Andreas Berg - Genuss mit Freunden

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Wieder finden sich die Autor*innen des Buches «Urlaub mit Freunden» zusammen, und bekommen noch Verstärkung. Wieder geht es um Freunde, Freundschaften in allen Lebenslagen, das gemeinsame Element ist diesmal der Genuss. Lassen Sie sich in den Bann hineinziehen und genießen Sie mit allen Sinnen.
Neben Bekannten aus dem ersten Buch dieses Kollektivs finden sich auch neue Figuren ein. Freundschaften sind etwas Besonderes, doch immer wieder stoßen sie auch an Grenzen.

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Der Nachmittag war noch nicht vorbei. Es war ein schönes Gefühl, Zeit genug zu haben und nicht gehetzt kochen zu müssen. Erst konnte ich einmal gemütlich unter die Dusche gehen und mich für den Abend ein bisschen schön machen.

Ich war noch nicht richtig abgetrocknet, als es an der Tür ungeduldig schellte. Mein Blick aus dem Fenster ließ mich aufseufzen. Meine Schwester Hille stand vor der Tür. Sie hatte die Gabe, stets unpassend aufzutauchen. Ich zog rasch den Bademantel über und ging zur Haustür.

»Gut, dass du zu Hause bist.«

Mit diesen Worten ging sie an mir vorbei ins Haus, hängte ihre Jacke an die Garderobe und meinte: »Hast du einen Kaffee für mich? Bist du alleine?«

Mehr will ich nicht weiter von ihr erzählen. Nur dass sie sich auf dem Sofa nieder ließ und nicht mehr aufhörte zu reden. Meine Einwände, ich hätte noch zu tun, ich bekäme Besuch und müsste mich auch noch anziehen, überhörte sie elegant. Das war schon immer so bei ihr, sie kam, sah und siegte. Egal, was ich vorhatte, meine Pläne interessierten sie nicht. Sie war die große Schwester, hatte das Sagen, und sie sagte viel. Meine Meinung wollte sie nie hören, nur mein Ohr sollte ich ihr hinhalten, damit sie ihren Wortmüll dort hinterlassen konnte.

Die Uhr tickte und die Zeit verstrich. Allmählich wurde ich unruhig. Wie sollte ich sie bloß loswerden? Wenn ich ihr von der Zunge erzählen würde, würde sie meine Vorfreude endgültig zunichtemachen. Sie machte schon als Kind ein großes Theater darum.

»Igitt, Zunge – wie widerlich. Ich esse doch nicht, was andere schon im Mund hatten!« Dieser Witz hatte schon damals einen langen Bart. Nein, dieses Thema musste ich vermeiden. Außerdem musste ich sie wirklich dringend loswerden.

Es wurde halb sieben, in einer Stunde erwartete ich meine Gäste. Es musste etwas passieren.

»Ich sollte mich endlich einmal anziehen«, sagte ich und stand auf.

»Ja, mach das. Ich würde längst frieren an deiner Stelle«, erwiderte meine Schwester.

Im Schlafzimmer überlegte ich fieberhaft, womit ich ihren Besuch beenden konnte. Leise schlich ich hinunter in den Keller und hob das Tuch, um nach dem Zustand der Zunge zu sehen. Mit meinem Finger strich ich liebevoll über die unter der weißen Haut übrig gebliebenen, ganz zarten Papillchen. Das weckte in mir eine gierige Vorfreude. In dem Moment kam die Idee.

»Hille!« rief ich nach oben, »Komm bitte mal runter!«

Ich hörte ihre Schritte auf der Treppe und legte das Tuch schnell wieder über das Fleisch.

Als sie durch die Tür trat, meinte ich mit meinem süßesten Lächeln zu ihr:

»Ich habe eine Überraschung für dich. Mach mal die Augen zu und strecke die Zunge raus.«

Hille will immer haben, haben, haben. Sie ist groß im Nehmen. Also zögerte sie nicht, schloss erwartungsvoll die Augen und streckte ihre Zunge heraus. Ich sah nur diese eine Möglichkeit und fackelte deshalb nicht lange, nahm das Fleisch in beide Hände, drehte die Papillen nach unten und strich damit über ihre Zunge.

Sie riss ihre Augen auf. In ihnen konnte ich den Ablauf ihres auf Hochtouren arbeitenden Gehirns erkennen: ratloses Nachspüren – plötzliches Verstehen – grenzenloses Entsetzen.

Ihr Schrei war beeindruckend und ihre Flucht aus dem Haus prompt.

Endlich hatte ich Zeit für meine Gäste.

Ein Abend zu zweit

Andreas Berg

Tiefrot schien das Licht durchs Glas. Brigitte drehte es langsam am Stil und der Farbton glitt durch die Schattierungen. Sie schwenkte den Wein und sog den Geruch ein. Brombeere. Und ja, der schwere Duft humusreicher Erde nach einem Sommerregen. Der Wein floss über ihre Lippen. Eindeutig Brombeere, Kirsche, kaum Säure, wie sie es mochte. Im Abgang kam etwas Johannisbeere hinzu. Schwer und erfrischend zu gleich. Ein großartiger Rotwein für einen Sommerabend. Sie stellte das Glas ab und wand ihre Aufmerksamkeit dem Teller zu.

In der Mitte, mit geschmorten Zwiebeln und Apfelscheiben bedeckt, gebratene Leber. Im Dreieck darum, wie Rosenblätter dekoriert, Kartoffelstampf. In den Lücken dazwischen gedämpftes Gemüse. Sie schob die Zwiebeln beiseite und schnitt ein Stück der Leber ab. In der Mitte hatte helles Braun das Rosa gerade so verdrängt, außen dunkelbraun mit holzkohle- schwarzen Streifen. Die Kruste fühlte sich auf der Zunge hart an, gleichzeitig war das Stück zart und weich. Der erste Bissen vertrieb das leichte Raucharoma.

»Mmmh«, entfuhr es ihr, »ist die gut!«

Sie schnitt direkt ein zweites Stück ab, diesmal mit etwas Apfel, der ebenfalls gegrillt worden war - gerade so lange, dass die Scheibe nicht zerfiel. Im Mund schien sie sich direkt aufzulösen und ihr süßlich-säuerlicher Geschmack verband sich perfekt mit dem herb-trockenen der Leber. Sie schloss die Augen und schmeckte Kindheit. Fast konnte sie ihre Mutter riechen, diese spezielle Mischung aus Gebratenem, frisch gewaschener Wäsche und Cointreau. Die Leber ihrer Jugend hatte den Zähnen mehr Widerstand geboten. Kurz fühlte sie sich wie Gummi an, bevor sie zerfloss. Kein Vergleich zu diesem Genuss hier. Sie öffnete die Augen und atmete ein. Die verschiedenen Gerüche strömten ihr entgegen. Sie entschied sich für ein Stück Blumenkohl. Bissfest und weich zugleich. Blanchiert, nicht gedünstet, wie sie zuerst gedacht hatte. Ja, so kann Blumenkohl schmecken, wenn er nicht in einer Mehlpampe ertränkt oder unter einer Hollandaiseschlotze begraben wurde. Der Broccoli war genauso gut. Ein ganz milder Kohlgeschmack, mit einer Note Spargel. Einfach perfekt.

Sie wand sich wieder dem Hauptdarsteller zu, diesmal mit Apfel und ein wenig Schmorrzwiebeln. Die restlichen Zwiebeln sparte sie auf, um sie unter das Püree zu mischen, wie sie es schon als Kind geliebt hatte. Wobei das hier natürlich kein Püree war. Die Kartoffeln waren von Hand gestampft, leicht und locker, mit einem Stich Butter, etwas Muskat und einem Schuss Milch. Hier zeigte es sich wieder: Wer kochen kann, braucht keine Sahne.

Das letzte Stück Leber bestrich sie mit Kartoffeln, darauf dann Zwiebeln und Apfel. Herrlich! Sie schielte auf Martins Teller hinüber, der unberührt da stand. Eigentlich eine Schande, aber zwei Portionen schaffte sie unmöglich. Zumal es Nachtisch geben sollte, Erdbeercrumble mit Vanilleeis. Der Crumble stand im Ofen, wie sie gesehen hatte.Der Teller am anderen Tischende reizte sie schon. War Martin selbst schuld, dieses Gequassel wie ein Wasserfall. Bei so einem fantastischen Diner. Sie hatte es nicht länger als die Vorspeise ausgehalten. Genuss war die Zwillingsschwester der Ruhe. Das Schöne am gemeinsamen Essen war der geteilte Gaumenkitzel. Reden konnte man beim Kaffee oder am Telefon. So sehr sie Martin mochte, dies dürfte das Ende ihrer Freundschaft sein. Brigitte seufzte und griff nach seinem Teller; nur noch ein bisschen Kartoffelstampf mit Zwiebeln. Sie durfte nachher, bevor sie ging, nicht vergessen, im Bad vorbeizuschauen, um die Fesseln und den Knebel zu lösen.

Ausgebootet – Ausgeknockt

Ruth Montnacher

Es würde ein Gartenfest werden, das keiner mehr vergas. Dafür hatte ich gesorgt. In den Bäumen baumelten Schiffslaternen. Über den Sträuchern waren Fischernetze gespannt, in denen Fische und Krabben lagen. Nur wenn man genau hinsah, sah man noch ein Zucken. Mit dicken Schiffstauen hatte ich eine Reling von der Terrassentür zum Tisch gebaut. Es sah hübsch aus.

Auf dem mit Muscheln und kleinen Ankern verzierten Tisch hatte ich acht große Teller verteilt. Auf den Tellern standen zu Segeln geformte, weiß-blaue Servietten. Marinelook.

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