Ich möchte sie also allgemein einmal darauf aufmerksam machen, dass das Thema der Beziehung von Gott und dem Prinzip der sachlichen und rationalen Betrachtung, aber auch der Wiederholbarkeit von Experimenten, was man als „die Wissenschaft“ heute betrachtet, komplex ist, und sie als jemand der im allgemeinen Mainstream eher wenig gläubig ist, eher kaum wirklichen Bezug zum Thema haben, und von dem meisten wirklich wichtigen entweder noch nie gehört haben, oder nicht in der Lage sind, dies wirklich vernünftig einzuordnen, was nicht persönlich gemeint ist.
Es wird im Verlauf von dem Versuch meinerseits, sie vom Glauben an Gott zu überzeugen, oft zu Situationen kommen, wo sie denken es verstanden zu haben, obwohl sie nur dem Dunning-Kruger-Effekt unterlegen sind. Ich habe es in Diskussionen oft erlebt, wie Menschen etwas als Gegenargument heranzogen, was einfach nicht zuende gedacht ist. Sie werden diesem Effekt weniger unterlegen, wenn sie sich dessen einmal bewusst machen, und sich offen auf das Thema einlassen. Ich werde hier viele wissenschaftliche Dinge ansprechen. Physik, aber auch allgemeine Logik, Psychologie - wie schon hier angesprochen -, aber auch Informatik, Astronomie und andere Themen. Es wird also sehr breit um eine Vielzahl Themen gehen, und am Ende des Buches werde ich bei weitem nicht all mein Wissen es den einzelnen Bereichen dargestellt haben.
Als jemand, der sich eingehend mit allem beschäftigt hat, was er nur ansatzweise mit dem Thema Gott in Verbindung bringen konnte, und sich jahrelang auch der Suche nach Gegenargumenten und andersartigen Interpretationen beschäft hat, kann ich nur sagen, dass ich mit meinem Wissen mit Recht behaupten kann, dass ich ziemlich sicher bin, dass Gott existiert, und ich ihnen versprechen kann, wenn sie all mein Wissen hätten, sie genauso denken würden. Das, oder das Problem liegt nicht beim Wissen und der Erkenntnis, sondern bei ihnen. Auch wenn sie sich dann genauer bewusst wären, wie die ganzen Komplexe die ein Mensch haben kann, genau funktionieren, und es eher an etwas anderem scheitern wird, als sie zunächst jetzt annehmen werden. Wobei ich das alles nicht beschreibe, um jemanden zu diffamieren, sondern um es ihm leichter zu machen, eine bestimmte Meinung ohne Störfaktoren anzunehmen und sich aktiv für sie zu entscheiden. Was eine Eigenart ist, die damit einhergeht, dass Menschen bestimmte Themen eben nicht komplett überblicken. Wenn ich etwa mich auf meine eigene Intelligenz beziehe, dann fühlen sich viele Menschen direkt angegriffen. Wenn ich aber eine Art „Auflösungscode“ angebe, und etwa beschreibe, wie sie mich, wäre ich etwa Politiker, wählen sollten, damit ich für sie im Führungssystem streiten kann, und ihnen meine Intelligenz zugutekommt, während so oder so andere „oben sind“, die weniger bedacht um das Wohl der Menschen sind, dann fangen sie an zu verstehen, wieso Intelligenz weder eine Gefahr darstellt, noch ein wirklicher Vorteil ist. Denn wäre ich z.B. intelligent und ein Politiker, würde auf meinem Gewissen liegen, welche Möglichkeiten ich habe, die ich ausnutzen muss, und ich wäre dann der, der sich mit denen „da oben“ herumstreiten müsste. Ich wäre zwar an einem anderen Platz aufgehoben, aber dennoch würde ich dort vom Prinzip her das Gleiche tun. Mein Können zum Wohl der Menschheit einsetzen. Wer Gold besitzt, hat sich damit herumzuschlagen, es zu beschützen. Reichtum macht nicht zwingend glücklich, ob materiell, oder informell.
II: Bevor ich gläubig wurde
Ich war mein Leben lang Atheist, wurde weder christlich erzogen, noch kam ich sonst irgendwie in Kontakt mit Religion. Das heißt außer, wenn ich mal bei meiner Oma auf dem Bauernhof war, die mir das Vater Unser auswendig lernen lies, das war aber auch schon alles. Ich sollte eigentlich auch noch getauft werden, da ich es als Kind nicht wurde, jedoch kam es nie dazu. Wobei man sagen muss, ich hätte mich nur taufen lassen, wegen dem Geld, was man da bekommt. Da ich aber nie viel Interesse an Geld hatte, hat mich auch nicht das dazu bewegt, mich darum zu kümmern. In Verbindung damit, dass ich meiner gläubigen Oma zur Liebe noch getauft werden sollte, kam ich auch in den katholischen Religionsunterricht, an den ich mich jedoch kaum erinnere oder an dem ich kaum Interesse hatte, weshalb ich den nurnoch so erinnere, dass man dort über die „typischen Jesusgeschichten“ redete, über Mose oder anderem „Standartkram“. Im Abitur wechselte ich dann in den Oberstufenjahren auf Werte und Normen, wo man eher Ethik und Moral ohne Gottesbezug durchnahm. Im Bezug zu der Aussage am Anfang, dass ich nicht mit Religion in den Kontakt kam, will ich einmal „Religion“ als die Ausübung des eigenen Glauben definieren, also, dass ich nie wirklich in Kontakt mit Menschen kam, die den Glauben wirklich lebten, während Schulunterricht eher aufklärerischen neutralen Charakter hat. Irgendwann kam es auch mal schulisch zu Kirchbesuchen, dazu gesagt die Schule war eine normale ohne irgendeinen religiösen Bezug, sondern aus irgendwelchen gegebenen Anlässen, oder man besuchte eben aus Tradition an Weihnachten die Kirche, aber irgendwann tat die Familie selbst das nicht mehr. Eben eine „typische atheistische Familie“, wie die meisten im 21. Jahrhundert, die sich einfach nicht mehr für den Glauben interessierte. Natürlich hat man mal in traurigen Situationen zu Gott gebetet, oder man hatte in der Kindheit Angst, als man Filme schaute, wo es um „Geister und Dämonen“ ging, aber das sollte man eher als nebensächlich betrachten.
Mein Leben war also zu keinem Zeitpunkt durch den Glauben an Gott wirklich geprägt worden, weder durch die Traditionen, wirkliche aktive Auslebung des Glaubens durch Menschen, oder durch die schulische Aufklärung, die ich eher gelangweilt „mitmachen musste“. Zudem war ich immer ein sehr rational denkender Mensch. Manchmal wurde diese Rationalität auch als geistige Kälte missverstanden, aber das beruhte eher auf generelle Übertreibungen, wie ich etwa immer ein „nerdiger lieb aussehender“ Mensch war, und ein eher „prolliger“ Kumpel von mir sich wunderte, dass ich Counter Strike oder andere Ballerspiele zocke. So viel generell dazu, wie schnell man Menschen auf Grund ihres ersten „Wirkens“ falsch einschätzen kann. Ich war und bin nie geistig kalt gewesen, eher war meine Mutter mal überrascht, dass ich eine Spinne aus einem Markt mitnehmen wollte; sie hat dann gesagt, ich müsse einen Mitarbeiter fragen, ob ich das dürfte, weil sie gehofft hatte er sage nein, zu ihrem Bedauern sagte er ja. Alles was lebt, hatte schon immer mein Mitgefühl. Wir hatten auch immer Tiere, ob Kaninchen, Katzen, Hunde, oder die Vögel, die meine Mutter mitbrachte, als sie mal irgendwo einen aufgelesen hatte, dessen Flügel kaputt waren. Im Verlauf hatten wir, ich meine, drei Dohlen und ein Rabenjunges, welches jedoch in den ersten Tagen aus Erschöpfung, Krankheit oder sonstwas, starb. Charlie, die erste Dohle hatten wir am längsten. Den hatten wir von Bekannten, die ihn zuvor aufgepäppelt hatten. Jedoch ließen wir irgendwann die gestutzten Federn, was man macht, damit er nicht wegfliegen kann, nachwachsen und ihn frei. Um nochmal darauf einzugehen, was man bei mir als „kalt“ interpretieren kann, ist etwa, dass ich zum Beispiel beim Tod meiner Großeltern nie wirklich traurig wurde. Warum? Naja, was kann ich daran ändern? Ich kann mich zwar überaus gut in Menschen einfühlen, aber dennoch sehe ich alles sehr neutral rational. Als Gegenbeispiel gebe ich mal an, dass ich mal eine Werbung im TV gesehen habe, von hungernden Menschen in Afrika, bei der ich dann wirklich geheult hatte, zwar nicht übertrieben, aber dennoch kam in mir ein tiefes Gefühl auf und meine Augen wurden nass. Wieso habe ich dort darauf reagiert, bei völlig fremden, während ich bei Familienangehörigen keine solche Reaktion bekomme? Nun ganz einfach: Dort könnte ich etwas dran ändern, bei einem natürlichen Tod kann ich das nicht.
Читать дальше