Schon wieder sind seine Gedanken abgeschweift. Als er den Raum fertig betrachtet hat, merkt er, dass er schon wieder nichts von dem gehört hat was geredet wurde. Irgendetwas an diesem Ort bringt ihn dazu fahrlässig zu sein. Er ist ein Krieger, ausgebildet für das schwierigste und gefährlichste Spiel das es gibt. Er ist dazu ausgebildet die Situation in Sekunden einzuschätzen und zu reagieren. Doch hier, hier ist alles so anders. Es fühlt sich verwirrend an und seine Gedanken schweifen andauernd ab. Das muss sich ändern, sagt Babul zu sich selbst und konzentriert sich wieder auf die Gespräche.
„Ich weiß, dass es eine schwierige Aufgabe ist, aber ich werde mein Möglichstes tun. Und unterstützt werde ich von meinem guten Freund Babul….“.
Unterstützt? Wobei unterstützt, wundert sich Babul. Kutzkal legt versichernd die Hand auf Babuls Schulter und redet davon, dass er seine Aufgabe erfüllen wird. Worum geht es hier?
Plötzlich stehen alle wieder auf und gehen hinaus. Verwirrt folgt Babul den anderen hinaus aus diesem Raum, lange Metallgänge hinunter, bis sie am Ende vor einer großen Tür stehen. Die Tür kommt Babul und Kutzkal bekannt vor. Sie sieht genauso aus wie die erste Tür, die sie nach ihrer Anreise hier gesehen haben und die beiden hinaus auf die grüne Wiese geführt hat.
Die Gruppe bleibt vor der Tür stehen und betrachtet sie eine Weile. Kutzkal fällt auf, dass sie doch nicht genauso aussieht wie die andere Tür. Irgendetwas ist anders. Nach einer Weile sieht er den Unterscheid. Am Rand sind ganz feine Zeichen eingeritzt. Es sieht fast so aus, als wenn es eine Sprache wäre. Er sagt nichts und fragt auch nicht nach. Irgendetwas hier gibt ihm ein unwohles Gefühl. Er kann nicht genau sagen was, aber als er sich zu Babul umdreht, sieht er an seinem Gesicht, dass auch er es fühlt.
Ein lautes Geräusch erklingt und die große Tür öffnet sich langsam. Doch im Gegensatz zum letzten Mal sehen sie diesmal nicht auf grüne Hügel und blauen Himmel. Diesmal fällt ein düsteres Licht durch den Spalt. Die Tür öffnet sich weiter und weiter und je mehr die beiden sehen, desto erschreckender wird es. Schwarze Hügel mit verkohltem Gras, kahle Bäume und ein schwarzer Himmel. Es ist ein grauenhafter Anblick und beide sind zutiefst erschüttert.
„Es ist das gleiche Bild das wir sahen als wir vorher das Blinklicht abgedeckt haben“, wirft Babul erstaunt in den Raum. Alle schweigen wieder, bis sich die Tür komplett geöffnet hat. Der Anblick ist verstörend.
„Das ist unsere Welt“, bricht Kahlok das traurige Schweigen. "Kahl, schwarz und kalt. Kein Ort zum Leben und doch haben wir überlebt. Unsere Vorfahren haben uns diese kalte, leblose Welt überlassen, doch wir haben überlebt. Wir sind in den Untergrund gegangen. Wir haben diese Stahlkonstrukte gebaut und haben unsere künstlichen Gärten. Wir haben euch in einem dieser Gärten gefunden.“
„Doch das war nicht real? Wir haben in euerm Garten die gleiche verbrannte Erde gesehen wie hier, als wir das Licht abgedeckt haben“, wirft Kutzkal ein.
„Du hast Recht. Die Welt sieht so aus wie ihr sie jetzt seht, doch unsere Vorfahren haben uns eine Technik dagelassen, mit der wir eine Illusion erschaffen können, die real ist. Es sieht aus wie ein Garten und die Pflanzen wachsen wie in einem Garten, wir können ernten und die Früchte essen. Das einzige was wir nicht können, ist das Programm verändern. Das Wissen ist uns verloren gegangen, daher müssen wir uns mit dem begnügen was hier wächst“, antwortet Kahlok.
„Können wir hinausgehen?“, fragt Kutzkal, der neugierig auf diese seltsame Welt ist. „Es ist euch frei hinauszugehen, doch es ist gefährlich und es gibt dort nichts als verbrannte Erde. Diese Zeichen an der Tür, die ihr vielleicht schon bemerkt habt, sind das Einzige, was uns vor allem Schädlichen da draußen beschützt.“ Kutzkal schaut Babul an, der immer noch ängstlich dreinschaut. Es sieht nicht so aus, als wenn er Lust hätte hinauszugehen. Und er selbst hat dieses komische Gefühl und entscheidet sich daher, das Ganze zu vertagen.
Mit einem lauten Ton geht die Tür wieder zu. Kutzkal und Babul folgen der Gruppe wieder ins Innere des Komplexes. Kahlok lächelt als er sich umdreht, er ist zufrieden damit wie es gelaufen ist.
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