht. Leider wurde in der Vergangenheit zu oft versucht durch Skiläufer, die die Eigenheiten des Cross-Skating nicht kannten, das Cross-Skaten zu unterrichten. Vergessen wird oft, beim unveränderten Übertragen der Ski-Techniken auf das Cross-Skating, die andere Biomechanik, die teilweise durch die anderen Abmessungen der Sportgeräte, aber auch durch etwas anderen Bewegungsmuster beim Cross-Skating begründet ist. Dadurch ist es unnötig, beim Bergauffahren das Gewicht auf einen "Gleitski" zu verlagern, den Cross-Skater auch gar nicht besitzen. Außerdem fahren Cross-Skater nicht so "breitbeinig" wie Ski-Skater, die häufig aufpassen müssen sich nicht selbst auf die Skienden zu treten. Auch der Stockaufsatz ist auf hartem Boden anders als auf Schnee. Die Bewegungswege und das Timing sind also zum Skilanglauf-Skating verschieden. Das macht fast jede Überlegungen in Richtung bewusst praktizierter Asymmetrie bei der Cross-Skating Technik überflüssig. Man kann zur Vorbereitung auf die Ski-Saison ein wenig Ski-Skater "spielen" und durch ski-ähnliche Asymmetrie "so tun als ob". Das bringt zwar nichts beim Cross-Skating (außer vielleicht einseitige Rückenschmerzen), aber man kann sich an diese "schräge" Technik des Ski-Skatings zumindest koordinativ wieder etwas annähern. Cross-Skatern muss man es nicht sagen, aber Skiläufern gegenüber muss man es offenbar häufiger erwähnen, dass Cross-Skating und Ski-Skating teilweise erhebliche Unterschiede aufweisen. Gelegentliche leichte Asymmetrie im Cross-Skating Stil ergibt sich allein durch die Platzverhältnisse der Sportgeräte oder unterschiedliche Eigenschaften Untergrundes unter dem linken und dem rechten Skate. Mehr aber nicht. So wird man, besonders beim Skating-Zweitakter, die Stöcke bei niedrigem Tempo auch minimal asymmetrisch aufsetzen, um zumindest einen der Stöcke näher zur Mitte hin aufzusetzen.
Atemtrainer: Seien es nun Atemmasken oder Ventile zum hindurch atmen, diverse Atemtrainer sollen das Training effektiver machen. Diese Geräte schränken die Atmung durch einen höheren Atemwiderstand ein. Wenn man bedenkt, dass Training mit auf diese Weise eingeschränkter Atmung zwangsweise die Atemmuskulatur trainiert, scheint das sinnvoll zu sein. Eine stärkere Atemmuskulatur kann kräftiger arbeiten. Unklar ist aber, ob die persönlichen Leistungsgrenzen jedes einzelnen durch eine zu schwache Atemmuskulatur verursacht werden. Außer vielleicht bei Asthmatikern oder mit Nasenpolypen, geht die Atmung ja echt leicht - Dank der Errungenschaften unserer Evolution. Man muss sich beim Sport nicht die Atmung ja nicht ohne Anlass erschweren. Zweifellos haben die Hersteller das Gefühl, das sich beim Ende des Trainings mit solcherlei Atembremsen einstellt, auf ihrer Seite, denn es fühlt sich erleichternd an wieder frei atmen zu können. Beweise, des Nutzens dieses Training liegen aber nicht vor. Erschwerte Bedingungen können auch anders und natürlicher erreicht werden, beispielsweise durch Höhentraining, das zweifellos bestimmte Wirkungen hervorruft. Das kennt unser Körper von Natur aus und es ist dafür gemacht. Man kann aber auch viel einfacher an Faktoren arbeiten, die nachweislich mehr sportliche Leistung bringen: Tempo-Training, Kraftausdauer-Training und Technik-Übungen. Wie es geht, verrät uns die Fachliteratur oder ein Trainer unseres Vertrauens.
aufgestellt : Wir hoffen, dass das Horror-Szenario der Sprachverdummung nicht ausgerechnet mit diesem Wort in die Cross-Skater Szene Einzug halten und wir dieser sinnlose Vokabel nie "hinterhererklären" müssen, was denn nun eigentlich gemeint war. Aufgestellt ist jetzt auch nicht unbedingt ein Fachbegriff unseres Sport, doch wird jenes Wort auch gelegentlich in der Szene verwendet und ist inzwischen schon so etwas wie das Unwort des Jahrzehnts. Wir werden dem Ersten, den wir bei der Benutzung dieses Unwortes in Bezug auf Cross-Skating "erwischen" dann auch eine gehörige Abfuhr erteilen, denn man sollte einmal gründlich darauf achten, was heute so aufgestellt wird...alles merkwürdige Dinge oder virtuelle Substanzen, die man eigentlich gar nicht aufstellen kann. Früher konnte man bestenfalls Kegel auf der Bowlingbahn oder Schießbuden-Figuren auf der Kirmes aufstellen, doch heute wird völlig sinnfrei fast alles aufgestellt. Germanisten wird beim beim Gebrauch dieses Wort inzwischen schon fast immer schlecht, denn wenn man einmal genauer darauf achtet, was heute angeblich alles "aufgestellt" wird - einfach unglaublich. Beim Maibaum aufstellen ist das ja noch verständlich oder auch wenn in der Schießbude die typischen die Ziele aufgestellt werden, doch das Meiste was heute im Sprachgebrauch aufgestellt wird kann man gar nicht aufstellen ! So versuchen wohl einige schon in vielen Bereichen des Lebens den wichtigen Börsenkasper zu mimen, der einem hemmungslos aber ebenso unverständlich von "aufgestellten" Dingen erzählt. Unüberlegter Sprach-Plagiatismus (umgangssprachlich : hirnloses Nachplappern) hält so einen höchst peinlichen Einzug in den Alltag. Warum nicht einfach passendere Worte verwenden? Dann halten einen die Zuhörer oder Leser auch viel weniger für einen Sprachaufschneider oder - wieder umgangssprachlich ausgedrückt - für plemm-plemm .
Aufstellmoment: Das Aufstellmoment, auch Aufrichtmoment genannt, wirkt auf Reifen wenn sie in Schräglage einer Antriebs-oder Beschleunigungskraft ausgesetzt werden. Solche Situationen treten beim Skating-Schritt in jedem einzelnen Schritt auf und noch stärker beim Kurven fahren und beim Beschleunigen. Das Aufstellmoment bewirkt dabei ein der Schräglage entgegengesetztes Aufrichten der Räder und damit der Cross-Skates. Dieser Kraft wirkt der Fahrer natürlich entgegen, oft aber ohne sich dessen bewusst zu sein. Je breiter ein Reifen ist und je größer die eingesetzte Kraft, desto stärker ist auch das Aufstellmoment in Schräglage. Mit dem Aufstellmoment treten auch immer Verluste an Antriebsleistung auf, ein geringeres Aufstellmoment bedeutet also auch somit immer eine höhere Antriebseffizienz. Cross-Skates mit schmaleren Reifen weisen durch das geringere Aufstellmoment gegenüber breiteren Reifen eine bessere Beschleunigung und präzisere Kontrolle bei Kurvenfahrten auf, weil der Fahrer dem Aufstellmomentmit der eigenen Kraft eingegenwirken muss. Bild unten: Durch den größeren Abstand des Reifenauflagepunktes in Schräglage bei breiteren Reifen, werden größere Haltekräfte im Sprungelenk notwendig, um dem Aufstellmoment entgegenzuwirken.
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