Andreas Berg - Genuss mit Freunden

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Wieder finden sich die Autor*innen des Buches «Urlaub mit Freunden» zusammen, und bekommen noch Verstärkung. Wieder geht es um Freunde, Freundschaften in allen Lebenslagen, das gemeinsame Element ist diesmal der Genuss. Lassen Sie sich in den Bann hineinziehen und genießen Sie mit allen Sinnen.
Neben Bekannten aus dem ersten Buch dieses Kollektivs finden sich auch neue Figuren ein. Freundschaften sind etwas Besonderes, doch immer wieder stoßen sie auch an Grenzen.

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Es klingelte. Sie war natürlich die Erste. Pamela hatte sich mal wieder in eine viel zu enge Hose gezwängt, aus der die Fettpolster um den Bauch hervorquollen. Der Ausschnitt ihres dünnen Blüschens - viel zu tief - machte den Blick frei auf die verrunzelte Haut einer 60-jährigen Raucherin. Peinlich, wie immer. Neugierig fiel ihr Blick in den Garten. Ja nichts verpassen.

Tobi und Elvira kamen ums Haus herum in den Garten geschlendert. Ohne zu klingeln. Warum auch. Wir waren doch ziemlich beste Freunde . Die beiden Ossis, Jörg und Susi, kamen direkt im Schlepptau hinterher, wie zwei Dackel. Es dauerte ewig, bis es dann nochmal an der Tür klingelte, und Peter und Maren erschienen. Immer etwas Besonderes. Und als Letzte hatten sie den besten Auftritt mit Publikum.

Skipper Tom hatte ich nicht eingeladen. Ich wusste, warum.

Da hatte ich sie zusammen, die feine Gesellschaft.

Während sich alle freudig begrüßten (diese Scheinheiligen), holte ich den Sekt aus der Küche, roten Sekt, den ich vor dem Raustragen nochmal kräftig schüttelte. Tobi winkte sofort und ich drückte ihm die Flasche in die Hand. Alles lief nach Plan. Seine Elvira neben ihm war mal wieder rausgeputzt wie ein Pfau, im weißen Kleid. So ein Pech. Die Flecken gehen ja so schlecht raus.

Nachdem Elvira ein Tränchen verdrückt und Tobi als Schuldigen beschimpft hatte, stießen alle miteinander an. Auf die schönen Segeltörns. Es war vor Jahren meine Idee, mit zwei Freunden zu segeln. Danach kamen immer mehr aus Tobis Kreis dazu. Alle passabel. Aber dann … Am lautesten labberte Pamela vom Segelrevier, von den Manövern und den Tavernen. Hätte ich damals doch nur darauf bestanden, selber jemanden für den freien Platz an Bord vorzuschlagen. Ich konnte nicht ahnen, was auf mich zukommen würde. Bei der Planung des nächsten Törns hatten sie mich dann tatsächlich ausgebootet. Und diese intrigante Kuh wieder mitgenommen.

Mit einem aufgesetzten, breiten Lächeln betonte ich, wie sehr ich mich freute, die Crew wieder zu sehen, und bat alle am Tisch unter dem alten Apfelbaum Platz zu nehmen.

Die Augen der Sieben glänzten vor Vorfreude. Ich war als gute Gastgeberin mit raffinierten Ideen bekannt. Na, dann los. Mit Schwung platzierte ich vor jedem Gast ein kleines Tellerchen mit runden Vertiefungen. In jeder Mulde kringelte sich eine Schnecke. Es duftete herrlich nach Knoblauch. Pamela schob den Teller angewidert von sich. »Wie? Du magst nicht? Naja, ist halt was für Leute mit Geschmack.« Die Dekoration aus großen Blättern in der Tischmitte begann sich zu bewegen. Perfektes Timing. Die Weinbergschnecken waren gerade warm geworden (ich hatte sie die Nacht über im kalten Keller ruhig gestellt). Den schrillen Schrei stieß Maren aus, diese Memme.

»Ich sehe was, was du nicht siehst.« Langsam seilten sich kleine und große Spinnen vom Baum ab Richtung Tisch. Das war der schwierigste Teil der Vorbereitung für dieses Fest. Ich hatte tagelang gesammelt und die gut gefüllte Dose kurz vor dem Eintreffen der Gäste in der Astgabel direkt über dem Tisch platziert. Läuft. Ich war überaus zufrieden mit meinem Arrangement.

Ich servierte Cuy Chactado. Knusprig. Die Ossis machten sich direkt über die Fleischplatte her. Als Susi gerade ein großes Stück abbiss, verkündete ich, dass das ein typisches Gericht aus Ecuador sei – gegrilltes Meerschweinchen. Susi erbrach sich über den ganzen Tisch und lief würgend ins Haus.

Jörg blieb grinsend sitzen und krallte sich ein weiteres Tier. »Dat schmeckt doch jut, wa? Ick wes jarnich, wat die Alte hat.« Den anderen war der Appetit vergangen. Sicher nur wegen des Geruchs nach Erbrochenem, der jetzt über dem Tisch lag, oder? Dieser Gang war ein voller Erfolg.

Ich lies ihnen keine Zeit zum Verschnaufen und schon gar nicht zum Nachdenken. Sonst hätte sich der ein oder andere vielleicht schon verdrückt vor dem großen Finale.

Ich balancierte eine große Platte mit Trauben und runden, weiß-milchigen Käsen über den Rasen. Peters Augen leuchteten. Gierig schnappte er sich einen ganzen Käse und biss hinein. Es konnte ja nichts mehr Schlimmes kommen, dachte er. Ich beobachtete aus den Augenwinkeln, wie er kaute und plötzlich stutzte. Er stülpte die Lippen um und eine dicke, fette Made fiel im aus dem Mund. Starr vor Schreck kippte Peter mit dem Stuhl nach hinten. »Voilà«, rief ich voller Begeisterung. »Hier haben wir einen Original Casu Marzu – überreifer, sardinischer Schafsmilchkäse mit einem besonderen Pfiff.«

Die Gesellschaft verlangte dringend nach Hochprozentigem, um meine wunderbaren Ekeligkeiten herunter zu spülen.

Ich hatte extra kleine Tonbecher gekauft und servierte aus einer Flasche, die ich liebevoll dekoriert hatte, so dass deren Inhalt nicht zu sehen war. Maren stürzte den ersten Becher direkt herunter und griff nach der Flasche. Tobi hatte seinen Becher auch sofort geleert, wie zu besten Segelzeiten. Damals, als ich noch dazu gehörte. Bevor Pamela auf der Bildfläche, sprich auf dem Schiff, erschienen war. Tobi wollte sich auch gerade nachschenken, als er zu würgen begann. Er griff sich in den Mund und zog einen langen, gelblichen Wurm hervor. Elvira war die Nächste, die sich übergab. Was für ein schleimiges Schauspiel auf dem Tisch. Die Schnecken freuten sich. Ich auch.

»Kinder«, rief ich voller Begeisterung, »ich habe extra für euch Mezcal besorgt. Mögt ihr keinen Tequila?«

Jetzt war es so weit: Zeit für das Dessert. Ich wusste, dass sich die verfressene Mannschaft den nicht entgehen lassen würde. Ich hatte schöne Glasschalen angerichtet mit einer leckeren, hellbraunen Haselnussmousse, die ihre Zutaten nicht verriet. Die Nocken waren mit in Rum eingelegten Kirschen verziert. War ich nicht liebevoll?

Es gab ein großes Raunen, als sich die ersten Löffelchen in den weichen Nocken versenkten.

Irgendwo krachte es. Dann ein Aufschrei. Maren hielt sich ihre Wange, dann spuckte sie aus. Erst einen Kirschkern – und dann ihre Plombe. Auch die Anderen begannen in ihren Mündern zu wühlen und Kerne auszuspucken. »Sollte ich tatsächlich vergessen haben, die Kirschen zu entkernen?« grinste ich in mich hinein.

»Bitte schön lächeln«, rief ich und zückte mein Handy, um diesen Moment für immer festzuhalten.

Pamela griff sich an den Hals. Ihr Gesicht war puterrot. Sie keuchte. Dann verlor sie jede Farbe im Gesicht und kippte bewusstlos ins Gras. Tätäää. Da war sie - die Rache – und so süß. Die Dosierung hatte genau gestimmt. Schließlich war ich Profi und kannte mich mit Nussallergien aus. Vor allem mit der von Pamela.

Die Gulaschlüge

Martina Raguse

In meiner Familie waren Kochen und Essen sinnstiftende familienrelevante Themen.

Meine Mutter kochte täglich, für Familie, für die Mitarbeiter unserer Firma, für jeden und alle. Es türmten sich an jedem Wochenende Spülberge in der Küche, die dann wir Kinder abarbeiten durften. Während des gemeinsamen Sonntagmittagessens seufzte meine Mutter ein wenig vorwurfsvoll, dass sie stundenlang gekocht habe und wir alles binnen 10 Minuten aufgegessen hatten. Das schmälerte unseren Genuss nur unerheblich. Was sie nie sah, es lag an ihr. Es herrschte unterschwellig Krieg, Futterneid, es gab immer etwas weniger, als die Personenzahl am Tisch gerne gehabt hätte. Mama verzichtete dann gerne auf ihr Stück Fleisch, das wiederum machte uns ein mieses Gefühl. Aufgrund dieser großen Geste arbeiteten wir Kinder, ohne zu murren, den Abwasch des gesamten Wochenendes ab.

Sie hätte nicht verzichten müssen, Papa schaffte genug Geld ran. Aber sie gefiel sich in ihrer Rolle. Sie führte uns an unsichtbaren Fäden in die Gesellschaft ein. Sie lehrte uns so Moral, Neid, Missgunst, aber auch ein Wir-Gefühl, den Blick auf das große Ganze und Pflichtgefühl. Alles, was man braucht. Wir sparten nie mit Lobeshymnen auf ihre Kochkünste.

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