Hans Herrmann - Halt oder ich scheisse!

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Die Armee ist eine sonderbare Welt mit sonderbaren Bräuchen und Regeln. Ein totalitärer Staat im Staat. Ein Eldorado für harte Kerls. Und ein Paradies für Zwangsneurotiker. Der Autor nimmt die Leserin, den Leser mit auf eine unterhaltsame Reise in die Rekrutenschule, die Unteroffiziersschule und den Wiederholungskurs. Wer Militärisches bisher zum Weinen fand, wird erfahren: Es ist zum Losbrüllen!

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"In zehn Minuten wieder hier, jeder im Tenue Ex!"

Zur Veranschaulichung hebt er ein Exerziertenue in die Höhe. Unteroffiziere geleiten euch in eure Zimmer, beaufsichtigen den Tenuewechsel. Die Jeans und bunten T-Shirts wandern in den Effektensack.

Hinein in den feldgrauen Stoff!

Au, wie der beisst.

In zehn Minuten versammelt sich die nunmehr militärisch gekleidete Rekrutenkompanie wieder auf dem Platz und nimmt, in Züge gegliedert, Aufstellung.

Welch ein Bild des Jammers!

Dir und vielen anderen schlottern die grob geschneiderten Beinkleider aus dem Zweiten Weltkrieg handorgelmässig um die Beine, während andere Kameraden in lächerlichen Hochwasserhosen stecken. Hier eine Schiffchenmütze, die zwei Nummern zu gross ist, da ein Kittel, der zu knapp sitzt, und dort Ärmel, die bereits in der Mitte des Unterarms enden. Dazu immer diese klobigen Clownschuhe.

"Kompanie – Achtung!", ruft der Feldweibel mit heiserem Bellen.

Wahrlich – er präsentiert dem Kompaniekommandanten, der nun strammen Schrittes erscheint, einen prächtigen Haufen.

2. Mannesweihe zwecks Brechung

Die Kaserne ist uralt. Eigentlich müssten Risse den Boden durchziehen, aus denen Unkraut wuchert. Die Unteroffizierstoilette wäre eine Tropfsteinhöhle. In den Offizierszimmern hätte es molch- und krötenbevölkerte Pfützen, und die Jukebox in der Soldatenstube würde heiser den Song vom Zerfall krächzen.

Stattdessen aber hat ein streng konservierender Wille die ausgetretenen Stufen poliert. Sie starren stur im Glanze des Bohnerwachses. Die Fenster hängen schief in den Angeln, aber sie blitzen. In den hallenden Küchen blendet gewetztes Weiss. Feldstandarten drohen von den Wänden. Schwere Holztüren, metallgenietet, lassen beim Zuschlagen die Rahmen angstvoll erzittern.

Nicht genug, dass die Burschen unter der Last von rauen Stoffen, ranzig geöltem Hartlederzeug und klebrig gefetteten Gerätschaften wanken. Nicht genug, dass der Feldweibel unermüdlich schimpft und bellt. Nicht genug, dass Offiziersdolche hämisch pendeln und ein Oberst lauernd die Steinfliesen bestiefelt.

Es muss die Brechung eine in tiefste Schichten greifende sein, und hierzu wurde ein Ritual geschaffen, das sich, sieh nur, hier in diesem öden Saal unter tötendem Schweigen abspielt.

In einer Reihe sitzen nebeneinander vielleicht acht Weisskittel in Offiziersrang auf alten Stühlen wie festgeschraubt. Die Rekruten müssen, bevor sie eintreten, ihre Kleider zu einem Bündel schnüren und auf dem Boden des Korridors deponieren. Nur die Unterhosen dürfen sie anbehalten. Schritt für Schritt geht's dann, fast nackt, in Einerkolonne hinein zu den Armeeärzten.

Dich friert, weniger vom Durchzug als vom kühlen Atem eines herrischen Waltens. Nackte Schritte patschen über den Boden, und blasse Rücken ziehen den Nacken ein.

Da erfolgt aus dem Irgendwo eine Anweisung, unsichtbar und unausweichlich wie das Schicksal. Du stehst verzagend vor einem Weisskittel, einem Mann von müder Hagerkeit und grauer Gesichtshaut. Er ist wohl nicht freiwillig Offizier geworden, sondern dazu verknurrt worden, weil er Medizin studiert hat. Ein eingefleischter Militärkopf sieht anders aus. Du schaust ihm in die dunkel bebrauten Augen, die schon so viel Geschwüriges gesehen haben, und auf die erkahlende Stirn.

Er richtet milde und mit welschem Akzent das Wort an dich und beginnt, die ärztliche Eintrittsmusterung vorzunehmen, fragt dies und das, deine Befindlichkeit sondierend, tätigt auch hier und da mit leichter Hand eine kleine Verrichtung an deinem Körper, ein behutsames Drücken auf den Sitz der Milz etwa oder einen ordnenden Handgriff an den Schultern, ungefähr so, wie ein Modeschöpfer letzte Manipulationen an einem Model vornimmt, das in wenigen Sekunden auf den Laufsteg muss.

Zwischen den Knien dieses ermüdeten Priesters der Körperlichkeit ruht eine flache Metallschale mit Wasser. Mit langen, schlanken Fingern greift er nun feierlich ins Wasser, als wolle er die Hand nicht nur reinigen, sondern auch weihen, und zieht dir alsdann behutsam die Unterhosen von den Hüften herunter, sodass deine Blösse seinem Auge preisgegeben ist.

Mit bedächtigen Griffen, die einem reglementarischen Muster folgen, geht er dir an die Blösse. Es ist ein vordringendes Greifen unten am Hodensack, ein stossendes Kneten, ein drückendes Schrauben, das körperlich unangenehm und seelisch demütigend ist. So muss es wohl sein, wenn der Leitwolf am Geschlechtsteil eines untergeordneten Tieres herumschnüffelt, um ihm seine Macht und Überlegenheit zu demonstrieren. Hier wird die Demütigung zwar von einem sanftmütigen Arzt vollzogen, der so gar nichts Wölfisches an sich hat, aber er tut es im Namen einer totalitären Organisation.

Es ist vorbei. Während der Arzt seine Hände wieder ins Kniebecken taucht, ziehst du die Unterhose über deine Blösse. Er wünscht dir einen guten Dienst, milde und voller Mitgefühl.

Er hat das Ritual der Demütigung an dir vollzogen. Er hat dir an die Blösse gegriffen, ohne dass du einschreiten durftest. Du bist für den Rest der Rekrutenschule ein Knecht, ein Höriger, ein Leibeigener.

So hat es die Armee in psychologischem Feinsinn ausgeheckt und angeordnet: Hodensackgriff zur Duckung aufmuckender Jungmännergesinnung. Eine andere Absicht kann diesmal kaum dahinterstecken. Besagter Griff ist nämlich bereits vor einem Jahr an der Aushebung zur Anwendung gelangt, damals noch zum einleuchtenden Zweck, die Stellungspflichtigen auf einen allfälligen Leistenbruch zu untersuchen. Aber jetzt, beim zweiten Mal... Man kann kaum alljährlich die Leistenkontrolle vornehmen wollen.

Draussen wird gezotet. "Mann, stell' dir vor, wie der geguckt hätte, wenn ich dabei eine Latte gekriegt hätte", johlt einer, der die Prozedur offensichtlich ungebrochen überstanden hat.

Du nimmt dir vor, diesem Rohling künftig möglichst aus dem Weg zu gehen.

3. Vom Grüssen

Der militärische Gruss ist's, der von allen soldatischen Sitten, Gebräuchen und Verrichtungen auch von Nichtkennern der Armee sogleich als militärisch erkannt wird – sogar dann, wenn der Grüssende in Zivil steckt und bloss zum Jux salutiert.

Nur wenige kennen jedoch den Ursprung dieser merkwürdigen Grussgebärde. Es handelt sich, wie so vieles, um ein Relikt aus dem Mittelalter: Die Fingerspitzen der ausgestreckten Hand, grüssend zur rechten Schläfe geführt, ahmen pantomimisch den Ritter nach, der auf der Landstrasse einem anderen Ritter begegnet. Die Höflichkeit gebot, dass sich die beiden Eisengepanzerten beim Grüssen ins Gesicht sahen; dazu war es nötig, das Helmvisier hochzuklappen. Die Ritterhelme sind längst aus der Mode gekommen; die Handbewegung aber, mit der das imaginäre Visier noch immer hochgeklappt wird, ist geblieben.

Ein verwandter Bewegungsablauf ist zuweilen bei älteren Herren zu beobachten, die früher Hut trugen und diesen beim Gruss seinerzeit leicht zu lüften pflegten. Heute sind besagte Herren meist ohne Hut unterwegs; begegnen sie jemandem, begleiten sie ihren mündlichen Gruss aber noch immer mit einer mechanischen Gebärde, die das Lüften des – nicht mehr vorhandenen – Hutes andeutet.

Selbstverständlich ist militärisches Grüssen das erste, was wir in der Rekrutenschule zu lernen haben. Die Unteroffiziere und Offiziere bringen uns die ritterliche Grussgebärde unter Aufbietung all ihres pädagogischen Geschicks bei und bestrafen jene, die den militärischen Gruss nachlässig behandeln oder gar glauben missachten zu können, mit stupide ausgeklügelten Strafen (zehnmal grüssen und dergleichen mehr).

Wir lernen auch, dass es Sonderfälle gibt. Ein militärischer Fahrzeuglenker zum Beispiel grüsst nicht mit angelegter Hand; auch in der Armee gehören aus Sicherheitsgründen beide Hände ans Steuer. Hierzu heisst es in der Grundschulung (GS), Nachdruck vom Dezember 1981, unter Ziffer 21, besondere Fälle, erstens, Gruss des Fahrzeugführers und Radfahrers:

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