Jean Paul - Siebenkäs

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Der arme Armenadvokat Siebenkäs ist unglücklich verheiratet und obendrein vom Kleinstadtleben bedrängt. Zusammen mit seinem besten Freund täuscht er seinen Tod vor, um seiner Situation zu entkommen. Am Ende wird er mit der seelenverwandten Natalie glücklich.

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Ein paar Städte, die ich kenne, müssen sich gewiß noch eines Mannes, der als Fremder immer in ihren Erholungen und Harmonien geschlafen, erinnern und noch an die heiter umblickenden Augen denken, womit er stets vom Kanapee aufstand und den Hut nahm, als wollt' er sagen: habt Dank für meine Auffrischung!

Indes Leibgebern seh' ich in Kuhschnappel jedes Schlafen und Wachen nach, da er bald wieder in alle Welt geht; aber es kann mir nie gleichgültig sein, daß mein eigner Held, der sich da mit der Frau grade ansetzt und dessen Streiche ich darauf samt den andern Streichen, die er dafür empfängt, zu malen bekomme, sich geradeso aufführt, als heiß' er Leibgeber, was doch der Fall längst nicht mehr ist, da er schon seinem Vormunde angezeigt, daß er seinen Namen gegen den Siebenkäs umgetauscht. War es z.B. – um nur eins zu rügen – nicht auf wahre Possenspiele angelegt, daß, als die Kurrende (die arme Schülerschaft der Alumnen) vor den besten geistlichen Häusern ihnen gegenüber den herkömmlichen Bettel- und Gassengesang anstimmen und durchfugieren wollte, erstlich Leibgeber seinen Saufinder (ohne einen großen Hund konnt' er nicht leben) in einer geschmackvollen Kindbetterin-Haube aus dem Fenster schauen ließ? Und war es zweitens etwas Gesetzteres, daß Siebenkäs im Angesichte der Singschule hastig in Zitronen einbiß und dadurch die Speicheldrüsen der ganzen Schule aufschloß? Der Erfolg lehrte es genug: die Sänger konnten die Lippen vor dem gehaubten Saufinder so wenig zu ordentlichem Singen zusammenziehen, als einer, der lachen will, zu pfeifen vermag. Und wurden nicht nur durch die aufgesperrten Drüsen alle Singwerkzeuge unter Wasser gesetzt, und jeder Ton mußte mühsam genug durch Speichel waten? – Ja war diese ganze, ordentlich lächerliche Störung sämtlicher Straßensänger nicht eben die Absicht beider Advokaten? –

Freilich kommt Siebenkäs fast noch halb voll akademischer Freiheiten zurück und nimmt sich daher etwa einige heraus. Auch seh' ich die kleine Überfülle der akademischen Jugend für den Fettkörper an, welchen nach Réaumur, Bonnet und Cuvier die Raupe während ihrer Verpuppung zur Nahrung des Schmetterlings verbraucht; von der Freiheit des Jünglings muß die des Mannes zehren; und ein gebogner Musensohn kann nichts anders werden als ein kriechender Beamter auf vieren.

Indes verbrachten die beiden Freunde die nächsten Tage nicht ganz außer der Ordnung bloß mit Schreiben von Besuchkarten. Mit diesen, worauf natürlich nichts stand als: »Es empfiehlt sich und seine Frau, eine geborne Egelkraut, der Armenadvokat Firmian Stanislaus Siebenkäs« – mit den Papieren und mit der Frau wollten beide am Sonnabend in der Reichsstadt herumfahren, und Leibgeber sollte vor jedem Gebäude von Stand herausspringen und den Denkzettel hinauftragen. Eine nicht unvernünftige Sitte solcher Städte, die zu leben wissen! – Aber die Gebrüder Siebenkäs und Leibgeber gingen doch nach allem Anschein in den reichsstädtischen und reichsdorfschaftlichen Fußstapfen der vernünftigsten Gebräuche mehr nur aus satirischer Bosheit einher und machten schöne bürgerliche Sitten zwar richtig nach, aber sehr zum Spaße; jeder war zugleich sein eigner spielender Kasperl und seine Frontloge. – Es wäre beleidigend, vom Marktflecken Kuhschnappel zu glauben, daß er in Siebenkäsens Diensteifrigkeit, in allen Prozessionen dieses kleinen Staats in Kirchen hinein und hinaus und auf den Römer und auf die Schützenwiese mitzuschreiten, das Vergnügen ganz übersehen hätte, womit er durch seinen unausgesuchten Anzug und narrenhaften Aufschritt eine denkende und ausstaffierte Wesenkette mehr zu entstellen und zu verhunzen als wirklich zu verzieren dachte, und selber den wahren Eifer, womit er zu einem Ehren- und Schießmitglied in die kuhschnappelsche Schützengesellschaft eingeschrieben zu werden gestrebt, wollte man weniger seiner Abkunft von einem Jäger als seiner Spaßsucht zuschreiben. – Was Leibgeber in solchen Sachen anlangt, so ist er ohnehin des Teufels lebendig, weil er reisefertig und jünger ist.

Am Sonnabend fuhren beide denn im Marktflecken vor – war irgendwo etwas vom Grandat des Fleckens wohnhaft, da hielt man still, gab den Passagierzettel ab, fuhr weiter und verstieß gegen nichts. Viele Herren und Damen schossen zwar Böcke und vermengten den Zettelträger mit dem unten sitzenden jungen Ehemann; – aber der Zettelträger verblieb ernsthaft und wußte, der Spaß habe seine Zeit. Die zuweilen radierten Blätter wurden nach dem Adreßkalender abgereicht, erst an die regierenden Geschlechter, sowohl im Hohen als Kleinen Rate – an die 70 Herren des Großen und an die 13 des Kleinen Rats – folglich bekam (denn daraus besteht der Kleine) der Schultheiß, der Seckelmeister (d. h. Finanzpräsident), die 2 Venner (d.h. Finanzräte), der Heimlicher (sozusagen der Volktribun) und die restierenden 8 Ratherren jeder sein Blatt – bis der Wagen herabfuhr und die kleinern Staatbedienten in den verschiedenen Kammern und Kommissionen mit ihren Karten versorgte, als da sind die Holz-, die Jäger-, die Reformationkammer, welche letzte dem Luxus begegnet, und die Fleischtaxe-Kommission, die ein einziger Metzgermeister, aber ein guter alter Mann, verwaltet. – –

Ich muß besorgen, ich habe mir selber ein oder ein Paar Beine untergestellt, da ich der gelehrten und statistischen Welt von der reichsstädtischen Verfassung des Reichsmarktfleckens Kuhschnappel, der eigentlich eine kleine Reichsstadt ist und eine große war, nichts vormappieret habe, keinen Conspectus, keinen Grundriß, gar nichts. Gleichwohl kann ich hier mitten im Schusse des Kapitels unmöglich einhalten, sondern ich muß warten, bis wir alle unten am Ende stehen, wo ich die statistische Krambude bequemer aufschlage. –

– Das Rad der Fortuna fing bald an zu knarren und Kot auszuspritzen; denn als Leibgeber den Achtels-Aushängebogen von Siebenkäsens Ehestand ins Haus des Heimlichers v. Blaise, des Vormunds, trug, empfing eine lange, hagere, in Kattun-Wimpeln eingewindelte Störstange von Frau, die Heimlicherin, ihn zwar mit Wärme, aber mit derjenigen, womit man gewöhnlich Menschen prügelt, und welche auch die bedenklichen Worte aussprach: »Mein Mann ist Heimlicher in der Stadt, und er ist auch ganz und gar nicht zu Hause. – Bei ihm ist nichts zu siebenkäsen, er ist der Tutor und dabei der Vormund von den allernobelsten Patriziern. – Man kann sich sogleich wieder fortscheren; denn bei ihm kommt man an den unrechten Mann.« – »Letztes sollt' ich selber glauben«, versetzte Leibgeber.

Der Mündel Siebenkäs suchte jetzo seinen Brief- oder Blattträger etwas mit der Frau durch die Bemerkung auszusöhnen, daß sie wie alle gute Hunde den Fremden erst anbelle, eh' sie ihm apportiere; und als der ängstlichere Freund ihn befragte: er werde doch allen giftigen Exzeptionen, die der Vormund aus dem Umtausche des Namens gegen die Auszahlung seiner Gelder saugen könnte, juristisch vorgebogen haben, so gab er ihm den Trost, er habe schon, eh' er sich als Siebenkäs niedergelassen, sich die Meinung und den Beifall seines Vormunds schriftlich geben lassen; und zu Hause soll' ers sehen.

– Aber zu Hause war der Brief von Blaise nirgends zu finden – in keinem Koffer – in keinen akademischen Heften – nicht einmal unter den leeren Papieren – er blieb weg. »Bin ich doch ein Narr!« sagte der Mündel, »brauch' ich ihn denn?« –

»Komm lieber (sagte plötzlich in einem tiefern Tone sein Freund, der bisher die Sonnabendzeitungen überblättert hatte, und steckte sie ein) und mach' einen Sprung ins Feld.« – Draußen gab er ihm verlegen das Intelligenzblatt von Schaffhausen – den Schwäbischen Merkur – die Stuttgarter Zeitung – und den Erlanger und sagte: »Da sieh deinen tutelarischen Halunken!« –

In allen diesen Blättern standen die Parallelstellen:

»Nachdem Hoseas Heinrich Leibgeber , jetzo in seinem 29. Jahre stehend, anno 1774 sich auf die Akademie Leipzig begeben, seit diesem Zeitraum aber nicht das geringste von sich hören lassen: also wird auf Ansuchen seines Vetters, des Hrn. Heimlichers v. Blaise, ihm das unter seiner vormundschaftlichen Verwaltung stehende Vermögen, bestehend in 1200fl. rhnl., da die Verschollzeit verloffen, auszuantworten und zu übergeben, besagter Hoseas Heinrich Leibgeber dergestalt edictaliter zitiert und vorgeladen, daß er oder seine rechtmäßigen Leibeserben von dato in 6 Monaten, wovon 2 Monat für den ersten, 2 Monat für den zweiten und 2 Monat für den letzten peremtorischen Termin anberaumet worden, sich bei hiesiger Erbschaftskammer zu melden, hinlänglich zu legitimieren und das Vermögen in Empfang zu nehmen oder widrigenfalls zu gewärtigen habe, daß solches in Gemäßheit des Ratsdekrets vom 24. Jul. de anno 1699, das jeden 10 Jahre Abwesenden pro mortuo erkläret, dessen erwähntem Vetter und Vormunde Hrn. von Blaise verabfolget und zugeteilet werde. Kuhschnappel in Schwaben, den 20. August 1785 –

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