Edward Bellamy - Ein Rückblick aus dem Jahre 2000 auf 1887

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Julian West, ein junger US-Amerikaner fällt durch eine Behandlung mit animalischem Magnetismus in Boston im Jahr 1887 in einen tiefen Schlaf. Als er im Jahr 2000 dort wieder aufwacht, hat sich die Welt um ihn herum wesentlich verändert. Er findet sich in der Obhut von Dr. Leete und dessen attraktiver Tochter Edith wieder, die sich als eine Nachfahrin von Julians vorheriger Verlobter erweist.
Während der vergangenen hundert Jahre sind die USA zu einem idealen Gemeinwesen geworden. Es wird nun gezeigt, wie der Hausherr Dr. Leete und seine Tochter Edith den Protagonisten in die neue Welt einführen und ihm die Lebensverhältnisse des idealen Gemeinwesens erklären.

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Der Leser, welcher die angegebenen Zeitpunkte im Auge hat, wird natürlich in diesen Störungen der Industrie den ersten lockeren Zusammenhang der großen Bewegung erkennen, welche in der Gründung des modernen Systems mit all seinen sozialen Folgen endete. Dies ist so klar, wenn man zurückblickt, dass es jedes Kind verstehen kann; aber wir, die wir damals lebten, waren keine Propheten und hatten keinen klaren Begriff von dem, was sich bei uns ereignete. Wir sahen nur, dass die Industrie des Landes in einem wunderlichen Zustande war. Das Verhältnis zwischen Arbeitern und Arbeitgebern, zwischen Arbeit und Kapital schien in einer unerklärlichen Weise verschoben. Die arbeitenden Klassen waren ganz plötzlich und allgemein von einer gründlichen Unzufriedenheit mit ihrer Lage, von dem Gedanken befallen, dass sie wesentlich gebessert werden könnte, wenn man nur wüßte, wie man's anfangen sollte.

Auf allen Bauplätzen erhoben sie einstimmig Forderungen um höheren Lohn, kürzere Arbeitszeit, bessere Wohnungen und Schulen und Anteil an den verfeinerten Lebensgenüssen, Forderungen, von denen man nicht sah, wie man sie bewilligen konnte, solange nicht die Welt viel reicher wurde, als sie damals war. Sie wußten wohl, was sie wollten, aber nicht, wie sie es erreichen sollten, und die ungestüme Begeisterung, mit der sie sich um jeden scharten, der ihnen möglicherweise Aufklärung darüber geben konnte, verlieh manchem, der gern ihr Führer hätte sein mögen und der doch wenig Aufklärung zu geben wußte, einen ephemeren Ruhm. Für wie eingebildet man auch die Hoffnungen der arbeitenden Klassen halten mochte, so ließen doch die Hingebung, mit welcher sie sich gegenseitig bei ihren Streiks, die einzige Waffe, die sie hatten, unterstützten, und die Opfer, die sie sich auferlegten, um sie durchzuführen, keinen Zweifel darüber, dass sie es bitter ernstlich meinten. Was aus diesen Arbeiterunruhen, wie diese Bewegung gewöhnlich genannt wurde, werden sollte, darüber schwankten die Ansichten der Leute meiner Klasse je nach ihrer individuellen Verfassung. Die Sanguiniker behaupteten sehr entschieden, es liege in der Natur der Dinge, dass die Verwirklichung der neuen Hoffnungen der Arbeiter unmöglich sei, weil ganz einfach die Welt nicht die Mittel dazu hätte. Nur weil die Menge tüchtig arbeite und schmale Kost genieße, sei das Menschengeschlecht noch nicht verhungert, und es sei keine Besserung von irgendwelchem Belang möglich, solange die Welt im Ganzen so arm bleibe. Wer weniger sanguinisch dachte, gab das alles zu. Die Hoffnungen der Arbeiter konnten aus natürlichen Gründen unmöglich erfüllt werden, aber man hatte Grund zu fürchten, sie würden das erst erkennen, wenn sie die Gesellschaft auf den Kopf gestellt hätten. Sie hatten Stimmen und Gewalt genug, dies zu tun, wenn sie wollten, und ihre Führer reizten sie dazu an. Einige furchtsame Beobachter prophezeiten sogar eine soziale Sintflut. Die Menschheit, sagten sie, habe die höchste Sprosse der Zivilisation erstiegen, sei im Begriff, kopfüber in das Chaos zu stürzen, dann würde sie wieder aufstehen, sich herumdrehen und von neuem zu steigen beginnen. Wiederholte derartige Erfahrungen in geschichtlicher und vorgeschichtlicher Zeit seien möglicherweise der Grund für die unerklärlichen Beulen an der menschlichen Hirnschale. Die Geschichte der Menschheit sei, wie alle großen Bewegungen, zyklisch und kehre immer wieder zum Ausgangspunkt zurück. Die Idee von einem unendlichen Fortschritt in gerader Linie sei ein Trugbild der Einbildung und habe in der Natur keine Analogie. Die Parabel einer Kometenbahn sei vielleicht eine bessere Illustration vom Lebenslauf der Menschheit. Sie sei aus dem Aphel des Barbarismus auf zu dem Perihel der Zivilisation gestiegen, nur um sich wieder hinab in die Regionen des Chaos zu stürzen. Dies war natürlich eine extreme Ansicht, aber ich erinnere mich, dass sonst ernste Männer meiner Bekanntschaft einen ähnlichen Ton anschlugen, wenn die Zeichen der Zeit besprochen wurden. Zweifellos glaubten kluge Männer, dass die Gesellschaft einer kritischen Periode entgegengehe, welche große Veränderungen im Gefolge haben könne. Die Arbeiterunruhen, ihre Ursachen, ihr Verlauf und ihre Abhilfe nahmen in der Presse und in ernster Unterhaltung den ersten Platz ein.

Die Aufregung erreichte ihren Höhepunkt, als eine kleine Bande von Männern, die sich Anarchisten nannten, das amerikanische Volk durch Drohungen und Gewalt zwingen wollten, ihre Grundsätze anzunehmen, als wenn eine große Nation, die eben erst eine Empörung ihrer einen Hälfte erdrückt hatte, um ihr politisches System aufrechtzuerhalten, aus Furcht so leicht ein neues soziales System annehmen würde!

Da ich reich und bei der bestehenden Ordnung der Dinge stark beteiligt war, teilte ich natürlich die Befürchtungen meiner Klasse. Die ganz besondere Beschwerde, die ich zu der Zeit, die ich beschreibe, gegen die arbeitenden Klassen hatte, indem sie durch ihre Streiks die Erfüllung meines ehelichen Glückes in die Länge zogen, gab meinen Gefühlen gegen sie eine besondere Schärfe.

Zweites Kapitel

Der 30. Mai 1887 fiel auf einen Montag. Es war ein nationaler Feiertag, welcher im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts unter dem Namen Dekorationstag eingesetzt war, um das Andenken der Krieger der Nordarmee, welche an dem Kriege zur Erhaltung der Union teilgenommen hatten, zu ehren. Die Überlebenden zogen an diesem Tage, von dem Militär und den Magistratspersonen begleitet, unter Musik auf die Kirchhöfe und legten Blumenkränze auf die Gräber ihrer toten Kameraden nieder. Die Zeremonie war sehr feierlich und ergreifend. Der älteste Bruder von Edith Bartlett war im Kriege gefallen und am Dekorationstag pflegte die Familie den Kirchhof Mount Auburn zu besuchen, wo er lag.

Ich bat um die Erlaubnis, sie begleiten zu dürfen, und als wir bei Einbruch der Nacht in die Stadt zurückkehrten, blieb ich zu Tisch bei ihnen. Nach Tisch nahm ich im Gesellschaftszimmer eine Zeitung in die Hand und las da von einem neuen Streik unter den Bauarbeitern, welcher voraussichtlich die Vollendung meines unglücklichen Hauses noch weiter verzögern würde. Ich erinnere mich noch deutlich, wie aufgebracht ich darüber war und was für Verwünschungen ich, soweit es die Gegenwart der Damen erlaubte, gegen die Arbeiter im Allgemeinen und diese Streiks im besonderen ausstieß. Ich hatte die volle Sympathie meiner Umgebung und die folgenden Bemerkungen über das leichtsinnige Benehmen der Agitatoren müssen diesen Herren in den Ohren geklungen haben. Man war darüber einig, dass die Dinge immer schlimmer würden und es sich gar nicht sagen ließe, wozu das noch führen würde. »Das Schlimmste ist«, sagte Frau Bartlett, wie ich mich noch erinnere, »dass es scheint, als ob die arbeitenden Klassen in der ganzen Welt auf einmal verrückt geworden seien. In Europa ist es noch schlimmer als bei uns. Ich möchte nicht dort leben. Ich fragte neulich meinen Mann, wohin wir auswandern würden, wenn alle die schrecklichen Drohungen jener Sozialisten ausgeführt werden sollten. Er sagte, er wüsste kein Land, wo die Gesellschaft jetzt stabil genannt werden könnte, außer Grönland, Patagonien und China.« »Diese Chinesen wussten, was sie wollten«, fügte jemand bei, »als sie unsere westliche Zivilisation nicht zu sich einließen. Sie wussten besser als wir, wozu sie führen würde. Sie sahen, es war nichts dahinter als verstecktes Dynamit.«

Ich erinnere mich, dass ich dann Edith auf die Seite genommen und versucht habe, sie zu bewegen, dass wir lieber sofort heiraten wollten, ohne auf die Vollendung des Hauses zu warten, und uns auf Reisen begeben, bis das Haus fertig wäre. Sie war an jenem Abend auffallend schön, die Trauerkleidung, die sie zu Ehren des Tages trug, hob die Reinheit ihrer Gesichtsfarbe aufs glänzendste. Ich sehe jetzt noch im Geiste, wie schön sie damals aussah. Als ich gehen wollte, folgte sie mir in den Vorsaal und ich küsste sie zum Abschied wie gewöhnlich. Dieser Abschied unterschied sich in nichts von anderen Gelegenheiten, wenn wir uns für eine Nacht oder einen Tag trennten. Weder ich noch sie ahnte, dass dies mehr als eine gewöhnliche Trennung war.

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