Peter Bergmann - Schüchterne Gestalten

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Schüchterne Gestalten: краткое содержание, описание и аннотация

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Vesberg, seine Heimatstadt, sah er nie mehr wieder. Die Dienstreise von Carsten Weilham endete tödlich. Kriminalhauptkommissar Jan Remsen, war sich sicher, dass alte Rechnungen blutig beglichen wurden. Denn Misstrauen und Zwietracht bestimmen die Technologie-Hochburg.
Als der junge und ambitionierte Chefcontroller René Perlat tot aufgefunden wurde, nutzte Remsen seine Kontakte zu Informatikstudenten. Zu seiner Überraschung führten diese ihn in einen Teil des Internets ein, von dem er noch nie etwas gehört hatte.
Die Ermittlungen führten Remsen und sein Team durch halb Europa. Dennoch traten sie auf der Stelle. Ein alter Trick sollte helfen, um an die Täter und deren Auftraggeber heranzukommen. Wer kommt zuerst aus der Deckung und macht dabei den entscheidenden Fehler?
Ein Geduldspiel begann…

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Sein Trumpfass wollte er aber noch nicht ausspielen. Er will Weilham dazu bringen, dass er seinen Irrtum selbst korrigiert, so etwas wie eine zweite Chance erhält. Wenn Weilham nur unter den besonderen Umständen des Todes seines Sohnes die Spur verloren hat und sich nicht traut, das ohne Gesichtsverlust zuzugeben, will er ihm wenigstens eine Brücke bauen. So hat er das schon oft gemacht und damit jede Menge erreicht. Seine innere Stimme jedoch sagt ihm, dass hier was nicht stimmt und der alte Weilham, trotz des Verlusts seines Sohnes, immer noch klar im Denken ist. Also, warum lügt dieser Mensch? Was verheimlicht er uns? Und warum tut er das? Was spielt er uns hier vor?

Er muss sich mit diesen Fragen beschäftigen und Antworten finden. Heute noch. Remsen weiß, dass die ersten 48 Stunden ganz entscheidend sind, ob ein Mord aufgeklärt wird oder sich die Ermittlungen quälend lange hinziehen, bis sie dann ohne richtiges Ergebnis eingestellt werden. Außer den Ermittlern hilft ein Zufall. Daran mag Remsen nicht glauben. Andererseits ist Weilham sen. ja kein Verdächtiger, noch nicht. Zum Tatzeitpunkt war er nach gesicherten Erkenntnissen zu Hause und scheidet zumindest vorerst aus. Dumm nur, dass er falsche Angaben zur Dienstreise seines Sohnes machte, wissentlich und bewusst oder nur, weil er unter Stress stand. Es muss jetzt was passieren.

Karl-Heinz Egger, Chef der Unlimited IT Equipment AG in Vesberg, ist ein begüterter Geschäftsmann. Er ist es gewohnt, dass der Erfolg an seiner Seite ist und er die Geschicke selbst bestimmt. KHE, wie ihn Freunde und Hasser gleichermaßen nannten – von beiden gab es in seinem Umfeld jede Menge, war selbstbewusst, eigentlich mehr arrogant. Denn er sah sich als personifiziertes Alphatier; als eines jener Exemplare, die kein weiteres neben sich akzeptieren. Das machte es ihm leicht, sich gegenüber Mitarbeiter und Geschäftspartner so zu artikulieren, wie er es für richtig hielt. Kompromisse sah er immer dann angebracht, wenn sie nach seinen Vorstellungen eingegangen wurden. Er war sich seiner Starke, bestimmte die Spielregeln und überlies es allen anderen, sich diesen unterzuordnen. Jede Menge Leichen pflasterten seinen Aufstieg. Nicht Leichen im eigentlichen Sinn, sondern ehemalige Mitstreiter, die er aus recht unterschiedlichen Gründen aus dem Weg räumen musste.

Das war nicht immer so. KHE galt zu Beginn seiner Laufbahn eher mittelmäßig. Das war in der DDR damals aber kein Problem. Sein Studium schaffte er irgendwie und danach wenig motiviert, sich zielstrebig eine Karriere aufzubauen. Schnell wurde ihm klar, dass es in der ehemaligen DDR mehr Chancen des Aufstiegs und der Anerkennung gab, wenn er sich auf die staatstreue und parteipolitische Linie einließ.

Als Parteimitläufer begann er als kleines Rad im Parteiengetriebe. Egger lernte recht schnell, wie man sich unentbehrlich machen konnte. Klug brachte er sich in die Parteiarbeit ein und wurde zu einem Eiferer, der ihm neue Freunde und immer mehr Feinde einbrachte. Weil er sich als aktives Parteimitglied bewährte, wurde für ihn in einem Staatskonzern eine Position als Abteilungsleiter freigemacht.

Er gab den Wonneproppen, fühlte sich in der Aufgabe richtig wohl und drangsalierte die Mitarbeiter seiner Abteilung. Weniger aus fachlichen Notwendigkeiten heraus, mehr als Parteifunktionär und Agitator. Egger wollte aus seiner Abteilung eine Vorzeigeorganisation, vor allem in politischer Hinsicht machen. Die Partei sollte sich auf ihn und seine Mitarbeiter voll verlassen können. Denn er nahm sich Größeres vor: Er wollte der hauptamtliche Hauptparteifunktionär im Kombinat, wie man die großen Unternehmen damals nannte, werden. Das versprach ganz viel Geld, enorme Achtung ihm gegenüber und vor allem Macht. Macht, um über das ganze Unternehmen, die Generaldirektion, die Möchtegernchefs und vor allem die Mitarbeiter herrschen zu können. Dieser Weg war für ihn vorbestimmt; davon war Karl-Heinz Egger überzeugt.

Es kam anders, ganz anders.

Als die Ära des politischen Ungehorsams auch in der DDR einzog, wurde es zunächst für ihn recht ungemütlich. Einige wenige der Revoluzzer, wie Egger sie bezeichnete, setzten ihm heftig zu; Parteisoldaten wie er hatten von nun an keine ruhige Minute mehr. Glück für ihn war, dass anders als in anderen ehemals kommunistischen Frontstaaten, hier keine Hetzjagden veranstaltet wurden. Natürlich, es gab recht heftige Auseinandersetzungen mit den Reformern, aber es blieb bei Wortgefechten. Meistens jedenfalls.

Über seine Zukunft machte er sich immer noch wenige Gedanken, denn er war fest davon überzeugt, dass sich alles wieder einrenkt und so wird, wie er es gewohnt war. In diesem Verständnis war er erzogen, Alternativen dazu sah sein Lebensentwurf nicht vor. Bis zu jenem Tag, der im Oktober 89 alles, auch sein Leben veränderte. Nachdem die Parteiführung sich zum letzten Mal feiern ließ und alle Versuche, die sich anbahnenden Veränderungen bis zu diesem Tag im Keim zu ersticken relativ erfolgreich waren, verhinderte der Liebesentzug des großen Freundes Blutvergießen nach der Party. Die eigentliche Wende war da und KHE spürte es.

Egger dachte um und verließ seine Partei. Je eher, umso weniger erinnern sich die neuen Machthaber später daran, welche Rolle er in der Diktatur einmal gespielte. KHE war clever und inszenierte sich als Welterneuerer. Er setzte sich durch und übernahm die freigewordene Leitung im Unternehmen, dieses Mal als Direktor. Egger besorgte sich Bücher über Marktwirtschaft und Unternehmensführung. Nächtelang verschlang die Seiten und wandelte sich zum „Direktor gnadenlos“. So nannte ihn die Belegschaft immer mehr.

So paradox es auch klingen mag: Aus seiner Sicht kamen KHE die wegbrechenden Aufträge, später waren es ganze Märkte und der immer weniger wirksame Schutz der kommunistischen Finanzglocke zu Hilfe. Er betätigte sich als harter Sanierer und entließ vor allem jene Eiferer, die ihn selbst noch vor Kurzen aus dem Unternehmen vertreiben wollten. Obwohl monatlich die Umsätze immer weniger wurden, verstreute er bei seinen Auftritten vor der verbliebenen Restbelegschaft Zuversicht und appellierte an das Durchhaltevermögen. Egger konnte aber ebenso wenig verhindern, dass das Unternehmen der Insolvenz entgegen schlitterte, wie die Tatsache, dass damit seine Tage als Unternehmenschef gezählt waren.

Es musste Hilfe her.

Die kam in Gestalt der Treuhand. Noch vor der offiziellen Vereinigung gegründet, erhielt sie den Auftrag, die Unternehmen der DDR zu einem Spottpreis zu verscherbeln und den sogenannten Investoren den Zugriff auf neue Märkte zu sichern. Zumindest nahm Egger das so wahr und ihm konnte eigentlich nichts Besseres passieren. Da sein Unternehmen trotz der schlechten Entwicklung der letzten Monate noch über ausreichend Reputation, Wissen und gute Mitarbeiter verfügte, dauerte es nicht lange, bis er mit Anstaltsvertretern an einem Tisch saß.

Deren Plan war bereits beschlossene Sache; Egger konnte nur noch versuchen, das Beste daraus zu machen. Er nutzte seine Kontakte zu seinen damaligen Parteifreunden, von denen es einige in die Treuhand geschafften. Egger brachte Details zur geplanten Privatisierung in Erfahrung und empfahl sich bei den potenziellen neuen Eigentümern. Die Verhandlungen waren nervenaufreibend, denn die Rolle, in der er sich hierbei befand, war eher die eines Bittstellers. Und darin kannte er sich einfach nicht aus. Die Hoffnung, im neuen Unternehmen an vorderster Front mitzuspielen, schien sich lange Zeit nicht zu erfüllen. Das Unternehmen wurde für einen lächerlichen Preis einem global agierenden IT-Konzern zugesprochen; es entstand die Unlimited IT Equipment AG. Vesberg war anscheinend für die neuen Eigentümer ideal, um erst einmal hier und dann in Osteuropa gute Geschäfte zu machen.

Egger begrub beinahe seine Ambitionen, als das Schicksal es wieder gut mit ihm meinte. Aus lange für ihn unerklärlichen Gründen, zeigten die Besitzer der uIT AG doch Interesse an seiner Person, sodass recht schnell und im Stillen über seine Anstellung verhandelt wurde. KHE stieg zum mächtigen Vorstandsvorsitzenden der uIT AG auf und begann sofort, sich sein eigenes Reich zu bauen. Seine neuen Geschäftspartner brachten reichlich Kapital mit, machten klaren Vorgaben und ließen ihm jede freie Hand der Umsetzung. Egger wäre nicht Egger, wenn er diesen Spielraum nicht für sich genutzt hätte.

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